Schiedsrichterwesen
„Liebe den Sport. Leite das Spiel”: Wir rufen das „Jahr der Schiris“ aus
Was fasziniert Schiedsrichter*innen an ihrem Hobby? Wie erleben Schiedsrichter*innen ihre Tätigkeit auf dem Platz selbst? Welche Ziele streben unsere FVM-Schiris an? Diese und weitere Fragen beleuchten wir im „Jahr der Schiris“. Sie möchten Schiedsrichter*in werden oder sich über das Hobby informieren? Klicken Sie sich durch die aktuellen Beiträge zum Thema:
Im Jahr der Schiris: Die Stimmen unserer FVM-Schiedsrichter*innen
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Wie werde ich Schiedsrichter*in? – Die Ausbildung im Überblick
Wie werde ich Schiedsrichter*in? – Die Ausbildung im Überblick
Rund 50.000 Schiedsrichter*innen sind Woche für Woche im Einsatz, damit 1,2 Millionen Fußballspiele in ganz Deutschland Jahr für Jahr stattfinden können. Insgesamt ca. 2.000 Unparteiische sind auf den Plätzen des FVM unterwegs und sorgen als Teil des Amateurfußballs für den regelkonformen Ablauf aller Spiele. Ihnen kommt dabei eine zentrale Rolle zu: Sie sorgen für den regelkonformen Ablauf des Spiels und damit für einen fairen sportlichen Wettkampf. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, sind fundierte Regelkenntnisse und körperliche Fitness unabdingbar.
Um als Schiedsrichter*in auf dem Spielfeld eine gute Leistung zu erbringen, bedarf es einer regeltechnischen Ausbildung. Einige Regeln sind den Interessierten, bspw. weil sie selbst aktiv Fußball spielen oder gespielt haben, bereits bekannt. Das Regelwerk umfasst jedoch zahlreiche Regelungen, die den meisten Anwärter*innen bis dahin unbekannt waren und so oftmals überraschen. Auf dem Feld ist ein fundiertes Regelwissen jedoch unumgänglich, da in der entscheidenden Situationen alle Augen auf die Schiedsrichter*innen gerichtet sind und diese regelkonforme Entscheidungen treffen müssen – auch wenn die Situation undurchsichtig oder außergewöhnlich ist.
Daher absolvieren Schiedsrichter*innen Anwärtlehrgänge, die sie auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereiten. Diese Lehrgänge finden dezentral in den einzelnen Kreisen des Verbandsgebietes statt. Sie umfassen je nach Kreis zwischen 4 und 6 Ausbildungstagen mit ca. 30 Lehreinheiten á 45 Minuten. Für die Ausbildung ist ein Alter von mind. 14 Jahren erforderlich. Die Anwärterlehrgänge werden durch den Einsatz verschiedener Medien möglichst interaktiv gestaltet, bspw. durch die Analyse und Diskussion aktueller Videoszenen aus den Bundesligen.
Neben der Theorie ist auch eine praktische Einheit Bestandteil der Ausbildung. Gleichermaßen setzt sich die abschließende Anwärterprüfung entsprechend der DFB Prüfungsordnung aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung zusammen. Letztere besteht aus einer Laufeinheit während des Lehrgangs, alternativ der Teilnahme an der zeitnah stattfindenden Leistungsprüfung in den jeweiligen Kreisen. Die theoretische Prüfung besteht aus einer kurzen mündlichen sowie einer schriftlichen Prüfung. Diese besteht aus einem 30 Fragen umfassenden Regeltest, der einen Querschnitt aller Regeln beinhaltet. Für den Einsatz als Schiedsrichter*in ist das Bestehen der Prüfung erforderlich.
Die Ausbildung erfolgt i.d.R. im eigenen Kreis. Nach Absprache kann auch die Teilnahme an einem Lehrgang in einem anderen Kreis erfolgen, bspw. bei terminlichen Verhinderungsgründen.
Stand: 09. März 2023 - Hier geht es zur News.
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„Liebe den Sport. Leite das Spiel”: DFB ruft Jahr der Schiris aus
„Liebe den Sport. Leite das Spiel”: DFB ruft Jahr der Schiris aus
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat offiziell das „Jahr der Schiris” eröffnet. Die Initiative soll in Zusammenarbeit mit dem Fußball-Verband Mittelrhein und allen Landesverbänden im DFB den Fokus auf eine der größten Herausforderungen im deutschen Fußball lenken.
Los geht es mit einer besonderen Aktion: Am kommenden Samstag, 25. März, schlüpfen die beiden Bundesligaprofis Nils Petersen (SC Freiburg) und Anton Stach (1. FSV Mainz 05) in eine neue Rolle und leiten als Referees das Spiel der Bezirksliga Rheinhessen zwischen dem VfR Nierstein und TSV Mommenheim.
Petersen und Stach, die jeweils eine Halbzeit pfeifen sollen, werden bei ihrem Perspektivwechsel von zwei Schiri-Assistent*innen aus dem Amateurbereich unterstützt. Bundesligaschiedsrichter Deniz Aytekin wird als Beobachter vor Ort sein. Die Aktion läutet eine Phase ein, die bis Jahresende mit verschiedenen kleineren und größeren Maßnahmen, vor allem mit Hilfe der Bezirke, Kreise und lokalen Schiri-Gruppen, das Thema Schiedsrichter*innen öffentlich in den Mittelpunkt rücken und Verbesserungen einleiten soll.
Schiedsrichter*innen gewinnen, Drop-Out-Quote verringern
Die Zahl der Schiedsrichter*innen in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Den Amateurfußball stellt das zunehmend vor Probleme. Diesem Trend wollen der DFB und seine Landesverbände nun wahrnehmbarer und wirkungsvoller entgegenwirken. Das Jahr der Schiris steht dabei unter dem Leitsatz: „Liebe den Sport. Leite das Spiel”.
Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident Amateure und zuständig für die Schiedsrichter*innen, erklärt: „Ziel ist es, einen Diskurs anzustoßen, stärker zu sensibilisieren und in allen Bereichen ein höheres Verantwortungsbewusstsein für das Thema zu schaffen. Vor allem die Vereine müssen endlich erkennen, dass sie sich um die Schiris kümmern müssen und dies nicht allein Sache der Verbände ist.”
Zimmermann weiter: „Wir sind nicht blauäugig. Wir werden die Welt nicht in wenigen Monaten komplett verändern können bei einer Problemstellung, die schon länger besteht. Aber es soll ein erster wichtiger Schritt sein, die Schiris enger in die Fußballfamilie zu integrieren und auch in der gelebten Praxis als das zu begreifen, was sie sind: integraler Bestandteil des Spiels, unverzichtbarer Partner für Spieler*innen und Trainer*innen, wichtige Mitglieder der Vereine. Der Ansatz ist dabei konsequent konstruktiv. Es soll nicht mehr heißen: Warum tust du dir das an? Sondern: Darum ist es cool, Schiri zu sein.”
Umfrage: Schiedsrichter*innen wünschen sich fairen Umgang
Eine aktuelle Umfrage im Amateurfußball-Barometer unterstreicht die vielen positiven Seiten der Schiedsrichterei: 84 Prozent der Unparteiischen, die an der Umfrage teilgenommen haben, nennen den Spaß an ihrer Tätigkeit als größte Motivation, 79 Prozent die sportliche Betätigung. 75 Prozent schätzen es besonders, aktiver Teil des Fußballs zu sein. Hinzu kommen die Mehrwerte für die Persönlichkeitsentwicklung. Gefördert werden aus Sicht der betroffenen Zielgruppe vor allem die Entscheidungskompetenz, der Umgang mit Menschen und das Selbstvertrauen.
Die allgemeine Wahrnehmung rund um Schiedsrichter*innen ist allerdings häufig von negativen Aspekten geprägt. In der Umfrage werten 85 Prozent der aktiven Schiris den mangelnden Respekt von Zuschauer*innen als Problem, 79 Prozent vermissen ebenso bei Spieler*innen und Trainer*innen Respekt und Wertschätzung. Auch von den Personen, die nicht als Schiedsrichter*innen tätig sind, geben im Rahmen der Umfrage rund 80 Prozent an, dass sie bereits negative Erfahrungen mit respektlosem Verhalten gegenüber Referees gemacht haben. Insgesamt nahmen an der Umfrage fast 8000 Personen teil, knapp 39 Prozent davon aktive Schiedsrichter*innen.
„Wir müssen den Umgang miteinander im Fußball gemeinsam beleuchten und benötigen einen stärkeren Schulterschluss aller Beteiligten, um die Schiedsrichter*innen nachhaltig zu stärken und eine Trendwende einzuleiten”, sagt Ronny Zimmermann. „Hierzu gehören Offizielle, Trainer*innen, Spieler*innen, aber auch die Schiris selbst. Es geht nicht darum, mit dem Finger aufeinander zu zeigen. Gegenseitiges Verständnis ist der Schlüssel – auch in der Frage, wie man Gewaltvorfällen entgegenwirkt. Alle müssen sich stärker füreinander öffnen und aufeinander zugehen, im Sinne unseres Sports.”
Auf dieser Grundlage sollen in den kommenden Jahren verstärkt Neulinge gewonnen und die Bindung der aktuell mehr als 50.000 aktiven Schiedsrichter*innen gestärkt werden. Derzeit verliert der deutsche Fußball zu schnell zu viele neu ausgebildete Unparteiische. Die Drop-out-Quote zu verringern, ist eine der größten Herausforderungen. Helfen soll dabei das Pat*innensystem, eine Maßnahme aus dem Masterplan Amateurfußball 2024. Hierbei werden Neulinge an der Basis in ihren ersten Spielen von Mentor*innen begleitet. Bei der Gewinnung neuer Schiedsrichter*innen soll unter anderem die Schiri-Toolbox Kreisen und Vereinen helfen, zielgerichtete Werbung zu betreiben.
Stimmen zum „Jahr der Schiris”:Stimmen
Deniz Aytekin (DFB-Schiedsrichter des Jahres): „Um für den gegenseitigen Respekt, das Verständnis füreinander und die Wertschätzung der Schiedsrichter*innen innerhalb der gesamten Fußballfamilie zu sensibilisieren, engagieren wir uns als Team Elite-Schiedsrichter*innen der DFB Schiri GmbH sehr gerne. Ein besseres Miteinander und Wir-Gefühl kann nur etabliert und gelebt werden, wenn die gesamte Fußballfamilie mit vereinten Kräften daran arbeitet.”
Nils Petersen (SC Freiburg): „Ich finde es extrem spannend, eine andere Perspektive einzunehmen und einen neuen Blick aufs Spiel zu bekommen. Als Spieler nörgelt man gerne mal über eine Entscheidung des Schiedsrichters, aber man versetzt sich so gut wie nie in seine Lage. Das will ich im Rahmen dieser coolen Aktion ändern. Schön, dass wir in der Bezirksliga ran dürfen. Die Arbeit im Amateurbereich ist die Basis für alles. Ich freue mich auf die Jungs aus Nierstein und Mommenheim – und darauf, diese Erfahrung als Schiri zu machen. Ich hoffe, damit helfen zu können, einen Anstoß zu geben, dass wir alle im Fußball uns intensiver dem Thema Schiris widmen.”
Anton Stach (1. FSV Mainz 05): „Das Spiel eine Halbzeit lang aus der Rolle des Schiedsrichters zu erleben und selbst zu erfahren, welche Verantwortung man als Referee hat, wie genau man hinschauen und wie schnell man Entscheidungen fällen muss, wird sehr interessant. Bei der Beurteilung von Situationen können wir zudem neben dem Regelwerk auch das Wissen als Spieler nutzen, wie Dinge in der Praxis auf dem Platz laufen. Ich freue mich auf den Rollentausch. Ich hoffe, dass wir mit dieser Aktion nicht nur für mehr Verständnis füreinander sorgen, sondern auch dazu beitragen können, dass mehr junge Leute Lust haben, die Pfeife in die Hand zu nehmen und Schiedsrichterin oder Schiedsrichter zu werden.”
Stand: 20. März 2023 - Hier geht es zur News.
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5. FVM-Jungschiedsrichter*innen-Tag: Teamgeist und Wettbewerb für 100 Unparteiische
5. FVM-Jungschiedsrichter*innen-Tag: Teamgeist und Wettbewerb für 100 Unparteiische
Bereits zum fünften Mal hat der FVM-Jungschiedsrichter-Tag über 100 Nachwuchsschiedsrichter*innen aus allen Kreisen des Fußball-Verbandes Mittelrhein begeistert. Im Mittelpunkt des ereignisreichen Tages standen das sportliche Miteinander, der interkreisliche Austausch und vor allem die Wertschätzung für das Engagement der jungen Unparteiischen.
Das abwechslungsreiche Programm bot neben dem traditionellen Fußballturnier auch eine kreative Jungschiedsrichter*innen-Olympiade. In den Spielpausen durchliefen die Teams vier Stationen: Darunter die Messung der Schussgeschwindigkeit, ein Sprintwettbewerb mit Lichtschrankenanlage, ein digitaler Regeltest per Video sowie die beliebte XXL-Fußballdarts-Challenge – ein echtes Highlight.
Der Weg zum Gesamtsieg führte dabei nicht allein über den Pokal im Fußballturnier: Auch bei der Olympiade konnten wertvolle Punkte gesammelt werden. So blieb es bis zur Siegerehrung spannend, wer den begehrten Wanderpokal des FVM-Jungschiedsrichter-Tages mit in den Heimatkreis nehmen durfte. Am Ende setzte sich die Mannschaft aus Bonn durch – dicht gefolgt von den Teams aus Rhein-Erft und Düren.
Beim gemeinsamen Ausklang nutzten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen auf und neben dem Platz auszutauschen. Das durchweg positive Feedback war für den Verbandsschiedsrichterausschuss Bestätigung und Ansporn zugleich, das Format auch im Jahr 2026 fortzusetzen. Der FVM-Jungschiedsrichter-Tag ist nicht nur ein Ort des Kennenlernens und der Vernetzung, sondern vor allem ein Zeichen der Anerkennung für den Einsatz der Jungschiedsrichterinnen auf den Sportplätzen in der Region.
Interesse an der Schiedsrichter-Ausbildung?
Du möchtest selbst Schiedsrichterin werden oder als Verein neue Spielleiterinnen gewinnen? Der FVM bietet mit der Kampagne „Mach mit! Werde Schiri!“ unter www.schiri-werden.de umfassende Informationen. Auch die DFB-Schiedsrichter-Toolbox unter schiedsrichter-toolbox.dfb.de hält zahlreiche Materialien bereit.
Stand: 7. Juli 2025 - Hier geht es zur News.
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Lorenz Höller: Mit 13 Jahren als Schiedsrichter in der Bezirksliga
Lorenz Höller: Mit 13 Jahren als Schiedsrichter in der Bezirksliga
Lorenz Höller ist 13 Jahre alt und Nachwuchsschiedsrichter im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM). Aber nicht nur das: Höller ist auch auf Instagram sehr aktiv und teilt dort seine Erfahrungen als Schiedsrichter. Auf diesem Weg hat er schon mehrere junge Menschen dazu gebracht, ebenfalls die Ausbildung zum Schiedsrichter zu absolvieren. FUSSBALL.DE hat mit Lorenz Höller gesprochen. Was fasziniert ihn an der Schiedsrichterei?
Lorenz Höller ist eben mit dem Bus aus der Schule gekommen. Es war einer der letzten Tage vor Weihnachten, vor den Ferien. Endlich frei. Höller ist 13 Jahre alt und geht in die achte Klasse einer Realschule im Rheinisch-Bergischen-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Aber das ist nur ein Randaspekt dieser Geschichte. Denn Höller ist seit zwei Jahren als Schiedsrichter im Fußballkreis Berg im FVM tätig – und das auf bemerkenswerte Art und Weise. Im Nachwuchsbereich leitet er Begegnungen allein. Bei den Herren ist er bereits bis zur Bezirksliga als Assistent im Einsatz.
Wie kann er sich als 13-jähriger Junge in einem möglicherweise hitzigen Bezirksliga-Derby behaupten? "Das ist eigentlich kein Problem", sagt Höller. "Ich treffe eine Entscheidung und die steht dann. Klar gibt es mal den einen oder anderen Spruch. Oder ein Spieler meckert über meine Entscheidung, weil sie aus seiner Sicht falsch war. Aber da spielt mein Alter keine Rolle. Das kann auch älteren Schiedsrichtern passieren. Ich nehme das nicht persönlich und stehe darüber."
Höller berichtet mit einer beachtlichen Ruhe von seinem großen Hobby. Seit zwei Jahren ist er als Schiedsrichter tätig. Parallel ist er auch Spieler beim SV Bechen. Über seinen Co-Trainer hat Höller seine Leidenschaft für die Schiedsrichterei entdeckt: "Mein Co-Trainer meinte zu mir, dass er sich gut vorstellen könne, dass ich das Talent habe, als Schiedsrichter zum Einsatz zu kommen. Ich solle doch einfach mal einen Lehrgang besuchen."
Und genau das hat Höller auch gemacht und war direkt begeistert von der Schiedsrichterei: "Es macht unglaublich viel Spaß, ein Fußballspiel zu leiten. Natürlich ist es manchmal stressig und auch herausfordernd. Aber man lernt total viel, auch für das Leben. Als Schiedsrichter muss ich Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit treffen, diese durchsetzen und nachvollziehbar kommunizieren. Das musste ich erst lernen. Aber mittlerweile klappt es ganz gut, denke ich."
Höller teilt seine Erfahrungen auf Social Media
Aber Höller ist nicht nur ein talentierter Nachwuchsschiedsrichter. Er wirbt für sein Hobby auch auf Instagram. In den sozialen Netzwerken teilt er als LH13.TV regelmäßig seine Erfahrungen und warum es ihm so viel Spaß macht, Fußball zu spielen und als Unparteiischer auf den Plätzen unterwegs zu sein. Das hat offenbar schon mehrere seiner über 3700 Followerinnen und Follower inspiriert, ebenfalls die Ausbildung zum Referee zu machen.
"Bei einem Lehrgang kürzlich habe ich davon gehört, dass mindestens ein Junge sich durch meine Posts für das Thema interessiert und einen Lehrgang besucht hat", sagt Höller. „Das ist natürlich ein schöner Nebeneffekt, zumal ja dringend neue Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter gesucht werden. Ich kann nur empfehlen, es einmal auszuprobieren. Es ist nicht einfach, aber es macht total viel Spaß."
Aber Höller teilt auf Instagram nicht nur Schiedsrichter-Content. Er startet dort auch regelmäßig Challenges, das kann das Hochhalten des Balles sein, Liegestütze oder irgendetwas anderes in der Art. Seine Videos stoßen in der Community auf großes Interesse. "Letztens habe ich in einem Video gezeigt, wie ich meine Stutzen trage. Das ist ziemlich viral gegangen und hat mehr als 120.000 Aufrufe", sagt Höller. "Keine Ahnung, warum gerade das so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Aber es war halt so."
Bisher keine negativen Erfahrungen
Und wie geht er mit negativen Kommentaren zu seinen Posts um? "Das kam bisher zum Glück kaum vor. Ich bin Fan des 1. FC Köln und habe nach dem guten Saisonstart meines Vereins in einem Video gesagt, dass der FC nächstes Jahr in der Champions League spielt“, sagt Höller. "Das hat einige Anhänger von Fortuna Düsseldorf dazu gebracht, mir ein paar Sprüche reinzudrücken. War aber alles im normalen Rahmen und spaßig gemeint. Richtig schlechte Erfahrungen habe ich hier bisher zum Glück noch nicht gemacht."
Nun ist allerdings erstmal Winterpause. Sowohl für Lorenz Höller als Offensivspieler des SV Bechen als auch für den Schiedsrichter Lorenz Höller. Langweilig wird ihm trotzdem nicht werden. Seine Videos wird er weiter produzieren. Denn seine Followerinnen und Follower wollen ja weiterhin unterhalten werden. Und dann geht es für ihn bald auch wieder auf den Platz. Endlich wieder Fußball spielen, endlich wieder Schiedsrichter sein. Endlich wieder frischer Content.
Stand: 8. Januar 2026 - Hier geht es zur News.
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Gewaltprävention: Ansprechpersonen für Schiedsrichter*innen weitergebildet
Gewaltprävention: Ansprechpersonen für Schiedsrichter*innen weitergebildet
Mit dem Ziel, Schiedsrichter*innen, die Betroffene von Gewalt- und Diskriminierung geworden sind, als erste Ansprechperson unterstützen zu können, wurden bereits im September 2021 ausgewählte Personen aus den Kreisen zu psychologischen Erstbetreuer*innen ausgebildet.
Gute eineinhalb Jahre später fand nun im Rahmen des Pilot-Projektes „Fußball Verein(t) Gegen Rassismus“ im Bürgerzentrum Manheim-neu eine Auffrischungs-Fortbildung für diesen Personenkreis, die zumeist in den Schiedsrichterausschüssen der Kreise angesiedelt sind, statt. Gemeinsam mit Referent Engelbert Schödder (Gezeiten Haus Akademie) wurden Grundlagenthemen der psychologischen Erstbetreuung wie Stress und Trauma, Intervention sowie Kommunikation und Gesprächsführung bearbeitet und diskutiert. Die Teilnehmenden konnten dabei eine Vielzahl von neuen Erkenntnissen erlangen und sich im Rahmen der Fortbildung austauschen. Auch darüber, wie in den jeweiligen anderen Kreisen Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle bearbeitet und betroffene Schiedsrichter*innen im Nachgang betreut werden.
Für den FVM ist die Implementierung und die Betreuung einer konkreten Ansprechperson für betroffene Schiedsrichter*innen von großer Wichtigkeit. Die Personen vor Ort leisten eine ungeheuer wertvolle Arbeit, die dem gesamten Amateurfußball am Mittelrhein als wichtiges Instrument bei der Bearbeitung von Gewalt- und Diskriminierungsvorfällen hilft. Daher hat der Arbeitskreis Gewaltprävention bereits vor einiger Zeit beschlossen, dass Fortbildungen dieser Personen ein zentraler Bestandteil des eigenen Handels sein müssen. Weitere solche Formate sollen zukünftig folgen.
Stand: 07. Juli 2023 - Hier geht es zur News.
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Aufstiegsentscheidungen bei Schiedsrichter*innen auf Verbandsebene
Aufstiegsentscheidungen bei Schiedsrichter*innen auf Verbandsebene
Zum Ende der Saison 2024/25 dürfen sich nicht nur zahlreiche Mannschaften über ihre Erfolge freuen – auch der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) gratuliert seinen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern herzlich zu ihren Aufstiegen in höhere Spielklassen.
Maurice Stubenrauch (Kreis Bonn) wird in der kommenden Saison zum Kreis der Referees in der Regionalliga West gehören. Nach konstant starken Leistungen folgt der verdiente Schritt auf die höchste Spielklassenstufe im Westen.
In der höchsten Verbandsklasse des FVM werden in der Saison 2025/26 gleich sechs neue Unparteiische Spielleitungen der Mittelrheinliga übernehmen:
- Noah Straeten (Kreis Berg)
- Florian Lutz (Kreis Sieg)
- Bernd Peters (Kreis Sieg)
- Maurizio Häfele (Kreis Köln)
- Julius Zill (Kreis Köln)
- Kilian Baums (Kreis Heinsberg)
Folgende Schiedsrichter*innen steigen aus der Bezirksliga in die Landesliga auf:
- Marcel Cieslarczyk (Kreis Berg)
- Marco Weber (Kreis Aachen)
- Simon Lögler (Kreis Sieg)
- Tom Gatzmanga (Kreis Sieg)
- Antonia Bexen (Kreis Köln)
- Yannick Moll (Kreis Heinsberg)
- Felix Budweg (Kreis Düren)
Nils Leichert (Kreis Köln) und Jens Grage (Kreis Bonn) werden in der kommenden Spielzeit den Spielbetrieb in der Nachwuchsliga für U‑19-Mannschaften leiten. Mit Lennart Hensen (Kreis Rhein‑Erft), Julius Zill (Kreis Köln) und Noah Straeten (Kreis Berg) steigen außerdem drei Unparteiische in die U‑17-Nachwuchsliga auf.
„Wir sind unglaublich stolz auf unsere Aufsteigerinnen und Aufsteiger“, erklärt Peter Oprei, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses. „Die Beförderungen spiegeln ihr kontinuierlich hohes Leistungsniveau, Fachwissen und zuverlässiges Auftreten wider. Für die kommenden Aufgaben in den höheren Spielklassen wünschen wir euch viel Erfolg und allzeit faire Entscheidungen.“
Stand: 12. Juni 2025 - Hier geht es zur News.
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Anpassung Grundbeiträge/Meldegebühren und Schiedsrichter-Spesen
Anpassung Grundbeiträge/Meldegebühren und Schiedsrichter-Spesen
Präsidium und Beirat des Fußball-Verbandes Mittelrhein haben einstimmig beschlossen, die Mitgliedsbeiträge und Meldegebühren zur kommenden Spielzeit 2023/24 zu erhöhen. Darüber hinaus haben Präsidium und Beirat ebenfalls einstimmig entschieden, die Schiedsrichter-Spesen anzupassen, um gegenüber den Unparteiischen ein gebotenes Zeichen der Wertschätzung zu setzen.
„Die Grundbeiträge und Meldegebühren wurden zuletzt im Jahr 2016 erhöht. Mit Blick auf die allgemeine Kostenentwicklung können wir die Beiträge und Gebühren leider nicht mehr auf dem Niveau des Jahres 2016 halten“, erläutert FVM-Präsident Christos Katzidis. „Im gesamten Entscheidungsprozess haben wir intensiv und sorgfältig geprüft, welche Mehrbelastung wir in einem moderaten Rahmen vertreten können.“
Zur Anpassung der Schiedsrichter-Spesen sagt der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses, Peter Oprei: „Ich freue mich, dass wir allen Unparteiischen diese Wertschätzung zum Ausdruck bringen können. Das Motto zum ‚Jahr der Schiris‘ lautet ‚Liebe den Sport. Leite das Spiel: Und wer jedes Wochenende so viel Herzblut in sein Hobby steckt, hat es auch verdient, diese zusätzliche Wertschätzung symbolischer Art zu erhalten. Ich möchte mich bei allen Kolleginnen und Kollegen auf Verbands- und Kreisebene bedanken, die dieses Ergebnis ermöglicht haben.“
Stand: 16. Juni 2023 - Hier geht es zur News.
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Schiedsrichterin Bexen in Landesliga: "Ich bin die Chefin auf dem Platz"
Schiedsrichterin Bexen in Landesliga: "Ich bin die Chefin auf dem Platz"
Antonia Bexen ist Amateurfußball-Schiedsrichterin aus Leidenschaft. Nun ist sie sogar aufgestiegen, in der neuen Saison pfeift sie erstmals Begegnungen in der Landesliga im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM). Wenn sie als Unparteiische im Einsatz ist, ist sie oft die einzige Frau auf dem Rasen und muss dann ein Spiel mit 22 Männern leiten. Wie macht sie das? Und wie hat die Schiedsrichterei sie als Persönlichkeit verändert?
Antonia Bexen ist pünktlich, überpünktlich. Die 27-Jährige ist heute als Schiedsrichterin in der Frauen-Regionalliga im Einsatz. Vorwärts SpoHo Köln empfängt im Schatten des Rhein-Energie-Stadions den DSC Arminia Bielefeld. Eigentlich sollte Bexen an diesem Sonntag eine Partie in der Bezirksliga der Männer leiten, aber die Verantwortlichen haben einige Tage vorher umdisponiert.
"Es ist und bleibt Fußball"
Für Bexen kein Problem: "Es macht für mich keinen Unterschied, ob ich bei den Frauen oder Männern dabei bin. Es ist und bleibt Fußball. Ich freue mich auf das Spiel heute, weil es die höchste weibliche Spielklasse ist, in der ich derzeit eingesetzt werde." Bexen macht sich mit ihren Assistentinnen ausgiebig warm. Dann begrüßt sie die Trainer der beiden Vereine. Man kennt sich, man schätzt sich. Bexen ist bereits seit zwei Jahren in der Regionalliga der Frauen dabei.
Dann beginnt das Duell. Die Partie ist intensiv, aber fair. Bielefeld geht früh in Führung, Vorwärts SpoHo gleicht nach einer halben Stunde aus. Bexen leitet das Aufeinandertreffen der beiden Regionalligisten unauffällig. Für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter ist es immer am besten, wenn sie wenig wahrgenommen werden. Wenn hinterher niemand mehr über sie spricht. Zur Pause ist das bei Bexen so. In der zweiten Halbzeit wird sich das ändern. Dann wird es kurzzeitig turbulent werden...
Bexen hat eine beachtliche Entwicklung als Schiedsrichterin genommen. 2019 hat sie ihre erste Prüfung abgelegt. Und seitdem ist sie die Karriereleiter ziemlich schnell nach oben geklettert. Nun ist sie in der Landesliga der Männer und der Regionalliga der Frauen angekommen. "Ich freue mich auf diese Herausforderung", sagt Bexen. "Aber ich mache mir gar keine Sorgen, dass es nicht funktionieren könnte. Egal, ob Kreisliga oder Landesliga - die Regeln sind die gleichen."
Bexen hat in den sechs Jahren, in denen sie als Unparteiische im Einsatz ist, gelernt, sich durchzusetzen. Wenn es sein muss auch gegen 22 Männer, die sich vielleicht in einem emotionalen Derby duellieren. Bexen sagt: "Es ist tatsächlich noch nie vorgekommen, dass ich mir von Spielern blöde Sprüche anhören musste, weil ich eine Frau bin. Vielleicht hatte ich bisher einfach Glück, vielleicht liegt es aber auch an meiner Art."
Es fällt auf, dass sie als Schiedsrichterin auch in heiklen Situationen entspannt bleibt. "Es bringt nichts, selbst hektisch zu werden, wenn in den 90 Minuten die Emotionen hochkochen", erklärt Bexen. "Meist ist es doch so, dass sich die Gemüter ziemlich schnell auch wieder beruhigen, und dann geht es normal weiter."
Bexen versucht, wann immer es möglich ist, für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen und soweit es geht, den Spielerinnen und Spielern entgegenzukommen: "Ich will nicht mit Macht demonstrieren, dass ich die Chefin auf dem Rasen bin", sagt sie. "Das Gegenteil ist eher der Fall. Ich versuche bewusst, mich zurückzunehmen. Die beiden Mannschaften sollen im Mittelpunkt stehen. Ich als Schiedsrichterin habe nur den Anspruch, dafür zu sorgen, dass das Spiel in geregeltem Rahmen über die Bühne geht."
Bexen ist offensichtlich keine Person, die sich in den Mittelpunkt drängt. "Aber wenn es sein muss, kann ich natürlich auch durchgreifen und für Ordnung sorgen", sagt sie: "Allerdings bin ich grundsätzlich eher eine Schiedsrichterin, die im Zweifel lieber laufen lässt als abzupfeifen. Ich habe den Eindruck, dass das wertgeschätzt wird."
Die Schiedsrichterei hat Bexen viel gegeben. Die Tätigkeit hat sie verändert, hat sie charakterlich stärker gemacht: "Als Schiedsrichterin muss man innerhalb weniger Augenblicke Entscheidungen treffen und diese durchsetzen – auch wenn sie möglicherweise diskutabel sind. Kommunikation ist hier ein entscheidender Faktor", sagt sie. "Außerdem habe ich kein Problem mehr damit, vor einer größeren Gruppe zu sprechen. Die Schiedsrichterei ist nicht nur ein tolles Hobby, sie ist auch eine Schule fürs Leben."
"Knifflige Entscheidung"
Dass Bexen den Fußball wirklich liebt, erkennt man auch daran, dass sie neben ihren Einsätzen selbst auch noch als Spielerin dabei ist. Seit 2012 trägt sie das Trikot der DJK Südwest Köln. Inzwischen allerdings nur noch der zweiten Mannschaft, die in der Bezirksliga unterwegs ist. "Zur Wahrheit gehört, dass ich wegen meiner Tätigkeit als Schiedsrichterin bei unseren Spielen kaum noch auf dem Rasen stehen kann, das klappt zeitlich einfach zu selten", erklärt sie. "Umso wichtiger ist es mir, dass ich fast immer beim Training dabei bin. In den vergangenen Jahren ist hier ein großer Freundeskreis entstanden. Und genau das ist es doch, was den Amateurfußball so besonders macht."
Das Spiel zwischen Vorwärts SpoHo und Arminia Bielefeld geht nun in die entscheidende Phase. Weit in der zweiten Halbzeit steht es immer noch 1:1. Plötzlich kommt eine Kölnerin im Strafraum der Bielefelderinnen zu Fall. Strafstoß oder nicht? "Es war eine knifflige Entscheidung", sagt Bexen. "Auch im Schiedsrichterinnenteam haben wir kurz diskutiert und unsere Meinungen ausgetauscht. Aber in diesen Momenten bin ich die Chefin auf dem Platz und treffe die Entscheidung, zumal ich gute Sicht auf die Aktion hatte: Ich habe mich deshalb gegen einen Elfmeter entschieden." Für Vorwärts SpoHo kommt es kurz vor Schluss noch schlimmer: Bielefeld trifft zum 2:1-Endstand.
Bexen wird sich die strittige Szene im Nachgang noch einmal anschauen, denn das Spiel wurde aufgenommen. Außerdem wurde sie während der Begegnung beobachtet, und Bexen hat hinterher auch mit dem erfahrenen Kollegen die strittige Szene nochmal im Detail besprochen: "Das war wichtig für mich, und es ist eine enorme Hilfe, objektive Rückmeldungen vor allem zu strittigen Spielsituationen zu bekommen."
Ein langer Tag im Amateurfußball ist für Bexen aber damit noch nicht beendet. Jetzt muss sie schnell auf die Anlage des FC Rheinsüd Köln. Dort treffen sich gerade ihre Mitspielerinnen der zweiten Mannschaft der DJK Südwest Köln zum Testspiel. Bexen wird nicht pünktlich zum Anstoß da sein. Aber es ist besprochen, dass sie in der zweiten Halbzeit eingewechselt wird. Aus der Schiedsrichterin wird dann die Spielerin Antonia Bexen.
Stand 29. September 2026 - Hier geht es zur News.
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Geflüchteter Daya: "Ich liebe es, Schiedsrichter zu sein"
Geflüchteter Daya: "Ich liebe es, Schiedsrichter zu sein"
Im Fußball-Verband Mittelrhein ist der syrische Geflüchtete Alabas Daya als Schiedsrichter im Einsatz. Seit Anfang 2018 ist der 21-Jährige nach einer dramatischen Flucht in Deutschland und hat sich hier schnell integriert - auch dank des Fußballs. Daya kann inzwischen fast perfekt Deutsch und wird in Kürze seine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker bei Porsche beenden. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht er über seine Flucht, sein neues Leben in Deutschland und die Bedeutung des Fußballs für ihn persönlich.
Alabas Daya, was bedeutet es Ihnen, am Wochenende als Schiedsrichter auf dem Platz zu stehen?
Alabas Daya: Alles. Es ist total wichtig für mich. Und es macht mir unglaublich viel Spaß, mit den verschiedensten Menschen in Kontakt zu kommen. Ich treffe immer auf unterschiedliche Charaktere, das ist spannend und herausfordernd zugleich. Ich liebe es, Schiedsrichter zu sein.
Waren Sie in Ihrer Heimat auch schon als Schiedsrichter tätig?
Daya: Nein, die Leidenschaft dafür habe ich erst hier entwickelt. Ein Cousin von mir ist Schiedsrichter und hat mich überzeugt, es auch einmal zu probieren. Ich fand es direkt super und habe dann nach und nach die Schiedsrichterscheine gemacht, die ich brauche, um Spiele zu leiten.
Können Sie sich noch an Ihr erstes Spiel als Schiedsrichter erinnern?
Daya: Natürlich, so etwas vergisst man doch nicht. Das war ein A-Jugendspiel zwischen dem TuS Lindlar und dem SV Kürten.
Endstand?
Daya: 4:2 für Kürten. Das Spiel war unkritisch. Aber das Wetter an dem Tag war heftig. Wir haben vorher diskutiert, ob wir überhaupt spielen können. Ich musste als Schiedsrichter in meinem allerersten Spiel die Entscheidung treffen. Die einen wollten spielen, die anderen nicht. Was sollte ich tun?
Was haben Sie getan?
Daya: Ich habe entschieden, dass gespielt wird. Und es war richtig so. Das war hinterher auch das Feedback meines Schiedsrichter-Paten.
Sie sind erst seit gut zwei Jahren als Schiedsrichter tätig, aber pfeifen bereits Spiele in der Kreisliga A.
Daya: Das ist schön und gut. Aber ich möchte gerne weiter schnell aufsteigen. Mein nächstes Ziel ist es, in die Bezirksliga zu kommen. Ich hoffe, dass ich das schaffe
Haben Sie in Ihrer Heimat Fußball gespielt?
Daya: Nein, dazu hatte ich keine Zeit. Ich musste arbeiten und Geld verdienen. Wir sind eine große Familie, ich habe insgesamt acht Geschwister. Ich hatte mit elf Jahren zwei Jobs gleichzeitig: Ich habe in einem Dönerladen gearbeitet und war als Frauenfriseur tätig.
Wie haben Sie das zeitlich mit der Schule vereinbaren können?
Daya: Ich habe in meiner Heimat nicht die Möglichkeit gehabt, zur Schule zu gehen. Als ich nach Deutschland kam, konnte ich nicht schreiben und rechnen. Auch hier wollte ich direkt arbeiten. Aber dann hat einer meiner älteren Brüder zu mir gesagt, dass das Leben hier anders ist. Ich müsse zur Schule gehen. Erst hatte ich überhaupt keine Lust dazu. Ich kam in eine Klasse, ohne irgendwelche Vorkenntnisse und kannte niemanden. Am Anfang war ich einsam und überfordert. Ich habe nichts verstanden und viel geweint. Aber dann hat mich der Ehrgeiz gepackt, und ich habe zuhause viel gelernt. Das hat sich schnell ausgezahlt: Meine Leistungen in der Schule wurden besser und besser. Die neunte Klasse habe ich mit einem Notendurchschnitt von 1,9 beendet. Ich bin glücklich, dass ich in Deutschland die Möglichkeit bekommen habe, zur Schule zu gehen. Dadurch hat sich mein Leben deutlich verbessert.
Wie sind Sie überhaupt nach Deutschland gekommen?
Daya: Das ist eine lange Geschichte. Ich versuche, mich kurz zu halten. Ursprünglich komme ich aus Syrien. Den größten Teil meines Lebens habe ich aber mit meiner Familie in Ägypten verbracht. Als ich aus Ägypten nach Europa flüchten wollte, hat mich die Polizei aufgefangen und verhaftet. Ich habe dann zwei Wochen im Gefängnis in Ägypten verbracht. Es war schrecklich, die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich habe kaum geschlafen und fast nichts gegessen. Meine beiden Brüder sind dann nach Deutschland geflüchtet. Sie haben mit dem Schlauchboot zwei Wochen gebraucht. Es war extrem gefährlich. Ich bin später mit dem Flugzeug nachgekommen. Meine beiden Brüder arbeiten in Deutschland als Heizungstechniker. Ich mache gerade meine Ausbildung bei Porsche. Inzwischen haben wir alle ein Visum bekommen. Weitere Teile meiner Familie leben ebenfalls hier.
Seit wann sind Sie nun in Deutschland?
Daya: Ich bin seit 2018 hier und wirklich sehr glücklich darüber. Zuerst war alles neu und nicht so einfach. Ich kannte niemanden, ich hatte keinen Anschluss, aber jetzt ist alles gut - der Fußball hat mir dabei extrem geholfen. Ich bin froh, dass ich diesen Weg so gegangen bin und hier ein neues Leben anfangen konnte. Manchmal vermisse ich meine Heimat, aber hier fühle ich mich inzwischen auch zuhause.
Welche Rolle nimmt dabei der Amateurfußball ein?
Daya: Er hat mir extrem geholfen, hier Anschluss zu finden und mich hier willkommen zu fühlen. Durch meine Tätigkeit als Schiedsrichter im Amateurfußball sind Freundschaften entstanden. Ich lerne jedes Wochenende neue Menschen kennen. Das ist für mich total wichtig. Und außerdem hilft es mir, die deutsche Sprache noch besser zu beherrschen. Es gab Zeiten, da habe ich gezweifelt, ob der Weg richtig ist, den ich eingeschlagen habe. Heute gibt es diese Zweifel nicht mehr. Deutschland ist zu meiner Heimat geworden.
Stand: 4. Oktober 2025 - Hier geht es zur News.
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Amateurschiri Hinz: "Ohne uns würde es nicht funktionieren"
Amateurschiri Hinz: "Ohne uns würde es nicht funktionieren"
Karl Heinz Hinz hat kürzlich ein besonderes Jubiläum gefeiert: In den vergangenen 50 Jahren war der 72-Jährige als Schiedsrichter im Amateurfußball unterwegs. Erst kürzlich wurde Hinz durch den Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) für seine besonderen Leistungen und seinen außergewöhnlichen Einsatz geehrt. Nun hat er seine Karriere als Unparteiischer beendet. Über seine Erlebnisse als Schiedsrichter könnte er ein Buch schreiben. Auch darüber, was ihm die Schiedsrichterei für sein Leben gegeben hat.
Es ist ziemlich genau 50 Jahre her. Aber Karl Heinz Hinz kommt es manchmal vor, als sei es gestern gewesen. Im Sommer 1975. pfiff er sein erstes Spiel als Schiedsrichter. Hinz war 22 Jahre alt und er leitete die Begegnung zwischen dem Hastener TV und dem VfR Wipperfürth, Pokal der B-Junioren. Wie war der Endstand? An das genaue Ergebnis kann er sich zwar nicht mehr erinnern. Was er aber noch ganz genau weiß: "Nach der Partie war ich froh, dass es vorbei war", sagt Hinz und muss schmunzeln. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass Wipperfürth damals gewonnen hat. Zum Glück ist alles friedlich über die Bühne gegangen. Ich musste nicht großartig eingreifen."
"Ich habe nie Buch geführt"
Seitdem ist viel passiert. Hinz hat in den vergangenen 50 Jahren Tausende Spiele auf Kreisebene geleitet. Wie viele es genau waren? "Puh, keine Ahnung, wirklich nicht. Ich habe da nie Buch geführt", sagt Hinz. "Aber es waren viele, sehr viele sogar - und nicht alle sind so friedlich über die Bühne gegangen wie meine Premiere."
Die positiven Erinnerungen sind dennoch deutlich in der Mehrzahl. Es gab allerdings auch Einsätze, die aus dem Ruder gelaufen sind. "Vor einigen Jahren ist es fast mal eskaliert", erinnert sich Hinz. "Da hat man mich körperlich attackiert, bei einigen sind die Sicherungen durchgebrannt. Ich bin dann unter Polizeischutz vom Platz geführt worden. Es gab eine Spruchkammersitzung, und ich habe eine private Klage eingereicht, die zu einer Gerichtsverhandlung geführt hat. Das war damals nicht schön. Aber im Rückblick hat es mich als Persönlichkeit gestärkt.“
Hinz ist eher durch einen Zufall zur Schiedsrichterei gekommen. Bis zur B-Jugend hat er selbst Fußball gespielt. "Aber dann hatte ich einen Trainer, der mir den Spaß daran genommen hat", sagt er. "Der Fußball war mir aber zu wichtig, um komplett aufzuhören. Ich habe dann nebenbei etwas gekickt und zeitgleich meine Leidenschaft für die Schiedsrichterei entwickelt. Heute bin ich glücklich darüber, dass es so gekommen ist."
Es gab Tage, da ist er als Unparteiischer durch eine harte Schule gegangen. Wenn er einen schlechten Tag hatte und falsche Entscheidungen getroffen hat und sich hinterher darüber geärgert hat. "Aber man muss innerhalb weniger Augenblicke eine Entscheidung treffen und auch dazu stehen und diese kommunizieren", sagt er. "Es kommt leider immer wieder vor, dass man falsch liegt. Das ist menschlich, trotzdem natürlich nicht schön."
Hinz hat als Unparteiischer gelernt, sich durchzusetzen und mit den verschiedensten Charakteren umgehen zu können. "Als Schiedsrichter kann man es niemals allen recht machen", betont er. "Wenn man eine Entscheidung trifft, ist die eine Mannschaft zufrieden, und das andere Team hat es anders gesehen. Das kommt in einem Fußballspiel ständig vor. Manchmal hilft auch ein dickes Fell, man darf die Sprüche dann nicht zu persönlich nehmen. Als Schiedsrichter muss man immer wieder mit Fingerspitzengefühl agieren."
Hinz ist auch deshalb Schiedsrichter geworden, weil er seinen Teil dazu beitragen wollte, dass vor allem Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, unter vernünftigen Bedingungen ihrem Hobby nachgehen zu können: "Und dazu gehört ab einem bestimmten Alter meiner Meinung nach zwangsläufig ein Schiedsrichter, der das Spiel ordentlich leitet und dem Rahmen vorgibt. Ohne uns würde es nicht funktionieren."
Auch Referee im Handball
Die Schiedsrichterei hat Hinz sogar so viel Spaß gemacht, dass er zeitweise parallel auch noch im Handball im Einsatz war - genauso übrigens wie sein Sohn Stephan. "Die Handballregeln haben mich sehr interessiert", sagt der Senior. "Deshalb habe ich mich für einen Lehrgang angemeldet und war dann auch bei ein paar Spielen im Einsatz. Aber ich habe dann recht schnell gemerkt, dass der Fußball doch mehr mein Ding ist." Mit seinem Sohn war er auch international im Einsatz, bei Jugend-Fußballturnieren in Schweden und Dänemark.
Vor dieser Saison hat er nun also seine Karriere als Schiedsrichter beendet. "Vielen Dank an alle, die es mir ermöglicht haben, so intensiv meinem Hobby nachgehen zu können", sagt Hinz heute zufrieden. Gleichzeitig betont er, wie stolz er darauf ist, dass sein Sohn inzwischen in seine Fußstapfen tritt und ebenfalls als Unparteiischer im Einsatz ist.
Dass auch er die 50 Jahre vollmachen kann, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Stephan Hinz geht gerade in seine 35. Saison als Unparteiischer. In der Familie Hinz hat sich die Schiedsrichterei zu mehr als einem netten Hobby entwickelt - sie ist eine echte Herzensangelegenheit geworden. Seit genau einem halben Jahrhundert. Und die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt.
Stand: 22. September 2025 - Hier geht es zur News.
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Schiri Tobias Buchfink: Mit 36 mehr als 2000 Spiele gepfiffen
Schiri Tobias Buchfink: Mit 36 mehr als 2000 Spiele gepfiffen
Tobias Buchfink aus dem Bayerischen Fußball-Verband hat mehr als 2000 Spiele als Schiedsrichter im Amateurfußball geleitet - mit gerade mal 36 Jahren. Wie ist das möglich? Und was bringt ihm die Schiedsrichterei für das "normale" Leben?
Bahnt sich hier ein Rekord für die Ewigkeit an? Wenn Tobias Buchfink sein Pensum beibehält, dürften seine Chancen dafür zumindest gut stehen. Der 36-Jährige hat inzwischen mehr als 2000 Spiele als Schiedsrichter im Amateurfußball geleitet, einige weitere hat er als Assistent begleitet. "Wie viele es genau sind, weiß ich gar nicht genau", sagt Buchfink und muss lachen. "Bei 2000 habe ich aufgehört zu zählen, weil es für mich auch keine Rolle spielt. Ich mache das nicht, um eine bestimmte Zahl oder einen Rekord zu erreichen. Ich bin Schiedsrichter aus Leidenschaft, es ist einfach eine tolle Sache, die mir unglaublich viel Spaß bereitet."
Alle drei Tage ein Spiel
Buchfink hat sein erstes Spiel 2004 geleitet, also vor 21 Jahren. "Der damalige Schiedsrichterbeauftragte Manfred Schloderer, der 2022 leider viel zu früh verstorben ist, hat mich inspiriert und dafür gesorgt, dass ich Schiedsrichter geworden und immer noch bin", sagt Buchfink. Wenn man es durchrechnet, kommt er also auf etwa 100 Begegnungen pro Jahr. Macht ungefähr alle drei Tage ein Einsatz. Ein unglaubliches Programm. "Ich empfinde es gar nicht so, und vor allem ist es kein Stress für mich", sagt er. "Klar, ich freue mich darüber, dass jetzt Sommerpause und ein paar Tage keine Partie im Kalender ist. Aber sobald die ersten Testspiele anstehen, kommt bei mir das Kribbeln zurück, und ich freue mich darüber, dass es wieder losgeht."
Wenn man Buchfink danach fragt, was ihm die Tätigkeit als Unparteiischer gibt, kommt er schnell ins Schwärmen: "Das Wichtigste ist für mich, dass ich mit ganz verschiedenen Menschen in Kontakt kommen. Durch die Schiedsrichterei sind viele neue Freundschaften entstanden. Natürlich gibt es auch Spiele, die weniger Spaß machen. Aber die allermeisten meiner Einsätze habe ich sehr gut in Erinnerung. Für mich ist es das schönste Hobby der Welt." Für sein beachtliches Engagement ist Buchfink kürzlich durch den DFB am Campus in Frankfurt am Main im Rahmen der Aktion "Danke Schiri" ausgezeichnet worden.
Buchfink, der zur Schiedsrichtergruppe Schwandorf gehört, hat durch seine Einsätze ziemlich schnell gelernt, auch mit Kritik und Fehlern umgehen zu müssen. "Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man sich klarmacht, dass man niemals bewusst eine falsche Entscheidung trifft", sagt er. "Fehler passieren immer und überall. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Natürlich ist das ärgerlich und tut mir für die Benachteiligten auch leid. Aber ich mache das ja nicht absichtlich, sondern in diesem Moment im besten Wissen und Gewissen. Ich habe mir angewöhnt, das dann möglichst schnell abzuhaken und mich schon auf den nächsten Einsatz vorzubereiten. Mir bringt es nichts, lange über die Fehler nachzudenken."
Wer denkt, Buchfink wäre mit seiner Tätigkeit als Schiedsrichter ausgelastet, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn Buchfink, der in der Personalabteilung eines Unternehmens arbeitet, trainiert auch noch die E-Junioren seines Heimatvereins TV "Glück-auf" Wackersdorf. Außerdem ist er Spielleiter bei den E- und F-Junioren, zudem seit elf Jahren Minifußballbeauftragter.
Trotz aller Liebe für den Nachwuchsfußball nimmt seine Tätigkeit als Unparteiischer deutlich mehr seiner Zeit in Anspruch. "Ein Leben ohne die Schiedsrichterei ist heutzutage für mich kaum noch vorstellbar", sagt er. Daran können auch die Momente nichts ändern, auf die er gut verzichten könnte: Zum Beispiel den Augenblick bei einem Spiel vor einigen Jahren, als ihm während eines Pfiffs von einem Spieler versehentlich ein Zahn ausgeschossen wurde. In welcher Begegnung das genau war? Vermutlich bei einem Spiel bei der DJK Gleiritsch. Aber irgendwann verschwimmen die Erinnerungen dann doch zu sehr. In irgendeiner der ersten 2000 Partien aber auf jeden Fall, die er als Schiedsrichter geleitet hat.
Stand: 22. Juli 2025 - Hier geht es zur News.
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„Danke Schiri.“: FVM ehrt 23 Unparteiische
„Danke Schiri.“: FVM ehrt 23 Unparteiische
Über 50.000 Schiedsrichter*innen sind Woche für Woche im Einsatz, damit 1,3 Millionen Fußballspiele in ganz Deutschland Jahr für Jahr stattfinden können. Für diese Leistung verdienen sie Respekt und Dank. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) zeichneten daher im Rahmen der Aktion „Danke Schiri!“ 23 Schiedsrichter*innen der neun Fußballkreise im FVM aus – stellvertretend für alle Unparteiischen, die jede Woche Spiele leiten und damit ein ebenso wichtiger Teil des Fußballspiels sind wie die Mannschaften.
In den drei Kategorien „Schiedsrichterinnen“, „Schiedsrichter U 50“ und „Schiedsrichter Ü 50“ wurden pro Kreis je ein Schiedsrichter bzw. eine Schiedsrichterin geehrt. Zudem zeichnete der FVM je einen Landessieger bzw. eine Landessiegerin aus: Katharina Fuchs (Kreis Bonn, Schiedsrichterin), Ivan Mrkalj (Kreis Köln, U 50) und Hans-Joachim Kraus (Kreis Berg, Ü 50) dürfen sich nun auf eine Ehrung bei der Bundesehrung des DFB im Mai in Frankfurt freuen.
In der Niederlassung des DFB-Partners „Das Örtliche“, das durch die Greven Medien verlegt wird, ehrten FVM-Vizepräsident Markus Müller und der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses Michael Bernhardt, gemeinsam mit DFB-Schiedsrichter Dominik Jolk sowie Joachim Gassmann, Geschäftsführer von Greven Medien, die anwesenden Unparteiischen aus den Kreisen stellvertretend für alle Schiedsrichter*innen im Verbandsgebiet.
Michael Bernhardt, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses, hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „ Ehrenamt bedeutet, sich freiwillig in den Dienst einer Sache zu stellen, die größer ist als man selbst. Es bedeutet, Zeit zu schenken, ohne dafür Applaus zu erwarten. Und dennoch gilt heute den zu Ehrenden stellvertretend für alle Schiesrichterinnen und Schiedsrichter eben dieser Applaus und der damit verbundene Dank.” Bernhardt weier: “Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sind nicht am Rand des Fußballs. Sie sind mittendrin. Sie sind Teil dieses Spiels.“
Joachim Gassmann, Geschäftsführer von Greven Medien, freute sich als Gastgeber die ehrenamtlichen Schiedsrichter in seinem Haus willkommen zu heißen und betonte: „Ohne Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter gäbe es keinen Fußball. Sie treffen in Sekunden Entscheidungen, übernehmen Verantwortung und halten dabei nicht selten auch Kritik aus. Ihr Einsatz verdient großen Respekt und Anerkennung. Deshalb liegt uns “Danke Schiri” bei Greven Medien und auch mir persönlich sehr am Herzen.“
Folgende Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wurden geehrt
Schiedsrichterinnen: Annamrija Jäger (Kreis Köln), Katharina Fuchs (Kreis Bonn), Ada Pur (Kreis Sieg), Lucy Kehn (Kreis Berg), Laurie Simon (Kreis Euskirchen).
U 50-Schiedsrichter: Ivan Mrkalj (Kreis Köln), Marcel Heller (Kreis Bonn), Jannik Tom Lohr (Kreis Sieg), Lagsam Selvanayalgam (Kreis Berg), Torsten von Oosten (Kreis Euskirchen), Andreas Nehren (Kreis Rhein-Erft), Aaron Haas (Kreis Aachen), Erik Mangels (Kreis Düren), Georg Marckwardt (Kreis Heinsberg).
Ü 50-Schiedsrichter: Dirk Könen (Kreis Köln), Michael Herschung (Kreis Bonn), Guido Saltenberg (Kreis Sieg), Hans-Joachim Kraus (Kreis Berg), Engelbert Baier (Kreis Euskirchen), Frank Hubert Rosenbaum (Kreis Rhein-Erft), Ulrich Hill (Kreis Aachen), Dietmar Mangels (Kreis Düren) und Murat Julevic (Kreis Heinsberg).
Zur Ehrung „Danke Schiri!“
Ausgezeichnet werden Schiedsrichter*innen, die im Amateurbereich bis einschließlich zur Regionalliga bzw. höchstens in der 2. Frauen-Bundesliga pfeifen. Ausschlaggebend für die Ehrung sind Kriterien wie Engagement in der Gruppe, Unterstützung für junge Schiedsrichter*innen, Einsatz in der Werbung neuer Schiedsrichter*innen oder soziales Engagement.
Stand: 13. März 2026 - Hier geht es zur News.