Bitburger-Pokal

Seit 2011 trägt der Fußball-Verband Mittelrhein seinen Herren-Verbandspokal als Bitburger-Pokal aus. Spielort für das Endspiel im Bitburger-Pokal ist der Sportpark Höhenberg in Köln.

Im Finale des Bitburger-Pokals des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) treffen am Samstag, den 23. Mai 2026, im Sportpark Höhenberg in Köln der S.C. Fortuna Köln und Viktoria Köln aufeinander. Der Anstoß des Endspiels erfolgt um 15:30 Uhr. Das Finale wird in diesem Jahr bereits zum elften Mal im Rahmen des bundesweiten „Finaltags der Amateure“ ausgetragen.

Alle Spiele und Ergebnisse des Bitburger-Pokals 2025/26 gibt es auf FUSSBALL.DE.



Gut zu wissen

  • Vorbericht: Der S.C. Fortuna und Viktoria Köln sind bereit für ein spektakuläres Stadtduell

    Vorbericht: Der S.C. Fortuna und Viktoria Köln sind bereit für ein spektakuläres Stadtduell

    Der 23. Mai 2026 wird unter dem Titel „Finaltag der Amateure“ mit 21 Landespokalendspiele und einer mehr als siebenstündigen TV-Livekonferenz in der ARD und ihren Landesrundfunkanstalten zu einem bundesweiten Highlight für Fußballfans. Für den frisch gebackenen Regionalliga-Champion S.C. Fortuna Köln und den Drittligisten Viktoria Köln wird der Tag zur großen Chance. Von 15.30 Uhr an geht es im Sportpark Höhenberg (Günter-Kuxdorf-Weg 1) um den Gewinn des Bitburger-Pokals und den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. „Selbstverständlich hat man dieses Finale längst im Kopf, denn es gibt nichts Schöneres, als einen Titel zu holen. Dass es im Endspiel zu einem Stadtduell kommt, verleiht der Partie zusätzlichen Reiz“, sagt Viktoria-Coach Marian Wilhelm.

    Sein Pendant auf der Fortuna-Bank, Matthias Mink, sieht das nicht anders. „Der Meistertitel hat angesichts des Aufstiegs zwar langfristig eine andere Tragweite, aber klar, der Bitburger-Pokal eröffnet die Möglichkeit, einen weiteren Titel zu holen und dann beim DFB-Pokal dabei zu sein“, betont der 58-jährige.

    Matthias Mink ist in der Kölner Südstadt der Architekt des Erfolgs

    Mink hat als Spieler einiges erlebt, 156-Zweitliga-Matches für die Kölner Fortuna bestritten und später in unterschiedlichen Vereinen und Funktionen im Fußball gearbeitet. Doch die laufende Serie sticht zweifellos heraus. In seiner Doppelrolle als Trainer und Sportdirektor hat er im Sommer einen umfassenden Umbau des Kaders in Angriff genommen und dieses Unterfangen im wahrsten Sinne des Wortes meisterlich bewältigt.

    17 Zugänge ersetzten Ergänzungsspieler, aber auch Leistungsträger. Dass Hamadi Al Ghaddioui eine Verstärkung sein würde, überraschte nicht. Der 35-jährige gebürtige Bonner brachte Bundesliga-Erfahrung mit nach Köln. 16 Erstligaeinsätze für den VfB Stuttgart, 76 Partien in der Zweiten Bundesliga, 56 Drittligaeinsätze und inzwischen weit mehr als 200 Partien in der Regionalliga stehen in der Vita des Mittelstürmers. „Er bringt extrem viel Erfahrung und Qualität mit“, so Mink über den Angreifer, der dann auch im für den Aufstieg entscheidenden Liga-Spiel gegen die Sportfreunde Siegen zum 2:1-Endstand traf. Das 1:1 gegen Siegen erzielte mit dem 30-jährigen Enzo Wirtz ein weiterer neu verpflichteter Routinier. Einige Jahre jünger sind die Offensivkräfte Timo Bornemann und Nico Thier, sowie Mittelfeld-Stratege Georg Strauch, Keeper Lennart Winkler, Verteidiger Robin Afamefuna und Antreiber Adrian Stanilevic.

    Euphorie und mannschaftliche Geschlossenheit

    Die Mischung stimmt bei der Fortuna und da ist noch ein Erfolgsgeheimnis: „Stark macht uns vor allem die Geschlossenheit im täglichen Arbeiten und im Wettkampfbetrieb“, ist Mink überzeugt. Die Resultate geben ihm Recht. Das gilt für Meisterschaft und Bitburger-Pokal, in dessen Verlauf mit Alemannia Aachen im Viertelfinale (1:0) auch schon ein starker Drittligist bezwungen werden konnte. „Selbstverständlich herrscht zwischen Dritter Liga und Regionalliga ein großer Leistungsunterschied. Aber in 90 oder 120 Minuten ist immer etwas möglich. Wir sind gegen die Viktoria zwar der Außenseiter, gehen die Aufgabe jedoch als 50:50-Spiel an und sind guter Dinge“, meint Mink. Dass das Endspiel in der gewohnte Heimspielstätte des Kontrahenten ausgetragen wird, sorgt ihn nicht. „Es könnte sogar sein, dass unsere Fans in der Überzahl sind“, sagt er. Und die Anhängerschaft kommt genau wie das Team angesichts des Aufstiegs in bester Stimmung nach Höhenberg. „Selbstredend ist da jetzt eine Euphorie, die uns möglichst tragen soll, doch wir sind uns auch der Schwere des Spiels bewusst“, sagt Mink. Die Viktoria verfüge über spielerische Qualitäten und bringe regelmäßig „sehr ansehnlichen Fußball auf den Platz“.

    Den Schulterklopfer gibt der dortige Coach gerne zurück. „Die Fortuna ist eine gewachsene Mannschaft, die die Regionalliga dominiert und immer wieder schwierige Spielverläufe für sich entschieden hat“, sagt Wilhelm. Hinter dem 37-jährigen gebürtigen Berliner liegt die erste Spielzeit nach dem Wechsel vom Co- zum Cheftrainer. Nach dem Abschied von Olaf Janßen hat er es ebenfalls geschafft, einen personellen Umbruch zu meistern und das Team sorgenfrei durch die Serie zu bringen. „Der Klassenerhalt war das ganz große Ziel. Ich bin froh, dass wir eine sehr stabile Saison hingelegt haben“, stellt er klar. „Jetzt freuen wir uns auf ein stimmungsvolles Stadtduell zum Abschluss“, so Wilhelm. Sollte dann auch noch der Titel verteidigt werden, sei das ein i-Tüpfelchen.

    Viktoria Köln als Schmiede für Talente

    Sieben Jahre nach dem Aufstieg 2019 hat sich die Viktoria in der Dritten Liga etabliert und auch als Schmiede für Talente erwiesen. Herausragendes Beispiel war Said El Mala, der bis Sommer vergangenen Jahres im Rechtsrheinischen glänzte, ehe er nach Ende seiner Leihe zum Erstligisten 1. FC Köln zurückkehrte und dort in Windeseile zum Nationalspieler avancierte. Auch in der laufenden Serie setzte die Viktoria den Weg fort und brachte junge Spieler voran. „Trotz unserer jungen Mannschaft sind wir als geschlossene Einheit aufgetreten und haben immer wieder in unangenehmen Phasen gute Reaktionen gezeigt“, lobt Wilhelm seine Mannschaft. Als Rückhalt erwies sich etwa der 23-jährige Torhüter Arne Schulz, der Eduardo Dos Santos Haesler, kurz Dudu, nach dessen Abschied im Winter ersetzte. Ein erfolgreicher Youngster ist auch Benjamin Zank. Der 21-jährige fällt aber aufgrund eines Meniskusschadens für das Finale aus. Dabei sein wird indes der gleichaltrige Tim Kloss, der wie Florian Engelhardt (22) ebenfalls für den hohen Anteil junger Akteure im Viktoria Team steht.

    Mehr Erfahrung bringen der 27-jährige Angreifer David Otto – teamintern der beste Goalgetter –, Abwehrchef Lars Dietz (29) und der auf den Außenpositionen flexibel einsetzbare Simon Handle (33) mit. Letzterer läuft seit 2017 für die Viktoria auf und beendet mit Saisonabschluss seine Karriere. Das würde er nur allzu gerne mit einer Trophäe in der Hand tun. Für seinen Verein wäre es der elfte Verbandspokal-Titel. So oft hat kein anderer Klub den Wettbewerb gewonnen. S.C. Fortuna Köln stand zwar schon sechsmal im Finale, gewann aber lediglich 2013. Nun sind beide Vereine für ein spektakuläres Finale bereit. Das weiß auch Christos Katzidis, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein: „Wir freuen uns auf ein echtes Fußballfest, eine tolle Atmosphäre, einen spannenden Spielverlauf, viele Zuschauerinnen und Zuschauer und einen hochklassigen Final-Fight.“

  • Anstoßzeit

    Anstoßzeit

    Finaltag der Amateure 2026: Bitburger-Pokalfinale wird um 15.30 Uhr angestoßen

    21 Landespokalendspiele mit mehr als sieben Stunden Fußball in der größten TV-Livekonferenz des deutschen Fußballs: Die elfte Auflage des Finaltags der Amateure findet erneut mit großer Tradition und attraktiven Paarungen am 23. Mai 2026 live im Programm von "Das Erste" statt. Das Bitburger-Pokalfinale 2026 zwischen S.C. Fortuna Köln und Viktoria Kölln wird gemeinsam mit den Endspielen am Niederrhein, in Sachsen sowie Baden-Württemberg um 15:30 Uhr angepfiffen.

    Christos Katzidis, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein, sagt: „Wir freuen uns auf ein echtes Fußballfest, eine tolle Atmosphäre, einen spannenden Spielverlauf und viele Zuschauerinnen und Zuschauer beim Finaltag der Amateure. Ab 15:30 Uhr können die Fans unser Kölner Stadtduell im Bitburger-Pokalfinale zwischen dem Regionallisten S.C. Fortuna Köln und dem Drittligisten Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg in Köln oder an den TV-Geräten live verfolgen. Während Viktoria Köln um die erfolgreiche Verteidigung des Bitburger-Pokals kämpft, geht es für S.C. Fortuna Köln, um die Chance nach 13 Jahren wieder einen Titelgewinn verbuchen zu können. Ich freue mich auf einen hochklassigen Final-Fight mit vielen Toren und einen tollen Finaltag der Amateure."

    Die Berichterstattung von Deutschlands größtem Amateurfußballevent startet um 11:20 Uhr. Die Übertragung der 21 Landespokalendspiele, in denen es für die Finalisten neben dem Titel auch um die begehrten Startplätze für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/2027 geht, gliedert sich in drei Teilkonferenzen mit vier verschiedenen Anstoßzeiten. Die ersten sieben Begegnungen werden um 11:30 Uhr angepfiffen. Der zweite Übertragungsblock beginnt um 13:30 Uhr mit sechs weiteren Partien. Am Nachmittag folgen in der dritten Teilkonferenz jeweils vier Spiele, die um 15:30 Uhr bzw. 16:30 Uhr angestoßen werden. Die Berichterstattung vom Finaltag der Amateure endet um 18:55 Uhr und leitet damit direkt zum 83. DFB-Pokalfinale der Männer zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart über, das in diesem Jahr ebenfalls im Ersten übertragen wird.

    Die Ansetzungen des Finaltags der Amateure 2026 am 23. Mai in der Übersicht finden Sie hier.

  • Infos zu Anreise und Parken

    Infos zu Anreise und Parken

    Anreise und Parken

    Der Besitz eines gültigen Tickets berechtigt nicht automatisch zum Parken auf den als Veranstaltungsparkplatz ausgewiesen Flächen im Umfeld des Stadions.

    Aufgrund der geringen Parkplatzkapazitäten werden alle Zuschauer*innen gebeten, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

    Die Haltestelle “Sportpark Höhenberg“ wird regulär von der KVB-Linie 1 angefahren. Vom Bahnhof-Köln Messe/Deutz beträgt die Fahrtzeit acht Minuten. Außerdem ist die Anreise vom Bahnhof Köln Mülheim über die Buslinien 151 und 152 bis zur Haltestelle “Sportpark Höhenberg“ möglich. Von dort erreichen Sie das Stadion in wenigen Gehminuten.

    Behindertenparkplätze stehen auf P1 zur Verfügung. Das Prinzip first come first serve gilt.

    Kombiticket

    Zusätzlich zum Stadionticket erhalten alle Käufer*innen ein ÖPNV-Kombiticket, das am Spieltag als personenbezogener Fahrausweis im VRS-Netz (2. Klasse) gilt. Zur Nutzung des ÖPNV ist eine Personalisierung jedes einzelnen Tickets erforderlich, eine Weitergabe des ÖPNV-Tickets an andere Personen ist nicht möglich. Die zusätzlich generierten ÖPNV-Kombitickets (2. Klasse) gelten ab vier Stunden vor Spielbeginn bis zum Folgetag 3:00 Uhr.

    Hinweis: Das ÖPNV-Ticket kann seit dem 16. Mai 2026 mithilfe der Ticketnummer hier generiert werden.

    Anreise mit dem Auto

    Genutzt werden kann der P+R-Parkplatz Brück/Mauspfad (Zur Navigation: Brücker Mauspfad, 51109 Köln). Mit der Straßenbahnlinie 1 ab „Brück Mauspfad“ in Richtung Weiden West kann man bis zur Haltestelle „Sportpark Höhenberg“ fahren. Auch der P+R-Parkplatz Bensberg (Zur Navigation: Steinstraße 30, 51429 Bergisch Gladbach) kann für das Abstellen des PKWs genutzt werden. Mit der Straßenbahnlinie 1 ab „Bensberg“ in Richtung Weiden West kann man bis zur Haltestelle „Sportpark Höhenberg“ fahren. Von dort erreichen Sie das Stadion in wenigen Gehminuten. Bitte halten Sie für die Ausfahrt nach dem Spiel Ihr ÖPNV-Ticket bereit, da Sie dieses dem Wachdienst vorzeigen müssen.

    Über weitere P+R-Parkplätze der KVB können Sie sich hier informieren.

    Einlass

    Auf den Tickets ist vermerkt, welcher Stadion-Eingang genutzt werden muss! Ticketinhaber*innen können nur an diesem Eingang ins Stadion gelassen werden. Orientierung bieten auch die Beschilderungen im Umfeld des Stadions. Fans von S.C. Fortuna Köln werden gebeten, über die Straße „Merheimer Heide“ anzureisen. Fans von Viktoria Köln erhalten über den „Günter-Kuxdorf-Weg“ Zugang zum Stadiongelände.

    Tageskasse

    Vor Ort wird es keine Tageskasse geben.

    Mitnahme von Taschen ins Stadion

    Taschen sind nur bis maximal DIN A4-Größe für den Eintritt ins Stadion zugelassen. Es gibt keine Möglichkeit, größere Taschen in Stadionnähe zu hinterlegen.

  • Gut zu wissen: Fakten zum Finale

    Gut zu wissen: Fakten zum Finale

    Der Bitburger-Pokal als Publikumsmagnet

    Für die Rekordkulisse im laufenden Wettbewerb sorgten Ende Februar 7.012 Zuschauer*innen im Kölner Südstadion. Sie sahen im Viertelfinale einen 1:0-Sieg des Regionalligisten S.C. Fortuna Köln gegen den Drittligisten Alemannia Aachen. Auch das Semifinale an gleicher Stelle erwies sich als Publikumsmagnet. 4.994 Fans waren beim 4:1 der Fortuna gegen den Ligarivalen Bonner SC dabei. Seit das Finale im Bitburger-Pokal vor vier Jahren erstmals im Kölner Sportpark Höhenberg ausgetragen wurde, verfolgten dort insgesamt 24.008 Zuschauer*innen die vier Endspiele. Der Bestwert stammt aus dem Jahr 2025: 7.440 Menschen erlebten damals das 3:2 von Viktoria Köln gegen Alemannia Aachen hautnah mit. Viele weitere waren bei der TV- und Livestream-Übertragung im Rahmen des Finaltags der Amateure dabei.

    Derbys im Finale

    Zu einem Kölner Derby zwischen dem S.C. Fortuna Köln und dem Viktoria Köln wurde das Finale im Bitburger-Pokal schon mehrfach. 2022 setzte sich die Viktoria vor 5.767 Fans mit 2:0 durch. Auch 2016 hatte das Team aus dem Rechtsrheinischen die Nase vorn. Die Fortuna musste sich damals noch im Bonner Sportpark Nord mit 5:6 im Elfmeterschießen geschlagen geben. 4.183 Menschen schauten dabei zu. 2004 hatte es noch ein anderes Kölner Stadtduell gegeben. Die damals noch teilnahmeberechtigten Amateure des 1. FC Köln bezwangen vor 1.792 Zuschauer*innen die Fortuna mit 4:0.

    Hochspannung in der Extra-Zeit

    Letztmals fand ein Endspiel im Bitburger-Pokal 2018 mit Ablauf der regulären Spielzeit keinen Sieger. Zwischen dem Viktoria Köln und TSV Alemannia Aachen stand es damals nach 90 Minuten 0:0. Am Ende setzten sich die Kölner mit 2:0 nach Verlängerung durch. Im laufenden Wettbewerb kam gab es insgesamt gleich sieben Mal keinen Gewinner nach der regulären Spielzeit. In der ersten Runde unterlag der SC Erkelenz erst nach Verlängerung dem FC Hennef mit 2:4, der SC Elsdorf bezwang ebenfalls nach 120 Minuten den FC Germania Erftstadt-Lechenich mit 3:2. Sogar ins Elfmeterschießen gingen der FC Rheinsüd Köln und Blau-Weiß Köln – mit dem besseren Ende für die Gastgeber (5:3) –  sowie der Wahlscheider SV und der SV Eintracht Verlautenheide (8:7). In der zweiten Runde machte es erneut der Mittelrheinligist FC Hennef mit einem 1:0 nach Verlängerung beim Landesligisten FC Hürth besonders spannend. Ebenfalls nach 120 Minuten siegte Landesligist DJK Rasensport Brand gegen den Mittelrheinligisten FC Teutonia Weiden (5:4) sowie der Regionalligist Bonner SC beim Mittelrheinligisten FC Wegberg-Beeck (3:1).

    Die höchsten Siege

    Spannende und torreiche Begegnungen gab es bislang einige im Bitburger-Pokal 2025/26. Den höchsten Sieg feierten die Mittelrheinliga-Fußballer des SV Eintracht Hohkeppel. In der ersten Runde setzten sie sich mit 9:0 beim Kölner Bezirksligisten SV Deutz 05 durch. Die beiden Finalisten belegen gleichauf den zweiten Platz in dieser Statistik. Die Fortuna gewann im Achtelfinale mit 8:0 beim Landesligisten Rasensport Brand, in eben dieser Runde feierte die Viktoria einen 8:0-Erfolg beim Bezirksligisten Wahlscheider SV.

    Die meisten Treffer in einem Spiel

    Patrick Friesdorf vom Mittelrheinligisten SpVg Frechen 20 legte beeindruckend vor. Vier Tore gelangen dem Stürmer beim 5:0 in der Erstrunden-Partie beim Bezirksligisten TV Hoffnungsthal. Das konnte bislang nur einer überbieten: Im Achtelfinale erzielte Benjamin Zank vom Drittligisten Viktoria Köln beim 8:0-Auswärtssieg gegen den Bezirksligisten Wahlscheider SV mit fünf Toren noch eines mehr als Friesdorf zum Auftakt des Wettbewerbs.

    Die jüngsten Auftritte der beiden Finalisten im DFB-Pokal

    Titelverteidiger Viktoria Köln trat zuletzt im Sommer vergangenen Jahres in der ersten Runde des DFB-Pokals an. Gegen den Zweitligisten SC Paderborn lagen die Kölner bereits zur Pause mit 0:3 zurück und mussten sich nach dem Anschlusstreffer durch David Otto am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Die Kölner Fortuna war letztmals 2013/14 im Cup-Wettbewerb auf nationaler Ebene dabei. Das Team schied in der ersten Runde gegen den Erstligisten FSV Mainz 05 aus, machte es aber spannend. Eric Choupo-Moting, später dreimal Deutscher Meister mit dem FC Bayern München, gelang erst nach 87 Minuten der erlösende Treffer zum 2:1-Sieg des Favoriten.

    Arena mit langer Historie

    Der Sportpark Höhenberg hat eine lange Geschichte. Wo heute der Drittligist Viktoria Köln seine Heimspiele austrägt, wurde bereits 1921 ein erstes Stadion für den VfR Köln 04 eröffnet. Die Arena fasste 30.000 Zuschauer*innen. Ein Jahrzehnt später wurde das zunächst reine Fußball-Stadion in eine Leichtathletik-Arena verwandelt, die Kapazität auf 18.000 Plätze reduziert. Zur Wiedereröffnung als „Sportpark Höhenberg“ kam der FC Schalke 04 1931 zu einem Freundschaftsspiel gegen den VfR ins rechtsrheinische Köln. Die erste Sitzplatztribüne entstand 1969, Ende der 1980er-Jahre wurde diese von einer neuen, 3.000 Menschen fassenden Tribüne ersetzt und die Laufbahn wieder entfernt. Nach weiteren Umbauten bietet der Sportpark Höhenberg heute 8.343 Zuschauer*innen Platz.

    Die größten und ältesten Spieler im Finale

    Stattliche 1,95 Meter misst Viktoria-Ersatzkeeper David Richter. Er ist damit der größte Spieler, der im Finale den Platz betreten könnte. Auch der kleinste Akteur, der mitmischen könnte, spielt für den FC Viktoria. Es ist der 1,69 Meter große Robin Velasco. Innenverteidiger Maximilian Fischer bringt es als größter Fortuna-Akteur auf 1,92 Meter. Lediglich zwei Zentimeter kleiner ist sein Mitspieler Hamadi Al-Ghaddioui, der mit 35 nicht nur der älteste Akteur des Südstadt-Teams ist, sondern in dieser Hinsicht auch alle in der laufenden Serie eingesetzten Viktoria-Spieler in den Schatten stellt.

    Reservemannschaften als Gewinner

    Mit der Einführung der 3. Liga zur Saison 2008/09 wurde die Teilnahme von Zweitmannschaften von Lizenzvereinen am Pokal ausgesetzt. Seitdem darf grundsätzlich nur eine Mannschaft eines Klubs am DFB-Pokal und damit auch am Bitburger-Pokal teilnehmen. Zuvor gewannen die Amateure von Bayer 04 Leverkusen fünfmal den Titel, die Amateure des 1.FC Köln waren viermal erfolgreich.

    Rekordchampion im Bitburger-Pokal

    Der Viktoria Köln ist im Bitburger-Pokal und den Vorgänger-Wettbewerben das Nonplusultra. Zehnmal gewann das Team – inklusive des Vorläufers SC Viktoria Köln – den Cup. Dazu trugen auch drei Titelhattricks der Höhenberger bei. Diese gelangen 2014, 2015 und 2016 sowie 2021, 2022 und 2023. Die Viktoria geht nun als Titelverteidiger an den Start, nachdem im vergangenen Jahr Drittligist Alemannia Aachen im Finale geschlagen werden konnte. Letzterer sicherte sich den Pott bislang achtmal. Immerhin dreimal setzte sich der TSV Germania Windeck (bzw. Vorgängerklub FC Germania Dattenfeld) durch. Fortuna Köln stand zwar schon sechsmal im Finale, gewann aber lediglich 2013.

    Awareness-Konzept beim Bitburger-Pokalfinale

    Menschen, die sich im Stadion unwohl fühlen, sich in einer unangenehmen oder unsicheren Situation befinden, bedroht oder belästigt werden, können mit dem Codewort Sprechpause, Codewort deutlich machen „Wo geht’s nach Panama?“ einfach, unkompliziert und diskret Hilfe erhalten. Das Codewort signalisiert allen geschulten Ansprechpersonen, dass eine unterstützungsbedürftige Situation vorliegt, ohne dass Betroffene Details erläutern müssen. Welche Situation als bedrohlich bewertet wird, entscheidet allein die betroffene Person. Auch nicht direkt betroffene Personen können einer Person in einer unangenehmen Lage helfen, indem sie Hinsehen und Hilfe beim Awareness-Team holen.  Alle Personen im Stadion können sich mit dem Codewort „Wo geht’s nach Panama?“ an die FVM Mitarbeitenden, Volunteers, das Stadionpersonal oder direkt an die FVM-Awareness-Beauftragten, erkennbar durch magentafarbene Westen und -Caps mit FVM-Logo, wenden. Zur News geht's hier

    • FVM-Ansprechpersonen und Awareness-Beauftragte vor Ort: Amelie Leist, Julia Kirsten: Erreichbar unter 0160 5268647. 
    • FVM-Ansprechperson und Awareness-Beauftragter bis zum Tag vor der Veranstaltung: Felix Babeo, Telefonnummer: 022429187556, E-Mail: felix.babeo(at)fvm.de
  • Schiedsrichter

    Schiedsrichter

    Tarik Damar pfeift Bitburger-Pokalfinale 2026

    Besondere Ehre für Tarik Damar: Der Schiedsrichter vom FC Hürth wurde vom Verbandsschiedsrichterausschuss für das Bitburger-Pokalfinale 2026 zwischen S.C. Fortuna Köln und Viktoria Köln angesetzt. Normalerweise pfeift Damar in der Regionalliga der Herren. Bereits im Bitburger-Pokalfinale 2025 war Damar dabei. Damals noch als Assistent an der Linie im Einsatz, wird ihm in diesem Jahr die Verantwortung als Hauptschiedsrichter übertragen.

    Unterstützt wird er dabei von Luca Marx (SpVg. Badorf/Pingsdorf), der 2025 als Schiedsrichter das Endspiel um den Bitburger-Pokal leitete, und Moritz Klein (SV 1910 Niederzier). Vierter Offizieller ist Patrick Dupont vom S.C. Nirm 1928. 

  • Teamcheck S.C. Fortuna Köln

    Teamcheck S.C. Fortuna Köln

    Der Klub

    Seit dem vorzeitigen Titelgewinn in der Regionalliga West steht fest, S.C. Fortuna Köln ist zurück im deutschen Profifußball. Das war lange Zeit eine Selbstverständlichkeit. Zwar spielte der Südstadt-Klub nur in der Saison 1973/74 in der Ersten Liga, doch 26 Jahre lang war die Fortuna Zweitligist. Noch immer belegt der Verein Platz sieben in der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga. Diese Ära, die eng mit dem Namen Jean Löring, lange Zeit Vereinspräsident und Mäzen, verbunden ist, hat viele Erinnerungen hinterlassen. Es ist die Erinnerung an große Spieler wie Dirk Lottner, Hans Sarpei, Hansjörg Schneider oder Thomas Brdaric und bekannte Männer auf der Trainerbank wie Bernd Schuster, Toni Schumacher oder Hans Krankl. Es ist aber auch die Erinnerung an unvergessliche Matches wie die in der Relegation 1986 gegen Borussia Dortmund, als nach einem 2:0 und 1:3 erst im Entscheidungsspiel angesichts eines 0:8 der Traum vom erneuten Erstliga-Aufstieg platzte oder die Derbys gegen den 1. FC Köln. So 1983, als eine couragierte Fortuna-Mannschaft im DFB-Pokalfinale in Köln-Müngersdorf dem FC mit 0:1 unterlag, aber vom Publikum gefeiert wurde oder in der Zweitliga-Saison 1998/99, als der große Rivale mit 4:2 und 3:0 besiegt wurde. Diesen Zeiten endeten mit dem Abstieg im Jahr 2000. Es folgten schwierige Jahre – sportlich und finanziell. Inzwischen gilt die Fortuna als solide geführter, familiärer Klub. Mit dem Drittliga-Aufstieg 2014 kehrten die Kölner zwischenzeitlich in den Profifußball zurück, ehe 2019 der Abstieg in die Regionalliga folgte. Seither durften die Fans mehrmals vom erneuten Aufstieg träumen, ehe nun der große Triumph gelang. Den Bitburger-Pokal gewann der Verein 2013 und lieferte anschließend im DFB-Pokal dem FSV Mainz 05 beim 1:2 einen großen Fight. Es folgten weitere Finalteilnahmen 2016, 2017, 2019 und 2022 jedoch kein weiterer Titelgewinn.

    Der Trainer

    Matthias Mink ist beim Regionalligisten S.C. Fortuna Köln gleich doppelt gefordert. Er ist Trainer und Sportdirektor in Personalunion und damit der Mann, der die Geschicke des Teams maßgeblich prägt. Wie gut er das tut, fand bereits vor dem Titelgewinn in der Meisterschaft einen Beleg: Der Verein verkündete die Verlängerung des Kontrakts mit Mink bis 2028. „Seine Erfolge sprechen für sich, er hat ein schlagkräftiges Team geformt“, sagt Vereinspräsident Hanns-Jörg Westendorf. Mink ist eine Institution bei dem Südstadt-Klub. Seit März 2024 fungiert er dort als Cheftrainer. Doch erkennt auch andere Perspektiven. Zwischen 1992 und 1999 lief er als Innenverteidiger für das Profi-Team in Zollstock auf und absolvierte 156 Zweitliga-Einsätze für die Kölner. Den Trainerposten hatte er bereits von 2007 bis 2011 inne. Nach dem Aufstieg aus der Mittelrheinliga folgten drei Jahre in der NRW-Liga, ehe im vierten Jahr der Sprung in die Regionalliga gelang. Nach Stationen in Leverkusen, Kassel, Steinbach und Homburg kehrte Mink Anfang 2022 zur Fortuna zurück. Zunächst als Coach der stark abstiegsbedrohten Mittelrheinliga-Reserve, die er zum Saisonende doch noch zum Klassenerhalt führte, dann als Sportlicher Leiter der Profis und inzwischen zusätzlich als deren Cheftrainer. Der 58-Jährige gibt seitdem die Richtung vor – und das gelingt in der laufenden Serie herausragend gut. „Wir sind vom ersten Tag an einen tollen Weg gegangen. Das Innenleben der Mannschaft und das Verständnis untereinander waren wahnsinnig gut“, so Mink nach dem Aufstieg. Der Bitburger-Pokal berge die Chance, mit vergleichsweise wenigen Spielen maximalen Erfolg zu erzielen. „Mit einem Sieg würden wir außerdem unseren Fans gerne etwas zurückgeben“, erklärt Mink.

    Das Team

    Umbau geglückt – so könnte man die ersten Monate der laufenden Serie für den Regionalligisten S.C. Fortuna Köln zusammenfassen. Denn im Sommer verabschiedeten sich nicht weniger als 16 Spieler aus der Kölner Südstadt. Dazu zählten neben Ergänzungsspielern auch Leistungsträger wie Stipe Batarilo, Arnold Budimbu, Dominik Ernst oder Barne Pernot. Dies war die Folge individueller Entscheidungen, doch wohl auch einer Spielzeit, die zwar sehr gut begonnen, aber letztlich nicht zum durchschlagenden Erfolg geführt hatte. 17 Zugänge sollten es richten. Und das taten sie. Spätestens am zehnten Spieltag durfte Coach Matthias Mink angesichts des Sprungs an die Spitze des Regionalliga-Klassements für sich in Anspruch nehmen, bei der Suche nach neuen Kräften ein gutes Gespür bewiesen zu haben. Dass Hamadi Al Ghaddioui eine Verstärkung sein würde, überraschte derweil nicht. Der 35-jährige gebürtige Bonner brachte Bundesliga-Erfahrung mit nach Köln, ein ungewöhnlicher Luxus auf Regionalliga-Niveau. 16 Erstligaeinsätze für den VfB Stuttgart, 76 Partien in der Zweiten Bundesliga, 56 Drittligaeinsätze und inzwischen weit mehr als 200 Partien in der Regionalliga stehen in der Vita des Mittelstürmers. „Er bringt extrem viel Erfahrung und Qualität mit“, erklärte auch Mink über den Angreifer. In der Offensive wirbeln seit Saisonstart aber noch weitere erfahrene Neulinge. Der 30-jährige Enzo Wirtz etwa, der bis zum Sommer beim Mittelrheinligisten SV Eintracht Hohkeppel unter Vertrag stand, in seiner Karriere aber auch schon beim Bonner SC überzeugte. Oder Rafael Garcia (32), der auf 74 Drittliga-Matches zurückblicken kann. Einige Jahre jünger sind Timo Bornemann und Nico Thier, die ebenfalls schon die gegnerischen Verteidiger arg gefordert haben. Letzterer war es auch, der den goldenen Treffer nach 57 Minuten im Viertelfinale des Bitburger-Pokals beim 1:0 gegen Alemannia Aachen erzielte und damit den wohl härtesten Gegner auf dem Weg ins Finale aus dem Weg räumte. Als Strippenzieher im Mittelfeld hat sich Georg Strauch etabliert. Der 25-jährige hat in der Jugend des 1. FC Köln gespielt und durfte unter Steffen Baumgart vom Durchbruch im Profikader träumen. Dies blieb ihm zwar verwehrt, doch in Minks Team avancierte er zum Leistungsträger. Zu dieser Kategorie gehört auch Defensivspezialist Tom Geerkens, der vom VfB Lübeck ins Rheinland gelotst wurde. Zu den Säulen im Team der Fortuna zählen allerding auch bekannte Gesichter. Lennart Winkler etwa, der trotz seiner erst 22 Jahre eine überzeugende Nummer eins im Tor darstellt, aber auch Kapitän Robin Afamefuna als Verteidiger und Adrian Stanilevic im Mittelfeld. Wie gut sich die Fortuna präsentiert, zeigen nicht nur die vielen Erfolge der Saison, sondern auch die Worte der Konkurrenz. Daniel Zillken, Sportdirektor des Ligarivalen Bonner SC, sagt: „Die Fortuna ist eine ausgebuffte Truppe. Selbst wenn es mal nicht so gut läuft, ziehen sie Spiele auf ihre Seite. Das spricht eindeutig für ihre Qualität, das muss man anerkennen.“

  • Teamcheck Viktoria Köln

    Teamcheck Viktoria Köln

    Der Klub

    Angekommen ist der FC Viktoria Köln in der 3. Liga: Da sind sich sieben Jahre nach dem Aufstieg 2019 alle einig. Doch auf dem Erreichten ausruhen und stehenbleiben will man nicht. „Wir sind alle hungrig und wollen in unserer Entwicklung weiterkommen“, sagt Valentin Schäfer, der Anfang Februar die durch den Abgang von Stephan Küsters vakante Position des Sportlichen Leiters übernommen hat. Der bisherige Chefscout & Kaderplaner ist bereits seit Sommer 2021 für den Verein aus dem rechtsrheinischen Köln tätig. „Ich identifiziere mich voll und ganz mit dem Klub und seinen Menschen. Deshalb bedeutet es mir viel, hier den nächsten Schritt gehen zu können“, sagt der gebürtige Berliner. Zu diesen nächsten Etappen zählt der erneute Gewinn des Bitburger-Pokals und damit die Qualifikation für die Hauptrunde des DFB-Pokals und wohl auch die Ambition, künftig ganz oben in der Liga mitzumischen. Die Voraussetzungen scheinen günstig. Das heimische Stadion, der Sportpark Höhenberg, zählt zwar nicht zu den größten Arenen der Spielklasse, ist aber ein Schmuckkästchen, das für die Nähe zu den Protagonisten auf den Rasen und klassische Fußball-Atmosphäre steht. Seit der Vergabe des Bitburger-Pokal-Endspiels hat man im eigenen „Wohnzimmer“ die Erfolge im Cup auf Verbandsebene fortgesetzt. Der FC Viktoria und seine Vorgängervereine haben inzwischen zehnmal den Titel geholt – zuletzt im vergangenen Jahr. Über mangelndes Glück bei den Auslosungen für den DFB-Pokal konnte sich im rechtsrheinischen Köln niemand beklagen. Man traf auf Hertha BSC (2:4), auf Union Berlin (2:1) und Bayer 04 Leverkusen (0:6), dem 1. FC Nürnberg unterlag man erst im Elfmeterschießen, RB Leipzig zwang die Viktoria 2018 in die Verlängerung (1:3), genau wie 2021 die TSG Hoffenheim (2:3). Und dann war da noch die Erstrunden-Partie vor 50.000 Zuschauern im Spätsommer 2022 im RheinEnergie-Stadion gegen den FC Bayern München (0:5). Sportlich toppte man dieses Erlebnis im Jahr darauf, als Bundesligist Werder Bremen mit 3:2 bezwungen wurde, ehe in der zweiten Runde nach einem 0:2 gegen Eintracht Frankfurt Schluss war. So könnte es weitergehen bei dem Verein, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1904 zurückreichen und der von 1978 bis 1981 als SC Viktoria in der 2. Bundesliga auflief.

    Der Trainer

    Der Staffelstab wurde nach dem Sieg im Bitburger-Pokal 2025 übergeben. Olaf Janßen, spätestens seit Beginn seines zweiten Engagements beim Viktoria Köln Anfang Februar 2021 das Gesicht des Vereins, verabschiedete sich in Richtung SV Sandhausen und Marian Wilhelm, zuvor Co-Trainer, übernahm. Anders als Janßen kann der Neue nicht auf eine lange Profikarriere zurückblicken. Schon im Alter von 20 Jahren stoppte eine lange Zeit nicht richtig diagnostizierte Schienbeinverletzung Wilhelms Spielerlaufbahn. Dennoch traute man dem jungen Mann den Job an der Seitenlinie zu. Das kam nicht von ungefähr. Wilhelm war kein Unbekannter bei der Viktoria. Seit 2010 gehört er zum Verein. Der 37-Jährige war unter anderem Cheftrainer der U 19-Mannschaft und bekleidete weitere wichtige Positionen im Leistungszentrum. Diese Erfahrung ist das große Plus. Denn Wilhelm sorgt für eine hohe Durchlässigkeit vom Nachwuchs in den Profikader. Mehrere Spieler aus seiner U 17- sowie U 19-Mannschaft spielten später in der Drittliga-Mannschaft – darunter die Brüder Malek El Mala und Saïd El Mala. Unter Wilhelm hat die Viktoria sich im Mittelfeld des Klassements etabliert und den Einzug ins Bitburger-Pokal-Finale geschafft. Das findet Anerkennung. So wurde sein Vertrag unlängst verlängert. Franz Wunderlich, Sport-Vorstand der Viktoria, sagt: „Jeder weiß, was Marian mit seinem Team bisher geleistet hat.“ Nun könne man den Weg, den man seit längerer Zeit gehe, fortführen. „Das ist wichtig für die Gesamtentwicklung unseres Vereins.“ Wilhelm spricht seinerseits von einem „starken Zeichen des gegenseitigen Vertrauens“. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft, dem Staff und dem gesamten Verein mache enorm viel Spaß. „Ich bin sicher, dass wir auf unserer gewachsenen Vereinsidentität aufbauen und gemeinsam noch viel erreichen können.“

    Das Team

    Seinen Star hat der Viktoria Köln im vergangenen Sommer verloren. Said El Mala setzte fortan sein persönliches Fußballmärchen beim 1. FC Köln fort, wo er sogar zum deutschen Nationalspieler avancierte. Doch diesen Verlust hat man verkraftet. Zwar durfte nie ernsthaft vom Aufstieg geträumt werden, doch mit den Sorgen der Abstiegskandidaten hatte man auch nichts zu tun. Als Rückhalt erwies sich zuletzt der 1,92 Meter große, im Sommer vom SC Paderborn verpflichtete Torhüter Arne Schulz. Der 23-Jährige ersetzte Eduardo Dos Santos Haesler, kurz Dudu, der im Winter zum portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora wechselte, nachdem er für den Kölner Drittligisten in 52 Liga-Partien absolviert hatte. Lars Dietz ist ein umsichtiger Verteidiger. Das gilt auch für den im Sommer von 1860 München verpflichteten Tim Kloss. Deren Klasse ist umso wichtiger, weil, Abwehrchef Christoph Greger, mit mehr als 250 Drittliga-Partien unumstrittene Führungspersönlichkeit, seit geraumer Zeit ausfällt. Für geballte Routine steht auch der auf den Außenpositionen flexibel einsetzbare Simon Handle. Der 33-Jährige läuft seit 2017 für die Viktoria auf und beendet mit Saisonabschluss seine Karriere. Zu den Säulen im Mittelfeld zählen Tobias Eisenhuth, Lucas Wolf, Florian Engelhardt und Leonhard Münst. Letzterer wurde bei den Stuttgarter Kickers und dem VfB Stuttgart ausgebildet, spielte bereits in der Schweiz und fand im vergangenen Sommer ins Rheinland. Für Akzente in der Offensive setzen immer wieder David Otto und Benjamin Zank. Letzterer vollführte im Achtelfinale des Bitburger-Pokals ein besonderes Kunststück: Zank erzielte beim 8:0-Sieg beim Bezirksligisten Wahlscheider SV sage und schreibe fünf Tore – so oft hat niemand sonst im laufenden Wettbewerb in einem Spiel getroffen. Zank, der aufgrund eines Meniskusschadens vorerst ausfällt, steht mit seinen 21 Jahren ebenso wie der gleichaltrige Kloss, Keeper Schulz (23) und Engelhardt (22) für den hohen Anteil junger Akteure im Viktoria Team. Dazu sagt der Sportliche Leiter Schäfer man wolle junge Spieler weiterentwickeln und aggressiven, intensiven Fußball spielen. Coach Wilhelm nennt es einen „spannenden Weg“. Das Potenzial habe man noch nicht ausgeschöpft.

  • Die Wege ins Endspiel

    Die Wege ins Endspiel

    S.C. Fortuna Köln

    An einem frühlingshaft anmutenden Abend Ende Februar nahm der Regionalligist S.C. Fortuna Köln die größte Hürde auf dem Weg ins Endspiel um den Bitburger-Pokal 2026: Mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen den Drittligisten und Vorjahresfinalisten Alemannia Aachen machte das Team um Fortuna-Trainer Matthias Mink den Einzug ins Halbfinale perfekt. Und das vor stimmungsvoller Kulisse. 7012 Zuschauer*innen im Kölner Südstadion bekamen ein spannendes Spiel geboten. „Es war ein Pokal-Fight“, sagte Mink nach dem Abpfiff. Gleichwohl gestand er ein, dass nicht die dominante Mannschaft dieses Match gewonnen hatte, sondern die effektivere. „Man kann sicherlich besser Fußball spielen, aber das zählt letztlich nicht“, so Mink. Sein Pendant auf der Alemannia-Bank, Mersad Selimbegovic, hatte Mühe, Gründe für die Niederlage zu benennen. „Es gibt Tage, die sind schwer zu erklären. Die Jungs waren konzentriert, zielstrebig und gut in der Verteidigung. Es gab viele Situationen, in denen wir hätten treffen können. Wir hatten kein Glück, überhaupt nicht“, beklagte er. Seine Elf hatte eine Vielzahl guter Möglichkeiten ausgelassen und war immer wieder am Kölner Keeper Lennart Winkler gescheitert. Das bestrafte Nico Thier, als er am Ende des ersten gefährlichen Vorstoßes frei auf Manuel Riemann im Tor der Alemannia zulief und mit einem entschlossenen Flachschuss ins kurze Eck zum 1:0 vollendete (57.). Es blieb der einzige Treffer des Abends.

    Im folgenden Halbfinale ging es dann weniger knapp zu. Dabei stand der Fortuna mit dem Ligarivalen Bonner SC erneut ein starker Kontrahent gegenüber. Die 4994 Zuschauer*innen im Südstadion sahen einen 4:1 (1:0)-Heimerfolg. Georg Strauch hatte die Gastgeber per Direktabnahme in Front gebracht (31.). Doch die allmählich mutiger agierenden Bonner glichen nach 78 Minuten durch Yannik Schlößer aus. Nun war wieder die Fortuna am Zug. Und wie. Nachdem zunächst Schüsse abgeblockt worden waren, gelang es Luca Majetic doch noch, den Ball aus kurzer Distanz zum 2:1 ins Tor zu schießen (81.). Der BSC hatte sich von diesem Rückschlag noch nicht richtig erholt, da sah der Bonner Bogdan Shubin für eine Notbremse gegen Adrian Stanilewicz die Rote Karte (87.). In Unterzahl wurde es nun schwierig für die Gäste, der Partie noch einmal eine Wendung zu geben. Die Fortuna hatte Oberwasser und war letztlich nicht mehr aufzuhalten. Tom Geerkens erzielte nach einem Doppelpass mit Enzo Wirtz das 3:1 (90.), ehe Vleron Statovci nach Vorlage von Strauch zum 4:1-Endstand traf (90.+1). „Das Ergebnis ist einen Tick zu hoch ausgefallen. Am Ende haben wir aber auch die Räume gut genutzt“, meinte Fortuna-Coach Mink.

    Die ersten Runden des Wettbewerbs hatte seine Elf für äußerst souveräne Auftritte genutzt. Zum Auftakt des Bitburger-Pokals setzte sich die Fortuna mit 5:1 (1:0) beim starken Mittelrheinligisten SV Bergisch Gladbach 09 durch. Geerkens brachte Köln in Führung (32.), ehe Maik Marquardt traf nach einer Ecke zum 1:1 ausglich (70.). Nun erhöhten die Gäste das Tempo und Thier erzielte das 2:1 (77.). Sechs Minuten später wurde Statovci gefoult, Wirtz trat zum Elfmeter an und verwandelte zum 3:1 für die Fortuna. In der Nachspielzeit schraubten Younes Derbali und wieder Thier das Ergebnis mit ihren Treffern auf 5:1 hoch.

    Noch deutlicher geriet das Zweitrundenspiel beim A-Ligisten SV Scherpenseel-Grotenrath. Auf der wenige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernten Anlage „Am Bucksberg“ in Übach-Palenberg siegte die Mink-Elf mit 8:1 (3:0). Markus Stumvoll gelang mit dem zwischenzeitlichen 1:5 in der 78. Minute der frenetisch gefeierte Ehrentreffer für die Gastgeber. David Al-Azzawe (26.), Timo Bornemann (34., 50.), ein Eigentor der Gastgeber (37.), Robin Afamefuna (55.), Nico Westerhoff (82., 85.) und Salim Hadouchi (90.) trafen für den Favoriten aus der Rheinmetropole, der im Achtelfinale beim Landesligisten DJK Rasensport Aachen-Brand ein 8:0 (1:0) folgen ließ. „Wir haben uns in der ersten Hälfte schwergetan. Der Gegner stand tief und wir haben keine richtigen Lösungen gefunden“, so Mink. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte ein abgefälschter Schuss von Stanilewicz den Kölnern die Führung. Nach dem Wechsel erhöhte Enzo Wirtz per Doppelpack auf 3:0 (48., 61.). Damit war eine Vorentscheidung gefallen. „Hintenraus haben die Jungs einen guten Ball gespielt, insbesondere unsere Einwechselspieler haben nochmal für frische Beine gesorgt“, fand Mink, für dessen Team Hadouchi (74.), Bornemann (83.), Kian Hekmat (85., 90.) und Majetic (87.) zum 8:0-Endstand trafen.

    Viktoria Köln

    Der Weg des Titelverteidigers und Drittligisten Viktoria Köln zum erneuten „Finale daheim“ im Bitburger-Pokal, also im vertrauten Sportpark Höhenberg, begann tief im Westen des Verbandsgebietes. Beim Landesligisten Germania Teveren feierte das Team von Viktoria-Coach Marian Wilhelm einen 5:1 (2:1)-Sieg. „Zwischendurch wurde es etwas kribbelig, aber die Mannschaft ist gut damit umgegangen. Am Ende war es dann ein in der Höhe verdienter Sieg“, fand er anschließend lobende Worte für seine Mannschaft. Der Beginn verlief wunschgemäß für den Favoriten aus Köln: Marco Pledl traf nach drei Minuten zum 1:0. Doch so ging es nicht weiter. Joel Klieber vollendete einen schnellen Angriff mit dem Ausgleichstreffer für Teveren (13.). Erst nach 37 Minuten brachte Raphael Ott mit einem schönen Schlenzer die Gäste zurück in die Spur. Nach dem Wechsel legten Benjamin Zank (62., 80.), Florian Engelhardt (66.) die Treffer zum 5:1 nach. Erneut von Köln-Höhenberg in Richtung Westen brach die Viktoria zum Zweitrundenspiel auf. Es ging in den Hürtgenwald, zum Mittelrheinligisten VfL Vichttal. Und es wurde eine enge Angelegenheit. Zwar brachte Ott die Kölner bis zur Pause per Doppelschlag mit 2:0 in Führung (26., 28.), doch Henrik Artz verkürzte nach 74 Minuten auf 1:2. Dabei blieb es trotz einer turbulenten Schlussphase.

    Deutlich lockerer ging es im Achtelfinale zu. Vor 1300 Zuschauer*innen feierte die Wilhelm-Elf beim Bezirksligisten Wahlscheider SV einen 8:0 (5:0)-Sieg. Benjamin Zank machte die Partie zu einer persönlichen Gala und traf gleich fünfmal. Die drei weiteren Tore erzielten Soichiro Kozuki (22.), Vincent Carus (32.) und der kurz zuvor eingewechselte Leander Popp (83.). Größere Spannung bot dann wieder das Viertelfinale beim Siegburger SV. In den ersten Minuten der Begegnung durften nämlich die Gastgeber vom Halbfinaleinzug träumen. Siegburg erwischte einen perfekten Start: Kelana Noah Mahessa brachte den Mittelrheinligisten gegen den Rekordchampion nach gerade einmal drei Minuten vor rund 1000 Zuschauer*innen in Führung. „Das war ein denkbar schlechter Start“, fand Coach Wilhelm. Der Favorit strauchelte, fiel aber nicht. Im Gegenteil: nach einer schönen Flanke erzielte Samuele Carella per Kopfball das 1:1 (16.). Und fortan drängte die Viktoria auf den Führungstreffer. Die Siegburger aber stemmten sich erfolgreich dagegen. So ging es beim Stande von 1:1 in die Kabinen. Heraus kamen die Gäste noch entschlossener. Und doch dauerte es bis zur 81. Minute, ehe Zank eine Ecke von Tobias Eisenhuth per Kopfball zum 2:1 für die Gäste nutzen konnte. Ein wenig bangen mussten Viktoria-Trainer Wilhelm und sein Team aber noch. Zumal man nach der Gelb-Roten Karten für Frank Ronstadt die Schlussphase in Unterzahl bestritt. Letztlich blieb es beim 2:1 der Kölner. „Wir wussten, dass ein guter Gegner auf uns wartet. Das hat sich bestätigt. Aber wir haben den Widrigkeiten erfolgreich getrotzt und sind jetzt froh, in der nächsten Runde zu stehen“, meinte Wilhelm, dessen Team im Halbfinale die letzte Hürde souverän nahm. 4:1 (2:0) hieß es nach 90 Minuten beim ambitionierten Mittelrheinligisten SV Eintracht Hohkeppel. „Der Erfolg freut mich für die Jungs, sie haben sich es verdient, im Pokalfinale zu stehen. Das war eines der großen Saisonziele und wird sicherlich wieder etwas ganz Besonderes“, so Wilhelm nach dem Abpfiff.

    In Hohkeppel zeigte man sich als fairer Verlierer. „Unter dem Strich ging unsere Niederlage in Ordnung. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, hätten aber einen Sahnetag und die Viktoria einen schwachen Auftritt erwischen müssen, um diesen Vergleich zu gewinnen“, meinte Kevin Theisen, Geschäftsführer und Sportlicher Leiter beim SV Eintracht Hohkeppel. Yannick Tonye war es, der nach 14 Minuten einen Angriff der Gäste mit dem 1:0 vollendete und nur zwei Minuten später lud Hohkeppels Angelo Langer mit einem Ballverlust den Kölner Lucas Wolf zum 2:0 ein. Für Sicherheit sorgte Tonyes mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 nach 49 Minuten. Nun wurde die ohnehin schon schwierige Aufgabe für die Gastgeber zu einer nahezu unlösbaren. Immerhin, nur fünf Minuten nach dem 0:3 keimte ein wenig Hoffnung in den Reihen des SV Eintracht auf. Es gab Handelfmeter für Hohkeppel. Firat Tuncer trat an und verkürzte auf 1:3 (54.). Arian Amyn zwang Viktoria-Keeper Arne Schulz anschließend zu einer Parade, das 2:3 blieb aber aus. Und so konnte Robin Velasco mit dem 4:1 letzte Zweifel am Finaleinzug der Kölner beseitigen (80.).

  • Individuelles Balldesign für den elften Finaltag der Amautere

    Individuelles Balldesign für den elften Finaltag der Amautere

    Derbystar und der Finaltag der Amateure setzen ihre Kooperation mit einem exklusivem Spielball in 2026 fort.

    Anlässlich des Finaltags der Amateure am 23. Mai 2026 präsentiert DERBYSTAR mit dem FdA Brillant APS erneut den offiziellen Spielball für Deutschlands größtes Amateurfußballevent. Zur elften Auflage der Veranstaltung wird dieser in einem Sonderdesign in insgesamt 15 Landespokalendspielen* zum Einsatz kommen.

    Das Sonderdesign des FdA Brillant APS greift den besonderen Charakter des Finaltags der Amateure visuell auf. Markante grafische Elemente in Schwarz, Rot und Gold setzen dynamische Akzente und stehen sinnbildlich für Spannung, Emotionalität und sportliche Bedeutung der Landespokalfinalspiele. Zentral platziert ist das offizielle Finaltag der Amateure Logo mit Datumsangabe.

    Joachim Böhmer, COO von DERBYSTAR, sagt: „Der Finaltag der Amateure ist ein herausragendes Schaufenster für die Leidenschaft und Vielfalt des Amateurfußballs in Deutschland. Mit dem speziell gestalteten FdA Brillant APS möchten wir unsere Wertschätzung gegenüber den teilnehmenden Teams und Landesverbänden zum Ausdruck bringen. Als langjähriger Ballpartner zahlreicher Landesverbände ist es für uns ein zentrales Anliegen, den Fußball nicht nur im Spitzenbereich, sondern vor allem auch in der Breite nachhaltig zu unterstützen. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit beim Finaltag der Amateure ist dafür ein starkes und sichtbares Zeichen.“

    Dirk Brennecke, Leiter der Steuerungsgruppe des Finaltags der Amateure und Geschäftsführer des Fußball-Verbandes Mittelrhein, sagt: „Mit dem exklusiven Spielball zum zehnjährigen Finaltags-Jubiläum im vergangenen Jahr konnten wir gemeinsam mit DERBYSTAR sowohl im Hinblick auf die Qualität als auch optisch ein echtes Highlight setzen. Nach der sehr positiven Resonanz sind wir stolz und dankbar, dass wir die Zusammenarbeit mit DERBYSTAR bei der elften Auflage des Finaltags der Amateure fortsetzen. Für die teilnehmenden Vereine ist es eine große Wertschätzung, erneut mit einem eigens für die Veranstaltung gestalteten Ball spielen zu dürfen.“

    *Der FdA Brillant APS kommt beim Finaltag der Amateure 2026 in 15 von 21 Landespokalendspielen zum Ein-satz, bei den restlichen Partien rollt aufgrund von individuellen Ausrüsterverträgen der jeweiligen Verbände ein anderer Spielball.
  • Ticketing

    Ticketing

    Der Ticket-Vorverkauf startet am Donnerstag, den 30. April ab 10 Uhr. Wir geben ausführliche Hinweise zum Ticketverkauf auf einen Blick.

    Wann und wo? 

    Der Ticket-Vorverkauf in den Fanblöcken ist nicht öffentlich. Tickets können ausschließlich über die Vereine erworben werden. Der Ticket-Vorverkauf der Vereine startet am Donnerstag, den 30. April, ab 10 Uhr. Auf der Internetseite https://tickets.fvm.de sind in diesem Jahr ausschließlich Tickets im neutralen Sitzplatzbereich auf der Haupttribüne für das Bitburger-Pokalfinale erhältlich. 

    Was kosten welche Tickets? 

    Tickets im Vorverkauf kosten zwischen 17 Euro (Stehplatz, ermäßigt 12 Euro) und 32 Euro (Sitzplatz Tribüne, ermäßigt 27 Euro) und werden ausschließlich durch die Vereine vertrieben. Zusätzlich zum Stadionticket können sich alle Käufer*innen eigenständig zusätzlich ein ÖPNV-Kombiticket generieren, das am Spieltag als personenbezogener Fahrausweis nur im VRS-Netz (2. Klasse) gilt. 

    Vorverkauf S.C. Fortuna Köln 

    • Tickets für die Fanbereiche von S.C. Fortuna Köln sind nicht online über die öffentliche Ticketplattform des FVM erhältlich. 
    • Tickets können ausschließlich über die Vereine erworben werden. 
    • Nähere Informationen zur Ticketvergabe finden Sie auf der Webseite des Vereins: https://www.fortuna-koeln.de/ 
    • Vereins-Kontakt: spielbetrieb(at)fortuna-koeln.de 

    Vorverkauf Viktoria Köln

    • Tickets für die Fanbereiche von Viktoria Köln sind nicht online über die öffentliche Ticketplattform des FVM erhältlich. 
    • Tickets können ausschließlich über die Vereine erworben werden. 
    • Nähere Informationen zur Ticketvergabe von Viktoria Köln finden Sie auf der Webseite des Vereins: https://www.viktoria1904.de
    • Vereins-Kontakt: ticketing(at)viktoria1904.de 

    Vorverkauf für neutrale Zuschauerblöcke 

    Tickets für neutrale Zuschauerblöcke sind ab Vorverkaufsstart online über den FVM-Ticketshop erhältlich: https://tickets.fvm.de. Ticketanfragen für den neutralen Zuschauer*innenbereich können ebenfalls an tickets(at)fvm.de gestellt werden.

    Rollstuhlfahrer*innen & Menschen mit Sehbehinderung

    Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit Sehbehinderung wenden sich bei Ticketanfragen bitte direkt an die teilnehmenden Vereine (Preis: 10 Euro inklusive Begleitperson). 

    VIP-Tickets

    VIP-Tickets können über die Finalisten (siehe Regularien zum Vorverkauf des S.C. Fortuna Köln/Viktoria Köln) und den FVM (über tickets(at)fvm.de) angefragt werden (VIP-Ticket 169 Euro zzgl. 19% MwSt./Business-Ticket 189 Euro zzgl. 19% MwSt., Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 16 Jahren zahlen die Hälfte des Ticketpreises).   

    Zahlungsmöglichkeiten

    Als Zahlungsmöglichkeiten im Ticketshop werden alle gängigen Zahlungsmittel (Kreditkarte, Paypal, Klarna etc.) akzeptiert. Die akzeptierten Zahlungsmittel beim Ticketerwerb über die Vereine können abweichen. 

    Tageskasse

    Vor Ort wird es keine Tageskasse geben.  

    Ermäßigungen, weitere Informationen etc. 

    Alle Detail-Informationen inkl. genauer Blockzuteilung, Ermäßigungen, freiem Eintritt für Inhaber*innen von DFB-Trainer-Lizenzen oder Schiedsrichter-Ausweisen finden Sie auf https://tickets.fvm.de.  

    Kombiticket 

    Zusätzlich zum Stadionticket können alle Käufer*innen eigenständig zusätzlich ein ÖPNV-Kombiticket generieren, das am Spieltag als personenbezogener Fahrausweis im VRS-Netz (2. Klasse) gilt. Zur Nutzung des ÖPNV ist eine Personalisierung jedes einzelnen ÖPNV-Tickets erforderlich, eine Weitergabe des ÖPNV-Tickets an andere Personen ist nicht möglich. Das Veranstaltungsticket, welches den Eintritt zum Bitburger-Pokalfinale ermöglicht, hingegen ist nicht personalisiert und damit auf andere Personen übertragbar.  

    Hinweis: Das ÖPNV-Ticket ist nur im VRS-Gebiet gültig und kann ab dem 16. Mai 2026 auf https://pokalfinale.kvb.ride-ticketing.de/app unter Angabe der individuellen Ticketnummer kostenlos generiert werden.  


Informationen zum Bitburger-Pokal & Finaltag der Amateure

Das Teilnehmerfeld besteht in der Regel aus 32 Mannschaften. Die neun Fußballkreise stellen je drei Vertreter aus ihrem jeweiligen Bitburger-Kreispokal, an dem die Mannschaften aus dem Kreis- und Verbandsspielbetrieb teilnehmen, die nach den Endspielen bzw. Spielen um Platz 3 auf Kreisebene spätestens am 3. Oktober feststehen. Zu diesen insgesamt 27 Mannschaften stoßen in der 1. Runde des Bitburger-Pokals die Mannschaften des FVM, die in der 3. Liga oder der Regionalliga West spielen, wobei Amateurmannschaften sowie Spielgemeinschaften nicht teilnahmeberechtigt sind. Darüber hinausgehende, freie Plätze werden an die Kreise mit den meisten am Bitburger-Kreispokal teilnehmenden Mannschaften in Relation zur Gesamtzahl aller am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften des jeweiligen Kreises vergeben.

Alle Details und offiziellen Regelungen finden Sie in den offiziellen Durchführungsbestimmungen für den Herrenspielbetrieb des FVM auf Verbandsebene im Downloadbereich (Kategorie: Spielbetrieb Herren).

Gespielt werden fünf Runden inklusive Finale, bis der neue Bitburger-Pokalsieger feststeht. Klassentiefere Teams genießen im Bitburger-Pokal bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Die Ausnahme dieser Regelung bilden in der ersten Runde die Kreispokalsieger, die in der ersten Partie auf Verbandsebene immer Heimrecht besitzen. Zudem können Vertreter desselben Kreises (hiervon ausgenommen sind die Mannschaften der 3. Liga und der Regionalliga) in der ersten Runde nicht gegeneinander gelost werden.

Das Bitburger-Pokalfinale wird zusammen mit den anderen Endspielen der Landespokalwettbewerbe bei den Männern am bundesweiten Finaltag der Amateure ausgetragen. Das Amateurfußball-Highlight findet traditionell in den Stunden vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin statt. Der Sieger des Bitburger-Pokals qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Die Pokalauslosungen jeder Runde werden auf Facebook unter www.facebook.com/fvm.de live übertragen.


Rückblick auf die Endspiele von 2020 bis 2025

Alles rund um den Finaltag der Amateure finden Sie auch auf FUSSBALL.DE.

  • Rückblick 2025

    Rückblick 2025

    Trocken war Olaf Janßen am frühen Samstagabend sowieso nicht mehr. Dafür hatte der Regen über dem Kölner Sportpark-Höhenberg gesorgt. Um 18.30 Uhr trieften aber auch die Jeans nur so vor Nässe. Auf dem Weg zu den jubelnden Fans folgte der Coach des Drittligisten Viktoria Köln dem Vorbild seiner Spieler und schlitterte die letzten Meter mit Anlauf auf den Knien über den Rasen. Seine Elf hatte dem 58-Jährigen mit dem 3:2 (1:2)-Erfolg im Finale des Bitburger-Pokals gegen den Ligarivalen Alemannia Aachen den perfekten Abschied bereitet. Die Fans feierten Janßen mit Sprechchören. Und der Kölner Trainer, der künftig den Regionalligisten SV Sandhausen coachen wird, dankte es ihnen mit zu einem Herzen geformten Händen.

    Komplimente gab es auch vom Aachener Coach Heiner Backhaus: „Respekt für diese Saison. Ich schätze Deine Arbeit sehr und wünsche Dir im neuen Lebensanschnitt alles Gute“, erklärte er an den Kollegen gewandt. Backhaus lobte auch das umsichtige Unparteiischen-Gespann um Schiedsrichter Luca Marx, die beiden Assistenten Tarik Damar und Jens Grage sowie den Vierten Offiziellen Sven Landgraf für eine starke Leistung und er unterstrich „den tollen Rahmen hier“. Da konnte Markus Müller nur zustimmen. „Dieses Spiel war beste Werbung für den Wettbewerb“, fand der Vorsitzender des Verbandsspielausschusses. „Es wurde Topfußball gespielt und beachtenswert ist auch, welche Entwicklung der Finaltag der Amateure in den zehn Jahren seit seinem Bestehen genommen hat.“

    Olaf Janßen geht mit Titel Nummer fünf

    Olaf Janßen ist ein Teil dieser Geschichte am Mittelrhein. Fünfmal hat der 58-Jährige den Drittligisten und insgesamt zehnmaligen Cup-Gewinner Viktoria Köln zum Titelgewinn geführt. Der Sieg gegen Aachen war nun sein Schlussakkord in Köln. „Ich bin total glücklich und froh“, sagt der langjährige Profi, der seinen Abschied bereits vor einigen Wochen bekannt gegeben und im bisherigen Co-Trainer Marian Wilhelm seinen Nachfolger finden wird. Er sei extrem stolz und dankbar für die Jahre bei der Viktoria. „Das war eine besondere Reise, viel mehr als normaler Trainerjob“, so Janßen, der seiner Elf ein sehr gutes Zeugnis ausstellte, weil diese dieses Spiel nach dem Rückstand herumgerissen habe. Das sah FVM-Präsidenten Christos Katzidis nicht anders: „Gratulation an beide Mannschaften für ein tolles Fußballspiel, das mit Viktoria Köln einen verdienten Sieger gefunden hat. Ich hoffe, dass beide Vereine in der kommenden Saison sehr erfolgreich spielen werden.“

    Begonnen hatte die Begegnung noch zerfahren, ohne große Chancen. Nach 21 Minuten setzte Aachens Niklas Castelle dann aber ein erstes Highlight mit einem schönen Antritt und noch besseren Zuspiel auf den ebenfalls gestarteten Bentley Baxter Bahn, der cool per Flachschuss ins lange Eck vollendete. Die perfekte- und schnelle - Antwort fand Lex Tyger Lobinger, der nur sechs Minuten später aus kurzer Distanz für Köln ausglich. Die Vorlage war von Florian Engelharst gekommen. Jetzt waren alle wach. Die Partie wurde munterer. Die Alemannia kam zu zwei Abschlüssen aus der Distanz. Präzise waren diese aber nicht. Knapper machte es Lukas Scepanik, der nach 37 Minuten den Viktoria-Keeper zu einer Flugeinlage zwang.

    Aachen drängte nun auf den erneute Führungstreffer. Und der sollte fallen: Castelle setzte sich beherzt durch, zog in Richtung Strafraum, wo er Bahn mit einem Zuspiel fand. Letzterer legte quer auf Gianluca Gaudino. Der Sohn des ehemaligen Nationalspieler Mauricio Gaudino ließ sich nicht zweimal bitten und schoss den Ball beherzt in den rechten Winkel (41.).

    Den Kölnern fehlte es an Bewegung, Ideen und Leichtigkeit. So blieb dieses Mal die schnelle Antwort aus, ehe es in die Kabinen ging. Heraus kamen beide Teams unverändert. Jedenfalls personell. Denn die Viktoria drehte nun auf und wurde schnell belohnt, als Sidny Lopes Cabral einen Freistoß aus rund 19 Metern Tordistanz mit dem linken Fuß zum 2:2 in den rechten Winkel schlenzte (51.). Der Treffer tat den Kölnern sichtlich gut. In den Aktionen waren nun mehr Tempo und Überzeugung. So stellten Viktoria-Toptalent Said El Mala und seine Mitspieler in der Offensive die Aachener Verteidiger zusehends vor Probleme.

    Jonah Sticker entscheidet die Begegnung

    Das 3:2 lag in der Luft und in der 82. Minute auch Jonah Sticker, der nach einer Flanke von Lopes Cabral von der rechten Seite zum Sprung ansetzte, sich ganz lang machte und den Ball mit dem Kopf im linken Eck zur Führung der Viktoria versenkte. Aachens Coach Heiner Backhaus reagierte, brachte erst Charlison Benshop und kurz darauf auch Anton Heinz. Letzterer hatte im Verlauf des Bitburger-Pokals bereits dreimal getroffen hatte. Bei allem Willen fehlte es den Aachenern nun aber an der Kraft zurückzuschlagen. In der 90. Minuten kamen der eingewechselte Donny Bogicevic und El Mala sogar zu einer Doppelchance auf das 4:2 und Sekunden später verfehlte ein Distanzschuss El Mals nur knapp das Alemannia-Tor. Kurz darauf war Schluss und Viktoria Köln Sieger im Bitburger-Pokal 2025 und damit auch Teilnehmer an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals der kommenden Spielzeit.

    Den Kampf um die Torjägerkanone entschied Viktoria-Stürmer Serhat Semih Güler für sich. Zwar glückte dem 27-jährigen Angreifer nach seiner späten Einwechslung kein Tor mehr, doch er hatte bereits in den Runden zuvor fünf Treffer im Cup erzielt. Der letzte ernsthafte Rivale, Aachens Anton Heinz, kam auch erst spät aufs Feld, blieb ohne Torchance und damit bei drei Treffern im Bitburger-Pokal.

    Aachens Coach Backhaus, im vergangenen Jahr noch Cup-Sieger, verließ den Sportpark Höhenberg zwar traurig, aber nicht zerknirscht. „Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Solange die Kräfte getragen haben, haben wir super gespielt“, erklärte der 43-Jährige mit Blick auf einige Ausfälle. So hatte etwa Kapitän Mika Hanraths kurzfristig erkrankt passen müssen. Am Ende habe die Viktoria dann „pure Qualität“ offenbart.

  • Rückblick 2024

    Rückblick 2024

    Um 15.37 Uhr baten die Aachener zum Tanz. Arm in Arm begann der Kreis von Spielern und Verantwortlichen zu singen und zu hüpfen, ehe es zur Tribüne und den mitgereisten Fans ging. Sie hatten sich Applaus und Ausgelassenheit verdient. Mit 4:2 (2:1) hatte der Regionalliga-Meister und künftige Drittligist TSV Alemannia Aachen den Mittelrheinligisten Bonner SC im Kölner Sportpark Höhenberg bezwungen und so den Bitburger-Pokal 2024 gewonnen. Es war der erste Triumph der Aachener seit 2019 und der achte in der Klubhistorie auf Verbandsebene. Damit erreichte das Team um Alemannia-Coach Heiner Backhaus die erste Hauptrunde im DFB-Pokal.

    „Bonn hat uns durch aggressives Pressing zwischenzeitlich vor Probleme gestellt. Aber wieder einmal haben wir mit Mentalität das Spiel gedreht. Erst die Meisterschaft zu gewinnen und jetzt den Pokal in die Höhe zu stemmen, das ist etwas, das passiert dir im Leben nicht so oft, vielleicht nie wieder“, sagte Backhaus. 

    Sein Pendant auf der Bonner Bank, Sascha Glatzel schwankte zwischen Enttäuschung und Stolz: „Es war ein intensives Spiel, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Es ist einerseits bitter, weil wir nahe dran waren, andererseits bin ich stolz auf die Spieler und ihre Leistung“, meinte er.

    Beide Trainer und die 7242 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten das erhoffte Fußballfest erlebt. Empfangen von farbenprächtigen Choreografien beider Fanlager hatten beide Mannschaften ein packendes Finale geboten. Und das ohne lange Warmlaufzeit. Aachens Freistoß-Spezialist Anton Heinz erhielt schon nach vier Minuten die Chance, seine Künste zu zeigen, verzog jedoch deutlich. Keine zehn Minuten später setzte Nils Winter Mitspieler Thilo Töpken in Szene, dessen Kopfball aber keine Gefahr für den BSC bedeutete. In Führung ging dann aber Bonn. Jonas Berg behauptete den Ball nach einem Zuspiel im Strafraum, drehte sich um die eigene Achse und sein Zuspiel verlängerte Serhat Koruk mit der Hacke ins lange Eck (14.). 

    Die Alemannia rang nun um eine Antwort. Die Chance sollte kommen: Nach 29 Minuten gab es Strafstoß, weil der Bonner Adis Omerbasic seinen Gegenspieler Lukas Scepanik unfair am Abschluss gehindert hatte. Heinz trat an und traf mit einem überlegten Flachschuss ins rechte Eck. Kurz darauf kam der Torschütze am Ende eines Konters erneut zum Abschluss, fand seinen Meister jedoch in BSC-Keeper Martin Michel.

    Thilo Töpken trifft zur Aachener Führung

    Die Alemannia blieb das aktivere Team, wirkte in der Defensive aber nicht immer sattelfest. So hatte die nächste große Chance BSC-Angreifer Berg. Er scheiterte nach einem schnellen Gegenstoß allerdings an Marcel Johnen.  Besser machte es wenige Augenblicke später auf der Gegenseite Töpken, der nach einer gefühlvollen Flanke von Nils Winter von der rechten Seite per Kopfball zum 2:1 traf (43.). So ging es in die Pause.

    Mit der Führung im Rücken waren die Aachener auch nach dem Wiederanpfiff direkt wieder brandgefährlich. Bei einem Pfosten-Kopfball von Heinz fehlten nur Zentimeter zum 3:1. Glatzel reagierte nun, brachte Leander Goralski für Verteidiger Tarik Dogan (51.). Bonn war nun wieder voll im Spiel. Und das zahlte sich aus: Wipperfürth spielte Michael Okoroafor an, der sich auf Höhe des Elfmeterpunkts behaupte und zum 2:2 traf (58.). Es dauerte sieben Minuten, bis der eingewechselte Dustin Wilms das Spektakel auf der anderen Seite fortsetzte. Heinz überließ ihm uneigennützig per Ablage den Ball und Wilms schoss den Ball humorlos unter die Latte des Bonner Tores (65.).

    Gonzalez mit letzter Chance für Bonn

    Nun waren die seit dem Amtsantritt von Sascha Glatzel in 24 Pflichtspielen ungeschlagenen Bonner erneut gefordert. Kein leichtes Unterfangen, denn die Alemannia zog sich nicht zurück. Der BSC hatte sogar Glück, dass Jan-Luca Rumpf den Ball aus kurzer Distanz nach einer Freistoßflanke am Bonner Tor vorbei schob (70.). Auch Scepanik verpasste das 4:2 (74.). Den Spielern aus der Bundesstadt lief nun die Zeit davon. Nach 84 Minuten wurde es noch schwieriger, weil Maximilian Pommer nach erneutem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste. Der eingewechselte Rudolf Gonzalez kam noch einmal zum Abschluss, scheiterte aber an Johnen im Alemannia-Tor (89.). Dann machte Sasa Strujic mit einem Treffer aus kurzer Distanz in der Nachspielzeit den Deckel auf diese Partie (90.+2). Kurz darauf pfiff der umsichtige Schiedsrichter Ivan Mrkalj ab.

    Markus Müller freut sich über Fußballfest

    „Wir haben das erhoffte Fußballfest gesehen. Es waren zwei hochmotivierte Mannschaften, die alles gegeben und sich einen echten Pokalfight geliefert haben. Auch der Rahmen hat gestimmt. Mehr kann man sich nicht wünschen“, erklärte Markus Müller, der Vorsitzende des FVM-Verbandsspielausschusses.

    Mit Tim Beckers durfte noch ein weiterer Fußballer nach dem Finale im Bitburger-Pokal glücklich sein. Und das gleich aus doppeltem Grund: Der 21-Jährige ist Fan des TSV Alemannia und außerdem als Spieler des SV Eilendorf mit vier Treffern Torschützenkönig des Wettbewerbs. Im Spiel am Samstag blieb seine Position unangetastet. Denn seine ärgsten Verfolger, die Aachener Vincent Schaub und Beyhan Ametov sowie der Bonner Leon Augusto (alle drei Tore im Bitburger-Pokal) blieben im Endspiel ohne Torerfolg. „Die Auszeichnung macht mich stolz und freut mich sehr“, so Beckers, der sich mit seinen Teamgefährten vom SV Eilendorf auf Mannschaftstour befindet und daher im Sportpark Höhenberg von seinem Vater Ralf Beckers vertreten wurde. Beckers Junior hatte seine vier Tore allesamt in einem Match erzielt: beim 6:3-Erstrundenerfolg Anfang November gegen den A-Ligisten SV Roland Millich.

    TSV Alemannia Aachen: Johnen, Strujic, Scepanik (79. Marquet), Rumpf, Hanraths, Bapoh (23. Wilms), Schwermann, Heinz (90. Uzelac), Müller (59. Baum), Töpken, Winter (83. Heister).

    Bonner SC: Michel, Keita, Dogan (51. Goralski), Augusto (79. Braun), Koruk, Pommer, Berg, Okoroafor (77. Gonzalez), Strobl, Omerbasic, Wipperfürth.

    Tore: 0:1 Koruk (14.) 1:1 Heinz (FE/29.), 2:1 Töpken (43.), 2:2 Okoroafor (58.), 3:2 Wilms (65.), 4:2 Strujic (90.+2).

    Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Pommer (84., BSC, wiederholtes Foulspiel).

    Zuschauer: 7242. 

    Schiedsrichter: Ivan Mrkalj.

  • Rückblick 2023

    Rückblick 2023

    Drittligist Viktoria Köln hat das Endspiel im Bitburger-Pokal mit 2:0 (2:0) gegen den Regionalligisten 1. FC Düren gewonnen und damit das zweite Triple der Klubgeschichte perfekt gemacht. „Der Sieg fühlt sich megageil an. Erneut den Pott geholt zu haben, ist eine tolle Sache und freut mich für die Mannschaft nach einer langen Saison“, sagte Viktoria-Trainer Olaf Janßen nach dem dritten Sieg in Serie nach 2021 und 2022. Vergleichbares war dem Verein 2014, 2015 und 2016 schon einmal gelungen. Zudem machten die Höhenberger mit dem Sieg den Einzug in den DFB-Pokal perfekt.

    Perfekter Rahmen

    Das Endspiel im Bitburger-Pokal im Kölner Sportpark-Höhenberg hatte erneut im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure stattgefunden - mit einer mehrstündigen Übertragung der ARD als Live-Konferenz. „Kompliment an den deutschen Fußball. Wer diese Idee hatte, verdient meinen Respekt. Es ist einfach eine tolle Sache für den Amateurfußball“, erklärte Janßen.
    Dem konnte sich Christos Katzidis, Präsident des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM), nur anschließen.
    „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr“, erklärte Katzidis, der nicht vergaß, den vielen an der Organisation Beteiligten für ihr Engagement zu danken.

    Der Rahmen stimmte also zweifellos. Und die Protagonisten nutzten diese Bühne für ein spannendes Spiel. Zu Beginn gab es auf beiden Seiten einige gefällige Aktionen, die ganz großen Chancen fehlten jedoch. Nach einer knappen Viertelstunde wurde dann erstmals Düren gefährlich: Innenverteidiger Mario Weber verpasste nach einem Freistoß den Ball nur um wenige Zentimeter. Besser lief es für die Viktoria: Einen Eckball verlängerte Jamil Siebert mit dem Kopf auf André Becker, der goldrichtig stand und per Fallrückzieher zum 1:0 traf (17.). Dabei hatte er ein wenig Glück, dass der Ball noch vom Dürener Adis Omerbasic abgefälscht wurde.

     

    Marseiler erhöht auf 2:0

    Als sich Düren gerade daran machte, Druck aufzubauen, um eine Antwort zu geben, schlugen die Kölner erneut zu. Nur sechs Minuten nach dem Führungstreffer legte Luca Marseiler mit einem trockenen Flachschuss das 2:0 nach. Anschließend fehlten gute Möglichkeiten zunächst. Mike Wunderlichs Schuss ging knapp über das Dürener Tor (36.). Im Gegenzug fasste sich Dennis Brock ein Herz und zog aus der Distanz ab. Der Schuss des Düreners war jedoch leichte Beute für Ben Voll im Tor der Viktoria.
    So ging es mit einem 0:2-Rückstand für Düren in die Kabinen. Heraus kamen motivierte Dürener, die nach einem schnellen Gegenzug auch die erste Chance nach dem Wiederanpfiff hatten. Kevin Goden scheiterte jedoch an Voll (50.). Und auch sein Kopfball einige Minuten später fand nicht sein Ziel. „Wenn uns der Anschlusstreffer gelingt, wird es noch spannender“, meinte der Dürener Trainer Boris Schommers. Während Janßen sagte: „Sie haben uns das Leben nicht leicht gemacht.“

    Risse und Wunderlich nehmen Abschied

    Nach 63 Minuten nahm Janßen dann einen Dreifachwechsel vor. Kapitän Marcel Risse kam auf den Platz und damit zu seinem letzten Pflichtspiel in einer langen Profikarriere. Der Mittelfeldakteur beendet seine Laufbahn, ebenso wie sein Mitspieler Mike Wunderlich, der nach 71 Minuten seinen Arbeitstag und damit seine beeindruckende Karriere unter lautem Applaus abschloss.

    Verdiente Party

    In der Schlussphase bemühten sich die Dürener noch einmal energisch um den Anschlusstreffer. Doch die Viktoria-Defensive zeigte sich sattelfest und verteidigte den Vorsprung bis zum Abpfiff.
    Schommers erwies sich als fairer Verlierer. Er lobte seine Elf für einen Auftritt „auf Augenhöhe mit dem klassenhöheren Gegner“, sprach aber auch von einem letztlich verdienten Sieg der Viktoria.
    „Ihr habt euch eine schöne Party verdient“, so Schommers. Das galt für die Viktoria und ihre Fans. Aber das galt ebenso - wenn auch deutlich leiser- für das Gespann um Schiedsrichter David Koj, der mit Übersicht und Ruhe einen guten Job gemacht hatte.

    1.FC Düren: Bade - Brasnic (68. Bakhat), Geimer (68. Wipperfürth), Goden, Winke, Omerbasic (78. Simon), Weber, Clemens, Matuschyk, Brock, Kühnel (78. Schlößer).

    Viktoria Köln: Voll - Schultz, Wunderlich (71. Sontheimer), Becker (63. Hong), Philipp (63. Meißner), Greger, Siebert, Fritz, Koronkiewicz, Marseiler (63. Risse), May. Tore: 0:1 Becker (17.), 0:2 Marseiler (23.).

    Zuschauer: 3559.

  • Rückblick 2022

    Rückblick 2022

    Viktoria Köln gewinnt Bitburger-Pokal 2022

    Drittligist Viktoria Köln bezwingt im Finale des Bitburger-Pokals den Regionalligisten S.C. Fortuna Köln mit 2:0.

    Um 18.05 Uhr war es vollbracht: Drittligist Viktoria Köln hatte den Regionalligisten S.C. Fortuna Köln mit 2:0 (1:0) bezwungen und damit den Traum von Spielern, Verantwortlichen und Fans vom Titelgewinn im Bitburger-Pokal im Sportpark Höhenberg unter Dach und Fach gebracht. Für Viktoria-Coach Olaf Janßen wurde der Abpfiff zum Anpfiff. Er sprintete auf den Platz, um schließlich auf den Armen seines Torhüters Moritz Nicolas zu landen. Es war der Auftakt der Feierlichkeiten der Viktoria. Als FVM-Pokalspielleiter Markus Müller den Pokal wenige Minuten später überreichte, brandete nicht zum letzten Mal an diesem Abend Jubel auf.

    „Ich bin mega stolz auf das Team“, sagte Janßen. Angesichts vieler Ausfälle habe es nur eine Chance gegeben: „Jeder im Team musste es unbedingt wollen.“ Und genau das habe seine Elf gezeigt. Dieses Spiel sei das Sahnehäubchen auf einem guten Saisonabschluss. „Und es war Werbung für den Fußball in dieser Stadt“, fand der 55-Jährige.

    Kein Titel zum Abschied

    Fortuna-Coach Alexander Ende musste indes seinen Traum vom Titelgewinn zum Abschied aus der Kölner Südstadt begraben. „Ich hätte es dem Verein, den Fans, Spielern und mir von Herzen gewünscht., weil dieses Team so eine tolle Gemeinschaft ist“, erklärte der 42-Jährige, der den Klub mit Abschluss der Saison verlässt. Aber es habe leider den einen Moment, das Tor, das alles in Bewegung setzt, nicht gegeben.

    Tatsächlich zeigte die Fortuna gute Ansätze und hatte anfangs mehr vom Spiel. Die erste Chance hatte jedoch die Viktoria, als Jamil Siebert nach drei Minuten den Fortuna-Keeper André Weis zu einer Parade zwang. Kurz darauf versuchte es auf der anderen Seite Suheyel Najar aus spitzem Winkel. Najar, einer der besten Vorbereiter der Regionalliga West, musste dann jedoch bereits nach 20 Minuten verletzt vom Platz. Dem Offensivspiel der Fortuna war damit ein Aktivposten genommen. „Uns fehlte damit die Beschleunigung“, fand Ende.

    Youngster Jashari trifft

    Das Spiel wogte nun hin und her, ohne große Torchancen, dafür mit vielen Zweikämpfen und vollem Einsatz. Die nächste große Chance hatte die Viktoria: Youngster Elvin Jashari kam an der Strafraumgrenze an den Ball, drehte sich einmal um die eigene Achse und schoss präzise ins rechte Eck (28.). Viktoria führte mit 1:0 und die Spieler des Klubs aus der Kölner Südstadt mussten sich kräftig schütteln. Ihr Rhythmus war weg und der Drittligist obenauf. Beinahe hätte Daniel Buballa auch noch das 2:0 erzielt. Sein Kopfball nach 35 Minuten landete aber am Pfosten. Kurz darauf verhinderte Fortuna-Torhüter Weis einen Treffer, als er den abgefälschten Schuss von Simon Handle stark über die Latte lenkte. Sekunden vor Ende der ersten Hälfte ging der Abschluss des eingewechselten Mike Owusus deutlich drüber und damit ging es mit einem 0:1-Rückstand der Fortuna in die Kabine.

    Amyn erhöht auf 2:0

    Viktoria stand anschließend tief und überließ der Fortuna die Kontrolle. Leon Demaj verpasste den Ausgleich nur knapp, aber insgesamt fehlten den couragierten Regionalligisten trotz Dominanz die großen Chancen. Bei einem der seltenen Vorstöße der Viktoria wurde es dann auf einmal richtig gefährlich: Florian Heister fand mit seiner scharfen Hereingabe den eingewechselten Youssef Amyn, der mit einem platzierten Kopfball zum 2:0 traf (58.).

    Comeback-Qualitäten gefragt

    Von Endes Elf waren nun Comeback-Qualitäten gefragt. Der Trainer reagierte, brachte mit dem 2,01 Meter großen Jannik Löhden einen etatmäßigen Innenverteidiger als Zielspieler für lange Bälle in die Spitze. Was jedoch fehlte waren präzise Flanken. Die Hintermannschaft der Höhenberger agierte allerdings auch äußerst konzentriert und leitete zumindest gelegentlich auch Gegenstöße ein. Am Ende eines dieser Konter hatte Federico Palacios Pech, als sein Schuss am Pfosten landete.

    Müller lobt friedliche Stimmung

    Allmählich lief der Fortuna die Zeit davon. Kurz vor Schluss gab es dann nochmals zwei gute Chancen auf das 1:2: erst schoss Leon Deamj knapp vorbei, dann traf Sascha Marquet nach Kopfballablage von Löhden nur den Pfosten. Wenige Minuten danach war es vorbei. Und der Traum der Viktoria vom Titelgewinn im eigenen Stadion Wirklichkeit geworden.

    Zufrieden war derweil FVM-Pokalspielleiter Müller. Er lobte die ausgelassene, friedliche Stimmung im Stadion. „Es war der perfekte Rahmen und letztlich das erhoffte Fußballfest.“

    S.C. Fortuna Köln: Weis - Dieckmann, Lanius, Rumpf (59. Hölscher), Marquet, Batarilo, Demaj, Kegel (59. Poggenberg), Försterling (74. Dej), Najar (20. Owusu, 67. Löhden), Fünger.

    Viktoria Köln: Nicolas, Lorch, Buballa, Sontheimer (59. Hemcke), Handle (46. Amyn, 71. de Meester), Palacios, Greger, Heister (59. May), Siebert, Fritz, Jashari (74. Rossmann).

    Tore: 0:1 Jashari (28.), 0:2 Amyn (58.).

    Zuschauer: 5.767.

  • Rückblick 2021

    Rückblick 2021

    Viktoria holt sich den Cup

    Im Finale des Bitburger-Pokals setzt sich Drittligist Viktoria Köln im Bonner Sportpark Nord mit 2:0 (2:0) gegen den Regionalligisten Alemannia Aachen durch.

    Es war 15.15 Uhr, als Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich den silbernen Pokal unter dem Jubel seiner Mitspieler in den blauen Himmel über dem Bonner Sportpark Nord streckte. Sein Team, Drittligist Viktoria Köln, hatte im Finale des Bitburger-Pokals den Regionalligisten Alemannia Aachen mit 2:0 (2:0) bezwungen und damit den siebten Sieg im Wettbewerb auf Mittelrheinebene und den Einzug in den DFB-Pokal perfekt gemacht. „Es war ein rundum verdienter Sieg“, fand der Kölner Coach Olaf Janßen. Und auch sein Pendant auf der Aachener Bank, Dietmar Bozek, wollte dieser Einschätzung nicht widersprechen. „Das Ergebnis geht letztlich in Ordnung“, so Bozek, der die Alemannia noch bis Saisonende zusammen mit Kristoffer Andersen trainiert.

    Nervöser Beginn

    Der Beginn der Partie war von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Vieles blieb Stückwerk, die meisten Ideen versandten in Fehlpässen und Ungenauigkeiten. Da machte selbst der technisch versierte Viktoria-Spielmacher Wunderlich keine Ausnahme. Sein Freistoß ging nach neun Minuten aus aussichtsreicher Position weit über das Aachener Tor.

    Die Neuauflage des Finals von 2018 - damals hatte sich die Viktoria nach Verlängerung mit 2:0 durchgesetzt - blieb dennoch nicht lange torlos. Nach 14 Minuten griffen die Rädchen in der Viktoria-Offensive nämlich perfekt ineinander. Wunderlich fand mit seinem Anspiel den im Strafraum wartenden Albert Bunjaku, der den Ball zurück auf den herangeeilten Jeremias Lorch legte. Letzterer sorgte mit einem strammen Schuss für die Kölner Führung.

    Aachen ringt um Antwort

    Aachen rang nun um eine Antwort. Zwingend wurden diese Bemühungen aber nicht. Hamdi Dahmanis Schuss, der geblockt wurde, blieb ein arg überschaubares Resultat (18.). Die Kölner agierten hingegen nun sicherer und selbstbewusster. Es gelang ihnen, über längere Strecken den Ball in den eigenen Reihen zu halten. So kam das 2:0 nicht ganz überraschend. Dieses Mal setzte Kevin Holzweiler seinen Mitspieler Wunderlich in Szene. Der Viktoria-Kapitän zog in den Sechzehner, schlug zwei Haken und vollendete die Aktion mit einem trockenen Schuss ins Eck (36.). Weil Simon Handles verunglückte Hereingabe auf der Latte des Alemannia-Tores landete und auf der anderen Seite Mergim Fejzullahu seinen Freistoß knapp neben das Tor setzte, ging es mit dem 2:0 in die Halbzeit.

    Aachen unter Zugzwang

    „In der ersten Halbzeit war es einfach zu wenig von uns“, fand der Aachener Kapitän Alexander Heinze. Seine Elf war nun gefordert. Und immerhin Willen und Einsatz waren in der Folge vorhanden. Stipe Batarilo-Cerdic hätte nach 51 Minuten beinahe verkürzt, doch sein Schuss ging über das Kölner Tor. Zwar versuchte Aachen es nun mit mehr Tempo, doch ins Schwimmen geriet die konzentriert agierende Viktoria-Defensive selten.

    Wallenborn verschießt Elfmeter

    Batarilo-Cerdic versuchte es noch einmal aus der Distanz. Mehr als ein Raunen auf der Tribüne brachte sein Schuss, der knapp über das Kölner Tor ging, aber auch nicht ein (74.).

    Einen Moment der Hoffnung gab es aber noch für die Aachener: Nach 86 Minuten holte der eingewechselte Luca Stellwagen den ebenfalls frisch in die Partie gekommenen Florian Rüter von den Beinen. Es gab Elfmeter für die Alemannia. Doch Andre Wallenborns Strafstoß war leichte Beute für Viktoria-Torhüter Sebastian Mielitz. „Schade, dass der Ball nicht drin war. Die Partie hätte sonst nochmal kippen können“, so der Aachener Akteur Matti Cebulla. So ging schließlich Köln als Sieger vom Platz.

    FVM-Präsident Bernd Neuendorf war nach dem Abpfiff sichtlich stolz auf die vielen Helfer in den Reihen des FVM, die den reibungslosen Ablauf ermöglicht hatten. „Der organisatorische Rahmen hat gestimmt und ich bin froh, dass wir trotz der Pandemie auf sportlichem Wege einen Sieger ermitteln konnten“, sagte Neuendorf.

    Langer Abend für die Viktoria

    Derweil kündigte Viktoria-Trainer Janßen einen langen Abend an:
    „Wir werden jetzt ins Teamhotel zurückfahren und feiern.“ Dass er sein nach dem Abpfiff übergestreiftes „Pokalsieger-T-Shirt“ trocken durch den Abend bringen würde, bezweifelte er. „Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn ich noch geduscht werde.“

     

    Die Statistik:

    Viktoria Köln: Mielitz, Lorch, Handle, Wunderlich, Klefisch, Holzweiler (58. Cueto), Fritz, Schultz, Risse, May (83. Stellwagen), Bunjaku (89. Kyere).
    Trainer: Olaf Janßen.

    Alemannia Aachen: Mroß, Wallenborn, Heinze, Baum, Batarilo-Cerdic (84. Rüter), Fejzullahu, Müller (80. Groothusen), Zahnen (68. Cebulla), Aydogan (46. Falaye), Uchino, Dahmani.
    Trainer: Dietmar Bozek, Kristoffer Andersen.

    Tore: 1:0 Lorch (14.), 2:0 Wunderlich (36.).

    Bes. Vorkommnisse: Mielitz (Viktoria) hält Strafstoß von Wallenborn (88.).

  • Rückblick 2020

    Rückblick 2020

    1. FC Düren siegt im Bitburger-Pokalfinale

    Als der Schlusspfiff ertönte, setzte Giuseppe Brunetto zu einem beeindruckenden Sprint an. Der Coach des Mittelrheinligisten 1. FC Düren stürmte auf das Feld, um seinen Spielern in die Arme zu fallen. Sie hatten es geschafft, sie hatten den Regionalligisten Alemannia Aachen im Endspiel des Bitburger-Pokals mit 1:0 (1:0) bezwungen. „Das ist eine Riesensache. Und der Erfolg war unter dem Strich verdient“, sagte Brunetto.

    Die Siegerliste des Wettbewerbs ziert damit ein neuer Name: 1. FC Düren. Ein Verein, in dem 2018 die Fußballabteilungen des FC Düren-Niederau und der SG GFC Düren 99 zusammenfanden, um ihre Kräfte zu bündeln. Im Vorjahr scheiterte der Klub noch im Halbfinale. 0:2 hieß es damals ausgerechnet gegen Alemannia Aachen. Nun aber war Düren der Gewinner. Und die Gewissheit, dass es in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals im September gegen den Double-Gewinner FC Bayern München geht, macht diesen Gewinn zum Hauptgewinn.

    Darauf hatte auch Aachen gehofft. Für die Alemannia sollte der achte Cuperfolg auf Mittelrheinebene ebenfalls die Tür zum großen Match aufstoßen. Doch dafür reichte die Leistung nicht. „Es war am Ende zu wenig, um ein Finale zu gewinnen“, fand Aachens Coach Stefan Vollmerhausen.

    In seinem zweiten Pflichtspiel veränderte der Nachfolger von Fuat Kilic seine Elf im Vergleich zum 2:1-Halbfinalerfolg sechs Tage zuvor beim Mittelrheinligisten FC Pesch lediglich auf einer Position. Robin Garnier ersetzte Oluwabori Falaye. Sein Pendant auf Dürener Seite setzte in der Startelf auf mehrere regionalligaerfahrene Zugänge, darunter auch Last-Minute-Verpflichtung Adis Omerbasic (Bonner SC).
    Etwas zielstrebiger begannen die Aachener. Kai Bösing, Doppeltorschütze in Pesch, gab in der siebten Minute einen ersten Warnschuss ab, den der vom Chemnitzer FC gekommene Joshua Mroß im Dürener Tor jedoch parierte. Nach 19 Minuten wurde es dann aber auf der anderen Seite gefährlich. Gjorgji Antoski setzte Wipperfürth mit einem schönen Zuspiel auf der linken Seite in Szene. Letzterer passte flach vor das Aachener Tor und fand in Omerbasic einen dankbaren Abnehmer, der zum 1:0 vollendete. Die Aachener Elf geriet nun ein wenig ins Wanken. Ein Distanzschuss von Garnier, der sein Ziel deutlich verfehlte, blieb zunächst die einzige Antwort. Kurz darauf bekam sein Mitspieler Kai Bösing keinen Druck in seinen Kopfball aus elf Metern Tordistanz.

    Vollmerhausen reagierte, brachte den offensiveren Falaye für Steven Rakk. Garnier rückte zudem in die Abwehr und kümmerte sich fortan um den agilen Wipperfürth. Die Dürener Vorstöße wurden aber ohnehin seltener. Der 1. FC konzentrierte sich nun verstärkt auf die Defensivarbeit. Einzig Omerbasic versuchte es noch einmal aus der Distanz, verzog aber knapp (39.). So blieb es beim 1:0 zur Pause.
    Nach dem Wiederanpfiff boten die Teams ein zerfahrenes Duell. Der Aachener Florian Rüter behauptete nach 53 Minuten im Strafraum den Ball, um dann doch zu verziehen und auch die Dürener Angriffsbemühungen blieben ohne durchschlagenden Erfolg. Nach 64 Minuten gab es dann noch einmal eine schöne Einzelaktion eines Aacheners: Kai Bösing fasste sich ein Herz, schoss aber aus 18 Metern Distanz knapp vorbei. Noch knapper wurde es fünf Minuten später: Dieses Mal flankte Falaye auf den eingewechselten Nils Blumberg, doch Kevin Jackmuth im Dürener Tor reagierte glänzend.

    Damit war die stärkste Phase der Alemannia schon wieder Geschichte. Selbst in den Schlussminuten blieb ein wirkliches Aufbäumen aus. Daniel Bleja hätte sogar das 2:0 machen können. Sein Abschluss aus kurzer Entfernung war jedoch zu harmlos (90.). Vier Minuten später konnte ihm das egal sein. Denn mit dem Abpfiff stand seine Elf als Bitburger-Pokal-Sieger fest.

    FVM-Präsident Bernd Neuendorf gratulierte Düren zu einem seines Erachtens letztlich verdienten Erfolg. Er dankte aber auch all jenen, die trotz des herausfordernden Umgangs mit der Corona-Pandemie erneut die Bühne für ein großes Spiel bereitet hatten. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FVM und der Stadt Bonn sowie die beteiligten Vereine haben das klasse gemacht“, erklärte Neuendorf.

     

    Die Statistik:

    1. FC Düren – Alemannia Aachen 1:0 (1:0).

    1. FC Düren: Jackmuth, Steiger, Weber, Wipperfürth (60. Mabanza), Becker, Pütz, Brasnic (70. Taher), Lo Iacono (70. Bleja), Omerbasic, Antoski (90. Bors), Störmann. Trainer: Giuseppe Brunetto.

    Alemannia Aachen: Mroß, Rakk (33. Falaye), Hackenberg, Heinze, Uchino, Müller, Bösing (64. Blumberg), Garnier (82. Fiedler), Batarilo, Rüter, Boesen. Trainer: Stefan Vollmerhausen.

    Tor: 1:0 Omerbasic (19.). Zuschauer: 300.

     


Die Pokalsieger seit 1995

  • Übersicht

    Übersicht

    2024/25 FC Viktoria Köln
    2023/24 TSV Alemannia Aachen
    2022/23 FC Viktoria Köln
    2021/22 FC Viktoria Köln
    2020/21 FC Viktoria Köln
    2019/20 1. FC Düren
    2018/19 Alemannia Aachen
    2017/18 FC Viktoria Köln
    2016/17 Bonner SC
    2015/16 FC Viktoria Köln
    2014/15 FC Viktoria Köln
    2013/14 FC Viktoria Köln
    2012/13 SC Fortuna Köln
    2011/12 FC Hennef 05
    2010/11 TSV Germania Windeck
    2009/10 TSV Germania Windeck
    2008/09 FC Germania Dattenfeld
    2007/08 FC Wegberg-Beeck
    2006/07 TSV Bayer 04 Leverkusen II
    2005/06 TSV Alemannia Aachen II
    2004/05 1. FC Köln II
    2003/04 1. FC Köln II
    2002/03 TSV Bayer 04 Leverkusen II
    2001/02 TSV Alemannia Aachen II
    2000/01 FC Blau-Weiß Brühl
    1999/00 TSV Bayer 04 Leverkusen II
    1998/99 TSV Alemannia Aachen II
    1997/98 TSV Bayer 04 Leverkusen II
    1996/97 TSV Alemannia Aachen II
    1995/96 TSV Bayer 04 Leverkusen II
    1994/95 1. FC Köln II

Haupt- und Titelsponsor Bitburger

  • Informationen

    Informationen

    Seit 2011 wird der FVM-Pokalwettbewerb der Herren - inklusive aller neun FVM-Kreise - als Bitburger-Pokal bzw. Bitburger-Kreispokal ausgetragen.

    „Der FVM ist ein wichtiger Kooperationspartner im für uns so wichtigen Feld des Fußball-Breitensports“, so Marco Boor, Sponsoring-Direktor von Bitburger. „Wir freuen uns sehr, auch den Amateurfußball entsprechend unterstützen und begleiten zu können. Die Region gehört seit über 100 Jahren zu unserem engsten Heimatgebiet, Bitburger hat hier viele Freunde. Die Partnerschaft mit dem FVM ist daher eine ideale Ergänzung unseres regionalen Fußball-Engagements.“
     

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