Qualifizierung: Lizenzen, Zertifikate und Weiterbildungen

Unsere Antworten auf die wichtigsten Fragen

Die Trainerausbildung im Fußball-Verband Mittelrhein erhält ein neues Gerüst. Zu Grunde liegt ein Beschluss des DFB-Präsidiums, der die Schaffung einer neuen Entwicklungstreppe und eines einheitlichen Bildungsverständnisses in der Qualifizierungsarbeit vorsieht. Im Mittelpunkt steht dabei die Ambition, die vielen engagierten Frauen, Männer und Jugendlichen noch praxisnäher zu schulen, um sie gezielt auf ihre jeweiligen Aufgaben und Anforderungen in der Trainingsarbeit vorzubereiten.

Was ist neu, was bleibt? Wir beantworten Fragen zur reformierten Trainer*innenausbildung. Die Neuerungen werden ab dem 1. Januar 2023 in den Landesverbänden implementiert.

Übergangsphase: Was ist zu beachten?


Neue Ausbildungsstruktur: Was hat sich verändert und warum?

  • Was hat sich verändert und warum?

    Was hat sich verändert und warum?

    Worin liegt der Unterschied zwischen dem System der Entwicklungspyramide im Vergleich zur neuen Entwicklungstreppe?

    Die Entwicklungstreppe bietet durchgehende altersspezifische Profile für Jugend- und Erwachsenentrainer*innen sowie spezielle Angebote für Kindertrainer*innen. Erfahrung als Trainer*in erhält eine hohe Gewichtung zwischen den Ausbildungsstufen und in Anwendungsphasen während der Ausbildungslehrgänge. Alle Vorteile gibt es hier. Im Sinne der Orientierung der Lehrgänge an den Anforderungssituationen im Alltag der Trainer*innen ist es nicht mehr das Ziel, schnellstmöglich zur nächsthöheren Lizenz zu springen. Trainer*innen können vielmehr auf allen Ebenen durch zielgruppenspezifische Aus- und Weiterbildungsangebote Kompetenzen für ihr Tätigkeitsfeld erwerben, die sie direkt in ihrem Verein anwenden können. Lebenslanges Lernen mit interessenbasierten Weiterbildungsmöglichkeiten steht nun im Mittelpunkt!

     

    Warum wird zwischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenausbildung getrennt?

    Die Anforderungssituationen von Kinder-, Jugend- und Erwachsenentrainer*innen sind teilweise sehr unterschiedlich. Schon ein Blick auf die verschiedenen Wettkampfformate im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenfußball verdeutlicht dies. Um diesen Unterschieden gerecht zu werden und auf alle Trainer*innen individuell eingehen zu können, werden getrennte Profile für den Kinder-, Jugend- und Erwachsenenfußball angeboten.

     

    Warum war diese umfangreiche Reform notwendig?

    Hier im Video – Minute 00:40 bis 01:40

    Das Ausbildungsangebot folgt nunmehr einem inhaltlichen und methodisch-didaktischen roten Faden, der sich durch sämtliche Ausbildungsstufen auf Ebene der Landesverbände und des DFB zieht. Darüber hinaus wurden im Sinne der Ausrichtung der Lehrgänge an den Anforderungssituationen der Trainer*innen in ihrem Vereinsalltag auch umfassende inhaltliche Anpassungen und Weiterentwicklungen vorgenommen. Des Weiteren gibt es von der UEFA mittlerweile deutlich strengere Auflagen, die mit der Reform erfüllt werden.

     

    Was erhofft man sich von der Umstrukturierung der Trainer*innenausbildung?

    Zielgruppenspezifischere Angebote sollen für höhere Qualität der Trainer*innen sorgen. Die Trainer*innen sollen gemäß dem Alters- und Leistungsniveau ihrer Mannschaft die passenden Kompetenzen erwerben. Nur im regelmäßigen Spiel- und Trainingsbetrieb können die Trainer*innen die Lehrinhalte anwenden und somit Kompetenzen aufbauen. Inhalte, Methoden und Formate der Ausbildung wurden konsequent nach diesen Zielen ausgerichtet. Die Verbesserung der Trainingsqualität zahlt direkt auf zwei zentrale Ziele im deutschen Fußball ein: die Bindung von Spieler*innen im Breitensport und sportliche Erfolge im Spitzenbereich.

     

    Warum dauern die neuen Lehrgänge länger?

    Die Entwicklung als Trainer*in benötigt Zeit. Anwendungsphasen zwischen Präsenzphasen ermöglichen, die neu erworbenen Kompetenzen im eigenen Verein in der Praxis auszuprobieren und den eigenen Entwicklungsprozess ausführlich zu reflektieren. Auf diese Anwendungsphasen bekommen die Teilnehmenden Feedback der Ausbilder*innen, das sie noch während des weiteren Ausbildungsverlaufs zur persönlichen Entwicklung nutzen können. Eine längere Ausbildungszeit ermöglicht mehr Anwendungsphasen, mehr Selbstreflexion und mehr Feedback und somit einen größeren Lernerfolg der Teilnehmenden.

     

    Warum reduziert sich der Preis der Lehrgänge nicht, obwohl es weniger Präsenztage gibt?

    Alle Teilnehmenden werden nun intensiver durch regelmäßiges, individuelles Feedback der Ausbilder*innen begleitet. Daraus erstehen Mehrkosten, die die Einsparungen durch weniger Präsenztage ausgleichen. Anders gesagt: Die Qualität wurde erhöht bei gleichbleibendem oder ähnlichem Preis.

     

  • Neues Selbst- und Lernverständnis: Kompetenzorientierung

    Neues Selbst- und Lernverständnis: Kompetenzorientierung

    Was ist kompetenzorientierte Lehre?

    Unter Kompetenz versteht man die Verbindung von Wissen und Können zur Bewältigung von Anforderungssituationen. Die Verknüpfung von Wissenserwerb, Nutzung bzw. Anwendung des Wissens und Reflexion der Anwendung ist einer der zentralen Grundsätze kompetenzorientierter Lehre. Alle Inhalte orientieren sich dabei zudem an den Anforderungssituationen aus dem sportlichen Alltag der Teilnehmenden.

     

    Was zeichnet kompetenzorientierte Lernaufgaben aus?

    Lernaufgaben sind Kern jeder Lernsituation. Im Sinne der Kompetenzorientierung sollen diese den Lernenden zur eigenständigen Auseinandersetzung mit konkreten Anforderungssituationen (z. B. durch Ausprobieren, Experimentieren, Diskutieren) anregen. Zur Lösung dieser Anforderungssituation soll dabei vorher erworbenes "neues" Wissen angewendet werden.

     

    Was versteht man unter der neuen Rolle des*der Ausbilder*in als "Lernbegleiter*in"?

    Im Sinne des Konstruktivismus‘ ist Lernen aktive Wissenskonstruktion durch den Lernenden. Wissen ist an sich also nicht vermittelbar, sondern kann nur individuell selbst konstruiert werden. Als Lernbegleiter*innen ist es die zentrale Aufgabe der Ausbilder*innen, Lernprozesse durch passende Aufgabenstellungen anzuregen und anschließend durch gezieltes Nachfragen, strukturierte Beratung und Anregung zur Selbstreflexion zu unterstützen.

     

    Was sind die didaktischen Besonderheiten der Ausbildungslehrgänge?

    Hier im Video – Minute 04:53 bis 07:20

    Realitätsnahes und kompetenzorientiertes Lernen. Das bedeutet, dass die Trainer*innen Themenbereiche aus der Lehrgangsphase mit ihrer Mannschaft im Heimatverein anwenden und ihr eigenes Handeln reflektieren.

     

    Was ist der kompetenzorientierte Vierklang?

    Hier im Video – Minute 11:24 bis 12:45

    Zunächst sollen alle Teilnehmer*innen ihr eigenes Vorwissen (1) (re)aktivieren und einbringen, um daran im Lehrgang anknüpfen zu können. So kann der Lehrinhalt (2) besser an die bestehende Wissensbasis angepasst und die Lernenden individualisiert beim Lernprozess begleitet werden. Das Erlernte in den Anwendungsphasen (3) zu verarbeiten, ist entscheidend für kompetente Trainer*innen. Ob die Umsetzung erfolgreich war, soll über Selbstreflexion und Feedback (4) ermittelt werden.

     

    Welche Bedeutung hat die Aktivierung des Vorwissens?

    Durch die Aktivierung des Vorwissens werden alle Teilnehmenden bei ihrem Wissensstand abgeholt und so eine individuelle Lernbegleitung ermöglicht. Zudem profitieren die Teilnehmenden durch den Austausch von Wissen und können so voneinander lernen.

     

    Welche Bedeutung hat die Anwendung erworbenen Wissens?

    Unter Kompetenz versteht man die Verbindung von Wissen und Können zur Bewältigung von Anforderungssituationen. Deswegen wird in den Ausbildungen zuerst Wissen erworben und anschließend durch die praktische Anwendung genutzt. Erst die Verknüpfung von Wissenserwerb und Anwendung macht Trainer*innen kompetent.

     

    Welche Bedeutung hat die Reflexion der Anwendung?

    Sinn der Reflexion bzw. der Auswertung der Anwendung ist es, das eigene Handeln auf Basis des erworbenen Wissens kritisch zu hinterfragen und Schlussfolgerungen für das zukünftige Handeln zu ziehen. Die Reflexion der Anwendung (und zusätzliches Feedback durch den*die Ausbilder*in) regt zu weiteren Lernprozessen an und ist somit ein wichtiger Baustein lebenslangen Lernens.

     

  • Neues Selbst- und Lernverständnis: Blended-Learning

    Neues Selbst- und Lernverständnis: Blended-Learning

    Was ist Blended Learning?

    Hier im Video – Minute 10:12 bis 11:11

    Blended Learning bedeutet "gemischtes Lernen", dabei ist die Mischung aus Präsenzphasen am Lehrgangsort, Online-Phasen und Anwendungsphasen im Heimatverein gemeint.

     

    Was bedeutet Präsenzphase?

    Präsenzphasen beschreiben die Ausbildungszeiten in der Sportschule oder anderen Schulungsorten, bei denen Ausbilder*innen und Teilnehmende zur gleichen Zeit an einem bestimmten Ort zusammentreffen.

     

    Was bedeutet Onlinephase?

    In der Onlinephase bearbeiten die Teilnehmenden Lernaufgaben selbstständig und asynchron. Die Vorteile der Onlinephasen ist die örtliche und zeitliche Flexibilität. Lernplattformen wie der edubreak Campus ermöglichen aber auch in den Onlinephasen Interaktion der Teilnehmenden und Feedback durch die Ausbilder*innen.

     

    Was bedeutet Anwendungsphase?

    In der Anwendungsphase wenden die Teilnehmenden ihre zuvor erworbenen Kompetenzen in ihrem Vereinsalltag an. Dabei filmen sie sich, um sich anschließend selbst reflektieren und Feedback zu ihrem Trainer*innenverhalten erhalten zu können. Dieses realitätsnahe Lernen mit der eigenen Mannschaft ist zentraler Bestandteil aller Ausbildungslehrgänge.

     

    Sollen die Anwendungsphasen nur digital durchgeführt/begleitet werden?

    Die Videos der Anwendungsaufgaben werden auf der Lernplattform hochgeladen, um Feedback von anderen Teilnehmer*innen und den Ausbilder*innen zu bekommen. So sind Online-, Präsenz- und Anwendungsphasen direkt verknüpft.

     

    Was sind Vorteile von Blended Learning?

    Vorteile von Blended Learning sind unter anderem zeitliche und räumliche Flexibilität, effektive Vor- und Nachbereitung von Präsenzphasen, die direkte Anwendung des Gelernten im eigenen Vereinsumfeld sowie videobasiertes Lernen in der Gruppe.

     

    Welche technischen Voraussetzungen benötige ich, um an einem Blended-Learning-Kurs teilzunehmen?

    Die edubreak-Plattform kann über jeden Browser (PC, Tablet, Smartphone) mit einer ausreichend schnellen Internetverbindung erreicht werden. Voraussetzung zum erfolgreichen Login sind die eigenen, persönlichen Nutzerdaten (Nutzername, Passwort).

     

    Was ist realitätsnahes Lernen?

    Realitätsnahes Lernen bedeutet, dass die Trainer*innen Themenbereiche aus der Lehrgangsphase mit ihrer Mannschaft im Heimatverein anwenden und ihr eigenes Handeln reflektieren.

     

    Was ist Social-Video-Learning, und worin liegen die Stärken?

    Hier im Video – Minute 08:08 bis 08:50

    Die Außenwahrnehmung, sich selbst filmen zu lassen bzw. anschließend in einem Video zu sehen, erschließt neue Blickwinkel und trägt enorm zu einer objektiveren Selbsteinschätzung bei. Der zweite Schub, um sich weiterzuentwickeln, erfolgt über das Selbst- und Fremdfeedback durch punktegenaue Videokommentare.

     

    Wie kann der edubreak-Campus die Trainer*innenausbildung unterstützen?

    Hier im Video – Minute 09:16 bis 10:03

    Online findet die ganze Zeit statt, sowohl in der Trainingszeit zuhause als auch während der Präsenzphase in den Sportschulen oder anderen Schulungsorten. Überall wird mit Aufnahmen gearbeitet, durch die ein Diskurs entsteht, der immer wieder aufgegriffen werden kann.

     

  • Neues Selbst- und Lernverständnis: Leistungsnachweise

    Neues Selbst- und Lernverständnis: Leistungsnachweise

    Was sind Leistungsnachweise?

    Hier im Video – Minute 13:16 bis 15:57

    Die Trainer*innen-Entwicklung soll zukünftig im Mittelpunkt stehen. Es werden bereits kleine Zwischenleistungen während des Lehrgangs erbracht. Die methodische Neuerung: die Teilnehmer*innen erhalten Feedback der Ausbildenden, das sie noch während des weiteren Ausbildungsverlaufs zur persönlichen Entwicklung nutzen können. Abschließend kommt es nochmal zum Austausch mit den Ausbilder*innen, um weitere Punkte zur Verbesserung der eigenen Trainer*innenfähigkeit herauszukristallisieren.

     

    Gibt es noch Noten?

    Nein. In Zukunft soll die Entwicklung der Trainer*innen im Mittelpunkt der Ausbildung stehen. Noten werden dabei durch regelmäßiges Feedback durch die Ausbilder*innen ersetzt.

     


FAQs für Trainer*innen

  • Auf einen Blick: Das Ausbildungssystem für Trainer*innen

    Auf einen Blick: Das Ausbildungssystem für Trainer*innen

    Grundlagen schaffen: Das Einmaleins des Fußballs

    Die künftige Struktur umfasst dabei weiterhin einen niederschwelligen Einstieg in den Trainerjob, aber eben auch eine frühzeitige Orientierung. Der Weg zum qualifizierten Coach kann mit dem 20 Lerneinheiten umfassenden Kindertrainer Zertifikat beginnen. Weitere Einstiegsmöglichkeiten sind die Ausbildung zum DFB-Basis-Coach oder – sofern der Fokus dem Bereich Schule gilt – zum DFB-Junior-Coach mit 40 Lerneinheiten. Die Ausbildung zum DFB-Basis-Coach ist neu und ersetzt die zum Teamleiter. Dabei wurde der Aufwand für die Teilnehmenden von 70 auf 40 Lerneinheiten reduziert. Im Rahmen eines dann möglichen Erwerbs der C-Lizenz werden die absolvierten Lerneinheiten berücksichtigt. Hinzu kommen weitere 80. Diese finden dann abhängig von den Zielen der Teilnehmer*innen in einem von drei Profilen statt. Dies sind die Bereiche Kinder, Jugend und Erwachsene. Wer den Weg zur C-Lizenz im Profil Kinder mit dem absolvierten Kindertrainer*in Zertifikat angeht, kann sich 20 Lerneinheiten anrechnen lassen. Diese Lehrgänge finden zumeist in den neun Fußballkreisen des FVM statt.
     

    B-Lizenz: Die Basis für leistungsorientierten Fußball

    Für ambitionierte Trainer*innen, die bereits auf Verbandsebene spielende Mannschaften betreuen, ist die nächste Stufe der Entwicklungstreppe der Erwerb der B-Lizenz. Die B Lizenzausbildung hat einen Umfang von insgesamt 120 Lerneinheiten. Sie gliedert sich in die Module Leistung I (60 LE) und Leistung II (60 LE), die jeweils aus zwei Teilen bestehen. Im Modul Leistung II kann zwischen dem Profil Jugend und dem Profil Erwachsene gewählt werden.

    Voraussetzung für die Teilnahme an den von den Verbandssportlehrer*innen geleiteten Kursen in Hennef ist die C-Lizenz. Anders als bislang gibt es also keinen Einstieg mehr ohne die vorangegangene Qualifizierung. Das Mindestalter für die Ausbildung beträgt 17 Jahre, die Lizenzerteilung erfolgt frühestens mit dem 18. Lebensjahr. Weiterhin müssen die Teilnehmenden sechs Monate als Trainer*in im Erwachsenen- oder Jugendbereich (U12 oder höher) tätig gewesen sein und auf Mannschaften zurückgreifen können, damit die Anwendung des Erlernten, im Profil Jugend oder Erwachsene erworbenen Know-hows gewährleistet ist.

    Letzteres gilt als Schlüssel für eine äußerst praxisnahe Ausbildung. „Der Erwerb der Trainer-B-Lizenz fußt auf einem Vierklang von Idealen. Es gilt, das Vorwissen der Teilnehmer*innen zu aktivieren, ihren Wissenserwerb mit bestehenden Referenzen zu verknüpfen, das neue Wissen anzuwenden und schließlich die Umsetzung zu reflektieren“, bringt es Sandra Fritz auf den Punkt. Die direkte Anwendung auf dem Trainingsplatz ist also genauso von fundamentaler Bedeutung wie das beständige Zusammenspiel mit den Ausbildenden. So wird der Grundsatz der kompetenzorientierten Lehre mit Leben gefüllt. Die Ausbildung orientiert sich dabei an den Anforderungen des sportlichen Alltags der Teilnehmenden.
     

    Fort- und Weiterbildungen als Zertifikate und für die Lizenzverlängerung

    Neben Ausbildungen bietet der Fußball-Verband Mittelrhein auch Fort- und Weiterbildungen an. Während Fortbildungen als anerkannte Maßnahmen zur Verlängerung der jeweiligen Lizenzstufe gelten, können Weiterbildungen ohne Lizenz besucht werden und schließen mit dem Erwerb eines Zertifikates ab.

     

Allgemeine Fragen

  • Wie starte ich meine Karriere als Trainer*in?

    Wie starte ich meine Karriere als Trainer*in?

    Einen Einstieg in das Lizenzsystem des DFB für Trainer*innen können Sie je nach Ihrer persönlichen Ausrichtung (Breiten- oder Leistungsfußballorientierung) mit der C-Lizenz oder der B-Lizenz beginnen.

    Die C-Lizenzausbildung für Trainer*innen findet in unseren neun Fußballkreisen statt. Bitte wenden Sie sich hierfür an den/die Ausbildungskoordinator*in Ihres Fußballkreises. Über diesen Weg erhalten Sie Informationen zu den Terminen und den Kosten. Weitere Informationen zu den Ausbildungsinhalten und Voraussetzungen zur C-Lizenzausbildung finden Sie hier.

    Die B-Lizenzausbildung für Trainer*innen findet in der Regel in der Sportschule Hennef statt. Informationen zu den Ausbildungsinhalten und Voraussetzungen zur B-Lizenzausbildung finden Sie hier. Die Termine sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im FVM-Veranstaltungskalender. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an die Ansprechpersonen im FVM.

     

  • Welche Erwartungen/Voraussetzungen muss ich als Teilnehmender mitbringen?

    Welche Erwartungen/Voraussetzungen muss ich als Teilnehmender mitbringen?

    Motivation zum Lernen, Offenheit für Neues und andere Meinungen, Kritikfähigkeit und Selbstreflexion ermöglichen maximalen Lernerfolg. Darüber hinaus gelten spezielle Zulassungsvoraussetzungen für alle Ausbildungslehrgänge (z. B. Mindestalter, Vereinsmitgliedschaft).

  • Wo kann ich mich für die Ausbildung und Fortbildung anmelden?

    Wo kann ich mich für die Ausbildung und Fortbildung anmelden?

    Anmeldungen sind ausschließlich online über den FVM-Veranstaltungskalender möglich. Bitte achten Sie darauf, dass das Anmeldeformular korrekt und vollständig ausgefüllt wird.

  • Wie hoch sind die Lehrgangsgebühren für die Ausbildung/Fortbildung?

    Wie hoch sind die Lehrgangsgebühren für die Ausbildung/Fortbildung?

    Die Lehrgangsgebühren für die Lizenzausbildungen können Sie in der Lehrgangsbeschreibung Ihrer gewählten Ausbildung im FVM-Veranstaltungskalender nachlesen. Anfallende Reisekosten sind von den Lehrgangsteilnehmer*innen selbst zu tragen.

     

  • Kann ich meinen Verein als Rechnungsempfänger angeben?

    Kann ich meinen Verein als Rechnungsempfänger angeben?

    Sollte ein Verein die Kosten eines Lehrgangs übernehmen, ist dies bei der Anmeldung ausdrücklich mit einer gültigen Rechnungsanschrift des Vereines zu vermerken bzw. müssen die Kontodaten des Vereins bei der Anmeldung korrekt eingetragen werden. Sollte die Rechnung bereits auf den Teilnehmenden ausgestellt worden sein, kann die Rechnungsadresse nicht mehr geändert werden.

  • Kann ich mich bei ausgebuchten Lehrgängen auf eine Warteliste setzen lassen?

    Kann ich mich bei ausgebuchten Lehrgängen auf eine Warteliste setzen lassen?

    Sie werden automatisch auf die Warteliste gesetzt, sobald die maximale Teilnehmendenzahl des Lehrgangs erreicht ist. Sie erhalten dann eine E-Mail mit dem Hinweis, dass Sie informiert werden, sobald ein Lehrgangsplatz für Sie frei geworden ist.

     

  • Wie erfolgt die Unterbringung in der Sportschule?

    Wie erfolgt die Unterbringung in der Sportschule?

    Die Unterbringung in der Sportschule Hennef erfolgt grundsätzlich in Doppelzimmern. Einzelzimmer können bei Verfügbarkeit direkt über die Sportschule gebucht werden. Der Aufpreis für die Unterbringung im Einzelzimmer ist vor Ort direkt an die Sportschule zu zahlen.

  • Muss ich in der Sportschule übernachten, auch wenn ich in der Nähe wohne?

    Muss ich in der Sportschule übernachten, auch wenn ich in der Nähe wohne?

    Wenn Sie nicht in der Sportschule übernachten möchten, informieren Sie darüber bitte den/die Lehrgangsleiter*in am Anreisetag. Gemäß dem Fall, dass Sie nicht in der Sportschule übernachten, müssen die Lehrgangsgebühren dennoch in der gesamten Höhe gezahlt werden. Eine Reduzierung der Lehrgangsgebühr ist nicht möglich!   

  • Was muss ich tun, wenn ich krankheits- oder verletzungsbedingt nicht an einem Lehrgang teilnehmen kann?

    Was muss ich tun, wenn ich krankheits- oder verletzungsbedingt nicht an einem Lehrgang teilnehmen kann?

    Bitte informieren Sie die jeweilige Ansprechperson in diesem Fall umgehend per E-Mail. Sofern ein Attest über Ihre Krankheit/Verletzung einreicht wird, wird Ihnen die Lehrgangsgebühr anteilig zurückerstattet.

Ausbildungslehrgänge und Lizenzen

Fort- und Weiterbildungen

  • Welche Unterlagen benötige ich für die Lizenzverlängerung?

    Welche Unterlagen benötige ich für die Lizenzverlängerung?

    Für die Ausstellung der Lizenzverlängerung ist die Vorlage eines aktuellen erweiterten Führungszeugnisses im Original erforderlich. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Lehrgangsbeschreibung der Fortbildung Ihrer Wahl im FVM-Veranstaltungskalender.

  • Warum werden die Zulassungsvoraussetzungen für die B-Lizenzausbildung angehoben?

    Warum werden die Zulassungsvoraussetzungen für die B-Lizenzausbildung angehoben?

    Die neuen Entwicklungstreppe bietet für jede*n Trainer*in die passende Lizenz. Die B-Lizenz ist inhaltlich auf Trainer*innen im ambitionierten Jugend- und Erwachsenenfußball ausgerichtet. Daran orientieren sich auch die Zulassungsvoraussetzungen, um durch homogene Lerngruppen die Qualität der Ausbildungen zu erhöhen.

  • Welche Möglichkeiten habe ich, mich außerhalb von Lizenzlehrgängen weiterzubilden?

    Welche Möglichkeiten habe ich, mich außerhalb von Lizenzlehrgängen weiterzubilden?

    Im Rahmen der Änderungen ab 2023 wird die Weiterentwicklung der Trainer*innen auf horizontaler Ebene durch zielgruppenorientierte Weiterbildungsangebote auf Ebene der aktuellen Lizenzstufe in den Fokus gerückt. Demzufolge soll das Fort- und Weiterbildungsangebot in den nächsten Monaten und Jahren stetig ausgeweitet und weiterentwickelt werden. Über die aktuell angebotenen Weiterbildungslehrgänge können Sie sich im FVM-Lehrgangsplan informieren.

  • Warum wird mir der schnelle Zugang zu höheren Lizenzen verwehrt? Warum kann ich nicht mehr direkt die B-Lizenz machen?

    Warum wird mir der schnelle Zugang zu höheren Lizenzen verwehrt? Warum kann ich nicht mehr direkt die B-Lizenz machen?

    Trainer*innen sollen auf dem Alters- und Leistungsniveau ihrer Mannschaft die passenden Kompetenzen erwerben. Nur im regelmäßigen Spiel- und Trainingsbetrieb können die Trainer*innen die Lehrinhalte authentisch anwenden und somit Kompetenzen aufbauen. Erfüllt man also die Zulassungsvoraussetzungen für die nächsthöhere Lizenzstufe (noch) nicht, können sich Trainer*innen durch zielgruppenspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten und zusätzliche Trainer*innenerfahrung weiterentwickeln.

  • Warum soll ich als ehemals gute*r Spieler*in mit der C-Lizenz einsteigen?

    Warum soll ich als ehemals gute*r Spieler*in mit der C-Lizenz einsteigen?

    Erfahrung als Trainer*in erhält eine hohe Gewichtung zwischen den Ausbildungsstufen und in Anwendungsphasen während der Ausbildungslehrgänge. Nur im regelmäßigen Spiel- und Trainingsbetrieb können sich die Trainer*innen nachhaltig verbessern und weiterentwickeln. Eine längere Ausbildungszeit ermöglicht mehr Anwendungsphasen, mehr Selbstreflexion und mehr Feedback und somit einen größeren Lernerfolg der Teilnehmenden.

  • Wie soll man neben der Arbeit den Aufwand für die neuen Lizenzen überhaupt noch schaffen?

    Wie soll man neben der Arbeit den Aufwand für die neuen Lizenzen überhaupt noch schaffen?

    Der Umfang und somit Aufwand der einzelnen Ausbildungsstufen auf Landesverbandsebene haben sich nicht erhöht. Das Blended-Learning-Format sorgt für zusätzliche örtliche und zeitliche Flexibilität. Bei den Anwendungsphasen werden Teile der Ausbildung sogar in die alltägliche Arbeit im Heimatverein integriert. Zusätzlich gibt es mit dem Kindertrainer*in Zertifikat (20 Lerneinheiten) und dem DFB-Basis-Coach (40 Lerneinheiten) neue, niederschwellige Einstiegsangebote unterhalb des Lizenzsystems.

Nach oben scrollen