Öffentlichkeitsarbeit im Verein

Eine gute Öffentlichkeitsarbeit kann Vereinen dabei helfen, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, Mitglieder an sich zu binden oder Nachwuchs zu gewinnen. Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Tipps & Tricks zur Verfügung, die Ihnen die Öffentlichkeitsarbeit im Verein erleichtern können.

Service-Reihe: Social Media für Vereine

FVM-Social Media-Redakteurin Nina Hambalek gibt in der EINSZUEINS Service-Reihe zum Thema Social-Media Tipps und Tricks für das Arbeit in und mit sozialen Netzwerken im Verein. Schritt für Schritt werden in jeder Ausgabe des Verbandsmagazins neue Themenfelder rund um Instagram, Facebook und Co. beleuchtet.

  • Social Media – Kreative Gestaltung von Posts und Stories!

    Social Media – Kreative Gestaltung von Posts und Stories!

    Jeder kennt es, jeder ertappt sich regelmäßig selbst dabei: Kaum machen wir eine Pause, greifen wir  kaffeeschlürfend zum Handy, öffnen Facebook, Instagram oder eine andere Plattform und scrollen durch die Timelines. Die Beiträge fliegen vor unseren geistigen Augen vorbei, wir registrieren einzelne Keywords, scannen in einer Blitzgeschwindigkeit die Fotos von Freund*innen, Influencer*innen und Marken, lassen ab und zu ein Like da, kommentieren sporadisch und teilen noch seltener. Das Smartphone als ständiger Begleiter, Social Media als Pausenbeschäftigung, Bushaltestellenunterhaltung und Zugfahrtenversüßer. Kurz um: Social Media ist immer präsent.

     

    Wie schaffen wir es als Verein, über die sozialen Netzwerke mit Fußballspieler*innen, Trainer*innen, Eltern und potenziellen Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen, fußballspezifischen Content zu verteilen und darüber zu informieren, was im eigenen Klub passiert? Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren: Die kreative Bespielung der Vereinskanäle. Denn ans Texten und Kreieren von Content stellen soziale Plattformen spezielle Anforderungen.

    Deshalb beleuchtet dieser Beitrag schwerpunktmäßig die Frage, wie Fußballvereine Posts und Stories auf Facebook und Instagram ansprechend und abwechslungsreich gestalten können. Mit welchen Kniffen User zum Lesen motiviert werden und wie das eigene Vereinsprofil zum Social-Media-Erfolg wird.


    Charakteristika der sozialen Medien

    Bevor im Weiteren auf konkrete kreative Gestaltungsmöglichkeiten eingegangen wird, blicken wir auf die grundlegenden Charakteristika der sozialen Medien.

    • Soziale Medien = Emotionen. In den sozialen Netzwerken ist es elementar, beim Gegenüber am Bildschirm authentische Emotionen zu wecken.
    • Bei Beiträgen aller Art gilt immer die Faustregel: Qualität vor Quantität.
    • Soziale Medien sind interaktiv. Daher ist es ratsam, die eigene Community so oft es geht mit einzubinden. Stellen Sie Fragen, geben Sie Tipps und Tricks, holen Sie aktiv Meinungen ein. Kurzum: Fordern Sie Ihre „Fußballfamilie“ zum Handeln auf. Der Inhalt wird durch ein „Call-to-Action“ in jedem Fall interessanter.
       

    Social-Media-Kommunikationsstrategie

    In der letzten Ausgabe des EINSZUEINS haben wir eine erste Einführung gegeben mit dem Ziel, den für jeden Verein passenden Social-Media-Kanal bzw. die favorisierten Plattformen zu identifizieren.
    Schrittweise haben Sie mit der IST-Analyse Ihre eigenen Ziele und Zielgruppen festgelegt, Ihre Wünsche und Interessen definiert sowie die Verfügbarkeiten der zeitlichen, inhaltlichen und personellen Ressourcen identifiziert. Zudem ging es um die Mechanik und Wirkungsweisen der verschiedenen Medien. Am Ende stand die Entscheidung, welcher Kanal am besten zu Ihrem Verein passt.

    Social Media - Welcher Kanal passt zu meinem Verein?

     

    Im nächsten Schritt soll es um die inhaltliche Planung gehen:

    Inhalte konzipieren, planen und verbreiten

    Wenn über Inhalt gesprochen wird, steht immer eine zentrale Frage im Raum:

    Welcher Content ist für meinen Kanal geeignet?
    • Content-Mix: Legen Sie Schwerpunktthemen für die unterschiedlichen Kanäle fest. Variieren Sie Inhalte (s.u.) und Formate (Story, Post, Livestream etc.)
    • Kreieren Sie Inhalte, die vor allem auf mobilen Geräten funktionieren.
    • Können Sie Influencer*innen oder bei Ihrer Zielgruppe bekannte Menschen einbinden?
       

    Unterscheidung Posts und Stories

    Sichtbarkeit

    POSTS sind, vorausgesetzt sie werden nicht eigenhändig gelöscht, unbegrenzt oft und lange einsehbar. Jedoch nicht zwangsläufig für jede*n. Meist kann in den Profil-Einstellungen ausgewählt werden, welche Usergruppen die Postings sehen können.

    STORIES sind nach dem Veröffentlichen, unabhängig von der Plattform, maximal 24 Stunden sichtbar. Danach löschen sich diese automatisch. Auch hier kann der Zugriff meist eingegrenzt werden. Auf Instagram besteht zudem die Möglichkeit, die Stories längerfristig zugänglich zu machen, indem man diese als Highlights auf seinem Vereinsprofil speichert.
     

    Struktur

    POSTS – Denken wir noch einmal zurück an die eingangs beschriebene Alltagssituation. Wir sitzen vor unseren Handys und blättern durch die Plattform unserer Wahl. Doch was genau bewegt uns dazu, das ziellose Scrollen zu stoppen und uns einen Post genauer anzuschauen?

    Meistens sind es wohl die grafischen Darstellungsformen, sprich die geposteten Bilder und Videoclips. Diese, vorausgesetzt sie überzeugen, können als Eyecatcher wirken und unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Doch seien wir mal ehrlich: Wie viele Posts huschen vor unseren Augen vorbei, ohne dass wir uns Zeit nehmen, diese genauer zu betrachten? Wie oft lesen wir Posts wirklich durch und wie oft überblättern wir sie schlichtweg? Damit der gewollte „Scroll Stopper“ gelingt, müssen sich die eigenen Beiträge von den anderen Postings abheben – beispielsweise durch die Wahl des Bildes oder der Video-Startszene. Der Fantasie und Kreativität sind in diesem Fall keine Grenzen gesetzt.
     

    Hier einige Grundsätze, die Ihre Smartphone Fotos noch schöner wirken lassen:
    • Tageslicht? Haben Sie die Wahl, ob Sie drinnen oder draußen fotografieren, wählen Sie vorzugsweise das natürliche Licht.
    • Zoom? Gerade beim Handy-Zoom verpixeln die Fotos leicht. Daher gehen Sie, wenn es die Situation zulässt, soweit wie möglich ran an das Motiv.
    • Selbstauslöser nutzen. Möchten Sie mehr Ihrer Umgebung zeigen, haben aber niemanden der Sie fotografieren kann, nutzen Sie die bordeigene SelbstauslöserFunktion.
    • Schiefe Bilder vermeiden. In den Einstellungen der Kamera-App lässt sich ein praktisches Gitter über den „Sucher“ legen. Das hilft dabei, die Kamera horizontal / vertikal optimal auszurichten. Dadurch kann man Objekte exakt in den Mittelpunkt des Bildes rücken oder aber bewusst in einem äußeren Seitendrittel platzieren. So lässt sich der Bildaufbau leichter strukturieren und spannender gestalten.
    • Spiel mit Fokus und Helligkeit. Die Smartphone-Kamera regelt Fokus, Belichtung und Schärfe in der Regel sehr gut automatisch. Möchten Sie den Fokus jedoch auf einen anderen Punkt des Motivs legen, reicht ein Fingertipp auf die entsprechende Stelle auf dem Display. So wird auch die Belichtung (Weißabgleich) neu justiert. Der Fingertipp auf dem Display blendet auch einen Regler zur manuellen Korrektur der Helligkeit ein.
    • „Makeup your photo“. Neben Filtermenü, Korrektur-, Dreh- und Zuschnitt-Funktionen verfügen viele Applikationen über eine automatische Gesichtserkennung, HDR, Panorama-, Video- und Slow Motion-Funktionen und vieles mehr. Außerdem können in den Bilddaten auf Wunsch Informationen zu Zeit, Ort und mehr gespeichert werden. Testen Sie die verschiedenen Funktionen einfach aus und machen Sie sich mit ihnen vertraut.

     

    Nach dem Bild ist vor dem Text

    Der grafische Content steht also meist am Anfang eines gelungenen Posts, ist
    jedoch nicht das alleinige Mittel zum Social-Media-Erfolg. Ebenfalls ein wichtiges Element in den sozialen Netzwerken sind die Bildbeschreibungen. Bild und Text müssen immer aufeinander abgestimmt sein und Bezug zueinander nehmen. Sie müssen schlichtweg zusammenpassen. Weckt das gepostete Bild falsche Erwartungen an den Text, die dieser nicht erfüllen kann, wird der User den Beitrag wahrscheinlich nicht zu Ende lesen, geschweige denn mit dem Post interagieren (liken, kommentieren, teilen) oder dem Vereinsprofil folgen.

    Extra-Tipp: Betrachten Sie das Bild als Anlass, eine Geschichte zu erzählen.

    Ausnahme: Es gibt einige grafische Elemente, die durchaus für sich stehen können und nicht zwangsläufig eine textliche Beschreibung benötigen, um verstanden zu werden. Beispielhaft dafür sind sogenannte Memes.

    Da die Bildbeschreibung in den sozialen Medien eine wichtige Rolle spielt, sind diese Leitsätze beim Texten von Social-Media-Posts elementar. Neben dem Spruch „In der Kürze liegt die Würze“ gilt auch der Grundsatz „Die wichtigsten Keywords und Informationen immer an den Anfang stellen.“

    Extra-Tipp: Finden Sie im ersten Satz einen Aufhänger, der den User zum Weiterlesen motiviert.
     

    Weitere wichtige Punkte, an denen Sie sich orientieren können:
    • Tonalität: Das „Du“ als Standard-Anrede nutzen.
    • Stichpunkte und Halbsätze sind ausdrücklich erwünscht.
    • Emojis kreativ einsetzen, um das Geschriebene lebhaft zu machen.
    • Hashtags für Ihre Projekte oder Kampagnen in Ihrer Community prägen.


    STORIES – Stories sind je nach dem gewählten Medium von unterschiedlicher Wichtigkeit. Sind Sie mit Ihrem Vereinsprofil auf Instagram aktiv, spielen Stories eine große Rolle. Die technischen Bearbeitungsmöglichkeiten bei der Story-Erstellung sind vielfältig.
     

    Hier einige ausgewählte Möglichkeiten:
    • Farbveränderung durch Filter
    • Hinzufügen von Texten mit verschiedenen Farben und Schriftarten
    • Zeichnen mit verschiedenen Farben und Pinselarten
    • Hinzufügen eines Standorts, das Datums, der Uhrzeit und/oder der Temperatur
    • Taggen eines anderen Profils mit @
    • Einbauen von Hashtags #, GIFs, Musik, Emojis und/oder Countdowns
    • Spendenaufrufe
    • Als Call-to-Action-Bausteine: Umfragen, Quiz, Bewertungen etc.
    • Bei verifizierten Accounts kann ebenfalls ein sogenannter „Swipe up“-Link hinterlegt werden. Durch das Wischen nach oben wird der Link im Internet-Browser aufgerufen.

    Testen Sie die Funktionen einfach aus und schauen, was zu Ihrem Verein und
    der aktuellen Story am besten passt.
     

    Inhaltliche Ideen für Posts & Stories

    POSTS – Alles, was auf zeitlicher Schiene mittelfristig einen Mehrwert hat, z.B. immer wieder angeschaut werden könnte, bietet Potenzial, als Post umgesetzt zu werden.

    STORIES – Als Content kommt für Stories alles in Frage, was den eigenen Kanal nahbarer macht und den Verein authentisch darstellt.
     

    Hier einige thematische Ideen:
    • Infopostings: Wissen und News teilen.
    • How-To-Anleitungen
    • Hacks, Tipps und Tutorials
    • Jubiläen und Geburtstage
    • Blick hinter die Kulissen (z.B. Vorstellungen):
      • Was wir tun: Welche Projekte werden gerade im Verein realisiert?
      • Wer wir sind: Vereinsmitglieder, ehrenamtliche Helfer*innen, Spieler*innen, Vorstand, etc.
      • Was wir bieten: Was hebt uns von anderen ab.
    • Mehrwert durch Interaktionen (z.B. Umfragen, Quiz, Rätsel
    • Verlosungen / Gewinnspiele
    • Challenges
    • Andere miteinbeziehen (z.B. Takeovers, Interviews, (Live-) Q&A)
    • Livestreams
    • Fremdinhalte teilen
       

    Kreative Ideen für den textlichen Einstieg bei Posts

    Der Text von Social-Media-Posts kann meist nicht in voller Länge angezeigt werden. Oft sind nur die ersten Zeilen sichtbar. Daher ist es wichtig bereits mit den ersten Worten das Interesse des Lesers zu wecken, damit dieser mit dem Klick auf den „Mehr anzeigen“-Button den ganzen Text öffnet.

    Doch wie gelingt ein guter Textanfang?

    Kreative Einstiegsmöglichkeiten: Grundsätzlich ist der Texteinstieg immer vom Inhalt und vom Formalitätsgrad des Profils und des Beitrags abhängig.

    1. Follower direkt ansprechen: „Alle Ballzauberer und Fußballkünstlerinnen aufgepasst!“

    2. Leitsätze: „Früher nicht erlaubt. Heute verboten gut.“

    3. Fragen: „Fußballtrainer*in sein ist deine Passion?“, „Du bist auf der Suche nach einem interessanten Job im Sport?“, „Du willst auf dem Platz etwas bewegen?“

    4. Zitate: „Der Verein braucht mich und ich brauche den Verein.“

    5. Hashtags: #NIEWIEDER

    6. Aufruf: „Formular ausfüllen und Minitore gewinnen!“.

    7. Aufzählungen: „Spiel, Sport, Spaß und 40 Jahre Eisenberg!“

    8. Interjektion: „Ho-Ho-Ho“

    9. Keywords: „++ Breaking News ++; ++ Save the date ++; Gesucht: ...“

    10. Emojis

    (Beispielhafte Screenshots der verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten finden Sie hier.)
     

    Wichtig: Follower müssen sich mit den Aussagen identifizieren können und sich angesprochen fühlen.

     

    Spezifische Ideen für das Ende

    Am Ende eines Posts ist es wichtig, zu einer weiterführenden Handlung aufzurufen. Man kann zum einen zu einer Interaktion aufrufen und zum anderen Möglichkeiten schaffen, dass sich der Leser weiterführend informieren kann. Beispielsweise kann durch eine Frage eine Diskussion in den Kommentaren initiiert oder ein Aufruf zum Markieren von Freunden gestartet werden. Ebenfalls kann man auch mit einem Beitrag zu einer Abstimmung in der Community aufrufen.

    Schließt man den Post mit einem Voting-Aufruf ab, kann man unter seinem eigenen Beitrag selbst zwei Antwortkommentare verfassen, die die User dann entsprechend ihrer Meinung liken können.

    Falls Interaktionen zu anderen Medien, beispielsweise der Homepage, hergestellt werden sollen oder weiterführende Informationen in einem Online-Artikel zu finden sind, kann der Post mit einem Hyperlink (Facebook) enden. In Instagram-Posts ist es jedoch leider nicht möglich, einen Hyperlink zu integrieren. Viele verweisen daher am Beitragsende auf „ihre Bio“ (kurz für Biografie), also die Profilbeschreibung des eigenen Kontos und hinterlegen dort den Hyperlink. Alternativ kann auch auf die eigene Story verwiesen werden, in der ein Swipe-Up-Link die User weiterleitet.

    Da in der „Bio“ nur begrenzt Hyperlinks eingebaut werden können, hinterlegen viele Profile dort Verknüpfung zu einer Landingpage, von der aus viele weitere Unterseiten unkompliziert angewählt werden können. Dabei dient die Landingpage als „Streuwerkzeug“. Natürlich kann anstelle einer Landingpage auch eine einzelne Unterseite der Homepage verlinkt werden. Bitte beachten: Das Impressum muss immer mitverknüpft sein. Unter www.fvm.de/fvmaufinstagram finden Sie die Landingpage des FVM.

     

    Folgen Sie dem FVM auf Facebook, Instagram und Twitter.

  • Social Media – Welcher Kanal passt zu meinem Verein?

    Social Media – Welcher Kanal passt zu meinem Verein?

    Social Media als Sprachrohr des Vereins? Klingt einleuchtend. Immerhin ist es eine super Chance, sich über die sozialen Medien als Verein modern aufzustellen und auch in den direkten Austausch mit seinen Vereinsmitgliedern und Fußballinteressierten zu gehen. Doch welche Social-Media-Plattform passt eigentlich zu meinem Verein? Wo kann ich meine Vereinsmitglieder am besten erreichen? Auf welcher Plattform habe ich sogar das Potenzial, neue Mitglieder zu gewinnen? FVM-Social Media-Redakteurin Nina Hambalek gibt erste Antworten. Schritt für Schritt beleuchtet sie, wie Vereine das richtige soziale Netzwerk für sich finden können.

     

    IST-Analyse: Zielsetzung und Ressourcen identifizieren

    Im Bereich Social Media gibt es kein Patentrezept. Die Auswahl der passenden Kanäle ist abhängig von den individuellen Voraussetzungen und den selbst gesteckten Zielen jedes Vereins. Die folgenden Fragestellungen sollen helfen, die Zielsetzungen und vorhandenen Ressourcen für Ihren Verein individuell zu bestimmen, um daran im zweiten Schritt das passende Medium auswählen zu können.

     

    1. ZIELANALYSE – Was will Ihr Verein mit Social Media erreichen? Zielgruppe – Wen möchte der Verein ansprechen?

    Ziele könnten beispielsweise sein:

    • Erhöhung des Bekanntheitsgrads des Vereins
    • Gewinnung neuer Mitglieder und Sponsoren
    • Verbreitung von Informationen, z.B. über anstehende Veranstaltungen oder Maßnahmen
    • Implementierung einer Social-Media-Gruppe, die sich nur mit einem Aspekt des Vereins beschäftigt. Zum Beispiel könnte man den Bereich eFootball in eine Gruppe ausgliedern (Anm.: Dies hängt jeweils von der Größe der Zielgruppe ab).

    ZIELGRUPPEN könnten demnach beispielsweise sein:

    • Alle Vereinsmitglieder und deren Bekanntenkreis
    • Regionale Unternehmen oder Förderer, die der Verein als Sponsor binden bzw. akquirieren möchte
    • Untergruppen Ihres Vereins: zum Beispiel eFootball, Kinder- oder AH-Fußball

     

    2. Analyse der Interessen und Wünsche der bisherigen und künftigen Anhänger*innen Möchten die Vereinsmitglieder hauptsächlich unterhalten werden oder liegt der Fokus rein auf der Weitergabe von Informationen?

     

    3. Welche zeitlichen Ressourcen und Kenntnisse sind im Verein zum Thema Social Media vorhanden?

    Wenn die Zeit fehlt, den Kanal regelmäßig zu pflegen (d.h. seltener als ein- bis zweimal wöchentlich), dann ist ein weniger turbulentes und dynamisches Medium wie beispielsweise ein Blog oder die Internetseite die bessere Wahl.

     

    4. Gibt es genug Inhalte, die sich für Beiträge eignen und / oder ausreichend kreative Ideen, um den Kanal regelmäßig zu bespielen?

    Falls es nicht genügend Content gibt, besteht ebenfalls die Möglichkeit auf weniger schnelllebige Medien wie Blogs, Vlogs oder Podcasts zurückzugreifen.

     

    Was alle Social Media Plattformen gemeinsam haben

    Sowohl Facebook als auch Instagram und Twitter (Tiktok wird bei Bedarf in einer gesonderten Ausgabe vorgestellt), bieten als soziale Medien die Chance, mit Menschen in Kontakt zu kommen, mit ihnen zu kommunizieren und Inhalte mit ihnen auszutauschen. In der Art und Weise, wie die Inhalte abgebildet werden, unterscheiden sich die Plattformen jedoch sehr.

    Neben dem Feed, in dem Posts dauerhaft veröffentlich werden können, bieten alle drei Kanäle eine Story-Funktion an. Die veröffentlichten Stories sind jeweils nur für 24 Stunden sichtbar. Grundsätzlich haben alle sozialen Netzwerke einen äußerst schnelllebigen Charakter, weswegen man als Verein mindestens einmal wöchentlich präsent sein sollte.

     

    Social Media-Steckbriefe

    Um die ideale Plattform für jeden Verein zu finden, werden die gängigsten Sozialen Netzwerke Facebook, Instagram und Twitter nachfolgend genauer vorgestellt:

     

    Facebook: „die Tagesschau“

    Facebook ist immer noch die Allzweckwaffe unter den Social-Media-Plattformen. Sie dient als Schaltzentrale, um Inhalte aller Plattformen zu teilen und zu multiplizieren.

    Zielgruppe: Heterogene Zielgruppe allen Alters, schwerpunktmäßig Menschen zwischen 25 und 50 Jahren; gerade im Sport sind erfreulicherweise auch Menschen älterer Jahrgänge aktiv.

    Technik: Bedienung über Smartphone und Desktop-Computer möglich.

    Vorteile:

    • Auf Facebook können viele verschiedene Darstellungsformen gewählt werden: Egal ob Texte oder Ankündigungen mit und ohne Fotos, Videos, Links, Stories oder Veranstaltungen: Facebook bietet die größte Vielfalt der drei Social-Media-Plattformen, um die Community zu erreichen.
    • Facebook bietet in der Regel eine größere Anhängerschaft als Instagram und Twitter.
    • Die Inhalte des Accounts können Nicht-Mitglieder auch ohne Registrierung sehen, wenn auch nicht liken oder kommentieren.
    • Das Teilen von Bildern von Vereinsmitgliedern ist auf Facebook direkt und ohne weitere Anwendung möglich.
    • Beiträge können vorgeplant werden.
    • Je mehr Interaktionen (Likes, Kommentare usw.), umso größer die Reichweiten – Facebook legt großen Wert auf Relevanz

    Nachteile:

    • Schnelles Wachstum wird kaum noch erreicht.
       

     

    Instagram: „das Fotoalbum“

    Instagram ist die Plattform, auf der Vereine Momentaufnahmen, Hintergrundstories, coole Fotos und authentische Eindrücke aus dem Vereinsleben abbilden können. Dieses Medium eignet sich daher besonders für Vereine, die verstärkt grafische Inhalte in Form von Bildern und kurzen Videos mit ihrer Community teilen wollen.

    Zielgruppe: junge Menschen zwischen 14 und 30 Jahren

    Technik: Konzipiert für Smartphones, nicht geeignet für Desktop-Computer

    Vorteile:

    • Instagram bietet eine Vielzahl an Bearbeitungsmöglichkeiten (z.B. Filter, Emojis, Gifs etc.), so dass man Bildern und Videos leicht einen eigenen Look verleihen kann.
    • Instagram stellt viele verschiedene Möglichkeiten bereit, direkt mit der eigenen Community zu interagieren und sich so Meinungsbilder einzuholen (z.B. Direktnachrichten, Kommentarfunktionen, Vergeben von Emotionen und Likes sowie Umfragen, Quiz und Abstimmungen)

    Nachteile:

    • Reine Textbausteine, ohne Foto- oder Videomaterial, können auf Instagram nicht veröffentlicht werden.
    • Keine Verlinkung zu Internetseiten möglich.
    • Videos können nur bis zu einer maximalen Länge von zehn Minuten hochgeladen werden (bei verifizierten Accounts bis zu 60-minütige Videos)
    • Das Einsehen von Inhalten auf Instagram ist für Nicht-Mitglieder ohne Registrierung nur sehr begrenzt möglich.
    • Das Teilen der Bilder von Vereinsmitgliedern ist nicht direkt möglich. Hierfür wird eine externe App benötigt (beispielsweise „Repost“).
    • Das Planen von Beiträgen ist ebenfalls nur mit einer externen Anwendung möglich.
    • Fotos mit viel Text werden weniger Reichweite erhalten.

     

    Extra-Tipp: Da Facebook und Instagram zusammengehören, können Inhalte grundsätzlich von Instagram auch mit einem Knopfdruck auf dem Facebook-Profil geteilt werden. Das spart Arbeit und ist bei knappen Zeitressourcen hilfreich – auch wenn die Kanäle aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen im Idealfall separat bedient werden sollten.

     

    Twitter: „die Eilmeldung“

    Twitter ist ideal, um Meinungen und Infos schnell zu verbreiten, aufzunehmen und auszutauschen. Twitter ist die SocialMedia-Plattform, die Raum für Unterhaltungen und Diskussionen bietet. Stichwort: Diskutieren statt konsumieren!

    Zielgruppe: Twitter wird im Gegensatz zu Instagram und Facebook vor allem im professionellen Kontext der Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur genutzt. Aber auch der professionelle Sportbereich ist dort vertreten.

    Vorteile:

    • Twitter unterstützt das Veröffentlichen von Texten, Bildern, Videos und Links.
    • Das Reposten von anderen „Tweets“ ist sehr einfach möglich.
    • Twitter ist auch ein Mediennetzwerk, in dem sich viele Journalisten und Verlage tummeln, um Geschichten zu finden.

    Nachteile:

    • Für einen Beitrag stehen maximal 240 Zeichen zu Verfügung (Emojis und Links zählen mit).
    • Mit Twitter erreicht man grundsätzlich die kleinste Personenanzahl. Diese Plattform ist aber in einigen Bereichen ein gängiges Kommunikationsmittel (siehe Extra-Tipp).

     

    Extra-Tipp: Die eFootball-Szene interagiert schwerpunktmäßig über Twitter. Sollte diese Community Teil der Zielgruppe sein, ist die Implementierung eines TwitterAccounts für den Verein sicherlich eine Überlegung wert.

     

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