Sieben Jahre lang mussten die Anhänger*innen des S.C. Fortuna Köln auf diesen Moment warten. Nach der Meisterschaft in der Regionalliga West und dem damit verbundenen Aufstieg kehrt die Fortuna in den Profifußball zurück. Ausgerechnet zum ersten Heimspiel in der 3. Liga gastiert am Samstag (14.00 Uhr) mit dem TSV Alemannia Aachen ein direkter Konkurrent aus dem Gebiet des Fußball-Verbandes Mittelrhein im Südstadion.
Die Vorfreude in der Kölner Südstadt ist riesig. Für die Rückkehr auf die nationale Profibühne SCF vor ausverkauftem Haus spielen, auf Social Media gab der Club bekannt, dass nur noch wenige Tickets zu haben sind. Zuletzt spielte der Traditionsverein in der Saison 2018/19 in der 3. Liga, ehe als Tabellen-19. der Abstieg folgte. Nun ist die Fortuna zurück in der Drittklassigkeit. Zum Auftakt musste sich das Team von Trainer Matthias Mink bei Sonnenhof Großaspach jedoch mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Vor heimischer Kulisse wartet nun die Alemannia.
Alemannia Aachen reist mit viel Selbstvertrauen an
Die Aachener sind mit viel Rückenwind in die Saison gestartet. Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic setzte zum Auftakt ein Ausrufezeichen und besiegte den SC Verl vor heimischer Kulisse deutlich mit 4:1 (0:1). Bereits in der vergangenen Spielzeit gehörten die Schwarz-Gelben zu den stärksten Teams der Liga. Mit 43 Punkten aus 19 Spielen stellte Aachen die zweitbeste Rückrundenmannschaft der 3. Liga und gewann dabei 13 Partien.
Dass die Fortuna die Alemannia dennoch schlagen kann, zeigte sich erst vor wenigen Monaten im Bitburger-Pokal. Im Viertelfinale des Wettbewerbs setzte sich der damalige Regionalligist im Südstadion mit 1:0 (0:0) gegen den Drittligisten durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Nico Thier. Für die Kölner war der Erfolg Teil eines starken Pokallaufs, der erst im Finale endete. Dort musste sich die Mannschaft nach einem dramatischen Elfmeterschießen geschlagen geben.
Nun kommt es erneut zum Duell der beiden Mittelrhein-Klubs. Die Voraussetzungen könnten dabei kaum reizvoller sein: Auf der einen Seite die Euphorie eines Aufsteigers, der erstmals seit sieben Jahren wieder ein Heimspiel in der 3. Liga bestreitet. Auf der anderen Seite eine Alemannia-Mannschaft, die ihre starke Form aus der Vorsaison mit in die neue Spielzeit genommen hat – eine Partie mit viel Tradition und jeder Menge Brisanz.
