Ehre, wem Ehre gebührt. Svenja Schmidt vom SC 08 Stetternich ist die neueste Trägerin der Marko-Tillmann-Plakette, die der FVM jedes Jahr für besondere Leistungen an junge Ehrenamtler*innen verleiht. Die 28-Jährige arbeitet als Jugendtrainerin und -leiterin bei dem Klub aus Jülich.
„Der ehrenamtliche Werdegang von Svenja Schmidt ist bemerkenswert. Durch ihr Engagement und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Themen, ist sie bereits ein alter Hase auf dem Sportplatz“, sagt Sebastian Knauth, Vorsitzender des Jugendbildungsausschusses. „Wir wünschen ihr für die Tätigkeiten in der Zukunft weiterhin viel Erfolg und in erster Linie Spaß bei der Arbeit. Hoffentlich hört man weiter von ihr.“
Bereits 2014 schloss Schmidt sich der Frauenmannschaft des SC 08 Stetternich als Spielerin an und wurde bald Kapitänin des Teams. Schmidt unterstützte im Verein nebenbei zusätzlich die Trainer*innen der Bambini und F-Jugend Mannschaften und ist seit 2017 verantwortliche Trainerin im Kinderbereich. 2019 kam sie als stellvertretende Jugendleiterin in den Vorstand – und hat auch in dieser Funktion zahlreiche Projekte umgesetzt. Die Übergabe der Marko-Tillmann-Plakette fand im Rahmen des aktuell laufenden „DFB-Vereinsmanager-C-Profil Jugendleiter“ statt, bei dem Schmidt dabei ist.
Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Gewinnerin der Marko-Tillmann-Plakette, die nun für das Jahr 2020 vergeben wurde:
Wer hat die Marko-Tillmann-Plakette bekommen?
Die Siegerin für das Jahr 2020 heißt Svenja Schmidt. Die 28-Jährige wurde durch den FVM mit der Marko-Tillmann-Plakette für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement auszeichnet. Ralf Gottaut, erster Vorsitzender des SC 08 Stetternich, hatte sie für den Preis vorgeschlagen. Schmidt setzte sich gegen 22 weitere Bewerber*innen durch.
Wofür wurde Svenja Schmidt geehrt?
Schmidt ist als Jugendleiterin und Trainerin beim SC 08 Stetternich aktiv. In diesen Funktionen ist sie fast täglich auf dem Sportplatz zu finden und übernimmt zahlreiche Aufgaben. Vom Passwesen und Mannschaftsmeldungen bis zu Trainer*innengewinnung und -qualifizierung ist sie eingebunden. Darüber hinaus kümmert sich Schmidt um die Organisation von Turnieren, die Koordination der Zusammenarbeit mit Partnervereinen, sie organisiert die Materialbeschaffung, die Platzbelegung und die Trainingszeiten. Sie hat die Elternarbeit im Blick und übernimmt weitere Aufgaben rund um den Spielbetrieb und die Koordination im Verein und auf dem Platz. Ihre Tätigkeit als Trainerin musste sie zuletzt etwas zurückschrauben, weil sie ein halbes Jahr auf Reisen war. Das hat sie aber nicht davon abgehalten, weiterhin erreichbar zu sein und ihren Aufgaben als Jugendleiterin nachzukommen. Für diesen Zeitraum funktionierte diese „Remote-Jugendleitung“ über Videokonferenzen und Telefonate sehr gut. Schmidt stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Ehrenamt deutlich mehr ist als reine Arbeit auf dem Platz. Um sich im Bereich der Jugendleitung weiterzubilden und weitere Eindrücke zu erlangen, nimmt sie in diesem Jahr am DFB-Vereinsmanager C-Profil Jugendleiter teil.
Was motiviert die Gewinnerin zum ehrenamtlichen Engagement?
„Zu begleiten, zu beobachten, wie hier aus Fremden Freunde werden, wie aus Individuen ein Team wird, das macht mir Spaß und das motiviert mich“, sagt Schmidt. Denn junges Ehrenamt ist aktives Gestalten, neue Wege gehen und den Verein zukunftsfähig machen. Die leuchtenden Augen der Kinder und Jugendlichen motivieren sie. Neben den sportlichen Leistungen liegen ihr besonders gemeinsame Aktivitäten auch außerhalb des Sportplatzes am Herzen. „Wir sind ein Breiten- und kein Leistungsverein. Wir möchten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein familiäres Umfeld und eine sichere Umgebung schaffen, in der jede*r individuell Raum für seine/ ihre persönliche Weiterentwicklung findet“, betont die Ausgezeichnete.
Warum braucht der Fußball das Ehrenamt?
Das Ehrenamt ist unverzichtbar für eine erfolgreiche Vereinsarbeit. Schmidt hat vorgemacht, wie man schnell einen Einstieg schaffen kann: Einfach anfangen und ausprobieren, welche Tätigkeit passt und Freude bereitet. Ein Wechsel in eine andere Position ist kein Scheitern. Für jede*n findet sich eine passende Aufgabe, in der die individuellen Stärken eingebracht werden können. „Auch wenn man auf Widerstand trifft oder neue Sichtweisen nicht mit offenen Armen empfangen werden, sollte man deswegen nicht aufgeben. Mit einer enthusiastischen Beharrlichkeit kann man auch als junger Mensch viel bewegen“, weiß Schmidt aus ihrer Erfahrung zu berichten. Denn eines ist klar: Wer sich ehrenamtlich in den Fußballvereinen engagiert, hat nicht nur die Chance auf die Marko-Tillmann-Plakette, sondern bekommt auch auf viel Dank und Anerkennung. Denn ohne die vielen Ehrenamtler*innen wäre der Fußball im FVM nicht möglich.
Der Preis und seine Bedeutung
Der FVM hat die Plakette als Ehrenamtspreis für engagierte Nachwuchskräfte nach dem ehemaligen Vorsitzenden des FVM-Jugendausschusses benannt. Marko Tillmann wurde 2013 mit 39 Jahren zum bis dahin jüngsten Vorsitzenden der FVM-Geschichte gewählt. Am 5. Juli 2014 ereignete sich ein tragischer Verkehrsunfall, bei dem er ums Leben kam. Ein Schwerpunkt der Arbeit von Marko Tillmann war die Förderung der Jugend und des jungen Ehrenamts. Dieses Engagement möchte der FVM in seinem Sinne würdigen und fortsetzen. Die Auszeichnung erfolgt jährlich. Neben der Auszeichnung erhält der/ die Preisträger*in die Kostenübernahme eines Fortbildungslehrgangs zur qualitativen Weiterentwicklung im Ehrenamt.
Weitere Infos zur Marko-Tillmann-Plakette bekommen Sie hier.
