Studie zur Spielführerkampagne: Das sind die Ergebnisse

Studie zur Spielführerkampagne: Das sind die Ergebnisse

Eine in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) durchgeführte Umfrage mit über 750 A- und B-Jugendspielern*innen aus den FVM-Vereinen im Jahr 2020 ergab, dass es für knapp 80 Prozent der Spieler*innen sehr wichtig ist, wer Kapitän*in ist. Diese Einschätzung lässt auf ein hohes Ansehen der Spielführer*innen schließen. Nur etwa jede*r vierte Spieler*in sieht sich selbst nicht als feste*r Kapitän*in.

Dagegen zeigen 29 Prozent mittleres und sogar 43 Prozent großes Interesse, „feste*r Spielführer*in der eigenen Mannschaft zu sein“. Auch dies zeigt eine besondere Wertschätzung für die mit der Spielführerbinde verbundene Tätigkeit. Mit 84 Prozent der befragten Spieler*innen bringt eine sehr große Mehrheit zum Ausdruck, dass man an der Wahl und der Entscheidung, wer Spielführer*in wird, beteiligt werden möchte.

Wahl mit dem Trainerteam ist favorisierte Lösung

Dabei ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, dass neben den Spieler*innen auch das Trainerteam beteiligt werden kann. Die Option, dass die Wahl des Spielführers*in gemeinsam von Mannschaft und Trainerteam erfolgt, favorisieren etwa zwei von drei Jugendspieler*innen (63 Prozent).

Die Realität in den A- und B-Jugendteams zeichnet jedoch ein anderes Bild: Knapp 50 Prozent der befragten Spieler*innen geben an, dass der Spielführer*in durch das Trainerteam oder die Cheftrainer*innen festgelegt wird und eine Mitsprache von Jugendspieler*innen nicht erfolgt. Die andere Hälfte der Befragten hat die Möglichkeit sich - mal in offenen oder geschlossenen Wahlen des gesamten Teams oder von Mannschaftsteilen, allein oder unter Einbindung des Trainerteams – an der Festlegung des/der Spielführer*in zu beteiligen.

Eigenschaften werden selten besprochen

In Ausnahmen werden Losverfahren angewendet oder bestimmen die Eltern über den Mannschaftskapitän*in. Nachweislich wird das Anforderungsprofil der Spielführer*innen in Mannschaften, in denen der Leader demokratisch gewählt wird, häufiger thematisiert als in Teams, in denen keine Wahlen stattfinden. Mit 33 Prozent spricht etwa jedes dritte Team mit Wahlrecht das Anforderungsprofil des Spielführers an, während bei einer Bestimmung durch das Trainerteam nur jedes fünfte Team (21 Prozent) darauf eingeht.

 

Mehr zum Thema:

Weitere Informationen zur FVM-Spielführerkampagne gibt es hier.

Die FAQ's zur Kampagne finden Sie hier.

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