Wer im Internet unterwegs ist, kommt fast zwangsläufig mit Hate Speech in Berührung. Denn neben vielen positiven oder neutral-sachlichen Kommentaren werden immer wieder und verstärkt auch Hasskommentare verbreiten. Nicht selten kommen diese geballt als eine Art "Shitstorm" zusammen. Die negativen Reaktionen können sich gegen konkrete Gruppen oder Institutionen wenden, aber auch allgemeine diskriminierende Kommentare zu gesellschaftlichen Themen sein.
Hass im Netz schüchtert ein, schürt Angst und bedroht die Meinungsvielfalt. Auch Sportverbände und Vereine können Zielscheibe von Hate Speech-Angriffen sein. Die handelnden Personen müssen sich daher im Vorfeld damit auseinandersetzen, wie Reaktionen aussehen können und eigene Rahmenbedingungen und Werte schaffen, nach denen sie agieren können. In der Situation bedarf es einer sensiblen Bewertung der einzelnen Kommentare. Oft geht die Frage der Tonalität und Intention eng damit einher.
Der Charakter von hasserfüllter Sprache bringt Verantwortliche in ein Dilemma: Ignorieren funktioniert nicht, denn diskriminierende Hassinhalte bringen es mit sich, dass unser Handeln oder Nichthandeln in jedem Fall von der Öffentlichkeit registriert und interpretiert wird. Doch wie erkenne ich Hate Speech, wie kann ich als Fußballverein auf Hasskommentare reagieren und welche Hilfestellungen gibt es dafür?
Um die Vereine bei diesen Fragestellungen zu unterstützen, bietet der Fußball-Verband Mittelrhein am Dienstag, 26. April 2022 ein Online-Seminar für alle interessierten Vereinsmitglieder an. Neben einem ca. 60-minütigen Input, der sich an konkreten Fallbeispielen orientiert, besteht die Möglichkeit für Fragen und eine offene Diskussionsrunde.
Die Teilnahme kostet 10 Euro. Eine Anmeldung ist bis zum 24. April 2022 hier möglich.
