Kippsicherung für Fußballtore: Höchste Sicherheit für Vereine

Die Kippsicherung von Fußballtoren ist immer wieder ein viel diskutiertes und leider ebenso aktuelles Thema. Denn immer wieder ereignen sich aufgrund nicht erfolgter bzw. mangelhafter Kippsicherung von Toren Unfälle, die schwere Verletzungen oder gar Todesfälle zur Folge haben – und die leicht vermieden werden könnten!

Kippsicherung für Fußballtore: Höchste Sicherheit für Vereine

Eins vorab: Alle Vereinsverantwortlichen sowie Trainer*innen und Betreuer*innen sollte sich bewusst sein, dass er/sie jederzeit für eine ausreichende Verkehrssicherheit auf den Sportanlagen sorgen muss, um mögliche persönliche Haftungsrisiken zu minimieren. Das betrifft auch die vorgeschriebene Kippsicherung von Fußballtoren.

Die DFB-Broschüre "Verkehrssicherheit auf dem Sportplatz" mit Schwerpunkt auf den mobilen Toren finden Sie hier.

Ausstattung beachten, Kontergewichte einhalten

Die Sicherheit von Fußballtoren ergibt sich aus den Vorschriften der Gemeinde-Unfall-Verbände sowie der DIN/EN 748. Dort wird beschrieben, wie mobile Fußballtore mit Bodenverankerungen (z.B. Erdanker, Bodenhülsen, Erdspiralen) ausgestattet werden müssen oder alternativ geeignete Kontergewichte zur Herstellung der notwendigen Standfestigkeit eingesetzt werden können. Hinsichtlich der Kontergewichte stellt sich dabei letztlich die Frage, welches Gegengewicht bei unterschiedlichen Fußballtoren benötigt wird und welche technischen Lösungen hierfür eingesetzt werden können, um einen ausreichenden Kippschutz für Fußballtore zu gewährleisten.

Auf das richtige Gewicht kommt es an

Je nach Bauart und Größe sowie der hinteren Ausladung eines Tores werden unterschiedliche Kontergewichte für die vorgeschriebene Standsicherheit benötigt. Um die nach DIN/EN 748 vorgeschriebene Standfestigkeit von 1.100 N zu erreichen, ist beispielsweise bei einem Jugendtor 5 x 2 m und einer hinteren Auslage von 1,0 m ein Kontergewicht von 200 kg notwendig. Bei einem Jugendtor 5 x 2 m und einer hinteren Auslage von 2,0 m ist bereits ein Kontergewicht von 100 kg ausreichend.

Benutzung von Toren mit Kippsicherung

Bei der Benutzung von Toren mit fest installierter Kippsicherung ist darauf zu achten, dass diese nur in der ursprünglich vorgesehenen Art genutzt werden. So sollte es beispielsweise unbedingt vermieden werden, diese im Trainingsbetrieb auf die Pfosten zu legen. Durch die in den Bodenrahmen integrierten Gewichte kann es sehr schnell zu einem unkontrollierten Zurückschnellen des Tores kommen, was zu schweren Verletzungen führen kann.

Die Tabelle gibt einen Überblick über die erforderlichen Kontergewichte für verschiedene Torgrößen/-spezifikationen

Art des Tores Auslage (m) Kontergewicht (kg)
Trainingstor (7,32 x 2,44 m) 1,5 170
  2,0 100
Jugendtor (5 x 2 m) 1,0 200
  1,5 125
  2,0 100
Bolztor (3 x 2 m) 1,0 200
  1,5 125

 

Mehr zum Thema:

Die DFB-Broschüre "Verkehrssicherheit auf dem Sportplatz" mit vielen Beispielen, Tipps zur Inspektion und der Klärung von Haftungsfragen finden Sie hier.

 

Textquelle: DFB

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