FVM-Pokal der Frauen und Bitburger-Pokal der Herren: Gespannter Blick auf die Auslosung

FVM-Pokal der Frauen und Bitburger-Pokal der Herren: Gespannter Blick auf die Auslosung

Es ist das Hoffen auf einen Gegner mit klangvollem Namen, das die vermeintlich kleinen Teams im Bitburger Pokal und FVM-Pokal der Frauen eint. Und so gilt ihr gespannter Blick am Dienstag, 7. Oktober, 19 Uhr, der Auslosung, die der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) vornimmt und auf Facebook (www.facebook.com/fvm.de) überträgt. Ermittelt werden die Paarungen des Achtelfinals im Bitburger-Pokal der Herren und FVM-Pokal der Frauen sowie die Play-Off-Partien im Wettbewerb der Frauen.

„Wir werden die Auslosung vor dem Training gemeinsam in der Cafeteria verfolgen“, sagt Michael Schenker, der Vorsitzende des SSV Jan Wellem 05. Als einer von drei verbliebenen Bezirksligisten ist der Verein aus Bergisch Gladbach einer der besagten Underdogs im Bitburger-Pokal. „Wir wollen natürlich eine Runde weiterkommen, aber nehmen gerne auch ein ganz großes Event mit“, erklärt er. So ein großes Event wäre etwa ein Spiel gegen den Drittligisten Alemannia Aachen. Das hätte vor allem für einen SSV-Akteur besonderen Charme: Angreifer Sascha Marquet Aachen kam im Sommer von der Alemannia ins Team um Coach Alexander Voigt, der vielen als langjähriger Profi des 1. FC Köln in Erinnerung geblieben ist.

SSV Jan Wellem verfügt über regionalligaerfahrene Spieler

„Er wollte sich neu orientieren und wohnt um die Ecke“, erklärt Schenker, wie es zum Engagement des regionalligaerprobten Stürmers gekommen ist. Ähnlich wie Marquet verfügen auch Mittelfeldspieler Hendrik Lohmar und Defensivakteur Yannick Langesberg – beide kamen bereits 2024 – über reichlich Erfahrung in höheren Spielklassen. Und mit Milo McCormick vom Mittelrheinligisten SV Bergisch Gladbach 09 hat man im Sommer erneut die Abwehr verstärkt. Möglich machten dies persönliche Kontakte, betont Schenker „und ein Engagement bei uns muss dann auch zu den privaten Planungen der Spieler passen“, sagt er.

Auch dank der erfahrenen Kräfte verfügt Jan Wellem über eine schlagkräftige Mannschaft, die in der Liga kräftig oben mitmischt und im Pokal erst beim A-Ligisten SV Schöneseiffen (1:0) und dann gegen den Landesligisten SV Kurdistan Düren (3:0) siegte. „Bei uns ist jeder für den anderen marschiert“, erklärt Schenker den Erfolg gegen den spielerisch starken Landesligisten. „Wir mögen Gegner, die mitspielen“, sagt er. Daher sehe man auch gegen höherklassige Kontrahenten oftmals gut aus.

Lebhafte Erinnerung an ein großes Spiel auf dem Tivoli

Auch beim Landesligisten DJK Rasensport Aachen-Brand hofft man auf das große Los. „Mein Wunsch wäre einer der großen Vier“, betont Patrick Mioska, Spieler und Sportlicher Leiter bei der DJK, und meint damit Alemannia Aachen und Viktoria Köln aus der Drittel Liga sowie die beiden Regionalligisten Fortuna Köln und Bonner SC. Er erinnert sich noch lebhaft an ein Erstrunden-Match im Bitburger-Pokal vor einigen Jahren auf dem Aachener Tivoli. Dort ging es unter Flutlicht gegen die große Alemannia. „Wir haben zwar verloren, aber uns gut verkauft und einmaliges Erlebnis mitgenommen“, schaut er zurück.

Seine Mannschaft, davon ist er überzeugt, ist immer wieder in der Lage, den Pokal-Wettbewerb für große Auftritte zu nutzen. „Wir können Leidenschaft auf den Platz bringen und einen besonderen Spirit entwickeln“, sagt er. Die Geschehnisse der vorangegangenen Runde dienen als perfekter Beleg: Gegen den FC Teutonia Weiden, immerhin ein Mittelrheinligist, hatte die DJK nach 70 Minute bereits mit 1:4 zurückgelegen, als eine große Aufholjagd begann. Binnen der verbleibenden 20 Minuten sorgten Catalin-Ionel Pinetea, Luca Diehr und Delany Arigbe für den kaum mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Es ging in die Verlängerung. Nun schlug Arigbe – der schon das 1:0 erzielt hatte – zum dritten Mal zu. Nach 119 Minuten. Aus mehr als 30 Metern Tordistanz. Das 5:4 löste völlige Euphorie aus, jedenfalls bei allen, die es mit Rasensport Brand hielten.

Das Plus an Leidenschaft soll es richten

„Wir haben es schon häufiger geschafft, höherklassige Gegner zu schlagen, aber das war ein besonderes Spiel“, so Mioska, der seit dem Bambini-Alter bei der DJK spielt und dem Team als Sechser Stabilität verleiht. Die Achtelfinal-Auslosung will er nun vor dem Training gemeinsam mit seinen Teamgefährten auf einem Monitor im Besprechungsraum verfolgen.

Auch Linus Werner, Trainer des Bezirksligisten Wahlscheider SV, traut seiner Elf eine couragierte Leistung gegen einen favorisierten Gegner zu. „Man muss bereit dazu sein, mehr zu laufen und mehr zu kämpfen als das andere Team. Dann ist alles ist möglich. So ist der Pokal“, macht er klar. „Ist der Gegner am Ende trotzdem besser, ist das kein Problem. Aber ganz klar, es geht darum, mutig zu sein und mit offenem Visier zu spielen“, so Werner. Seine Mannschaft besteche als starkes Kollektiv, dass über ausreichend Möglichkeiten verfüge, es jedem Rivalen schwer zu machen. Als Routinier in Wahlscheid gilt Kapitän Juri Landgraf. Der 34-Jährige lenkt das Spiel von der Sechserposition aus und hat in Luis Lehnen (21) und Maxim Teichrieb (21) zwei junge, talentierte Spieler an seiner Seite. „Wir freuen uns auf den Bitburger-Pokal. Die Auslosung wird auf jeden Fall reichlich Gesprächsstoff liefern, vor allem, wenn wir einen der Großen erwischen“, ist er überzeugt.

Bonner SC will zurück nach Köln-Höhenberg

Daniel Zillken ist Sportdirektor bei einem der angesprochenen großen Klubs am Mittelrhein. Schließlich spielt sein Bonner SC seit dem Sommer wieder in der Regionalliga. „Wir wissen um die Motivation der anderen Mannschaften und sind gespannt, was auf uns zukommt“, erklärt Zillken. „Klar ist aber, dass wir jeden Gegner brutal ernstnehmen“, stellt er klar. Schließlich nehme man teil, um ins Endspiel zu kommen. Wie vor zwei Jahren, als man dort auf Aachen traf (2:4). „Wir wollen wieder nach Höhenberg“, stellt Zillken klar.

Im Bitburger-Pokal werden sechs Runden inklusive Finale gespielt. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Das Finale findet am 23. Mai 2026 im Kölner Sportpark Höhenberg statt. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Play-Offs-Runde sorgt für Spannung

Im FVM-Pokal der Frauen starten 16 Teams. Zu den neun Kreispokalsiegern kommen die startberechtigten Regionalligisten SV Deutz 05, Vorwärts Spoho Köln und SC Fortuna Köln. Da der Kreispokalsieger des Kreises Köln (Deutz 05) als Regionalligist qualifiziert ist, rückt der zweitplatzierte FC Viktoria Köln direkt ins Achtelfinale. Die übrigen vier Startplätze werden zum dritten Mal in einer Play-Off-Runde ermittelt, die für zusätzliche Spannung sorgt. An dieser nehmen die sieben Vizepokalsieger teil, die aus den Kreisen mit der höchsten Teilnehmerquote am Kreispokalwettbewerb kommen, sowie ein weiteres Team aus dem Kreis Köln. Im FVM-Pokal der Frauen sind inklusive Finale nach der Play-Off-Runde noch vier Runden zu spielen. Klassentiefere Teams genießen auch hier bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Das Finale im FVM-Pokal der Frauen findet am 1. Mai 2026 (Tag der Arbeit) statt. Der Sieger qualifiziert sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals der Frauen.

Bitburger-Pokal der Herren 2025/26

Teilnehmerfeld Achtelfinale

  • TSV Alemannia Aachen (3. Liga)
  • Viktoria Köln (3. Liga)
  • SC Fortuna Köln (RL)
  • Bonner SC (RL)
  • FC Hennef 05 (MRL)
  • SV Eintracht Hohkeppel (MRL)
  • SpVg. Frechen 20 (MRL)
  • FC Pesch (MRL)
  • Siegburger SV 04 (MRL)
  • FV Bonn-Endenich (LL)
  • DJK Rasensport Aachen-Brand (LL)
  • SV Eilendorf (LL)
  • SC Borussia Lindenthal-Hohenlind (LL)
  • Wahlscheider SV (BZL)
  • SSV Jan Wellem Bergisch Gladbach (BZL)
  • SC Elsdorf (BZL)

Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender

  • Achtelfinale: 22. November 2025 (Spiele mit Beteiligung von Regional- und Drittligisten am 19. November 2025)
  • Viertelfinale: 24. bis 26. Februar 2026
  • Halbfinale: 24. bis 26. März 2026
  • Finale: 23. Mai 2026

FVM-Pokal der Frauen 2025/26

Teilnehmerfeld Achtelfiale

  • SV Deutz 05 (RL)
  • Vorwärts Spoho Köln (RL)
  • SC Fortuna Köln (RL)
  • Rot Weiß Merl (MRL)
  • TuS Homburg-Bröltal (MRL)
  • SV Viktoria Rot Weiss Waldenrath/Straeten (MRL)
  • Viktoria Köln (LL)
  • VfL Kommern (BZL)
  • Hinzu kommen die Kreispokalsiegerinnen vom 3. Oktober sowie die Siegerinnen der Play-Off-Partien, die acht der neun Vize-Kreispokalsiegerinnen am 26. Oktober 2025 ausspielen.

Teilnehmerfeld Play-Off-Partien

  • SV Eintracht Hohkeppel (LL)
  • SC Selfkant (BZL)
  • TV Rheindorf (KL)
  • Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch die Zweitplatzierten der Kreispokalwettbewerbe, die am 3. Oktober 2025 ausgetragen werden.

Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender

  • Play Off-Partien: 26. Oktober 2025
  • Achtelfinale: 22. November 2025
  • Viertelfinale: 8. Februar 2026
  • Halbfinale: 29. März 2026
  • Finale: 1. Mai 2026

Ergänzend zur Live-Übertragung der Auslosung auf Facebook unter www.facebook.com/fvm.de präsentiert der FVM die Auslosungsergebnisse am Abend der Auslosung auch auf seiner Internetseite www.fvm.de.

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