Beim SV Viktoria Waldenrath-Straeten darf weiter geträumt werden. „Wir sind dem Titelgewinn und der erneuten Teilnahme am DFB-Pokal einen Schritt näher gekommen. Das steht fest“, sagte Viktoria-Abteilungsleiterin Monique Pelzer nach dem 6:0 (2:0)-Erfolg ihrer Mannschaft in der ersten Runde des FVM-Pokals der Frauen beim Bezirksligisten TuS Homburg-Bröltal aus dem Fußballkreis Berg. Zuletzt war der Mittelrheinligist aus dem Kreis Heinsberg nach der pandemiebedingten Absage des FVM-Pokals per Losentscheid in den nationalen Cup-Wettbewerb eingezogen und hatte dort im August mit dem Spiel beim fränkischen Landesligisten SpVgg Germania Ebing vor beinahe 500 Zuschauern an (2:3) einzigartige Erfahrungen gesammelt. „Das würden wir gerne nochmal erleben“, so Pelzer, die sich in der zweiten Runde eine lösbare Aufgabe erhofft. „Die dicken Brocken kommen noch früh genug“, sagt sie.
Zu diesen dicken Brocken zählt zweifellos auch Alemannia Aachen. Der Regionalligist hat sich auf den Weg gemacht, um ein Wörtchen um die Titelvergabe mitzusprechen. Die erste Hürde hat die Mannschaft dabei letztlich souverän genommen. Beim Mittelrheinligisten GW Brauweiler feierten die Aachenerinnen einen 4:1 (1:1)-Sieg. „Wir haben uns anfangs etwas schwer getan“, fand Thomas Minartz, der Sportlicher Leiter der Aachenerinnen. Der Führungstreffer von Fabienne Meder (6.) habe noch nicht die nötige Sicherheit gebracht. Erst nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich und dem Seitenwechsel sei man richtig ins Rollen gekommen. „Der Elfmeter zum 2:1 war dann der Knackpunkt“, so Minartz. Letztlich habe „eine geschlossene Mannschaftsleistung“ zum Erfolg geführt. „Für den Verein ist es auf jeden Fall sehr wichtig, dass das Männer- und Frauen-Team weiter im Pokal dabei ist“, findet der Sportliche Leiter.
Fortuna Köln siegt deutlich
Die beiden übrigen Regionalligisten Vorwärts SpoHo (2:0 beim Mittelrheinligisten Union Biesfeld) und SV Menden (1:0 beim Landesligisten SpVg Wesseling-Urfeld) sind ebenfalls weiter im Wettbewerb vertreten. Und auch Mittelrheinliga-Spitzenreiter Fortuna Köln hat seine Hausaufgaben erledigt: Der Südstadtklub, als Pokalsieger der Saison 2019/2020 der letzte reguläre Titelträger, setzte sich souverän mit 6:0 (2:0) beim Landesligisten TuS Birk aus dem Rhein-Sieg-Kreis durch.
Noch torreicher ging es in Ekelenz, also tief im Westen des Verbandsgebiets zu. Dort hatte die Auslosung der ersten Runde für ein Derby zweier Bezirksligisten gesorgt. Letztlich musste sich der SV SW Schwanenberg dem Lokalrivalen SC Selfkant am Donnerstag mit 2:6 (1:4) geschlagen geben. Lutz Obertüschen, Trainer des SV Schwarz-Weiß, sagte, die Niederlage sei unter dem Strich berechtigt gewesen. „Vor allem in den ersten 60 Minuten war Selfkant überlegen. Trotzdem war es ein gutes Erlebnis, denn es war ein faires Spiel vor vielen Zuschauern“, so der Coach. Er hofft nun auf eine erfolgreiche Revanche in der Meisterschaft. Dort treffen die beiden Mannschaften bereits am Sonntag erneut aufeinander.
Perfekter erster Auftritt im FVM-Pokal
Noch glücklicher war verständlicherweise SC-Trainerin Nicole Kosak nach dem ersten FVM-Pokalspiel des erst 2016 aus dem Zusammenschluss der Fußballabteilungen des VfR Tüddern 1912, SV 67 Havert-Stein und SV Höngen-Saeffelen hervorgegangenen Vereins: „Es war ein sehr souveräner Auftritt von uns. Die Mädels haben richtig gut losgelegt, schöne Spielzüge gezeigt und die Fehler des Gegners eiskalt ausgenutzt.“ Lean Fiddelers erzielte vier Tore, zudem trafen Tamara Kistermann und Estelle Jamilla Zaad für ihr Team. Dass sie mit Stürmerin Laura Heuter die ihres Erachtens beste Spielerin der Partie habe angeschlagen auswechseln müssen, sei der einzige Wermutstropfen. „Wir hoffen, dass sie am Sonntag wieder fit ist“, so Kosak, die bei der Auslosung am Donnerstag, 4. November, erneut auf eine lösbare Aufgabe für ihre Mannschaft spekuliert. „Wir wollen schließlich noch ein bisschen weiterkommen“, sagte Kosak.
Im FVM-Pokal der Frauen werden fünf Runden inklusive Finale absolviert, das am 16. Juni ausgespielt wird. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich des Halbfinals Heimrecht. Das Siegerteam des FVM-Pokals der Frauen qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals.
Termine:
- Achtelfinale: 20. November 2021
- Viertelfinale: 16. April 2022
- Halbfinale: 26. Mai 2022
- Finale: 16. Juni 2022
Rückblick zur ersten Runde im Bitburger-Pokal: Erste Überraschung am ersten Abend!
