Das Endspiel entfaltet seinen Zauber

Die beiden Finalisten des Bitburger-Pokals, Viktoria Köln und Alemannia Aachen, blicken voller Vorfreude der Begegnung am Samstag (13 Uhr) im Bonner Sportpark Nord entgegen.

Das Endspiel entfaltet seinen Zauber

Hinter den Finalisten des Bitburger-Pokals liegt eine kräftezehrende Saison. Das machten die Trainer des Drittligisten Viktoria Köln und Regionalligisten Alemannia Aachen bei der Online-Pressekonferenz des FVM vor dem Endspiel deutlich. Die Vorfreude auf das Finale am Samstag (13 Uhr) im Bonner Sportpark Nord trübt der Blick in den Rückspiegel aber keineswegs.

Die Spielzeit sei angesichts vieler Rückschläge jeden Tag ein Kraftakt gewesen, man könne nicht zufrieden sein, erklärte Alemannia-Coach Kristoffer Andersen, aber nun warte die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben. „Wir können jetzt einen Titel holen. Wer da nicht motiviert ist, ist fehl am Platze“, so Andersen. Sein Pendant vom Kölner Drittligisten, Olaf Janßen, schloss sich dieser Einschätzung an. Man sei auf der letzten Rille unterwegs. Denn es habe allen viel Energie abverlangt, die sportliche Wende zu schaffen, sich von den Abstiegsrängen zu entfernen und die Serie auf Rang zwölf abzuschließen. Das Finale sei nun eine Belohnung, die man sich hart erarbeitet habe. „Die Jungs werden daher alles raushauen“, kündigt Janßen an.

FVM-Präsident Neuendorf erwartet packende Partie

Auch FVM-Präsident Bernd Neuendorf hat keinen Zweifel, dass sich im Sportpark Nord zwei Teams messen werden, die vor Siegeswillen strotzen. Beide Vereine hätten bereits Pokalgeschichte geschrieben und sich stets packende Begegnungen geliefert. Tatsächlich hat es dieses Duell auch schon im Finale gegeben: 2018 setzte sich die Viktoria mit 2:0 nach Verlängerung durch, ehe das Team im DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig angesichts eines 1:3 nach Verlängerung nur knapp eine Sensation verpasste. Die Historie des Kontrahenten aus Aachen ist reich an solchen Einträgen. Die Alemannia war jahrzehntelang in den höchsten Spielklassen vertreten und erreichte 1953, 1965 und 2004 sogar das Endspiel im DFB-Pokal.

Derlei Statistiken interessieren Andersen nur am Rande. Genau wie die eigene Erfolgsbilanz. Als Spieler stand er mit Aachen und später mit Fortuna Köln mehrmals im Finale. Den Pokal gewann er jedoch nie. „Vielleicht läuft es ja jetzt als Trainer besser“, sagte der 35-Jährige. In erster Linie gehe es aber um den Verein. „und das hat die Mannschaft verstanden.“

Janßen glaubt an enges Duell

Janßen schenkt diesen Worten Glauben. Man stelle sich auf einen Gegner ein, der bereit ist alles reinzuwerfen. Da zähle es Nullkommanull, dass seine Mannschaft eine Klasse höher spiele. „Beide wollen unbedingt den Pott holen. Jeder freut sich darauf. So ein Finale ist überhaupt nicht mit der Meisterschaft zu vergleichen. Da steckt eine ganz andere Emotion dahinter“, betont er.

FVM-Präsident Bernd Neuendorf freut sich über motivierte Finalisten. „Ich bin froh, dass der Ball im Pokal rollen kann und wir beim 6. Finaltag der Amateure einer der 13 beteiligten Landesverbände sind“, so Neuendorf. „Ich finde es außerdem wichtig, dass wir eine sportliche Lösung gefunden haben und den Teilnehmer im DFB-Pokal sportlich ermitteln können. Mein Dank gilt allen Vereinen, die der verkürzten Version des Wettbewerbs zugestimmt und damit zu einer solidarischen Lösung beigetragen haben“, so der Präsident. Am diesjährigen Wettbewerb hatten nur die fünf Regionalligisten und Drittligist Viktoria Köln teilgenommen. Die 26 übrigen qualifizierten Teams erhalten im Gegenzug eine Ausgleichszahlung und sind zudem automatisch beim Verbandspokal in der kommenden Saison dabei.

Kein Ticketverkauf möglich

Neuendorf sagte, ein Wermutstropfen sei der Verzicht auf einen Ticketverkauf. Zwar wären nach jetzigem Stand 500 Zuschauer erlaubt. „Aber angesichts eines unberechenbaren Pandemieverlaufs haben sich alle Beteiligten auf einen Verzicht verständigt. Über uns hätte sonst das Damoklesschwert einer Rückabwicklung geschwebt, sobald ein Corona-Hotspot auftaucht“, sagte er. Die Fans können dennoch dabei sein. Der WDR überträgt die Partie in einer Konferenzschaltung von 13 Uhr an im Fernsehen und online bei „sportschau.de“. Die beiden Vereine richten zudem einen Livestream ein. Und die ARD-Sportschau zeigt ab 18 Uhr Zusammenfassungen aller Finals. Zudem wird das Finale über beiden Internetseiten der Vereine als kompletter Livestream zu sehen sein. „Das“, so Neuendorf, „ist auf jeden Fall eine gute Nachricht für alle Anhänger.“

 

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