Bitburger-Pokal: Den Titelverteidiger ins Wanken gebracht

Im Achtelfinale des Bitburger-Pokals lässt der A-Ligist SV Weiden den Titelverteidiger FC Viktoria Köln ums Weiterkommen zittern. Letztlich setzt sich der Drittligist knapp mit 1:0 durch. Regionalligist FC Wegberg-Beeck scheitert am Mittelrheinligisten FC Hürth, während der FC Pesch einen deutlichen Sieg feiert.

Bitburger-Pokal: Den Titelverteidiger ins Wanken gebracht

Das Achtelfinale im Bitburger-Pokal bot die nächste große Überraschung. Nachdem mit dem Bonner SC bereits ein Regionalligist in der ersten Runde am Mittelrheinligisten FC Pesch gescheitert war, verabschiedete sich nun auch der FC Wegberg-Beeck aus dem Wettbewerb. Der Regionalligist um seinen Trainer Mark Zeh musste sich am Mittwochabend beim Mittelrheinligisten FC Hürth mit 1:2 n.V. (1:0, 1:1) geschlagen geben. „Das hatten wir wirklich nicht auf dem Plan stehen“, sagte Wegbergs Sportlicher Leiter Friedel Henßen nach der Partie. Seine Elf bestimmte das Geschehen über weite Strecken und hatte auch die Mehrzahl der Chancen, der Ertrag blieb aber überschaubar. Nach Jonathan Lifekas Treffer zum 1:0 (12.) glückte kein weiteres Erfolgserlebnis. „Wir haben einfach zu viel liegen lassen“, fand Henßen. 

Aus 16 Metern Tordistanz traf Alexander Vaasen für aufopferungsvoll kämpfende Hürther zum 1:1 (52.). Damit ging es in die Verlängerung. Der Wegberger Marc Kleefisch vergab eine große Kopfballchance, ehe sein Mitspieler Shpend Hasani am starken Torwart der Gastgeber scheiterte. Kurz darauf stand dann Luka Ziegler goldrichtig. Nachdem der Wegberger Keeper einen Freistoß von Yousef Keshta hatte parieren können, schob er den Abpraller aus kurzer Distanz zum entscheidenden 2:1 über die Linie und versetzte die Anhänger des FC Hürth in Euphorie. „Wir sind für unsere Nachlässigkeiten bestraft worden. Dass es so kurz vor Schluss passiert ist, war doppelt bitter“, so Henßen.

 

 A-Ligist SV Weiden beeindruckt Wunderlich

Der FC Viktoria Köln hat hingegen das Viertelfinale erreicht – wenn auch nicht ohne zu zittern. Rund 800 Zuschauer auf der Anlage des SV Weiden sahen, wie ein leidenschaftlich agierender A-Ligist den Titelverteidiger ins Wanken brachte. Dabei hatte der SV Weiden sogar die erste große Chance der Partie, als Niklas Boedts unbedrängt zum Abschluss kam. Der Angreifer zielte aber zu hoch (18.). Viktoria-Akteur Nikolaj Möller, der nach 22 Minuten noch an der Latte gescheitert war, brachte den Favoriten dann schließlich doch in Führung (41.). Und dieser knappe Vorsprung sollte letztlich zum Weiterkommen reichen. „Kompliment an den SV Weiden. Diese Mannschaft hat über 90 Minuten sehr diszipliniert verteidigt und ihre Ordnung beibehalten. Wir haben hingegen zu oft die falsche Entscheidung getroffen und uns schwer getan“, fand Viktoria-Vizepräsident Franz Wunderlich. Letztlich zähle aber nur das Weiterkommen. 

Der Weidener Coach Markus Hilmer war derweil trotz des Ausscheidens begeistert: „Läuferisch und taktisch haben die Jungs es überragend gemacht.“ Ein Sonderlob verdiente sich SVW-Torhüter Martin Vazquez. Der 31-Jährige zeigte mehrfach starke Paraden. „Letztlich war es ein wunderschöner Abend, an dem es nur Gewinner gab“, so Hilmer, dessen Team von den Anhängern lautstark gefeiert wurde. 

 

FC Pesch stellt früh die Weichen

Souveräne Siege feierten die beiden Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven und FC Pesch. Beide Teams setzten sich auf fremdem Platz mit 4:1 durch. Während die Borussia beim Landesligisten TuS Oberpleis gewann, war Pesch beim Ligarivalen VfL Vichttal erfolgreich. „Wir haben zwei frühe Tore gemacht, das hat uns sehr geholfen“, so der Pescher Trainer Ali Meybodi. Letztlich habe man auch in der Höhe verdient gewonnen. Im Viertelfinale stehen auch Landesligist 1. FC Spich (3:1 beim A-Ligisten FC Flerzheim) und Mittelrheinligist 1. FC Düren (3:1 beim Landesligisten SV Eintracht Hohkeppel).

 

Alemannia und Fortuna müssen im Januar ran

Erst im neuen Jahr müssen die beiden übrigen Regionalligisten Fortuna Köln und Alemannia Aachen ran. Die Kölner bekommen es am 15. Januar 2022 auswärts mit dem Landesligisten FC Germania Teveren zu tun, während die Alemannia am 26. Januar 2022 versuchen wird, in der Partie gegen den Bezirksligisten TuS Langerwehe das Viertelfinalticket zu lösen.

Insgesamt werden im Bitburger-Pokal sechs Runden (inklusive Finale) gespielt, bis der Pokalsieger feststeht. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Der Sieger des Pokals qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals. 

 

Die Partien des Achtelfinals im Bitburger-Pokal:

  • FC Hürth (ML) - FC Wegberg-Beeck (RL West) 2:1 n.V.  
  • SV Eintracht Hohkeppel (LL) - 1. FC Düren (ML) 1:3
  • FC Flerzheim (KLA) - 1. FC Spich (LL) 1:3
  • SV Weiden (KLA) - FC Viktoria Köln (3. Liga) 0:1
  • VfL 08 Vichttal (ML) - FC Pesch (ML) 1:4
  • TuS Oberpleis (LL) - SC Borussia Freialdenhoven (ML) 1:4
  • TuS 08 Langerwehe (BL) - TSV Alemannia Aachen (RL West) 26. Januar 2022
  • FC Germania Teveren (LL) - SC Fortuna Köln (RL West) 15. Januar 2022

Details zu den Spielen und aktuelle Ansetzungen unter www.fussball.de

 

Termine:  

  • Ausstehende Partien des Achtelfinals: 15. und 26. Januar 2022
  • Viertelfinale: 2. März 2022
  • Halbfinale: 16. bzw. 19. - 21. April 2022
  • Finale: 21. Mai 2022 

 

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