Das Achtelfinale im FVM-Pokal der Frauen wirft seine Schatten voraus. Wobei die Fußballerinnen des Landesligisten Rot-Weiß Merl derzeit eher für Licht als für Schatten stehen. Das Team aus dem Meckenheimer Stadtteil eilt von Sieg zu Sieg und strotzt nur so vor Vorfreude und Selbstvertrauen. Am Wochenende gewann Merl mit 4:0 beim TuS Birk. Es war der siebte Erfolg im siebten Meisterschaftsspiel. Und auch das Torverhältnis liefert mit 44:1 beeindruckende Zahlen. „Wir sind richtig gut drauf. Das ist klar“, sagt RW-Geschäftsführer Leopold Trummer.
Mit Blick auf die Pokalpartie am Mittwoch, den 17. November 2021 (20 Uhr, Kunstrasenplatz Gerhard-Boeden-Straße, Meckenheim), gegen den Regionalligisten SV Menden sagt er: „Wir sind sicherlich immer noch Außenseiter, aber wir wollen den Rückenwind nutzen und Menden ein Bein stellen.“ Er freue sich auf ein außergewöhnliches Spiel. Auch RW-Trainer Rafael Tomasko will den Höhenflug nur allzu gerne fortsetzen. „Mal sehen, was geht“, sagt er trocken. Seine Mannschaft sei ein starkes Kollektiv und verfüge mit Anna-Lena Leipelt über eine Stürmerin in Topform. Tatsächlich hat die Angreiferin in sieben Liga-Spielen bereits 19 Tore erzielt. Und auch beim 5:2 n.V. bei der SG Erfthöhen in der ersten Pokalrunde brachte Leipelt Rot-Weiß Merl mit ihren Toren auf die Siegerstraße.
Die Besten werden spielen
Beim SV Menden waren solche Erfolgserlebnisse zuletzt seltener. Das Team kämpft um den Klassenerhalt. „Menden hat vielleicht ein wenig Probleme, aber dieser Gegner spielt immer noch zwei Ligen höher als wir“, relativiert Tomasko die Situation des Kontrahenten.
Sein Pendant auf der Mendener Bank sieht das ähnlich. „Wir sind der Regionalligist und wenn wir die Aufgabe konzentriert angehen, werden wir uns auch durchsetzen“, so SV-Coach Markus Rothe. Er rechnet jedoch mit einem „äußerst motivierten Gegner“. Rothe sagt: „Merl dominiert die eigene Liga, die Spielerinnen werden sich sicherlich extrem auf den Vergleich mit einem Regionalligisten freuen. Das kann Kräfte freisetzen.“ Daher werde er auch niemanden schonen, sondern die beste Elf auf den Platz schicken. Trotz der kräftezehrenden Meisterschaft wolle man im FVM-Pokal unbedingt dabei bleiben. „Dieser Wettbewerb hat eben seinen besonderen Reiz“, sagt der Trainer, dessen Team in der ersten Runde einen 1:0-Sieg beim Landesligisten SpVg Wesseling-Urfeld feierte.
Ligainternes Duell in Hellenthal
Mit der SG Oleftal und dem TV Konzen glückte zwei anderen Landesligisten der Sprung ins Achtelfinale. Oleftal gewann mit 2:0 beim Landesligisten TV Hoffnungsthal und Konzen mit 3:2 beim Landesligisten DJK Südwest Köln. Nun treffen die Rivalen aus der Staffel zwei im Cup aufeinander. „Das ist ein Duell auf Augenhöhe und bietet damit eine realistische Chance, das Viertelfinale zu erreichen“, sagt die Konzener Obfrau Carmen Leuther. „Jede weitere Runde ist ein Erfolg für uns. Die Gegner werden immer besser und man sieht, wo man wirklich steht.“ Gegen Oleftal erwartet Leuther ein enges Spiel. Die bisherigen Begegnungen der beiden Mannschaften hätten wechselnde Sieger gefunden, ein Favorit sei also nicht auszumachen.
SGO-Coach Christof Hilgers blickt der Partie am Samstag (16 Uhr, Rasenplatz Hellenthal) mit gemischten Gefühlen entgegen: „Wir wollen nur allzu gerne die Chance auf das Weiterkommen ergreifen, aber personell wird es sehr dünn bei uns.“ Das Verletzungspech der vergangenen Wochen sorge für einige Ausfälle und dafür, „dass einige angeschlagenen Spielerinnen auf die Zähne beißen müssen“, betont er. Dennoch traut er seiner Elf um Spielführerin Lea Mehren eine Erfolg zu.
Alemannia Aachen spielt beim SV Allner-Bödingen
Spannende Spiele versprechen auch die übrigen Paarungen. Mit den Regionalligisten Alemannia Aachen (beim SV Allner-Bödingen) und Vorwärts SpoHo Köln (beim TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch) sind zwei Favoriten bei Mittelrheinligisten gefordert.
Im FVM-Pokal der Frauen werden fünf Runden inklusive Finale gespielt. Klassentiefere Teams genießen in allen Runden bis einschließlich des Halbfinals Heimrecht. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals.
Die Paarungen im Achtelfinale des FVM-Pokals der Frauen:
SV Deutz 05 (ML) - SV Viktoria RW Waldenrath-Straeten (ML)
SC West Köln (ML) - Eintracht Kornelimünster (ML)
SC Selfkant (BL) - SC Fortuna Köln (ML)
Rot-Weiß Merl (LL) - SV Menden (RL)
SG Oleftal (LL) - TV Konzen (LL)
SV Allner-Bödingen (ML) - TSV Alemannia Aachen (RL)
Spfr. Ippendorf (ML) - Sieger aus SC Wißkirchen (BL) - SF Uevekoven (ML)
TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch (ML) - Vorwärts Spoho Köln (RL)
Aktuelle Ansetzungen unter www.fussball.de
Termine:
Achtelfinale: 20. November 2021
Viertelfinale: 16. April 2022
Halbfinale: 26. Mai 2022
Finale: 16. Juni 2022
Auslosung Viertelfinale: im Frühjahr 2022
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