Vereinsdialog beim RSV Rath-Heumar – der Kunstrasenplatz ist das zentrale Thema

Im Rahmen des „Masterplans Amateurfußball“ begab sich FVM-Präsident Alfred Vianden am 19. Januar 2016 in den Austausch mit den Vereinsvertretern des RSV Rath-Heumar aus dem Fußballkreis Köln. Ein Dialog mit Vereinsvertretern, die die Vereinszukunft vom Kunstrasenplatz abhängig machen.

Vereinsdialog beim RSV Rath-Heumar – der Kunstrasenplatz ist das zentrale Thema

Der Rasensportverein Rath-Heumar steht für eindeutige Werte und Ziele. Dabei soll der Fußballsport nicht nur als Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene dienen, vielmehr steht die soziale und integrative Entwicklung im Vordergrund.

Man sollte meinen, dass die Rahmenbedingungen dem RSV in die Karten spielen: acht Jugend-, zwei Senioren- und eine Alte-Herren-Mannschaft,  bilden den aktiven Teil der insgesamt 328 Mitglieder der Fußballabteilung. Auch das Ballungsgebiet Köln, das seit Jahren einen starken Zuwachs hat, ist neben der zentralen Lage der Sportanlage ein Vorteil. Eine heile Welt bei den Rath-Heumarer Fußballern – würde ein Außenstehender behaupten. Wäre da nur nicht das Problem mit dem Aschenplatz.

Seit ungefähr fünf Jahren sind die Vereinsvertreter bemüht, den Aschenplatz in einen modernen Kunstrasenplatz umwandeln zu lassen. Dass dies bisher nicht gelungen ist, hat folgende Ursache: Zur Finanzierung des Platzes benötigt der Verein einen 20-jährigen Pachtvertrag. Den müsste der Verpächter allerdings unterschreiben, was bisher nicht der Fall war, da seine Spekulationen auf der Umwandlung des Geländes in Bauland liegen. Die Stadt Köln hat zugesagt, dass der Platz an der jetzigen Stelle erhalten werden muss und nicht als Wohnungsbebauung zugelassen ist. Eine Situation, die nicht im Interesse der Stadt Köln, dem Verpächter und den Vereinsvertretern ist. Und vor allem solch eine, die bei der der Fußballabteilung des RSV Unzufriedenheit bereitet.

„Wir stellen seit einiger Zeit fest, dass die Zahl der Vereinsabmeldungen stetig zunimmt und auf keinen Fall mehr im Verhältnis zu den Anmeldungen steht“, betonte der RSV-Vorsitzende, Hans-Georg Offermann und fuhr fort: „Die Ursache dafür ist der Aschenplatz, der unsere Kinder und Jugendliche in die umliegenden Nachbarvereine vertreibt.“ Der Fußballplatz ist ein möglicher Grund, ebenso wichtig ist aber auch die gute Qualifizierung innerhalb des Vereins. „Gut ausgebildete Trainer und Betreuer sowie eine engagierte Vereinsführung sind das A&O für die Gewinnung von Mitgliedern“, erläuterte FVM-Präsident Alfred Vianden und verwies auf die zahlreichen Aus- und Fortbildungsangebote des Fußballkreises Köln und des FVM.

Neben dem zentralen Thema Kunstrasenplatz ergaben sich aus dem Dialog auch noch spannende Ideen rund um die Weiterentwicklung des Ü-Spielbetriebs und die allgemeine Kommunikation zwischen Vereinsvertreter, Kreis und Verband. Auch  interessante Anregungen zu einer besseren Spielplangestaltung und Ordnungsgeldverfahren wurden diskutiert.

Anlass des Abends war der Masterplan Amateurfußball, der 2013 vom DFB und seinen Landesverbänden initiiert wurde und den Amateurfußball unterstützen und stärken soll.

Teilnehmer:

RSV Rath-Heumar: Hans-Georg Offermann (1. Vorsitzender), Michael Nowaczewski (Abteilungsleiter Fußball), Matthias Kirschbaum (stellv. Abteilungsleiter), Bernd Hölzemann (Geschäftsführer Fußball), Norbert Reichmann (Kassenwart), Axel Bender (Jugendleiter), Udo Mikler (stellv. Jugendleiter)

FVM: Alfred Vianden (Präsident), Werner Jung-Stadié (Vorsitzender Fußballkreis Köln), Moritz Fölger (Referent Masterplan), Timo Schmidt (Masterplan-Mitarbeiter)

Bild: v.l.n.r.: Matthias Kirschbaum, Moritz Fölger, Udo Mikler, Bernd Hölzemann, Hans-Georg Offermann, Norbert Reichmann, Michael Nowaczewski, Werner Jung-Stadié, Karl Brosch, Alfred Vianden

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