Erfolgreiche Premiere: Vereinsentwicklungskongress bringt Vereine zusammen

Erfolgreiche Premiere: Vereinsentwicklungskongress bringt Vereine zusammen

Am 12. September 2026 fand in der Sportschule Hennef der erste Vereinsentwicklungskongress des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) statt. Dabei erhielten die Teilnehmer*innen praxisnahe Impulse und Antworten auf zentrale Zukunftsfragen des Vereinslebens. Im Fokus standen unter anderem Strategien zur Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen, die Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs sowie die digitale Organisation des Vereinsalltags. Darüber hinaus bot der Kongress zahlreiche weitere Anregungen, um Vereine zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen.

Durch den Kongresstag führten Daryousch Argomand, Leiter Team Basisberatung & Club-Berater des FVM, sowie Oliver C. Daniels, Vorsitzender der Kommission für Vereinsberatung. Zahlreiche Vereinsverantwortliche aus dem Verbandsgebiet nutzten die Premiere des Formats, um neue Impulse für ihre Vereinsarbeit zu erhalten und sich mit anderen Engagierten auszutauschen.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf eröffnet den Kongress

Zum Auftakt begrüßte DFB-Präsident Bernd Neuendorf die Teilnehmer*innen und unterstrich die Bedeutung der Vereinslandschaft in Deutschland: „Wir müssen die Vereinslandschaft, wie wir sie haben, wie einen Schatz hüten. Denn so wie wir das hier haben, mit so vielen Clubs, Spieler*innen und engagierten Personen, ist das, glaube ich, einmalig auf der Welt. Daher ist es wichtig, solche Veranstaltungen wie diese zu schaffen.“

Anschließend gab Linda Schöttler, Sportdirektorin von Bayer 04 Leverkusen, in einem Impulsvortrag Einblicke in die Bedeutung des Frauen- und Mädchenfußballs für die Entwicklung von Vereinen. In der anschließenden Fragerunde diskutierten die Teilnehmer*innen über die Möglichkeiten den Frauenfußball in ihren Vereinen weiterzuentwickeln. Im weiteren Verlauf des Vormittags standen die ersten Workshops auf dem Programm. Dabei konnten die Vereinsvertreter*innen zwischen den Themen „Kaderplanung und Vertragsgestaltung“, „Mit Plan in die Zukunft – Wie kann mein Verein strategisch arbeiten?“ sowie „Führungsverantwortung und Rollenverständnis im Verein“ wählen.

Nach der Mittagspause sorgte ein gemeinsames Aktivierungsspiel für Bewegung und lockere Stimmung, ehe Patrick Bonacker, Teamleiter Vereinsentwicklung beim DFB, das Projekt „Digitales Vereinsheim“ vorstellte. Die geplante Anwendung soll Vereinen künftig ermöglichen, zahlreiche organisatorische Aufgaben zentral über eine App zu verwalten und damit die Vereinsarbeit zu erleichtern.

In einer zweiten Workshop-Phase standen anschließend die Themen Ehrenamtsentwicklung, Aufbau des Mädchen- und Frauenfußballs sowie erneut die strategische Vereinsentwicklung im Fokus. Insbesondere der Austausch von Praxisbeispielen und Erfahrungen aus dem Vereinsalltag wurde von den Teilnehmer*innen intensiv genutzt.

Ein weiterer Höhepunkt waren die anschließenden Themen-Tische. Vertreter*innen des FVM, des Deutschen Fußball-Bundes und des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen informierten dort über verschiedene Angebote und tauschten sich direkt mit den Vereinsverantwortlichen aus. An den Ständen zu den Themen Qualifizierung, gesellschaftliche Verantwortung, Clubberatung, Spielformen, Walking Football, digitale Vereinsorganisation und strategische Vereinsentwicklung entstanden zahlreiche Gespräche und neue Kontakte. Den Abschluss des Kongresstages bildete ein Vortrag der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Dabei erhielten die Teilnehmer*innen Informationen zu verschiedenen Fördermöglichkeiten für Vereine sowie praktische Hinweise zur Beantragung von Fördermitteln.

"Tolle Redner und sehr gute Referenten"

Die Resonanz auf die Premiere des Vereinsentwicklungskongresses fiel durchweg positiv aus. Sebastian Sander vom VfVuJ 1902 Winden lobte die Organisation und das abwechslungsreiche Programm: „Ich finde den Vereinsentwicklungskongress sehr gut organisiert. Es ist gut besucht, wir haben tolle Redner und in den Workshops sehr gute Referenten. Deswegen macht es Spaß.“ Auch für die praktische Vereinsarbeit konnten viele Teilnehmende wertvolle Anregungen mitnehmen. Sander gewann insbesondere aus dem Workshop zur Kaderplanung neue Erkenntnisse: „Die Kaderplanung noch einmal strukturierter anzugehen, sich die Altersstruktur und das Leistungsniveau anzuschauen, war echt hilfreich.“

Jochen Brodeßer vom FC Hertha Rheidt hob vor allem die Impulse zur Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen hervor. „Gerade was die Gewinnung von Ehrenamtlern angeht, konnte ich vieles mitnehmen. Aber auch, wie Trainerinnen und Trainer gewonnen, begleitet und später wertschätzend verabschiedet werden können.“ Für Björn Kurnitzki von den Sportfreunden Aegidienberg stand insbesondere der Austausch untereinander im Mittelpunkt: „Du kommst miteinander ins Gespräch, schaust über den Tellerrand hinaus und entwickelst neue Ideen. Tatsächlich habe ich viele Anregungen mitgenommen, die bei uns im Verein weiter diskutiert werden.“ Ähnlich positiv fiel das Fazit von Thomas Nellen vom SV Adler Dellbrück aus. Der neue Vorstandskollege nutzte den Kongress gezielt, um Impulse für seine Vereinsarbeit zu sammeln: „Das Thema Förderanträge, aber auch das Netzwerken und die neu geknüpften Kontakte werden mir für die Arbeit im Verein auf jeden Fall weiterhelfen.“

Mit dem ersten Vereinsentwicklungskongress hat der FVM eine Plattform geschaffen, auf der Vereinsverantwortliche voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam an Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft arbeiten konnten. Die gelungene Premiere zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an Austausch, Weiterbildung und Vernetzung innerhalb der Vereinslandschaft am Mittelrhein ist.

Nach oben scrollen