Gespannter Blick auf die Auslosung von Bitburger- und Schaebens-Pokal

Gespannter Blick auf die Auslosung von Bitburger- und Schaebens-Pokal

Für einige Fußballvereine beginnt das neue Jahr berechtigterweise mit einem alten Traum. Es ist der Traum von großen Taten und Erfolgen im Cup. Daher blicken acht Frauen- und acht Männer-Mannschaften auch gespannt der live via Facebook aus Hennef übertragenen Auslosung der Viertelfinals im Schaebens-Pokal der Frauen und Bitburger-Pokal entgegen. Am Dienstag, 13. Januar, 19 Uhr, ist es so weit. Dann werden die Paarungen ermittelt. Zum Kreis der Klubs, die träumen dürfen, zählt auch der Regionalligist Bonner SC um seinen Coach Björn Mehnert. Der 49-Jährige hat beim klassenhöchsten Verein der Bundesstadt im Herbst die Verantwortung auf der Bank übernommen und in einem seiner ersten Spiele gleich die Tür zum Viertelfinale im Bitburger-Pokal aufgestoßen.

4:1 gewann seine Elf Mitte November beim nicht weit entfernt beheimateten Mittelrheinligisten FC Hennef 05. Das sei letztlich ein souveräner Erfolg gewesen, schaut Mehnert zurück. Für ihn war es eine Premiere. Erstmals coachte er eine Mannschaft im Cup-Wettbewerb des Fußball-Verbands Mittelrhein. Neu ist ihm das Metier allerdings keineswegs. Als Spieler gewann er mit dem Wuppertaler SV 2005 den Niederrheinpokal und gleiches gelang ihm 2021 als Coach des traditionsreichen WSV. „Ich weiß also durchaus, was den Pokal ausmacht“, sagt er. Es sind emotionsgeladene Begegnungen, die immer einen Gewinner finden und die besondere Perspektive: „Man kann mit wenigen Siegen einen Titel holen und in den noch lukrativeren DFB-Pokal einziehen. Das macht den Reiz aus und daher kann es für uns nur darum gehen, so weit wie möglich zu kommen“, erklärt der BSC-Trainer. Mehnert hofft, bei der Auslosung ein Heimspiel zu erwischen. „Den Gegner nehmen wir, wie er kommt. Es sind ja noch einige Knaller-Vereine dabei“, betont er. Und selbst wenn es gegen einen klassentieferen Kontrahenten gehe, werde man auf der Hut sein. „In der anstehenden Runde ist es sicherlich keine Option mehr, personell zu experimentieren“, so Mehnert.

Sportchef des Siegburger SV 04 steht vor einer Premiere

Mit dem Mittelrheinligisten Siegburger SV 04 ist ein potenzieller Gegner nur wenige Kilometer von Bonn zu Hause. Dort hat Tom Caspers als Sportchef seit kurzer Zeit das Sagen. Er freut sich auf die Pokalpremiere in neuer Position und daher selbstverständlich auch auf die vorhergehende Auslosung. „Wenn es zeitlich passt, werden wir die Ziehung zusammen mit dem Team gucken“, sagt er. Auf ein konkretes Wunschlos will er sich nicht festlegen, „aber einer der Traditionsvereine Alemannia Aachen oder Fortuna Köln wären selbstverständlich super“.

So eine Paarung verspreche ein Spiel, das aufzeige, wie weit man sportlich noch von den Großen entfernt ist und eröffne bei perfektem Verlauf die Chance zum großen Coup. „Gegen einen Drittligisten oder Regionalligisten müsste selbstverständlich bei uns alles passen und der Gegner dürfte keinen Sahnetag erwischen. Grundsätzlich ist im Pokal ja immer etwas möglich“, so Caspers. Man freue sich jedoch keineswegs nur auf die großen Namen der Branche, sondern auch auf jeden anderen Rivalen. Für seine junge Mannschaft und den gesamten Verein sei im Spiel im Bitburger-Pokal eines, in das man auf jeden Fall mit einem positiven Gefühl hinein- und wieder herausgehe.

Maik Honold spekuliert auf Wiedersehen mit den Frauen vom S.C. Fortuna Köln

So ähnlich sieht es auch Maik Honold, Trainer der Frauen des Mittelrheinligisten SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten. Er mag den Wettbewerb und das nicht erst seit dem 3:0-Sieg im Achtelfinale des Schaebens-Pokals beim Ligarivalen SC Alemannia Straß. Auf die Auslosung blicke er gespannt, sagt der Coach. Man habe eigens die Vorbereitungszeit angepasst und die Pause verkürzt, um für das für den 8. Februar angesetzte Viertelfinale fit zu sein. „Wir würden selbstverständlich gerne ein Heimlos bekommen“, erklärt er. Ein Duell mit dem Regionalligisten Fortuna Köln wäre aus seiner Sicht reizvoll. „In den vergangenen beiden Jahren war gegen die Fortuna immer Endstation. Vielleicht sind ja aller guten Dinge tatsächlich drei und wir schaffen die Überraschung“, so Honold. Aber auch eine Partie gegen den Mittelrheinligisten Alemannia Aachen sei selbstverständlich „sehr prestigeträchtig“.

Mit Miriam Senft ist eine Spielmacherin, die es zuletzt zu einem niederländischen Klub verschlagen hatte, zurück in Waldenrath. Zudem ist die Jana Roggen, die Tochter von Co-Trainer Olaf Roggen, nach der Geburt ihres Kindes wieder dabei. „Sie kann auf der Sechs spielen, ist aber sehr flexibel“, sagt Honold über seine Spielerin.

Frauen des Bedburger BV wissen, wie man Favoriten bezwingt

Auf eine neue Spielerin freut sich derweil Tobias Wolf, seit Sommer Chefcoach des Frauen-Landesligisten Bedburger BV: Alina Paschke, die vor einer Pause schon Erfahrung in der Mittelrheinliga beim TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch gesammelt hat, verstärkt Wolfs Team. Abgänge gibt es indes nicht. Der 35-Jährige sagt, er freue sich auf jeden Gegner. Doch ein Kontrahent auf Augenhöhe sei ihm im Viertelfinale lieber. Dass sein BBV aber auch klassenhöhere Mannschaften nicht unbedingt fürchten muss, zeigte das Achtelfinale, als Jüngersdorf-Stütgerloch mit 4:2 nach Verlängerung niedergerungen werden konnte.

Im Schaebens-Pokal der Frauen werden inklusive Finale nach der Play-Off-Runde noch vier Runden gespielt. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Das Finale findet am 1. Mai 2026 (Tag der Arbeit) statt. Der Sieger qualifiziert sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals der Frauen. Im Bitburger-Pokal werden sechs Runden inklusive Finale gespielt. Auch in diesem Wettbewerb haben klassentiefere Teams bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Das Finale findet am 23. Mai 2026 im Kölner Sportpark Höhenberg statt. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Neben den Pokalen der Senioren werden am 13. Januar ebenfalls die Pokalpartien der Juniorinnen und Junioren ausgelost.

Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender

Bitburger-Pokal

Viertelfinale: 24. bis 26. Februar 2026

Halbfinale: 24. bis 26. März 2026 

Finale: 23. Mai 2026

Schaebens-Pokal der Frauen

Viertelfinale: 8. Februar 2026

Halbfinale: 29. März 2026

Finale: 1. Mai 2026

 

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