FVM-Saisoneröffnung der Herren: Beim VfL 08 Vichttal öffnet sich der Vorhang für die neue Saison

FVM-Saisoneröffnung der Herren: Beim VfL 08 Vichttal öffnet sich der Vorhang für die neue Saison

Im Westen des Verbandsgebiets wird in diesem Jahr der Vorhang geöffnet und die Saison im FVM gestartet. Den Auftakt machen der VfL 08 Vichttal und der 1. FC Düren. Die beiden Mittelrheinligisten bestreiten am Freitag, 28. August, 19.30 Uhr, auf dem Sportplatz Dörenberg (Leuwstraße 117) das Match Nummer eins in der Spielzeit 2026/27. „Das ist auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Eintrag in das Geschichtsbuch des Vereins und dokumentiert die tolle Entwicklung des Klubs“, blickt VfL-Coach Andi Avramovic dem Abend entgegen. Sein Pendant auf der Dürener Bank, Philipp Simon, sieht das nicht anders. Beim Auftaktspiel dabei zu sein, sei Auszeichnung und Ansporn zugleich, findet er. „Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel, auch weil es ein Nachbarschaftsduell ist“, sagt er.

Der 32-Jährige rechnet mit einer stimmungsvollen Kulisse, „die sicherlich meinen jungen Spielern noch ein paar Prozentpunkte mehr Motivation geben wird“. Die Spiele gegen Vichttal seien immer umkämpft und eng gewesen. „Diese Begegnung zum Saisonauftakt anzusetzen, ist auf jeden Fall eine gute Idee“, meint er. Den größeren Druck sieht er derweil beim Gegner. Simon zählt Vichttal zu den Aufstiegsfavoriten, während es für seine junge Dürener Equipe darum gehe, „möglichst schnell das Thema Abstiegskampf abzuhaken“.

Coach sieht in richtiger Einstellung den Schlüssel zum Erfolg

Avramovic sieht diese Einschätzung gelassen. „Ich kann die Vergabe der Favoritenrolle nachvollziehen, aber der Gedanke daran bringt uns überhaupt nicht weiter“, sagt er. Denn der Auftakt sei ein typischer Moment, in dem es zuvorderst darauf ankomme, „wer entschlossener auf den Wettkampfknopf drückt“. Sprich: nicht die Ausgangssituation, sondern die Einstellung entscheidet die Partie, findet er. Avramovic will auch nicht mit einer übergeordneten Zielsetzung in die Serie starten, weil es zu viele Unwägbarkeiten gibt. Es gelte vielmehr, von Spiel zu Spiel Antworten auf die Frage zu finden, wo der Weg hinführen kann. „Ich bin kein Freund davon, ständig zu überlegen, was vielleicht herausspringen könnte“, stellt der VfL-Trainer fest.

Die vergangene Spielzeit endete für seine Elf auf Rang fünf, der 1. FC Düren wurde Elfter. Für den Dürener Trainer Simon endete Saison mit einem erneuten Rollentausch. Nach sieben Jahren als Spieler, will er nun nur noch im Notfall selbst auflaufen. Genug zu tun hat er dennoch. Schließlich ist er Sportlicher Leiter geblieben und seit dem Abschied von Luca Lausberg, der eine Pause einlegen wollte, zusätzlich Coach geworden. Eine Schwierigkeit sieht er in der Doppelfunktion nicht. Im Gegenteil. „Man kann beide Rollen gut verbinden. Als Sportlicher Leiter hole ich die Spieler, die ich selbst als Trainer haben will“, erklärt er. Außerdem kenne er seine Schützlinge bestens und wisse, was in deren Köpfen vorgehe. Er traut seinen jungen Spielern einiges zu und überträgt ihnen Freiheit und Eigenverantwortung.

Eigenverantwortung soll Entwicklung ermöglichen

Das soll zu einem Nährboden für die Entwicklung der Talente werden. Nach den Zeiten in der Regionalliga und der zwischenzeitlichen finanziellen Schieflage des Dürener Vereins will Simon den Mittelrheinligisten als Talentschmiede etablieren. Nach dem Umbruch im vergangenen Jahr sind nun erneut acht Spieler gegangen – darunter mit Raban Laux und Emeraude Kongole auch zwei Stammspieler. Zehn neue Spieler sind zum Kader gestoßen. Dazu gehören die beiden Offensivspieler aus der eigenen A-Jugend Mizuki Kawamoto und Malik Tekin. Zur Fraktion der Eigengewächse zählen auch Tom Lautermann, der noch bei den Junioren spielen kann und der bereits zum Jahresbeginn hochgezogene Stürmer Tomoki Kitagawa. Letzterer hat in der Mittelrheinliga seine Treffsicherheit schon bewiesen. Angreifer Janes Pollmann kam derweil aus Vichttal und steht damit vor einem Wiedersehen mit seinen bisherigen Mitspielern. Als Führungskräfte etabliert sind derweil Achter Niklas Koppitz und Innenverteidiger Nils Schütte. Auch Peer Iven und Marcus Peters attestiert Simon trotz ihres jungen Alters eine gute Mentalität.

Avramovic sieht gute Mischung aus jung und alt

Von seinen Spielern überzeugt ist auch VfL-Trainer Avramovic. „Wir haben einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern“, sagt er. Zudem habe man durch die Zugänge die Qualität und damit auch den Konkurrenzkampf erhöht. „Der Begriff Stammspieler existiert bei mir nicht, niemand kann sich ausruhen“, stellt er klar. Als namhafte Verpflichtung gilt Mittelfeldakteur Meik Kühnel, der auf mehreren Stationen Regionalliga-Erfahrung sammeln konnte. Zu den routinierten Kräften im Vichttaler Kader gehören zudem Jan-Henrik Rother und Robin Ahns. Doch beim VfL will man auch Eigengewächsen eine Chance einräumen. Als Vorbild gilt Max Peters, der in der vergangenen Saison den Sprung aus dem eigenen Nachwuchs in den Mittelrheinliga-Kader schaffte. Er muss jedoch mit einem Kreuzbandriss passen. Eine besondere Erfahrung, da ist sich Avramovic sicher, wird die Partie für alle seine Spieler. „Es wird schließlich eine nicht alltägliche Zuschauerzahl geben. Es erwartet uns also ein tolles Kapitel der Vereinsgeschichte, auf das alle stolz sein dürfen“, meint der VfL-Coach. Da ist er sich mit dem Dürener Trainerkollegen Simon einig. „Ich rate meinen Spielern, alles aufzusaugen und mutig zu spielen“, erklärt dieser.

Fairste Mannschaften am Mittelrhein werden geehrt

Zum besonderen Abend werden bei der Saisoneröffnung auch die fairsten Mannschaften der vergangenen Spielzeit geehrt. Diese werden vom FVM mit Pokalen und Preisen im Rahmen des WestLotto Fairplay-Pokal der Herren sowie im FVM-Fair-Play-Pokal der Junioren ausgezeichnet. Die Saisoneröffnung der Frauen findet am 11. September, 19.30 Uhr, mit dem Mittelrheinliga-Spiel SV Allner-Bödingen gegen den SV Menden statt.

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