Der Titelverteidiger hat als letztes Team den Sprung in die zweite Runde des Bitburger-Pokal perfekt gemacht. Mit einem 1:5 beim Landesligisten FC Union Schafhausen löste Drittligist Viktoria Köln seine Erstrundenaufgabe.
Am Dienstag, 1. September, 19 Uhr, wird sich nun herausstellen, auf welchen Herausforderer die Spieler um Viktoria-Trainer Marian Wilhelm als nächstes treffen. Und auch die weiteren 15 Begegnungen der zweiten Runde werden ermittelt. Gespannt gehen die Blicke daher nach Hennef, wo wie gewohnt die Auslosung stattfindet. Ob am Smartphone, PC, Laptop, ob in Vereinsheim, in der Kabine, den eigenen vier Wänden oder unterwegs – überall wird dann zugeschaut und wie immer auf ein großes Los, einen Gegner mit klangvollem Namen oder ein Duell mit sportlicher Brisanz gehofft.
Im Fokus, so viel ist sicher, wird abermals stehen, welcher Name für den eigenen Verein als Kontrahent ermittelt wird. Kevin Kruth, Coach des SV Bergisch Gladbach 09, hofft wie so mancher Verantwortlicher auf ein Spiel gegen einen der drei Drittligisten im Wettbewerb, also einen Vergleich mit der Viktoria, mit dem S.C. Fortuna Köln oder Alemannia Aachen. „So ein Spiel wäre ein Highlight für den Verein. Die Hoffnung darauf ist einer der Gründe, warum wir so lange wie irgendwie möglich im Bitburger-Pokal mitspielen wollen, obwohl es für uns nach dem Aufstieg in erster Linie darum geht, in der Regionalliga die Klasse zu halten“, so Kruth. Er schätzt aber auch die Begegnungen bei den klassentieferen Teams, den Underdogs, die ihrerseits froh sind, es mit einem Team aus der vierthöchsten Spielklasse zu tun zu bekommen. In der ersten Runde habe der A-Ligist SV Wormersdorf sich beim 0:1 nicht nur sportlich gut präsentiert, sondern auch als „sehr sympathischer Verein“, fand Kruth, der die Partie nutzte, um auch jene Spieler zu fordern, die zuvor weniger oft zum Zuge gekommen waren.
S.C. Fortuna Köln will erneut Weg ins Finale antreten
Gegen ein weiteres Spiel bei einem klassentieferen Kontrahenten hätte auch Matthias Mink nichts. In der vergangenen Saison löste sein Team diese Aufgaben souverän. Zum Auftakt des Bitburger-Pokal setzte sich die Fortuna mit 5:1 (1:0) beim damaligen Mittelrheinligisten SV Bergisch Gladbach 09 durch, ehe es beim A-Ligisten SV Scherpenseel-Grotenrath ein 8:1 und im Achtelfinale beim Landesligisten DJK Rasensport Aachen-Brand ein 8:0 gab. Der Pflicht folgte die Kür im heimischen Südstadion: Erst wurde Drittligist Alemannia Aachen mit 1:0 vor 7012 Zuschauer*innen bezwungen und dann mit einem 4:1 gegen den Regionalligisten Bonner SC der Finaleinzug perfekt gemacht. Nach dem Aufstieg verpasste das Team aus der Südstadt angesichts der Niederlage gegen Viktoria Köln zwar das Double, doch die Reise durch den Cup-Wettbewerb hat Lust auf mehr gemacht. „Jetzt freuen wir uns auf die Auslosung und die nächste Runde“, stellt Mink klar. Zum Start mit dem 3:1 beim Mittelrheinligisten SV Eintracht Hohkeppel sei es schlicht wichtig gewesen, „eine Runde weiterzukommen“, was auf ungewohnten Kunstrasen gegen einen guten Gegner nicht einfach gewesen sei.
Aachener Coach sieht wichtigen ersten Schritt
Mit Alemannia Aachen will auch ein weiterer Titelaspirant seinen Weg fortsetzen. Trainer Mersad Selimbegovic sagte nach dem 7:0-Auftakterfolg beim Bezirksligisten FC Rheinsüd Köln: „Wir sind einen kleinen, aber sehr wichtigen Schritt weitergekommen, denn der erste Schritt ist immer der schwierigste.“ Der Pokal habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Es geht darum, in den DFB-Pokal einzuziehen und einen Titel zu gewinnen“, stellt der Alemannia-Coach klar. Daher nehme man jeden Gegner ernst.
Der Kölner Mittelrheinligist Sportvereinigung Porz zählt zu jenen Vereinen, die nur zu gerne gegen Aachen antreten würden. „Ein Duell mit der Alemannia wäre super – oder gegen Fortuna Köln“, erklärt SpVg-Co-Trainer Tugay Düzelten. Björn Mehnert, Coach des Regionalligisten Bonner SC, verfolgt den Bitburger-Pokal aus der Warte eines Favoriten. Sein Team spielt immerhin in der Regionalliga und erreichte zuletzt das Halbfinale im Pokal. Mit Blick auf die Auslosung erklärt er, es gelte, die Aufgabe anzunehmen, egal wie sie laute. Partien gegen andere Topteams im heimischen Sportpark Nord seien reizvoll, aber auch die übrigen Matches hätten ihren Charme, so Mehnert. „Klar ist, jeder Gegner in diesem Wettbewerb ist extrem motiviert.“
Im Bitburger-Pokal werden sechs Runden inklusive Finale bestritten. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich des Semifinals das Heimrecht. Das Finale findet am 29. Mai 2027 im Kölner Sportpark Höhenberg statt, der Gewinner spielt in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokal.
