Tipps für Vereine: Vom Schnappschuss zum perfekten Mannschaftsfoto

Tipps für Vereine: Vom Schnappschuss zum perfekten Mannschaftsfoto

Längst ist es nicht mehr nur eine gelebte Tradition für das eigene Fotoalbum, sondern ein wichtiger Bestandteil der Vereinshomepages und in den sozialen Medien: das Mannschaftsfoto. FVM-Social-Media-Redakteurin Nina Hambalek zeigt, wie das perfekte Mannschaftsfoto mit dem Handy gelingt.

 

Tipp 1: Equipment

  • Klingt simpel, ist jedoch entscheidend: Schon lange benötigt man für gute Mannschaftsfotos nicht mehr zwingend eine Spiegelreflexkamera oder gar eine professionelle Fotoausrüstung. Auch ein aktuelles Smartphone ist für die Aufnahme von Mannschaftsfotos gut geeignet. Neben dem Smartphone ist für das perfekte Teamfoto außerdem ein höhenverstellbares Stativ sinnvoll, da es das Handy stabilisiert und einen passenden Bildausschnitt ermöglicht.

 

Tipp 2: Hintergrund und Lichtverhältnisse

  • Tageslicht: Wählen Sie für Mannschaftsfotos vorzugsweise natürliches Licht und positionieren Sie sich draußen. Ein leicht bedeckter Himmel ist ideal für das Mannschaftsfoto. Wenn doch die Sonne blendet, hilft folgender Trick: Alle senken den Kopf und schauen erst auf ein Kommando in die Kamera.
  • Hintergrund: Achten Sie darauf, dass Sie für Ihr Teamfoto einen ruhigen, authentischen Hintergrund wählen. Beispielsweise die Weiten des eigenen Sportplatzes. Die weiße Wand des Vereinsheims geht auch; aber schöner wirkt es, hinter der Mannschaft ruhige Weite zu haben. Vermeiden Sie vor allem aber unruhige Hintergründe wie Tornetze o.ä. Um ggf. einen Sponsor einzubinden, bietet sich auch ein Foto außerhalb des Platzes z.B. beim Sponsor an, wenn dort ein geeigneter Hintergrund zur Verfügung steht.

 

Tipp 3: Team optimal positionieren

  • Alle Personen zu sehen? Auf Mannschaftsfotos sollen natürlich alle Spieler*innen zu sehen sein.
  • Da der Kader schnell die 15-Personen-Marke überschreitet, stellen Sie die Spieler*innen am besten in zwei oder drei Reihen auf.
  • Grundsatz: große Spieler*innen nach hinten, kleinere Personen nach vorne.
  • Positionieren Sie die Spieler*innen versetzt zueinander („auf Lücke“), sodass sie zwischen den beiden Personen der Reihe vorher stehen.
  • Zudem ist es hilfreich Sitzbänke (bspw. einer Bierzeltgarnitur) als Hilfsmittel zu nutzen, um eine Staffelung zwischen den Reihen herzustellen.
  • Schauen Sie, dass alle Gesichter im „Sucher“ der Kamera zu sehen sind. Faustregel: Wer die Kamera nicht sieht, dessen Gesicht wird auch von der Kamera nicht erfasst.
  • Auch die Reihenfolge der Spieler*innen ist wichtig. Mittig auf der ersten Bank sitzen die Torhüter*innen und daneben die kleineren Spieler*innen des Teams. Achten Sie dabei auf die Symmetrie: Immer die gleiche Anzahl von Spieler*innen platziert sich links und rechts neben den Torhüter*innen. Die restlichen Spieler*innen verteilen sich auf die anderen Reihen. Die Trainer*innen platzieren sich am besten jeweils außen auf beiden Seiten.
  • Achten Sie nach Möglichkeit zudem darauf, dass alle Personen auf dem Foto eine aufrechte Haltung einnehmen. Stehende Personen halten ihre Hände am besten hinter den Rücken, während sitzende Spieler*innen die Hände auf die Knie legen bzw. die Torhüter*innen Bälle in den Händen halten. Sollte die erste Reihe knien, achten Sie darauf, dass alle Spieler*innen das gleiche Knie auf den Boden setzen. Achten Sie beim Knien darauf, dass alle Spieler*innen das gleiche Knie auf den Boden setzen.
  • Anmerkung: Man kann die Personen auch etwas lockerer platzieren oder Sponsoren in natürlichem Rahmen abbilden. Meist sind diese Motive Ergänzungen zu den üblichen Mannschaftsbildern und dienen der besonderen Außendarstellung, siehe Beispielfotos vom Bonner SC (rechte Seite).

 

Tipp 4: Ausrichtung und Einstellungen

  • Bildausschnitt optimieren. In den Einstellungen der Kamera-App am Smartphone lässt sich ein praktisches Gitter über den „Sucher“ legen. Dadurch kann man Objekte optimal ausrichten. Für Mannschaftsfotos empfiehlt sich, die Gruppe mittig zu platzieren. Mit einem höhenverstellbaren Handystativ können Sie die Fotos „auf Augenhöhe” aufnehmen. Achten Sie darauf, dass die Gruppe auf dem Handydisplay zu allen Seitenrändern genügend Abstand hat, das Bild aber dennoch gut ausgefüllt ist.
  • Format? Die meisten Handys erlauben eine Auswahl des Bildformats vor dem Auslösen. Dies können Sie voreinstellen, müssen Sie aber nicht. Am besten nehmen Sie die Teamfotos im Querformat auf, das Sie im Nachgang zuschneiden können. Sollten Sie auch das quadratische Format oder leicht hochformatige Bilder (bspw. für die sozialen Medien) benötigen, nehmen Sie mehrere Fotos mit unterschiedlichem Abstand zur Mannschaft auf. Die Abstände der Gruppe zu den Seitenrändern sollten dabei auch variieren.
  • Zoom? Gerade beim Handy-Zoom verpixeln die Fotos leicht. Daher wählen Sie den passenden Bildausschnitt in der normalen Kameradistanz, ohne den Handy-Zoom zu nutzen. Wenn möglich also: Näher ran ans Objekt!
  • Schiefe Bilder vermeiden. Nutzen Sie die kameraeigenen Gitterlinien ebenfalls, um die Kamera horizontal / vertikal optimal auszurichten. Das Handystativ hilft ebenfalls Unebenheiten des Bodens auszugleichen und stabilisiert das Smartphone zugleich.
  • Selbstauslöser nutzen. Haben Sie niemanden, der das Mannschaftsfoto aufnehmen kann, nutzen Sie die bordeigene Selbstauslöser-Funktion, die Ihnen Zeit verschafft, um sich nach Auslösen der Kamera im Bild zu positionieren.
  • Fokus und Helligkeit anpassen. Die Smartphone-Kamera regelt Fokus, Belichtung und Schärfe in der Regel sehr gut automatisch. Achten Sie dennoch darauf, dass der Fokus auf der Mannschaft liegt. Manuell setzen Sie den Fokus per Fingertipp auf die entsprechende Stelle auf dem Display. So wird auch die Belichtung (Weißabgleich) neu justiert. Der Fingertipp auf dem Display blendet auch einen Regler zur manuellen Korrektur der Helligkeit ein.

 

Tipp 5: Fotos online versenden

  • Was im Netz ggf. noch gut ausschaut, ist für den Druck in der Auflösung oft zu gering. Darum: Fotos per Mail stets in ORIGINALGRÖSSE oder gepackt (.zip) an die Redaktionen versenden. Große Datenmengen können Sie online über kostenfreie Seiten, wie beispielsweise wetransfer.com versenden.

 

Mehr zum Thema:

Weitere Tipps für die (Vereins-)Arbeit in den sozialen Medien erhalten Sie hier.

 

Bildunterschrift: Beispiele für Mannschaftsfotos der vergangenen Jahre: Egal, ob klassisches Teamfoto oder kreatives Gruppenbild - die vorgestellten Tipps gelten für alle Arten von Mannschaftsfotos.

Bildquelle: Spvg. Frechen 20, SV Allner-Bödingen, Boris Hempel (Bonner SC), Viktoria Köln, TuS BW Königsdorf, Boris Hempel (Bonner SC).
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