Statements zum Abschied von Alfred Vianden

Statements zum Abschied von Alfred Vianden

Nach über 45 Jahren ehrenamtlichen Engagements am Mittelrhein inklusive 27 Jahren Präsidiumsarbeit und zwölf Jahren als Präsident an der Spitze des FVM hat sich Alfred Vianden auf dem Verbandstag am vergangenen Samstag in den ehrenamtlichen Ruhestand verabschiedet. Ins Präsidentenamt folgt ihm Bernd Neuendorf, als Ehrenpräsident bleibt Vianden dem Verband weiterhin erhalten. Den Verbandstag nutzten zahlreiche Ehrengäste und Vertreter anderer Verbände, um Vianden und seiner prägenden Arbeit Respekt zu zollen und seinen bemerkenswerten Einsatz für den Fußball am Mittelrhein in ihren Grußworten zu würdigen. Folgende Wegbegleiter bedankten sich bei ihm für sein Wirken:

Bernd Neuendorf, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein, erstes Foto:

Ein FVM ohne Alfred Vianden an der Spitze ist für uns alle nur schwer vorstellbar. Er hat diesen Verband in den letzten  Jahren geprägt. Er war das Gesicht des FVM – weit über das Gebiet des Verbandes hinaus. Er genießt hohes Ansehen und Respekt in der gesamten Sportfamilie und in der Politik. Den Vereinen, dort wo der Fußball im wahrsten Sinne des Wortes gelebt wird, gilt sein ganzer Einsatz, sein Engagement. Er ist Fußballer durch und durch. Er ist aber auch ein feiner Mensch. Vielen Dank für Ihre aufopferungsvolle Arbeit, lieber Alfred Vianden. Alfred Vianden hinterlässt tiefe Spuren: Er hat den Verband mit Ruhe und Umsicht geführt. Er hat souverän und ausgleichend gewirkt. Er hat dafür gesorgt, dass der FVM heute ein sehr professionell aufgestellter Verband ist, von dem viele Innovationen und Impulse für die Fußballlandschaft in Deutschland ausgehen. Und natürlich hat Alfred Vianden – ich habe es erwähnt – mit seiner ausgeprägten Nähe zu den Kreisen und den Vereinen stilbildend gewirkt.

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, zweites Foto:

Von Beginn an habe ich dich als genialen und engagierten, bisweilen zweikampfstarken Mitspieler erlebt, mit dem ich auch privat regelmäßig Doppelpässe gespielt habe. In den zwölf Jahren als Präsident des FVM ist es Dir gelungen, wesentliche Impulse für den Fußball am Mittelrhein und in Nordrhein-Westfalen zu setzen. Persönlich beeindruckt hat mich, mit welcher Weitsicht Du den Verband von Beginn an geführt, durch – gerade anfangs – nicht immer einfache Zeiten gelenkt und schließlich erfolgreich weiterentwickelt hast. Ich kenne Dich als einen Funktionär, dem die Basis wirklich am Herzen liegt. Und so hast Du den FVM als Dienstleister ausgerichtet, der sich aktiv um die Belange der Vereine kümmert und deren Sorgen ernstnimmt. Du hast mit Deinem Team ein schönes Signal gegeben, dass Fußball auch, aber eben nicht nur Nationalmannschaft und Bundesliga ist. 

Dr. Stephan Osnabrügge, Schatzmeister des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), drittes und viertes Foto:

Deinen unermüdlichen Einsatz für den FVM und seine Vereine und Spieler habe ich fast ein Jahrzehnt lang als Dein Vizepräsident aus nächster Nähe miterleben und dabei viel von Dir lernen dürfen. Rund 45 Jahre lang hast Du Dich ehrenamtlich für den Fußball an der Basis eingesetzt. Du hast in all Deinen Funktionen stets die Vereine im Blick und ihr Bestes im Sinn gehabt. Du hast nicht das Trennende zwischen Amateur- und Profiklubs, zwischen Spitze und Basis gesehen, sondern das Einende, das einander Ergänzende und warst für beide ein Ansprechpartner auf Augenhöhe. Einer, der zuhören und genau hinhören konnte. Und als persönlicher Vertreter von Egidius Braun in dessen DFB-Stiftung hast Du Dich immer dafür eingesetzt, dass sein Leitmotiv mit Leben gefüllt wird: Unbürokratisch, vor Ort, nah an den Menschen. Als Präsident hast Du tiefe Gräben, die wir 2007 beim Amtsantritt vorgefunden haben, überbrückt und unseren Verband geeint. Der FVM ist dank zahlreicher kluger, innovativer und weitsichtiger Entscheidungen bestens gerüstet für die Zukunft. Eine Zukunft ohne Alfred Vianden an der Spitze des FVM ­– aber sicher auch nicht mit einem FVM ohne Alfred Vianden.

Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), fünftes Foto:

Lieber Alfred Vianden, du gibst nun dein Amt als Präsident „deines“ FVM in andere Hände. Du machst das aus freien Stücken, gut vorbereitet und natürlich hast du ein bestelltes Feld hinterlassen. So kennen wir dich: Als echten Teamplayer, der nicht nur hier am Mittelrhein so viele Spuren hinterlassen hat. Die Motivation, die Alfred Vianden seit über 40 Jahren ehrenamtlicher Arbeit antreibt, ist es zu gestalten und die Gemeinschaft zu erleben. Alfred gehört zu den Menschen, denen es ein großes Anliegen ist, etwas für unsere Gesellschaft zu tun. In den zwölf Jahren als FVM-Präsident fühlte er sich stets an der Basis besonders wohl. Um zu erfahren, wo der Schuh drückt und wie der Verband unterstützen kann, hörte er den Vereinen immer sehr genau zu. Als persönlicher Vertreter von Egidius Braun in dessen DFB-Stiftung setzt er sich dafür ein, dass das Leitmotiv des DFB- und Ehrenpräsidenten, "Fußball ist mehr als ein 1:0", mit Leben gefüllt wird.

Dr. Dieter Stäglich, ehemaliger Vorsitzender des WDFV-Satzungsausschusses:

Schon ein flüchtiger Blick in die bisherige Biographie Alfred Viandens zeugt von der enormen Vielfalt und Fülle übernommener Ehrenämter nicht nur, aber besonders für den Fußball. In Zeiten, in denen sich gerade die großen Verbände zunehmend kritischen Fragen und skeptischer Einstellung seitens Teilen der Öffentlichkeit ausgesetzt sehen, habe ich Alfred Vianden als einen Steuermann kennen gelernt, der das FVM-Schiff mit seinen Mitgliedern durch seine besonnene Art, sein vorbildliches Auftreten und seine Nähe zu Kreisen und Vereinen in ruhige Gewässer geführt und dort auf sicherem und anerkanntem Kurs gehalten und dabei darauf geachtet hat, dass neue gesellschaftliche Strömungen von der Verbandspolitik aufgefangen und einbezogen werden. Nichts sagt das deutlicher als seine Feststellung und Forderung aus dem Herbst 2016: „Fußball muss sich an den Menschen orientieren – und nicht umgekehrt.“

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