Schaebens-Pokal der Frauen: Viktoria Köln gewinnt Play-Offs souverän

Schaebens-Pokal der Frauen: Viktoria Köln gewinnt Play-Offs souverän

Mit einem souveränen Sieg stieß der Mittelrheinliga-Aufsteiger Viktoria Köln die Tür zur Teilnahme am Schaebens-Pokal der Frauen auf. 6:0 (4:0) setzte sich das Team um den Kölner Coach Lars Heiliger im Play-Off-Match beim Landesligisten TuS Birk durch. „Es war ziemlich schnell klar, dass wir diesem Spiel den Stempel aufdrücken würden“, fand Viktorias Sportliche Leiterin Marina Buschinski. Sie konnte bereits nach elf Minuten erstmals jubeln, als Pascale Kampczyk zur Führung traf. Ausgerechnet Kampczyk dürften einige Beobachter gedacht haben. Denn für die regionalligaerfahrene Spielerin, die als große Verstärkung gilt, war es das erste Pflichtspiel nach ihrem Wechsel von Fortuna Freudenberg ins rechtsrheinische Köln. „In vielen Teilen haben wir umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, so Buschinski. Man habe den Kontrahenten nicht unterschätzt und sich zu keiner Zeit vom Weg abbringen lassen.

Emine Dilara Demir (18.), Raluca-Maria Timaru (34.) und Josipa Bokanovic (45.) unterstrichen die Kölner Überlegenheit mit weiteren Toren zum 4:0-Halbzeitstand. Nach dem Wiederanpfiff war zunächst Elisea Brancato nach einem wuchtigen Freistoß von Raluca-Maria Timaru zur Stelle und schob den Abpraller zum 5:0 ein (72.), ehe Carmen Caprescu mit dem 6:0 den Schlusspunkt setzte (85.). „Nun wollen wir so weit wie möglich kommen“, sagte Buschinski, deren Team in der vergangenen Serie immerhin das Halbfinale erreichte. TuS-Trainer Lucas Vierheilig, nahm die Niederlage ohne allzu großen Frust. „Wir haben streckenweise gut mitgehalten, leider aber nicht zugeschlagen, wenn wir Chancen hatten. Letztlich hat man dann den Klassenunterschied gesehen“, fand er. Wichtig sei es für seine junge Mannschaft gewesen, Erfahrung zu sammeln. „Wir müssen uns noch als Mannschaft finden und tun das mit Ruhe und Gelassenheit“, so der TuS-Trainer.

TuS Zülpich macht das halbe Dutzend voll

Auch Landesligist TuS Chlodwig Zülpich machte die Teilnahme an der ersten Hauptrunde im Schaebens-Pokal der Frauen mit einem fulminanten Erfolg perfekt. Beim TuS Immekeppel setzte sich die Mannschaft aus dem Kreis Euskirchen mit 6:0 (3:0) durch. „Der Beginn war schwierig, aber am Ende haben sich die Mädels fast in einen Rausch gespielt“, befand Zülpich-Coach Robin Metternich. Er erlebte damit die perfekte Pflichtspielpremiere. Der einstige Spieler des TuS hat die Verantwortung für das Zülpicher Frauenteam erst im Sommer übernommen. Doch das war nicht der einzige glänzende Einstand. Adriana Kinzig, 19-jährige Neuverpflichtung vom SC Wißkirchen, nutzte nach ihrer Einwechslung zur zweiten Halbzeit die verbliebenen Minuten, um einen Doppelpack zu schnüren (83., 84.). „Das hat mich ganz besonders gefreut“, so Metternich.

Freude weckte ebenfalls der gelungene Rollentausch von Jana Hermes. Die Spielerführerin, die gewöhnlich die Sechser-Position bekleidet, machte ihre Sache auf der linken Seite sehr gut. So gingen die Treffer eins, zwei und drei auf Hermes‘ Konto. Erst blieb sie cool im Eins-gegen-Eins-Duell mit Immekeppels Keeperin Lena Brombach (10.), dann schob sie aus kurzer Distanz ein (24.), um zum 3:0 eine Kopie des ersten Treffers folgen zu lassen (31.). Hermes beseitigte damit alle Zweifel an einem Erfolg und sie machte die erste große Chance der Gastgeberinnen vergessen, als Zülpichs Torhüterin Anna Lena Lohmann nach wenigen Minuten mit Mühe und Not einen Rückstand verhindert hatte. „Diese Möglichkeit der Gegnerinnen war für uns so etwas wie ein Weckruf“, fand Metternich. Das zwischenzeitliche 4:0 für Zülpich erzielte Julia Kurth per Distanzschuss.

SV Merken feiert Auswärtssieg

Der TuS Zülpich trifft nun in der ersten Runde auf den Mittelrheinligisten SC Alemannia Straß. „Einfache Gegner gibt es nicht“, blickt Metternich dem Vergleich entgegen. „Wir haben Heimrecht und müssen uns nicht verstecken.“ Einen weiteren der vier zuvor vakanten Startplätze im Schaebens-Pokal der Frauen sicherte sich der Landesligist SV Merken mit einem 4:0 (2:0) beim Bezirksligisten TuS Jahn Hilfarth. Julia Ackers (18.), Nina Kuster (29., 75.) und Melina Weissmann (49.) trafen für die Gäste. Das Duell des Landesligisten Bedburger BV mit dem Ligarivalen Sportfreunde Ippendorf findet erst am Mittwoch, 16. September, 19 Uhr, statt.

Die erste Hauptrunde im Schebens-Pokal der Frauen ist bereits ausgelost worden. Insgesamt besteht das Teilnehmerfeld aus 16 Mannschaften. Inklusive Finale sind nach der Play-Off-Runde noch vier Runden zu spielen. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich zum Halbfinale das Heimrecht. Das Finale findet am 6. Mai (Christi Himmelfahrt) im Aggerstadion (Troisdorf) statt, die Siegerinnen qualifizieren sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals.

Foto: Fabian Navarro Rubio
Nach oben scrollen