Hinter dem Fußball-Verband Mittelrhein liegen ebenso aufregende wie arbeitsintensive Pokalwochen mit drei Fußball-Großereignissen an nur einem Wochenende: am 25. Mai das Bitburger-Pokalfinale im Bonner Sportpark Nord und die drei FVM-Pokalfinals der B-, C- und D-Junioren in Brühl, zwei Tage später das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln samt großem Fan- und Familienfest. An beiden Tagen packten zahlreiche Helfer mit an – und auch in der Vorbereitung galt es, viele Checklisten abzuarbeiten. Zeit, einmal darauf zu schauen, was alles passiert ist.
Keine Frage, das Bitburger-Pokalfinale ist das sportliche Highlight des Jahres im FVM. Die Vorbereitungen dafür begannen wie in den Vorjahren schon Monate vorher und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn. Als Veranstalter hält der FVM von der Stadion- und Medienorganisation über die Vermarktung bis hin zum Catering und der Auswahl der Einlaufkinder alle Fäden in der Hand. Spätestens in der heißen Phase kurz vor dem Finale sitzen alle 25 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit im Boot.
Dass am Finaltag selbst zudem ehrenamtliche Helfer die FVM-Mitarbeiter vor Ort unterstützen, zeigt, wie viele Aufgaben es rund um das Spiel zu erledigen gilt. Zuschauer wie Finalisten-Teams benötigen Wegweiser und Beschilderungen, Journalisten ihre Akkreditierungen. Und die Pokalsieger freuen sich, wenn sie am Ende eine schöne Medaille um den Hals hängen haben. Während sich die Aktiven noch glückselig an Bierduschen erfreuen, geht es für die FVM-und städtischen Mitarbeiter schon wieder weiter mit den Aufräumarbeiten – bis auch sie sich nach einem langen Tag zum verdienten Feierabend zusammenfinden.
Ein Grund zum Anstoßen sind auch Besucherzahl und TV-Quote zum Finaltag der Amateure. In den Sportpark Nord zog es 6.643 Besucher – neuer Rekord beim Bitburger-Pokalfinale. Und auch im TV wurde eine neue Bestmarke geknackt: In der Spitze sahen sich 2,27 Millionen Menschen die 20 Landespokalfinals in der siebenstündigen ARD-Livekonferenz an. Alleine in Bonn waren mehr als 30 Mitarbeiter des WDR vor Ort, um das Finale in enger Absprache mit dem FVM zu übertragen. Dass auch der 2. Finaltag der Amateure deutschlandweit weiter Früchte trägt, sorgt für ein Lächeln auf beiden Seiten: Schließlich haben der FVM und der WDR das bundesweite Amateurfußball-Event vor wenigen Jahren gemeinsam ins Leben gerufen.
Auch wenn die FVM-Pokalfinals der B-, C- und D-Junioren in der öffentlichen Wahrnehmung im Vergleich zum Bitburger-Pokalfinale nicht ganz so präsent sind, sind sie sportlich für diese Altersklassen und den FVM insgesamt ebenso wertvoll. Vier FVM-Mitarbeiter begleiteten diesen besonderen Junioren-Finaltag, an dem gleich drei Pokalentscheidungen hintereinander ausgespielt wurden. Brühl hat sich dabei als fester Finalort etabliert. Jubeln konnten in diesem Jahr die B-Junioren des 1. FC Köln und zwei Mal der FC Hennef 05 bei den C- und D-Junioren. Mehr FVM-Pokal wie an diesem 25. Mai kann es an einem einzigen Tag wohl kaum geben.
Bevor sich im Anschluss an diesen Tag der Ruhemodus einstellte, ging es nur etwa 35 Stunden später in Köln beim DFB-Pokalfinale der Frauen weiter. Um 9.30 Uhr erfolgte der erste Anpfiff zu den fünfstündigen FVM-Mädchenturnieren auf den Vorwiesen des RheinEnergieStadions. Dieses sportliche Event hatte der FVM zuvor deutschlandweit beworben. Ergebnis: Neue Rekordteilnehmerzahl! 120 Teams mit 1.200 Mädchen folgten dem Ruf nach Köln, darunter auch Teams aus Berlin, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen. Für perfekte Bedingungen sorgten nicht nur der strahlend blaue Himmel, sondern auch 20 FVM-Helfer, die die Turnieranmeldungen verwalteten, Spielergebnisse aufzeichneten und immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Mannschaften hatten: Bei so vielen Teams und Spielen in 13 verschiedenen Turnieren eine ganz schöne Herausforderung, die offensichtlich ausgezeichnet gemeistert wurde, wie der abschließende Blick in die strahlenden Augen der Siegerinnen zeigte.
Ebenfalls dabei: 20 Schiedsrichter, die bei den hochsommerlichen Temperaturen stets einen kühlen Kopf wahren mussten und obendrein an einem Infostand noch Werbung für ihr Amt machten, ganz nach dem Motto: „Wir suchen Leute mit Pfiff!“
Das DFB-Pokalfinale der Frauen selbst ist mit dem Austragungsort Köln seit 2010 fest im FVM-Gebiet verankert und geht natürlich nur in ganz enger Zusammenarbeit mit dem DFB und der Stadt Köln über die Bühne. Während der DFB sich um alles Sportliche rund um die Finalisten kümmert und die Stadt den perfekten Rahmen im und rund um das Stadion stellt, sorgt der FVM unter anderem für ein volles Stadion: Immerhin sind von den 17.016 Tickets über 7.300 über den FVM verkauft worden! Zudem kümmert sich der FVM um die Auswahl und Organisation der Einlaufkinder, der Bannermädchen (in diesem Jahr 52) und der rund 90 Volunteers.
Letztere sorgten an diesem Tag von morgens bis abends in mehreren Gruppen dafür, dass jeder fragende Besucher auch eine Antwort erhielt. Ebenso brachten sie das Stadionmagazin an den Mann (und die Frau) und waren nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass die Spielerinnen des VfL Wolfsburg schon kurz nach Abpfiff ihren Pokal auf einem dem Anlass entsprechenden Siegerpodest entgegennehmen konnten.
Nach ungezählten Arbeitsstunden kehrten nun alle FVM-Mitarbeiter und Helfer an ihren Arbeitsplatz zurück: für FVM-Präsident Alfred Vianden eine gute Gelegenheit, in einem abschließenden Fazit auch seinen Dank zum Ausdruck zu bringen: „Das gesamte FVM-Team hat in den vergangenen Wochen großartig gearbeitet. Wir haben tolle Finalspiele und ein perfektes Rahmenprogramm erlebt, dafür haben sie die Grundlage gelegt. Ich bedanke mich bei jedem einzelnen und bei allen Partnern aus Politik und Wirtschaft, die ihren Beitrag dazu geleistet haben.“
Geschäftsführer Dirk Brennecke ergänzt: „Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern, die sich tatkräftig eingebracht und diese drei Fußballevents in dieser Form so erst ermöglicht haben. Sie waren wie immer ein starkes Team. Ich bin glücklich über die vertrauensvolle und zuverlässige Zusammenarbeit und freue mich mit diesem Team jetzt schon auf die Pokalwochenenden in 2018.“
Bis dahin gibt es für alle Beteiligten noch einiges zu tun: Mitte Juni steht schließlich der große Meisterschafts-Endspurt an, der ebenso viel Vorbereitung verdient, damit alle Meister auch ihren Pokal, Wimpel oder Medaillen in Empfang nehmen können.
(FVM/Oliver Gelhardt)
Weitere News zum Rekord-Wochenende:
Finaltag der Amateure: Top-TV-Quoten
FVM-Pokalfinals der B-/C-/D-Junioren: 1. FC Köln und FC Hennef 05 jubeln
DFB-Pokalfinale der Frauen: Rekordteilnehmerzahl bei den FVM-Mädchenturnieren
DFB-Pokalfinale der Frauen: Wolfsburg holt Titel-Hattrick und Double
