FVM-Saisoneröffnung der Frauen: Ein Abend, der Lust auf mehr macht

FVM-Saisoneröffnung der Frauen: Ein Abend, der Lust auf mehr macht

Zum zweiten Mal hob sich in feierlichem Rahmen der Vorhang zur Eröffnung des Spielbetriebs der Frauen am Mittelrhein. Und den Protagonistinnen und Protagonisten dürfte das Erlebte noch eine Weile in Erinnerung bleiben. „Wir sind einfach dankbar und froh, ein Teil von diesem Auftakt gewesen zu sein“, sagte Denny Dinauer, der Trainer des Frauen-Mittelrheinligisten SV Allner-Bödingen. Selbstverständlich war er stolz auf den 4:1 (0:1)-Auftakterfolg beim SV Menden, glücklich stimmte ihn aber vor allem der Rahmen. Denn dieser Abend machte Lust auf mehr.

Den offiziellen Kick-Off zur neuen Saison übernahmen FVM-Präsident Christos Katzidis und Verena Hagedorn, Schirmfrau der Kooperation mit Ford, im Rahmen derer an diesem Abend auch eine Minitor-Aktion stattfand. Die letztjährigen Pokalteilnehmerinnen des Ford-Pokals der Frauen sowie die Mannschaften der Frauen-Mittelrheinliga konnten an der Ford Ranger Raptor Challenge teilnehmen. Ziel war es, das auf der Ladefläche eines Ford Ranger Raptors aufgebaute Minitor über eine Rampe zu treffen. Als Gewinnerinnen der Challenge winkt Vorwärts Spoho Köln eine besondere Trainingseinheit an einer attraktiven Location. Im vergangenen Jahr konnte sich der Gastgeber des diesjährigen Saisoneröffnungsspiels, SV Menden, durchsetzen und daraufhin eine Trainingseinheit auf dem Dach des Deutschen Sport & Olympia Museums in Köln absolvieren. Der Kölner Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter Ford ist seit letztem Jahr als Premium-Partner des Frauenfußballs im FVM aktiv.

Bei der FVM-Saisoneröffnung der Frauen warf ebenfalls mit der UEFA EURO 2024 ein Großereignis seine Schatten voraus. Auch während der gesamten neuen Spielzeit im FVM wird es Aktionen mit Blick auf die EURO 2024 geben. Eine große Bühne erhielten zudem die fairsten Mannschaften der vergangenen Spielzeit, die auf der Anlage in Sankt Augustin geehrt wurden. „Mit dieser Kulisse im Rücken war es ein sehr gelungener Rahmen für die zweite Saisoneröffnung der Frauen in der Geschichte des FVM und für die Siegerinnen im FVM-Fair-Play-Pokal der Frauen. Wir bedanken uns für die vielen helfenden Hände beim Gastgeber und das insgesamt überragende Engagement des SV Menden“, resümiert Katzidis.

 

Schiedsrichterinnen von Kulisse angetan

Angetan von diesem Abend war auch das Schiedsrichterinnen-Gespann um Carolin Felling. „Ein Flutlichtspiel vor dieser Kulisse ist etwas Besonderes. Es hat einfach unfassbar Spaß gemacht“, sagte die Unparteiische, die für Rot-Weiß Merl im Einsatz ist. Schon das gemeinsame Einlaufen mit den Teams sei ein Highlight gewesen. Dass ihre Assistentinnen Antonia Bexen (Viktoria Köln) und Sarah Pickartz (FC Bensberg) und sie per Stadiondurchsage vorgestellt und in der Berichterstattung rund um das Eröffnungsspiel Aufmerksamkeit erhalten hätten, sei gut, um im „Jahr des Schiris“ diese besondere Leidenschaft in den Blickpunkt zu rücken. Mit dem Spielverlauf war das Trio dann auch einverstanden. „Wir sind zufrieden, denn ich glaube, wir haben unsere Sache gut gemacht“, erklärte die 26-Jährige.

Ihre Sache gut gemacht hatten aber auch die Spielerinnen des SV Allner-Bödingen. Jedenfalls galt das für die entscheidende Phase des Spiels. Nach dem Wechsel verwandelten sie einen 0:1-Rückstand in einen 4:1-Sieg. „Die erste Hälfte haben wir verschlafen“, fand Coach Dinauer. Vielleicht habe sich seine Elf erst einmal an die große Kulisse, die 350 Zuschauer*innen in der Menden-Sieg Arena, gewöhnen müssen, meinte er. „Wir waren nicht ganz wach und etwas nervös“, fand er.

 

SV Menden geht in Führung

Michael Pütz, der Trainer des SV Menden, konnte indes zunächst zufrieden sein. Denn seine Mannschaft dominierte das Geschehen, musste sich aber mit einem Treffer durch Lea Bindseil (38.) begnügen. „Wir hatten genug Chancen, um 2:0 oder 3:0 zu führen“, bemängelte Pütz. Für das Auslassen sei man dann bestraft worden.

Nach dem Wechsel nahm die Partie richtig Fahrt auf und dafür sorgten vor allem die Gäste. Christin Walther glich aus (49.), ehe Lacona Wickert mit einer fulminanten Direktabnahme das Spiel endgültig drehte (54.). „Das war ein Treffer der Marke Tor des Monats“, staunte Trainer Dinauer. Walther erhöhte nach einem Eckball auf 3:1 (62.) und Emelie Zent schloss in der Nachspielzeit einen Konter mit dem 4:1-Endstand ab. „Das war eine deutliche Steigerung von uns in der zweiten Halbzeit, aber auch Menden hatte mehrere gute Möglichkeiten“, so Dinauer. Das sah auch sein Pendant auf der Bank der Gastgeberinnen so. „Wir haben wieder Hundertprozentige liegengelassen“, betonte Pütz, der jedoch auch der gegnerischen Torhüterin ein großes Lob zollte. Kim Lisa Plötz habe überragend gehalten, fand er.

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