Johanna Sandvoß: „Fußball ist einer der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Akteure unserer Zeit“
Über welche Stationen haben Sie mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement im Fußball den Weg ins Präsidium des FVM gefunden?
Ich war viele Jahre als Schiedsrichterin aktiv. Parallel dazu habe ich unterschiedliche ehrenamtliche Aufgaben übernommen, zunächst als Vertreterin der jungen Generation im Kreisjugendsportgericht. Im FVM durfte ich früh Verantwortung übernehmen, seit 2010 bin ich nun Mitglied des Verbandspräsidiums.
Sie stecken viel Energie und Zeit in Ihre Tätigkeit beim FVM. Was treibt sie dabei an und woher nehmen Sie die Kraft und Ideen für Ihr Wirken?
Fußball begeistert und bewegt. Dieser Sport bringt Menschen zusammen, die sich im Alltag nicht treffen. Er ist einer der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Akteure unserer Zeit. Die Sache ist es also mehr als wert, dass man sich dafür engagiert. Außerdem stimmen beim FVM die Rahmenbedingungen. Dazu zählen Handlungsspielräume, Innovations- und Veränderungsbereitschaft, Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten und insbesondere das tolle Team! Mein Ehrenamt hat mir viel gegeben und ich bin bereit viel zurückzugeben.
Welche Ziele haben Sie sich für Ihr Engagement im Präsidium gesetzt und wo liegen die größten Herausforderungen?
Ziel ist es, möglichst viele Menschen für unsere Idee des miteinander Fußballspielens zu begeistern. Es gilt, die im Leitbild festgehaltenen Werte zu leben und so demokratische Strukturen über den Sport hinaus für das gesellschaftliche Miteinander zu stärken. Daher werden wir unsere Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen der gesellschaftspolitischen Themen flächendeckend und zielgruppenübergreifend ausbauen.
In Ihrem Wirken als Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche Verantwortung beschäftigen Sie sich auch mit Gewaltprävention und dem Schutz vor Diskriminierung. Fällt es Ihnen manchmal schwer eine positive Bilanz zu ziehen?
Wo Menschen zusammenkommen und Fußball spielen, gibt es neben viel Freude leider auch Konflikte und Gewalt. Dies können wir als Verband nicht gänzlich verhindern. Aber wir können aufklären, sensibilisieren, Betroffene unterstützen und für eine professionelle Vorfallsbearbeitung sorgen. Natürlich verurteile ich jeden Gewaltvorfall. Je jünger die Betroffenen und Beteiligten sind, desto schlimmer empfinde ich es. Daher appellieren wir an alle am Spiel beteiligten Personen, zum guten Miteinander beizutragen. In dem wir ermutigen statt auszubremsen, anfeuern statt zu beschimpfen, Störenfriede ansprechen statt wegzuhören, integrieren statt auszuschließen. Alle Menschen sollen gewaltfrei an diesem wunderbaren Sport teilhaben und sich dabei wohl fühlen können.
Sebastian Knauth: „Man sollte alles hinterfragen und ein offenes Ohr für Probleme haben“
Über welche Stationen haben Sie mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement im Fußball den Weg ins Präsidium des FVM gefunden?
Ich habe zunächst mehrere Jugendmannschaften im Verein trainiert. Nach ersten Fortbildungsmaßnahmen beim FVM war ich als Betreuer der Ferienfreizeiten des Verbandes aktiv. Danach war ich Mitglied im Jugendbildungsausschuss und später dessen Vorsitzender. Nun bin ich im Präsidium für den Bereich der Qualifizierung zuständig.
Sie stecken viel Energie und Zeit in Ihre Tätigkeit beim FVM. Was treibt sie dabei an und woher nehmen Sie die Kraft und Ideen für Ihr Wirken?
Grundsätzlich ist das Engagement mein Hobby, meine Art der Freizeitbeschäftigung. Daher empfinde ich in der Regel auch keinen Stress. Die Ideen entstehen häufig bei Lehrgängen oder Terminen. Dabei sollte man alles immer hinterfragen und ein offenes Ohr für Probleme haben.
Welche Ziele haben Sie sich für Ihr Engagement im Präsidium gesetzt und wo liegen die größten Herausforderungen?
Im Fokus steht die erfolgreiche Umsetzung des vorhandenen Lehrgangsangebots. Es gibt eine sehr große Auswahl an Qualifizierungsangeboten. Diese müssen wir mit entsprechenden Referenten besetzen. Dazu gehört auch die interne Qualifizierung und Weiterbildung. Natürlich braucht man dafür auch neue Menschen, die Lust haben, ehrenamtlich in diesem Bereich tätig zu sein. Weil fehlende Zeit oft ein Problem darstellt, müssen wir weiter maximal flexibel sein.
Als Vorsitzender der Kommission Qualifizierung waren Sie vor einigen Monaten intensiv in die Organisation des ersten FVM-Trainerkongresses involviert, der sich großer Resonanz erfreute. Was empfinden Sie, wenn Sie den enormen Elan und Wissensdurst der Coaches erleben?
Der Fußball ist sicherlich eine der wenigen Sportarten, bei denen sich sehr viele Menschen aus unterschiedlichsten Beweggründen freiwillig weiterbilden. Das ist überragend. Außerdem hat man beim Trainerkongress gesehen, dass eine große Offenheit gegenüber neuen Themen besteht. Dieses Format wird wiederholt. Wir haben aber auch viele kleinere attraktive Formate, deren Betrachtung sich lohnt.
Wolfgang Sieben: „Mich treiben die Gestaltungsmöglichkeiten und die Freiheiten an“
Über welche Stationen haben Sie mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement im Fußball den Weg ins Präsidium des FVM gefunden?
Ich war Vereinsjugendvertreter, Jugendtrainer und im Vereinsvorstand tätig und bin letztlich über die Vereinsmanagerlizenz erst zum Beisitzer und dann zum Vorsitzenden im Verbandsausschuss für Breitensport und Gesundheit geworden. Sie stecken viel Energie und Zeit in Ihre Tätigkeit beim FVM.
Sie stecken viel Energie und Zeit in Ihre Tätigkeit beim FVM. Was treibt sie dabei an und woher nehmen Sie die Kraft und Ideen für Ihr Wirken?
Glücklicherweise habe ich in meinem Ausschuss tolle Personen, die sich mit mir leidenschaftlich engagieren. Mich persönlich treiben die Gestaltungsmöglichkeiten und Freiheiten an, die der FVM mir zugesteht. Gleichfalls gibt es mir als „Netzwerker“ die Möglichkeit, meine Kontakte stetig zu erweitern.
Welche Ziele haben Sie sich für Ihr Engagement im Präsidium gesetzt und wo liegen die größten Herausforderungen?
Abgeleitet aus dem Leitbild des FVM möchte ich, dass im Ü-Fußball jede Person in ihrer Nähe einen Verein findet, der ein passendes Angebot offeriert – bestenfalls mit einem gesundheitlichen Fokus.
Als Vorsitzender des Verbandsausschusses für Breitensport und Gesundheit sind Sie für einen Bereich zuständig, der angesichts einer älter werdenden Bevölkerung immer wichtiger wird. Ist das Bewusstsein dafür schon in den Vereinen und den Kommunen, die zumeist für die Sportinfrastruktur verantwortlich sind, angekommen?
Neben der sportlichen Betätigung stehen mit zunehmendem Alter die sozialen Kontakte im Vordergrund. Der Teamsport Fußball mit seinen Varianten bietet tolle Voraussetzungen. Ein Beispiel ist die Trendsportart Walking Football. So können Fußballer*innen über ihre Laufbahn im Wettkampfsport hinaus ihrem Verein erhalten bleiben. Wenn der Staat die Gesundheit bis ins hohe Alter fördern will, muss für eine geeignete Sportinfrastruktur gesorgt werden.
Oliver C. Daniels: „Ich durfte den Fußball aus unterschiedlichsten Perspektiven kennenlernen“
Über welche Stationen haben Sie mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement im Fußball den Weg ins Präsidium des FVM gefunden?
Als Spieler und Schiedsrichter habe ich mich bereits früh als Jugendvertreter (VdjGler) im Verein engagiert. Ich war zudem Jugendtrainer, Jugendleiter, Anleiter und Einsatzstellenleiter FSJ im Sport, Vorstand, Vereinsmanager, mehrfach Delegierter bei Kreis- und Verbandstagen (FVM & WDFV) und habe an verschiedenen Perspektivformaten teilgenommen.
Sie stecken viel Energie und Zeit in Ihre Tätigkeit beim FVM. Was treibt Sie dabei an und woher nehmen Sie die Kraft und Ideen für Ihr Wirken?
Fußball ist Leidenschaft – das Motto des FVM beschreibt meinen Antrieb treffend. Die einstimmige Wahl zum Vorsitzenden der Kommission Vereinsberatung ins Verbandspräsidium befeuert meine Motivation. Ich durfte den Fußball aus unterschiedlichsten Perspektiven kennenlernen und weiß daher um die Herausforderungen in der Vereins- und Verbandsarbeit. Genau dort möchte ich mich einbringen: Bei der Hilfe zur Selbsthilfe und der Entwicklung unserer Vereine und des Verbands.
Welche Ziele haben Sie sich für Ihr Engagement im Präsidium gesetzt und wo liegen die größten Herausforderungen?
Als Mannschaftssportler möchte ich im Präsidium für ein gutes Miteinander einstehen und mich für die besten Entscheidungen für den Fußball im Allgemeinen und unsere Vereine im Besonderen einsetzen. Ehrenamtliches Engagement ist oft von Befindlichkeiten geprägt und beeinflusst. Die Gradwanderung, kritisch zu sein und dennoch Befindlichkeiten angemessen zu berücksichtigen, nehme ich als Herausforderung an.
Haben Sie als Vorsitzender der Kommission Vereinsberatung eine konkrete Vorstellung vom perfekten Zusammenspiel von Verband und der viel zitierten Fußballbasis in den Klubs?
Als Verbandsfunktionär nehme ich mich nicht wichtiger als ich bin. Wir alle sind als Mitglied eines Vereins im FVM an der Basis verankert und haben dort unsere Erfahrungen gesammelt. Mit dieser Grundeinstellung arbeite ich gemeinsam mit meinen Kommissionsmitgliedern darauf hin, mit den bestehenden und künftigen Angeboten der Vereinsberatung und Maßnahmen rund um die Vereinsentwicklung positiv wahrgenommen zu werden.
