Das Halbfinale im FVM-Pokal der Frauen wird zum Treffen der Klassenbesten. Mit dem S.C. Fortuna Köln, Vorwärts Spoho Köln, der DJK Südwest Köln und Alemannia Aachen sind alle vier Regionalligisten des Verbandsgebietes mit dabei. Entsprechend hochklassig und packend dürfte das Ringen um die beiden Finaltickets werden. „Ich erwarte einen großen Fight“, sagt dann auch Josh Green, Coach von Vorwärts Spoho. Seine Elf tritt am Mittwoch, 30. April, 19.30 Uhr, bei der DJK Südwest an. Schon wieder könnte man meinen. Denn erst Mitte April gab es dieses Duell auf der Anlage der DJK an der Straße „Unterer Komarweg“. Greens Elf siegte mit 3:2 und holte damit wichtige Zähler im Kampf um den Ligaerhalt. Für die Gastgeberinnen ist der Abstieg seither indes besiegelt. „Die Liga ist aus unserer Perspektive erledigt. Spoho ist aber weiterhin im Abstiegskampf gefordert. Das könnte unser Vorteil sein“, erklärt Jule Brockerhoff, die Trainerin der DJK.
Sie glaubt an eine erfolgreiche Revanche. „Ein Erfolg ist auf jeden Fall möglich. Man kann sich nach dem Meisterschaftsduell umso besser gegenseitig einschätzen. Der Gegner ist uns in Sachen Abgezocktheit und Erfahrung voraus, das fehlt uns noch“, sagt Brockerhoff. Für ihr Team spreche aber der Heimvorteil. „Wir kennen unseren relativ großen Platz gut und können dort unsere Stärken ausspielen“, ist die DJK-Trainerin überzeugt. Sie erwartet daher ein spannendes Duell. „Der Ausgang ist völlig offen, niemand ist Favorit“, so Brockerhoff, die betont, dass man auf das bislang im Cup Erreichte stolz sein könne. „Unser Verein stand noch nie im Halbfinale. Das ist ein Riesenerfolg. Jedes weitere Spiel ist ein Bonus.“
Spoho-Coach Josh Green ist Fan des Pokal-Wettbewerbs
Ähnlich schätzt ihr Pendant beim Gegner den bisherigen Verlauf des Wettbewerbs ein. „Wir hatten nach einem personellen Umbruch bislang eine schwierige Saison. Da waren die Erfolgserlebnisse im Pokal wichtig“, meint Spoho-Coach Green. Zuletzt sei es auch in der Liga gelungen, ein positives Momentum aufzubauen. Nicht zuletzt dank des Erfolgs bei der DJK. „Jetzt wollen wir den Cup gewinnen und in den DFB-Pokal einziehen“, gibt Green vor. Er liebe diesen Wettbewerb. „Flutlicht, eine Portion Extra-Drama und Extra-Erlebnisse und dann noch gegen einen Stadtrivalen – das ist genau mein Ding“, sagt er. Und für seine junge Mannschaft sei es eine gute Erfahrung.
Vorwegmarschieren sollen nicht zuletzt Regisseurin Gianna Rackow, die schon für Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig in der Ersten und Zweiten Liga gespielt hat, sowie Mittelfeldkollegin Dana Schüller. Letztere hat mit der SG Andernach bereits Zweitliga-Erfahrung gesammelt. Den jungen Talenten soll zudem Toptorjägerin Madlen Behrends Sicherheit geben. „Sie ist in guter Form, kann über die Flügel viel Gefahr erzeugen“, so Green. Gefordert sieht er auch Abwehrchefin Hannah Lorbach. „Denn Südwest gibt nie auf und sie haben mit Alisa Sinani eine Stürmerin, die aus dem Nichts ein Tor machen kann.“
Gegenseitiger Respekt vor dem Duell der Traditionsvereine
Gegenseiter Respekt ist auch vor dem anderen Habfinale zu vernehmen, das der S.C. Fortuna Köln und Alemannia Aachen am Mittwoch, 30. April, 19.30 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz des Jean-Löring-Sportparks (Am Vorgebirgstor) bestreiten. Aachen ist ein unangenehmer Gegner, der tief steht und auf lange Bälle setzt. Das wird nicht leicht, aber wir freuen uns darauf“, sagt Tarek Maarouf, Coach des S.C. Fortuna Köln vor dem Duell der Traditionsvereine. Das sieht sein Kollege auf der Bank der Alemannia nicht anders. „Es wird ein schwieriges Match“, ist Aachens Trainer Gökhan Demirci sicher. Die Fortuna verfüge über eine sehr starke Mannschaft und Spielerinnen von hoher Qualität. Er musste wiederum zuletzt wichtige Akteurinnen ersetzen. „Ich hoffe, dass Lisa Thelen und Heidi Kever rechtzeitig wieder fit sind“, erklärt er. Bei der Partie in Köln komme es auf eine gute Mannschaftsleistung an. Wichtige Größen in seinem Team sind Verteidigerin Verena Keusgen, Clara Nellessen auf der Sechser-Position und Gloria Zarambaud. Letztere stieß mit ihrem Tor zum 5:3 in der Verlängerung beim Match beim Bedburger BV erst die Tür zum Halbfinale auf.
Ein knapper Sieg im Viertelfinale liegt auch hinter Fortuna Köln. 1:0 gewann der Titelverteidiger beim Mittelrheinligisten Viktoria Waldenrath-Straeten. „Das war eng, aber wir sind mit den bisherigen Leistungen im FVM-Pokal zufrieden“, erklärt Achim Stuhr, Abteilungsleiter Damenfußball bei der Fortuna. Gegen Aachen wolle man der Favoritenrolle gerecht werden, „denn die Bedeutung des Titels ist sehr groß“, macht er klar. Zuletzt erlebte seine Mannschaft als Champion vom Mittelrhein tolle Tage im DFB-Pokal. Nach zwei Siegen endete die Erfolgsstory erst im Achtelfinale gegen den Erstligisten Werder Bremen (0:3). „Das war für alle ein Highlight. Das würden wir gerne nochmal erleben“, so Stuhr. Eine besondere Note hat der Wettbewerb für Fortuna-Keeperin Hanna de Haan. „Sie bestreitet ihre letzte Saison. Ich würde ihr den Titel zum Abschluss der Karriere sehr wünschen“, sagt Stuhr.
Im Bitburger-Pokal stehen bereits die Finalisten fest
Im Bitburger-Pokal der Männer stehen derweil mit dem FC Viktoria Köln und Alemannia Aachen bereits die Finalisten fest. Das Endspiel findet am 24. Mai 2025 im Kölner Sportpark Höhenberg statt. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. In den nationalen Cup-Wettbewerb zieht auch das Gewinner-Team des FVM-Pokals der Frauen ein. Die Frauen bestreiten vier Runden, bis der Sieger feststeht. Drei Teams zogen über vorgeschaltete Play-Offs in die erste Runde ein. Das Endspiel findet am 29. Mai (Christi Himmelfahrt) statt.
Bitburger-Pokal der Herren 2024/25
Halbfinale:
FC Teutonia Weiden (MRL) - Viktoria Köln (3. Liga) 0:1
S.C. Fortuna Köln (RL) - TSV Alemannia Aachen (3. Liga) 0:1 n.V.
FVM-Pokal der Frauen 2024/25
Halbfinale:
DJK Südwest Köln - Vorwärts Spoho Köln Mi., 30. April, 19.30 Uhr
S.C. Fortuna Köln - TSV Alemannia Aachen Mi., 30. April, 19.30 Uhr
Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender
Bitburger-Pokal der Herren
- Finale: 24. Mai 2025
FVM-Pokal der Frauen
- Finale: 29. Mai 2025
