Das Länderspiel gegen Belgien in Köln im März, die Finals im DFB-Pokal der Frauen, Bitburger-Pokal und Ford-Pokal der Frauen, alle Pokalendspiele der Juniorinnen und Junioren sowie alle Entscheidungen in der Meisterschaft im Mai und Juni: Im FVM ist Saisonendspurt. Das heißt auch: Viel zu tun für das gesamte FVM-Team. fvm.de sprach mit FVM-Geschäftsführer Dirk Brennecke über die anstehenden Wochen.
Herr Brennecke, die letzten Monate einer Saison sind immer von vielen sportlichen Entscheidungen geprägt und all diese Veranstaltungen wollen gut vorbereitet sein. Wie gelingt es, eine so intensive Phase erfolgreich anzugehen?
"Das gelingt, weil das hauptamtliche Team und die ehrenamtlich engagierten Menschen mit ganz großer Freude dabei sind. Alle haben Lust, gemeinsam etwas zu bewegen und die Veranstaltungen so durchzuführen, dass die Mannschaften und Zuschauer*innen einen tollen, würdigen Rahmen für das Saisonhighlight erleben."
Was trägt diese Begeisterung?
"Ein wichtiger Aspekt besteht sicher darin, bei größeren Events sehr schnell sehen zu können, was wir geschaffen und bewirkt haben. Wenn bei einem Länderspiel oder einem Finaltag alles geklappt hat und wir die geplante Organisation für die Veranstaltung erfolgreich umsetzen konnten, schafft das trotz aller Anstrengung große Zufriedenheit. Das motiviert und verschafft wiederum Erfahrungswerte, ohne die es nicht geht. In Phasen, in denen wir verstärkt damit beschäftigt sind, Ideen und Konzepte zu entwickeln, verspürt man auch Freude, aber wir haben eben nicht direkt diese greifbaren positiven Ergebnisse."
Welcher Mehrwert muss entstehen, damit Sie im Sommer von einem herausfordernden, aber erfolgreichen Frühjahr sprechen können?
"Erfolg muss man differenziert betrachten. Etwa beim Bitburger-Pokal geht es auf der einen Seite um den wirtschaftlichen Ertrag. Der muss nicht nur für die Vereine stimmen, die wir ja durch die Aufteilung der Erlöse finanziell beteiligen, sondern auch für den Verband, damit wir an anderer Stelle Projekte realisieren können. Es ist also ein Gesamtformat, das in die Breite wirkt. Neben dem wirtschaftlichen Ertrag geht es aber auch um Teambuilding in der Mitarbeiterschaft, weil eben diese Überzeugung entsteht, gemeinsam vieles bewegen zu können. Und es geht um den direkten, nicht in Euro zu bemessenden Lohn: Wer einmal die leuchtenden Augen der Einlaufkinder bei einem Länderspiel gesehen hat, wird nie wieder eine Frage zum Sinn des Aufwands stellen. Da ist so viel Euphorie und Begeisterung – und wir arbeiten nun einmal für die Menschen im Fußball. Ihnen eine gute Zeit zu bereiten, ist die Legitimation für unseren Einsatz und verschafft, wenn es gelingt, eine unglaubliche Zufriedenheit."
Was bereitet denn den größten Aufwand bei Finals und Länderspielen? Ist es das Gewährleisten eines guten Zusammenspiels mit Kommunen, Vereinen, DFB und Sponsoren?
"In der Zusammenarbeit können wir vielfach auf ein eingespieltes Netzwerk zurückgreifen. Da herrscht teils blindes Vertrauen, weil alle an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Es ist eher die Detailarbeit, die fordert. Die Einbindung der Volunteers bei einem Länderspiel ist ein gutes Beispiel. Für 150 Plätze gehen 350 Bewerbungen ein, die wir gerecht sichten müssen. Es müssen Einsatzpläne erstellt werden, die Volunteers müssen eingekleidet, mit Ausweisen ausgestattet, geschult und verpflegt werden. Jeder Volunteer muss am Tag genau wissen, was er zu tun hat. Das erfordert eine detaillierte Vorbereitung und viel Abstimmung. Für alles gilt: Hinter den Kulissen ist viel mehr zu tun, als man sich vermutlich vorstellen kann. Man muss als Außenstehender auch nicht alle Details kennen. Aber wer schon mal eine größere Veranstaltung vorbereitet hat, kennt auch die beinahe unendlich vielen Dinge, die im unauffälligen Bereich laufen, und weiß wertzuschätzen, wenn am Ende alles gut gelaufen ist."
Im Kern, das haben Sie stets betont, sehen Sie den Verband als Dienstleister für Vereine. Wird das zeitweise vernachlässigt?
"Diese Sorge kann ich allen nehmen. Wir passen Verbandsthemen an das Veranstaltungsjahr an und sind auch in den Zeiten mit vielen Events erreichbar. Es geht mit Sicherheit keine Anfrage unter, weil ein Pokalfinale ansteht. Auf der anderen Seite bieten die besonderen Events die Chance, Menschen aus unseren Vereinen und Fußballkreisen einzubinden, als Anerkennung für Ihr Engagement. Das begeistert dann sicherlich auch andere für ein Ehrenamt im Fußball."
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