Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bekannt gegeben, mit acht Städten in das Rennen um die Ausrichtung der UEFA Frauen-Europameisterschaft 2029 zu gehen – darunter auch Köln. Damit könnte das RheinEnergieSTADION, das sich seit Jahren als Zentrum des deutschen Frauenfußballs etabliert hat, erneut zur großen Bühne eines internationalen Turniers werden.
Neben Köln gehören Dortmund, München, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Leipzig und Wolfsburg zu den ausgewählten Bewerberstädten. Die Entscheidung zur finalen Vergabe fällt im Dezember 2025 durch die UEFA. Deutschland tritt im Auswahlverfahren gegen gemeinsame Bewerbungen aus Schweden und Dänemark sowie Polen und Portugal an.
Köln überzeugt als Zentrum des Frauenfußballs
Die Voraussetzungen, die der DFB für eine Bewerbung aufgestellt hatte, reichten weit über infrastrukturelle Aspekte hinaus. Neben Stadionvorgaben war ein umfassendes Motivationsschreiben ebenso gefragt wie nachhaltige Konzepte zur Förderung des Frauenfußballs, zur Gleichstellung und zur gesellschaftlichen Vielfalt.
Die Stadt Köln hat sich seit 2010 mit der jährlichen Austragung des DFB-Pokalfinales der Frauen als starke Marke im deutschen Frauenfußball positioniert. Die regelmäßigen ausverkauften Finalspiele sowie die begleitenden Mädchenturniere auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADIONs haben Köln über die Jahre zu einem Hotspot des Mädchen- und Frauenfußballs gemacht.
FVM setzt auf nachhaltige Impulse im Schul- und Vereinsfußball
Für den Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) ist die mögliche Austragung der Frauen-EM 2029 in Köln mehr als ein sportliches Großereignis – sie ist ein klares Signal und eine große Chance für die nachhaltige Entwicklung des Mädchenfußballs in der Region.
Dr. Christos Katzidis, Präsident des Fußball-Verbands Mittelrhein: „Mit den Erlebnissen der UEFA EURO 2024 im Rücken, deren Energie und Leidenschaft für den Fußball auch ein Jahr später noch immer spürbar ist, freuen wir uns, dass die Stadt Köln als Candidate City für die Frauen-EM 2029 ausgewählt wurde. Fußball ist Leidenschaft, das hat man bei der UEFA EURO 2024 täglich gespürt. Solche Fußballfeste begeistern, verbinden Menschen und animieren vor allem auch selbst zu spielen. Das möchten wir 2029 wieder nutzen und einen Boom im Mädchenfußball entfachen.
Schlüssel dafür wird auch der Fußball in den Schulen sein: Ziel des FVM ist es, dass jedes Mädchen in einer Kölner Grundschule im Jahr 2029 im offenen Ganztag die Möglichkeit hat, mindestens eine Stunde pro Woche Fußball zu spielen. Das ist ein nachhaltiger Ansatz zur Stärkung des Frauen- und Mädchenfußballs in der Region und gleichwohl ein ambitioniertes Ziel, welches wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln erreichen wollen.
Dass Köln dafür den perfekten Nährboden bietet, liegt auf der Hand: In den letzten 15 Jahren hat sich das DFB-Pokalfinale in Köln mit den Mädchenturnieren auf den Vorwiesen zu dem Fußball-Event im Frauen- und Mädchenfußball entwickelt. Sehr gerne tragen wir mit unserem FVM-Team dazu bei, dass die Brücke zwischen Spitzensport und Amateurfußball auch bei der Frauen-EM 2029 erfolgreich geschlagen wird.“
Stadt Köln möchte Emotionen aus 2024 reproduzieren
Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Die Entscheidung des DFB bestätigt Köln als deutsche Hauptstadt des Frauenfußballs. Seit 2010 tragen wir erfolgreich das Pokalfinale der Frauen in Müngersdorf aus und bieten den Spielerinnen eine große Bühne, die sie schon längst verdienen. Ich bin überzeugt, dass wir, wie wir es zuletzt bei der UEFA EURO 2024 bewiesen haben, für eine besondere Stimmung sorgen werden.“
Lutz Wingerath, Geschäftsführer der Kölner Sportstätten GmbH: „Wir freuen uns sehr, dass der DFB mit dem RheinEnergieSTADION als einem von acht Standorten in die Bewerbung für die WEURO2029 in Deutschland geht. Die Eindrücke der UEFA EURO 2024 mit fünf fantastischen und friedlichen Fußballspielen sind noch frisch in Erinnerung und ich bin mir sicher, dass wir bei einer erfolgreichen deutschen Bewerbung für 2029 eine genauso tolle Stimmung erwarten können. Das RheinEnergieSTADION ist das Zentrum des Frauenfußballs in Deutschland. Das ausverkaufte DFB-Pokalfinale der Frauen ist jedes Jahr ein Highlight im Kalender der Sportstadt Köln und beweist, dass wir perfekte Rahmenbedingungen für tollen Frauenfußball bieten. Das Team der Kölner Sportstätten GmbH ist bereit und hofft jetzt natürlich, dass der DFB den Zuschlag für die WEURO2029 bekommt.“
Am 27. August 2025 wird der DFB das finale Bewerbungsdossier bei der UEFA einreichen. Bis zur endgültigen Entscheidung im Dezember heißt es: Daumen drücken – für Köln, den Mittelrhein und eine neue Generation fußballbegeisterter Mädchen.
