Der Bitburger-Pokal sorgt immer wieder für ganz besondere Geschichten. Spieler, Fans und Verantwortliche wissen das nur allzu gut. Die Auslosung des Achtelfinals am Dienstagabend in Hennef hat nun eine weitere Story geschrieben: Für den Mittelrheinligisten Siegburger SV geht es erneut gegen den Titelverteidiger und Drittligisten Viktoria Köln. Damit erhält ein Ereignis aus dem Vorjahr eine Zweitauflage, das die Personen in der Kreisstadt des Rhein-Sieg-Kreises für einmalig hielten. „Es ist eigentlich unglaublich, aber offenbar sieht man sich tatsächlich immer zweimal im Leben“, sagt SVS-Geschäftsführer Oliver Karb, der beste Erinnerungen an das damalige Viertelfinale hat. Sportlich hielt man beim 1:2 lange Zeit mit, Siegburg erzielte sogar nach drei Minuten durch Kelana Noah Mahessa den Führungstreffer, ehe der Favorit entscheidend antwortete.
Vor allem aber hinterließ die Stimmung im mit 1000 Zuschauer*innen gut besuchten Stadion tolle Erinnerungen. „Wir hoffen, nochmal so einen Abend zu erleben und wollen uns wieder auf und neben dem Platz bestmöglich verkaufen“, gibt Karb vor. Das Zusammenspiel mit den Verantwortlichen der Viktoria sei seinerzeit hervorragend gewesen. Mit ihrer Unterstützung seien diese ihm bei seinem ersten großen Event als Geschäftsführer eine echte Hilfe gewesen. „Daher freue ich mich auch, dass die Viktoria in der Meisterschaft einen guten Lauf hat und oben mitspielt“, so Karb, der ein Highlight-Spiel erwartet.
FC Hennef erwartet TSV Alemannia Aachen
Auch andernorts weckt die Auslosung des Achtelfinals im Bitburger-Pokal sowie des Viertelfinals im Schaebens-Pokal der Frauen große Vorfreude. Losfee Mina Meister, DFB-Fußballheldin 2025 und Juniorinnen-Trainerin beim ESV Olympia Köln, berichtete erst von der jüngsten Fußballheld*innen-Tour nach Spanien und fischte dann im Zusammenspiel mit FVM-Pressesprecherin Nina Hambalek und dem Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses Patrick Zielezny interessante Paarungen aus der Trommel.
Das gilt zweifellos auch für den Mittelrheinligisten FC Hennef 05, der Mitte November auf den Drittligisten TSV Alemannia Aachen trifft. „Das ist ein Knüller, ein Superlos“, ist 05er-Coach Ahmet Inal begeistert. Man habe sich einen Topgegner gewünscht und nun bekommen. Alemannia-Trainer Mersad Selimbegovic will Hennef nicht auf die leichte Schulter nehmen: „Wir werden uns gewissenhaft vorbereiten und freuen uns auf das Spiel“, sagt er. Er kenne und schätze den gegnerischen Verein, auch wenn er noch keine Partie gegen Hennef bestritten habe.
VfL Vichttal trifft auf Ligarivalen SSV Merten
Ein vertrauter Gegner ist der VfL Vichttal für Bünyamin Kilic, den Trainer des SSV Merten. Schließlich spielen beide Klubs in der Mittelrheinliga. „Wir haben uns die Auslosung live angeschaut. Ich glaube, es ist ein attraktives Los. Uns erwartet in Vichttal ein heißes Duell. Die Chancen stehen 50:50, wir werden alles raushauen“, kündigt er an.
Regionalligist Bonner SC freut sich ebenfalls über ein attraktives Los. Der BSC trifft auf den Drittliga-Aufsteiger S. C. Fortuna Köln. „Favorit ist Köln, da machen wir uns nichts vor. Aber wir werden uns gut einstellen und Vollgas geben, sobald der Schiri anpfeift“, verspricht BSC-Sportdirektor Daniel Zillken. Zur Fortuna pflegen die Bonner ein gutes Verhältnis und für ihre Fans sei die Wiederauflage des Halbfinals des vergangenen Jahres, damals unterlag der BSC in Köln mit 1:4, ein Highlight.
Frauen-Mittelrheinligist Waldenrath-Straeten will im Pokal überwintern
Beim Frauen-Mittelrheinligisten SV Viktoria Waldenrath-Straeten stärkt die Auslosung die Hoffnung, im Pokal überwintern zu können. Es geht zum Landesligisten SV Weiden. „Wir sind absolut zufrieden mit der Auslosung. Es ist zumindest auf dem Papier der leichteste Gegner. Wir sind als Mittelrheinligist der Favorit, auch wenn uns sicherlich eine spannende Aufgabe erwartet“, so Viktoria-Coach Trainer Maik Honold.
Der Favoritenrolle gerecht werden will man auch beim Regionalligisten und Titelverteidiger S.C. Fortuna Köln. „Das ist unser Anspruch und unser Vorhaben. Wir wollen den Pott wieder in die Südstadt holen“, betont Fortuna-Abteilungsleiter Achim Stuhr mit Blick auf die Partie beim Mittelrheinligisten SV Allner-Bödingen. Beim SV freut sich Mike Echternach, Sportlicher Leiter und Trainer, auf das Duell. „Die Chancen zu gewinnen stehen bei 10:90, aber im Pokal ist alles möglich“, ist er überzeugt. Das Spiel gegen die Fortuna verspreche viele Zuschauer und eine besondere Note: Stürmerin Danielle Bender wechselte im vergangenen Winter vom SV zur Fortuna. „Wir freuen uns auf das Wiedersehen“, so Echternach.
Wiedersehen zweier Ligarivalen
Vor einem Wiedersehen anderer Art stehen die Frauen des SC Alemannia Straß. Sie erwarten den SV Rot-Weiß Merl. Zum Start der Mittelrheinliga-Meisterschaft traf man sich schon einmal und siegte mit 5:1. „Wir haben also gute Erinnerungen an den Gegner“, sagt der Straßer-Coach Hans-Josef Ohrem. Ein leichtes Los sei es jedoch nicht, denn der Gegner habe sich seither stabilisiert. „Am Ende entscheidet im Pokal meist die Tagesform. Wir wollen auf jeden Fall eine Runde weiterkommen“, betont Ohrem.
