Bitburger-Pokal: Gespanntes Warten auf die große Kunde

Bitburger-Pokal: Gespanntes Warten auf die große Kunde

Am Donnerstag, 15. Dezember, überträgt der Fußball-Verband Mittelrhein ab 19 Uhr via Facebook die Auslosung des Viertelfinals im Bitburger-Pokal. Die acht verbliebenen Teams werden aufmerksam verfolgen, welche Paarungen Pokalspielleiter Markus Müller für den Spieltermin am 22. Februar 2023 (Aschermittwoch) aus der Trommel zieht.

Die Kunde vom Resultat der Ziehung, davon ist Markus Stupp überzeugt, wird in Bergheim in Windeseile die Runde machen. „Das wird mit Sicherheit sehr schnell gehen. Es sind schließlich alle heiß auf die Auslosung und die weiteren Spiele im Bitburger-Pokal“, sagt der Abteilungsleiter des Mittelrheinligisten BC Viktoria Glesch-Paffendorf. Der Bergheimer Verein hat dank eines 5:2-Erfolgs beim Kreisligisten Türkischer SV Düren das Viertelfinale erreicht. Zuletzt gelang das 2020. „Damals haben wir dem 1. FC Düren ein enges Spiel geliefert, am Ende aber 1:2 verloren“, erinnert sich Stupp. Auch die weiteren Geschicke der Dürener hat er seinerzeit verfolgt. „Sie haben den Wettbewerb im Finale gegen Alemannia Aachen gewonnen und im DFB-Pokal mit dem FC Bayern das große Los gezogen“, schaut er zurück.

Selbstverständlich ist ihm bewusst, dass es für solche Geschichten gleich mehrerer richtiger Weichenstellungen und Wendungen bedarf, aber zumindest einen weiteren Schritt würde er im Cup nur allzu gerne machen. „Jetzt sind wir einmal drin im Wettbewerb, da würden wir gerne noch etwas dabei bleiben“, sagt Stupp.

Am liebsten sähe er nun das Duell gegen einen der Topfavoriten FC Viktoria Köln und Alemannia Aachen oder aber die vermeintlich lösbare Aufgabe gegen Blau-Weiß Köln, den letzten verbliebenen Bezirksligisten. „Obwohl Blau-Weiß bestimmt auch eine gute Mannschaft hat“, meint er. Dem eigenen Team traut Stupp einiges zu. Torwart Philipp Hermann sei eine Bank, „fast unbezwingbar“ und mit den beiden Innenverteidigern Marcus Weber und Michael Uhlemann verfüge man über erfahrene Kräfte in einer ansonsten jungen, erfolgshungrigen Mannschaft.
 

Alemannia-Trainer Hohl zuversichtlich

Helge Hohl coacht mit dem Regionalligisten Alemannia Aachen einen der heißen Titelkandidaten. Die Sorge, seine Spieler könnten ein Duell mit einem Underdog nachlässig angehen und deshalb stolpern, hat er nicht. „Im Pokal kann immer etwas passieren, aber an der nötigen Ernsthaftigkeit wird es uns nicht fehlen“, sagt Hohl. Der Bitburger-Pokal sei schlicht zu wichtig – sportlich und wirtschaftlich. In der vergangenen Saison habe man beim 0:4 gegen Fortuna Köln im Halbfinale personell nicht in die Vollen gehen können, zu sehr sei man damals im Kampf um den Klassenerhalt gefordert gewesen. „Jetzt ist die Konstellation besser. Mit dem Abstiegskampf haben wir nichts zu tun, aber der Rückstand auf Spitzenreiter Preußen Münster ist vermutlich schon zu groß. Im Pokal könnten wir mit wenigen Erfolgen Großes erreichen“, so der Aachener Trainer.

Ein möglicher Viertelfinalgegner kommt aus dem Oberbergischen: der SV Eintracht Hohkeppel. Kevin Theisen, Geschäftsführer und gleichzeitig Sportlicher Leiter des Mittelrheinligisten, traut seiner Elf einiges zu. „Wir haben eine gute Truppe“, betont er. Und mit Shunya Hashimoto, Narciso Lubaca und Tayfun Pektürk verfüge man über Offensivspieler, „die wissen, wo das Tor steht“. Pektürk hat dabei mit der SpVgg Greuther Fürth sogar schon in der Ersten und Zweiten Bundesliga gespielt. „Wenn ich mir etwas wünsche dürfte, dann hätte ich jetzt gerne ein einfaches Los und erst danach den Hammergegner“, erklärt er. Ob sein Wunsch in Erfüllung geht, erfährt Theisen am Donnerstagabend.

Folgende Mannschaften sind noch im Wettbewerb: Viktoria Köln (3. Liga), Alemannia Aachen (RL), 1. FC Düren (RL), BCV Glesch-Paffendorf (ML), Bonner SC (ML), FC Hürth (ML), SV Eintracht Hohkeppel (ML) und SC Blau-Weiß 06 Köln (BL).


Modus und Termine

Gespielt werden im Bitburger-Pokal fünf Runden inklusive Finale, bis der neue Bitburger-Pokalsieger feststeht. Klassentiefere Teams genießen im Bitburger-Pokal bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Ausgetragen wird das Bitburger-Pokalfinale am 3. Juni 2023 zum zweiten Mal im Sportpark Höhenberg in Köln. Geplant ist wieder eine Übertragung der ARD als Live-Konferenz im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure. Die Sieger des Wettbewerbs qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Ergänzend zur Live-Übertragung der Auslosung auf Facebook präsentiert der FVM die Auslosungsergebnisse am Abend der Auslosung auch auf seiner Internetseite. Die Halbfinal-Paarungen im Bitburger-Pokal werden am 28. Februar ausgelost, dann wieder zusammen mit den Paarungen im Ford-Pokal der Frauen.

Aktuelle Ansetzungen und Ergebnisse finden Interessierte bei fussball.de.

 

Spieltermine

  • Viertelfinale: 22. Februar 2023
  • Halbfinale: 21. bis 23. März 2023
  • Finale: 3. Juni 2023

 

Ergebnisse im Achtelfinale des Bitburger-Pokals:

  • FSV Neunkirchen-Seelscheid (LL) – SV Eintracht Hohkeppel (ML) 0:1
  • FC Pesch (ML) – Viktoria Köln (3. Liga) 0:3
  • SSV Merten (LL) – Bonner SC (ML) 2:5
  • SG Türkischer SV Düren (KLA) - BCV Glesch-Paffendorf (ML) 2:5
  • DJK FV Haaren (BL) - SC Blau-Weiß 06 Köln (BL) 2:3 n.V.
  • FC BW Friesdorf (ML) – FC Hürth (ML) 0:1
  • VfR Wipperfürth (KLA) – Alemannia Aachen (RL) 1:2
  • Borussia Freialdenhoven (ML) – 1. FC Düren 0:1

Alle Ansetzungen und Ergebnisse bei fussball.de

 

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