Bitburger-Pokal: FC Hürth steht nach Coup vor nächstem Duell

Bitburger-Pokal: FC Hürth steht nach Coup vor nächstem Duell

In der ersten Runde des Bitburger-Pokals sorgte der Mittelrheinligist FC Hürth mit einem 3:1 n.V. gegen den Regionalligisten S.C. Fortuna Köln für eine faustdicke Überraschung. Nun steht das Achtelfinale mit der Partie beim Ligarivalen FC Blau-Weiß Friesdorf an. Auch die übrigen Partien versprechen viel Spannung.

Zur wohl größten Überraschung in der ersten Runde des Bitburger-Pokals kam es, als nur noch ein Ticket für den Einzug ins Achtelfinale zu vergeben war: Mittelrheinligist FC Hürth bezwang im letzten ausstehenden Match den Regionalligisten S.C. Fortuna Köln mit 3:1 n.V. Der Sturz des großen Favoriten hinterließ einen begeisterten Underdog. „Klar, wir hatten das nötige Glück und haben bei den Abschlüssen der Kölner immer noch irgendein Bein dazwischen bekommen“, sagt FCH-Coach Oliver Heitmann, aber seine Elf habe eben auch mit jeder Menge Leidenschaft und Herzblut verteidigt und die entscheidenden Akzente im Spiel nach vorne gesetzt. In der ersten Halbzeit brachte Alexander Gaun Hürth in Führung. Die Fortuna wurde nach dem Wechsel immer stärker, kam aber lediglich durch den eingewechselten Dustin Willms zum 1:1, ehe die Gastgeber in der Verlängerung nicht nur große Moral, sondern auch ihre Konterstärke offenbarten und durch Jacob Göker und Tomayo Ito zu zwei weiteren Treffern kamen. „Das war bestimmt eines der Spiele, die im Verein länger in Erinnerungen bleiben werden. Für mich als Trainer war es schön zu sehen, dass die Dinge, die wir uns erarbeitet haben, so gut funktionierten“, so Heitmann, dessen Team den Triumph im Klubheim feierte und dabei wohl auch das Vorhaben fasste, dem ersten erfolgreichen Kapitel ein weiteres hinzuzufügen.

Im Achtelfinale geht es nun am Samstag (16 Uhr, Kunstrasenplatz, Sportzentrum Friesdorf, Margaretenstr., Bonn) zum Mittelrheinliga-Rivalen FC Blau-Weiß Friesdorf. „Es wird ein 50:50-Spiel“, blickt Heitmann voraus. In der Meisterschaft trennten sich beide Teams auf der Hürther Anlage mit 1:1. „Wir wissen aber, dass Friesdorf sehr heimstark ist. Es ist immer unangenehm, dort zu spielen, weil da meistens einiges los ist“, so der Hürther Trainer. Der Gegner verfüge über eine starke Defensive und ein gutes Umschaltspiel. „Ganz klar, es wird schwierig“, sagt Heitmann.

FC Pesch erwartet Viktoria Köln

Noch größer ist aber zweifellos die Herausforderung für einen weiteren Mittelrheinligisten: Der FC Pesch erwartet den Titelverteidiger und unumstrittenen Topfavoriten FC Viktoria Köln (Sa., 16 Uhr, Kunstrasenplatz Helmut-Kusserow-Sportanlage, Escher Str./Pescher Str.). „Das ist ein Hammerlos, ein einmaliges Erlebnis. Wir freuen uns auf eine großartige Begegnung und wollen uns richtig teuer verkaufen“, erklärt der Pescher Trainer Ali Meybodi. Er hofft auf mehr als 800 Zuschauer und – wenn auch ganz leise – auf eine Überraschung gegen den Drittligisten. „Wir sind krasser Außenseiter. Alles andere zu sagen, wäre vermessen“, meint Meybodi. Aber seine Elf sei charakterlich stark genug, um sich zu wehren. Nach dem Umbruch im Sommer und dem Abschied von einem Dutzend Spielern baut er nun auf eine verjüngte Mannschaft um die routinierten Alex Papazoglu, Markus Lehmann, Kaan Akca, Burak Koyuncu und Jimmy Mbiyavanga. „Leider ist Marcel Dawidowski verletzt, aber dann müssen eben andere in die Bresche springen“, erklärt der Coach. Die teils fehlende Erfahrung wolle man mit Leidenschaft wettmachen. „In erster Linie geht es aber darum, den Tag und den Moment zu genießen“, so Meybodi.

DJK Haaren trifft auf Ligarivalen

Ein Duell auf Augenhöhe zeichnet sich derweil für den Bezirksligisten DJK FV Haaren ab. Das Team der Staffel 4 trifft auf Blau-Weiß Köln, einen Ligarivalen aus der Staffel 1. „Bei uns ist der ganze Verein angesichts des Achtelfinales in Aufruhr“, berichtet DJK-Trainer Jürgen Lipka. Für den Anhang seien eigens Fahnen bestellt und eine Verlosung organisiert worden. „Wenn wir das Spiel gewinnen, ist es für uns eines der Highlights der letzten 20 Jahre. Es wäre der erste Einzug des Vereins ins Viertelfinale des Pokalwettbewerbs“, sagt er. Schon den Kreispokalsieg dank des 2:0 gegen den VfR Würselen habe das Team bis 1 Uhr nachts gefeiert. „Wenn wir nun mit einem Erfolg einen Platz in den Geschichtsbüchern des Vereins einnehmen, dann wird durchgemacht“, kündigt er mit einem Augenzwinkern an. Doch der Coach erwartet eine enge Angelegenheit, wenn die Partie am Samstag, 16 Uhr, auf dem Kunstrasen im Sportzentrum Haaren (Neuköllner Str. 9, Aachen) beginnt.
Lipka setzt insbesondere auf Spielführer und Abwehrchef Jonathan Nilius und er weiß mit Anthony Obiorah um einen „sehr talentierten Stürmer“ in den eigenen Reihen. „Letztlich geht es aber nur über eine starke Mannschaftsleistung. Alle müssen alle an einem Strang ziehen, das Gesamtpaket muss stimmen.“

A-Ligist Türkischer SV peilt nächsten Coup an

So ähnlich schätzt auch Muharrem Sekerci den Weg zum Erfolg ein. Er ist Trainer des Türkischen SV Düren, einem von zwei verbliebenen A-Ligisten im Teilnehmerfeld. Seine Mannschaft trifft am Samstag (16 Uhr, Hartplatz Veldener Str., Düren) auf den Mittelrheinligisten BCV Glesch-Paffendorf. „Unser Gegner spielt drei Klassen höher“, sagt Sekerci, „aber wir erwarten sie auf unserer Anlage und können befreit aufspielen.“ Damit sei man bislang gut gefahren. So auch in der ersten Runde beim 3:1 gegen den Bezirksligisten VfR Würselen. Es liege seiner Mannschaft um Abwehrchef Mustafa Gültekin, abzuwarten und den Gegner das Spiel machen zu lassen. „Wir freuen uns auf jeden Fall, erstmals beim Bitburger-Pokal dabei zu sein. Das ist etwas Besonderes, so der Trainer.

Das dürfte man beim anderen verbliebenen A-Ligisten, dem VfR Wipperfürth, unterschreiben. Der Klub aus dem Oberbergischen Kreis trifft auf den Regionalligisten Alemannia Aachen. Verdient hat man sich dieses Highlight mit einem 3:1 beim Mittelrheinligisten FC Viktoria Arnoldsweiler. Die Partie wird erst am 23. November ausgetragen. Das gilt auch für die Begegnung des Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven mit dem Regionalligisten 1. FC Düren.

Im Bitburger Pokal werden fünf Runden inklusive Finale gespielt, bis der neue Bitburger-Pokalsieger feststeht. Klassentiefere Teams genießen im Bitburger-Pokal bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Ausgetragen wird das Bitburger-Pokalfinale am 3. Juni 2023 zum zweiten Mal im Sportpark Höhenberg in Köln. Geplant ist wieder eine Übertragung der ARD als Live-Konferenz im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure. Der Sieger des Wettbewerbs qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals. Die Spielpaarungen des Viertelfinals im Bitburger-Pokal werden am 15. Dezember ausgelost.

 

Ergebnisse in der ersten Runde des Bitburger-Pokals:

  • Bonner SC – SV Breinig Breinigerberg 7:0
  • SC Germania Erftstadt-Lechenich – 1. FC Düren 0:2
  • SV Frauenberg - SC Blau-Weiß 06 Köln, 2:5 n.V.
  • FC Viktoria Arnoldsweiler - VfR Wipperfürth 1:3
  • SV Bergisch Gladbach 09 - Alemannia Aachen 0:2
  • FV Bad Honnef - FC BW Friesdorf 0:1
  • SG Türkischer SV Düren - VfR Würselen 3:1
  • SV Eintracht Hohkeppel - SC Borussia Lindenthal-Hohenlind 2:0
  • FC Wegberg-Beeck - BCV Glesch-Paffendorf 1:2
  • TuS Chlodwig Zülpich - FSV Neunkirchen-Seelscheid 0:2
  • FC Pesch - SV Roland Millich 3:0
  • FC Hennef 05 - Viktoria Köln 0:3
  • DJK FV Haaren - FC Union Schafhausen 2:1
  • SC Fliesteden - SSV Merten 1:3
  • SV Rhenania Bessenich - Borussia Freialdenhoven 3:5 n.V.
  • FC Hürth - S.C. Fortuna Köln 3:1 n.V.

 

Achtelfinale im Bitburger-Pokal:

  • FSV Neunkirchen-Seelscheid (LL) – SV Eintracht Hohkeppel (ML) Samstag, 19. November, 16 Uhr
  • FC Pesch (ML) – Viktoria Köln (3. Liga) Samstag, 19. November, 16 Uhr
  • SSV Merten (LL) – Bonner SC (ML) Samstag, 19. November, 16 Uhr
  • SG Türkischer SV Düren (KLA) - BCV Glesch-Paffendorf (ML) Samstag, 19. November, 16 Uhr
  • DJK FV Haaren (BL) - SC Blau-Weiß 06 Köln (BL) Samstag, 19. November, 16 Uhr
  • FC BW Friesdorf (ML) – FC Hürth (ML) Samstag, 19. November, 16 Uhr
  • VfR Wipperfürth (KLA) – Alemannia Aachen (RL) Mittwoch, 23. November, 19 Uhr
  • Borussia Freialdenhoven (ML) – 1. FC Düren (RL) Mittwoch, 23. November, 19 Uhr

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Spieltermine

  • Viertelfinale: 22. Februar 2023
  • Halbfinale: 21. bis 3. März 2023
  • Finale: 3. Juni 2023
 
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