Im Achtelfinale des Bitburger-Pokals setzte sich der FC Hennef beim SV Altenberg durch. Auch der FC Pesch feierte einen weiteren Sieg. Von der Titelverteidigung darf Alemannia Aachen dank des 3:1-Erfolgs gegen den Regionalliga-Kontrahenten SV Bergisch Gladbach träumen.
Der große Coup im Achtelfinale des Bitburger-Pokals blieb aus, doch das 0:1 (0:1) gegen den Mittelrheinligisten FC Hennef 05 hinterließ Stolz und Zufriedenheit in den Reihen des Bezirksligisten SV Altenberg. „Da kommt man von der Hochzeitsreise zurück und die Jungs hauen so einen raus“, sagte ein glücklicher Altenberger Coach Sven Bellinghausen nach seinem Comeback auf der Trainerbank. Tatsächlich hatte seine Elf Esprit und Courage bewiesen und dem großen Favoriten, der immerhin in der Runde zuvor den Drittligisten FC Viktoria Köln aus dem Wettbewerb geworfen hatte, über weite Strecken der Partie Paroli geboten. Die entscheidenden Momente verliefen jedoch zu Gunsten der 05er: 23 Minuten waren gespielt, als Frank Ananou mit seiner Hereingabe Matona-Glody Ngyombo fand. Letzterer ließ sich nicht lange bitten und erzielte aus rund zehn Metern Tordistanz das 1:0. Insbesondere nach dem Wechsel war Altenberg nun voll im Spiel. „Die Jungs haben das gut gemacht und richtig mutig agiert“, fand auch Bellinghausen. Doch wieder hakte es in einem wichtigen Augenblick: Maik Maier hatte mit einem schönen Antritt einen Elfmeter herausgeholt, Cem Caylali scheiterte dann allerdings am Hennefer Keeper Niclas Altmann. „Wäre der Elfer drin gewesen, hätten wir vielleicht eine Verlängerung erzwungen“, so Bellinghausen. Es blieb beim Konjunktiv. „Es war eben ein typisches Pokalspiel“, sagte der Hennefer Sportchef Dirk Hager, „da kann es auch schon mal eng werden. Vor allem, wenn man seine Konterchancen nicht nutzt.“ Die Hautsache sei aber, sich durchgesetzt zu haben.
So ähnlich sah das auch Ali Meybodi nach dem 1:0 (1:0) beim Landesligisten FC Union Schafhausen. Der Coach des Mittelrheinligisten FC Pesch hatte seine Elf in der ersten Runde zu einem überraschenden Sieg gegen den Regionalligisten Fortuna Köln geführt. Nun galt es, der Favoritenrolle gerecht zu werden. Dies gelang vor allem dank eines einen entscheidenden Moments: Nach 27 Minuten nahm Alex Papazoglu Geschwindigkeit auf und steckte schließlich durch auf Marcel Dawidowski. Letzterer blieb cool und lupfte den Ball über den Torhüter hinweg ins Schafhausener Tor. Union-Geschäftsführer Marco Heitzer war beeindruckt. „Das Tempo vor dem Treffer war unglaublich“, fand er. Doch er war auch angetan von der eigenen Mannschaft: „Die Jungs haben alles gegeben, es hat eben nicht gereicht, weil Pesch die Aufgabe sehr konzentriert angegangen ist.“
In einer chancenarmen Partie wurde es dank des Einsatzwillens der Schafhausener am Ende noch einmal spannend. „Sie haben alles versucht. Sogar der Torhüter ist mit nach vorne gekommen. Da rutscht einem schon mal das Herz in die Hose“, sagte Meybodi. Für solche Spannung sorge der Pokalwettbewerb eben immer wieder.
Der FC Pesch gehört nun zu den Herausforderern des letzten verbliebenen Regionalligisten: Alemannia Aachen. Der Traditionsklub aus dem Westen der Republik darf weiterhin von der Titelverteidigung träumen. Im Viertelfinale des Bitburger-Pokals setzen sich die Schwarz-Gelben vor 1950 Zuschauern auf dem heimischen Tivoli mit 3:1 (2:0) gegen den Ligarivalen SV Bergisch Gladbach durch. Die Alemannia bestimmte das Spiel. Andre Wallenborn traf nach einem Doppelpass mit David Pütz zum 1:0 (32.). Nur zwei Minuten später ließ Jonathan Benteke am rechten Strafraumeck einen Gegenspieler aussteigen und schoss den Ball unhaltbar ins lange Eck - 2:0 (34.).
Nach dem Wechsel agierte Bergisch Gladbach offensiver. Den nächsten Treffer markierte jedoch Aachens Florian Rüter (67.). Erneut hieß der Vorlagengeber Pütz. Damit war das Spiel entschieden. Auch wenn Metin Kizil noch das 1:3 gelang (70.).
Einen standesgemäßen 4:0 (2:0)-Erfolg feierte Mittelrheinligist 1. FC Düren beim Bezirksligen Eintracht Hohkeppel. Philipp Simon traf dabei dreifach, Nico Schröteler steuerte das vierte Tor bei.
Im Viertelfinale stehen zudem BW Friesdorf (4:1 gegen den FC Wegberg-Beeck), Viktoria Arnoldsweiler (5:2 beim SSV Merten) und der TSV Germania Windeck (3:1 n.V. gegen den SV Schlebusch).
Die Partie des Bezirksligisten TuS Chlodwig Zülpich gegen den Landesligisten Viktoria Glesch-Paffendorf findet erst am 5. Dezember (19.30 Uhr) statt.
(Wolfram Kämpf)
