Best Practice: Erfolgsgeschichte des Frauenfußballs bei den Sportfreunden Hörn

Best Practice: Erfolgsgeschichte des Frauenfußballs bei den Sportfreunden Hörn

Mit der Heim-WM 2006 stieg das Interesse fußballbegeisterter Mädchen, was zur Gründung der ersten reinen Mädchenmannschaft der Sportfreunde Hörn führte. Zuvor spielten Mädchen vereinzelt in männlichen Jugendmannschaften. Die erste Frauenmannschaft wurde 2008 gegründet, als die Spielerinnen der ersten Mädchenmannschaft altersbedingt in den Frauenbereich wechselten.

„Die gute Lage der Spielstätte nahe der Universität und der gute Ruf der Frauenmannschaft sorgten für einen hohen Zulauf an neuen Spielerinnen“, berichtet Anna Rogge, Geschäftsführerin der Frauenabteilung der SF Hörn. Die Vereinsvertreter*innen förderten die Weiterentwicklung des Frauenfußballs, was 2012 zur Gründung einer zweiten Frauenmannschaft führte. Aktive Spielerinnen der Frauenmannschaften engagierten sich als Trainerinnen in den Mädchenmannschaften, was den Übergang in den Frauenbereich erleichterte. „Der hohe Zulauf ermöglichte vor etwa fünf Jahren die Gründung einer dritten Frauenmannschaft aus der weiblichen B-Jugend“, freut sich Rogge. 

Der Verein profitierte von engagierten Trainer*innen, die sich stets für die Rechte ihrer Mannschaften einsetzten, insbesondere bei der Regelung von Spiel- und Trainingszeiten sowie der Kabinenbelegung. Dennoch gab es Herausforderungen: „Lange Zeit standen uns nur zwei Kabinen für alle Mannschaften zur Verfügung. Dank des stetigen Wachstums konnte der Hauptvorstand den Neubau eines Vereinsheims bewirken, was eine große Erleichterung sein wird“, so Rogge. 

Anlaufstelle für alle fußballbegeisterten Mädchen und Frauen

Die Sportfreunde Hörn sehen sich als Breitensportverein und Anlaufstelle für jedermann. Es ist ihnen ein Anliegen, genügend Raum für die vielen fußballbegeisterten Mädchen und Frauen zu bieten. Doch nicht alles läuft reibungslos: „Viele Mädchen geben den Fußball im Alter von 16 bis 18 Jahren aufgrund schulischer Laufbahnen, Ausbildungsbeginn oder anderen Interessen auf. Wenn es keine konstante Frauenmannschaft gibt, verlassen die Mädchen den Verein oder hören ganz auf“, erklärt Rogge. 

Die Trainer*innensuche gestaltet sich oft schwierig. „Trainer, die vorher im Herrenbereich aktiv waren, haben oft falsche Vorstellungen von einer Frauen-Landesligamannschaft. Zuschauerzahlen und Sponsoren sind oft nur ein Bruchteil dessen, was man aus dem Herrenbereich kennt“, so Rogge. Die Platzbelegung führte oft zu Unmut, da nur ein Spielfeld vorhanden ist und keine der Mannschaften mehr als einen halben Platz zum Trainieren zur Verfügung hatte. „In der Jugend muss der Platz mittlerweile geviertelt werden, was nicht zufriedenstellend ist“, betont Rogge. 

Trotz der Herausforderungen wurde die Gründung der Frauenabteilung durch den Einsatz der Vereinsverantwortlichen und vieler ehrenamtlicher Kräfte gut aufgenommen und unterstützt. Durch verschiedene Aktionen wie Mädchencamps und Mädchenaktionstage konnten wir viele Mädchen für den Verein gewinnen. Für die Zukunft setzen sich die Sportfreunde Hörn das Ziel, die bestehenden Mädchenmannschaften weiter wachsen zu lassen und die Trainings- und Spielflächen zu erweitern. 

Ein großer Wunsch ist die Erweiterung der Trainingszeiten, um die drei Frauenmannschaften zu erhalten. Sportlich gesehen wird es aufgrund der finanziellen Gegebenheiten wohl nicht viel weiter nach oben gehen. Dennoch freut man sich, eine passende Möglichkeit für leistungsorientierte Spielerinnen bieten zu können. 

Als Rat für Vereine, die Frauen- und Mädchenfußball fördern möchten, nennt Rogge die Unterstützung der Vereinsverantwortlichen und das Engagement ehrenamtlicher Helfer*innen. Zudem müsse die Bindung der Spielerinnen an den Verein durch gemeinsame Aktivitäten innerhalb der Mannschaft und des Vereins gestärkt werden. 

 

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Weitere Informationen zum Spielbetrieb der Frauen finden Sie hier.

Hier finden Sie zusätzliche Informationen zum Spielbetrieb der Juniorinnen.

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