Amateurfußball-Kongress: Der FVM-Delegierte Manuel Sanchez stellt sich vor

Beim Amateurfußball-Kongress vom 22.-24. Februar in Kassel stehen die im Fokus, die die Basis des Amateurfußballs sind: die Vereine. Sie sollen sagen, wo der Schuh drückt und was sie sich wünschen, damit ihr Verein gut aufgestellt sein kann für die Zukunft.

 

Damit der FVM den wichtigen Input aus den Vereinen auch weitertragen kann, wird die Delegation, die der FVM Kassel entsendet, zu einem großen Teil aus Vereinsvertretern bestehen, die schon bei den Vereinsdialogen kritisch wie konstruktiv Impulse gesetzt haben und das nun auch beim Amateurfußball-Kongress tun sollen.

 

fvm.de stellt alle Teilnehmer aus dem Verbandsgebiet in den nächsten Tagen im Rahmen einer Serie vor. Die Teilnehmer/innen erzählen, warum sie sich ehrenamtlich engagieren, sie berichten von ihren Wünschen an den Amateurfußball und von ihren Erwartungen an den Kongress.

 

Los geht es Manuel Sanchez, Trainer und 1. Vorsitzender des Ideal CF Casa de España.

 

Amateurfußball-Kongress: Der FVM-Delegierte Manuel Sanchez stellt sich vor

Wer bist du und warum engagierst du dich ehrenamtlich im Amateurfußball?

Mein Name ist Manuel Sanchez und ich bin 55 Jahre alt. Ich bin zurzeit im Verein Ideal CF Casa de España in zwei Funktionen tätig: Zum einen bin ich seit 2003 der erste Vorsitzende des Vereins und gleichzeitig trainiere ich die erste Herrenmannschaft.

In den Verein bin ich 1989 als Spieler eingetreten. Der harmonische Umgang der Spieler untereinander hat mich damals sehr beeindruckt. Wir waren definitiv Freunde, nicht nur reine Spielkameraden. Leider waren aber viele Funktionen in der Vereinsführung gar nicht oder nicht optimal besetzt. So kam es, dass ich mich als Kassenwart engagiert habe. Ende der 90er Jahre, nachdem der Aufstieg in eine höhere Liga mehrfach nicht funktioniert hatte und der sportliche Erfolg ausblieb, kehrten viele dem Verein den Rücken. Geblieben war nur noch eine Herrenmannschaft. Einige Wenige, die dem Verein gemeinsam mit mir die Treue hielten, versuchten einen Neuanfang, was nach der Bildung eines eingetragenen Vereins glücklicherweise auch gelang.

Die stetige Weiterentwicklung des Vereins sorgt dafür, dass mir die ehrenamtliche Tätigkeit Spaß macht. Man sieht, dass die Arbeit Früchte trägt und bei vielen Mitgliedern gut ankommt. Sprachliche und soziale Integration ist eine wichtige Aufgabe, die wir alle gemeinsam gerne wahrgenommen haben.

Was muss sich verändern, damit der Amateurfußball zukunftsfähig bleibt?

Der Fußball muss attraktiv bleiben, vor allem im Amateurbereich. Dort gibt es jetzt viel mehr Freizeitangebote als es noch vor Jahren der Fall war. Das bedeutet mehr Konkurrenz für den Fußball. Es müssen Anreize geschaffen werden, damit sich Kinder, Jugendliche und Senioren weiterhin für das aktive Fußballspielen interessieren. Dazu gehört es insbesondere, gute Trainingsbedingungen zu schaffen (ausreichend Trainingszeiten und Trainingsplätze), aber auch gut ausgebildete Trainer und eine gute Infrastruktur in den Vereinen zu ermöglichen.

Was erwartest du vom Amateurfußball-Kongress 2019?

Es ist meine erste Teilnahme am Amateurfußball-Kongress, also meine erste Teilnahme an einer solchen Veranstaltung überhaupt. Ich gehe deshalb nicht mit Erwartungen dorthin, sondern mit einer großen Neugierde und Spannung.

Was ist dein wichtigstes Thema, das du beim Amateurfußballkongress einbringen möchtest?

Ich bin am Thema Digitalisierung sehr interessiert. Ich sehe da große Chancen den Amateurfußball auf eine andere (professionellere) Ebene zu bringen. Außerdem lassen sich viele Prozesse dadurch deutlich vereinfachen. Die digitale Präsenz ist sehr wichtig. Irgendwie muss man heute online auffindbar sein, ansonsten wird man gar nicht wahrgenommen.

Mehr Infos zum Amateurfussball-Kongress finden Sie hier

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