Mit Ballfieber Colonia U9, GW Brauweiler U9, der SpVgg. Lülsdorf-Ranzel U8 und dem TuS Altenrath U10 starten in der Saison 2026/2027 gleich vier Teams aus dem Verbandsgebiet des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) in der Waldkicker-Liga. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen dafür, dass sich nachhaltiges Handeln und begeisternder Kinderfußball ideal ergänzen.
Die Waldkicker-Liga verbindet Fußball mit Umwelt- und Naturschutz. Die teilnehmenden Vereine stellen sich verschiedenen nachhaltigen Aufgaben und Aktionen. Ein Punktesystem motiviert die Teams dazu, sich aktiv für den Umweltschutz zu engagieren. Den erfolgreichsten und engagiertesten Mannschaften winkt am Ende die Teilnahme an der Waldkicker-Meisterschaft bei einem Fußball-Bundesligisten. Wie vielfältig die Wege dorthin sein können, zeigen bereits die ersten Aktionen der vier FVM-Teams.
Von der Anreise bis zur großen Torwandaktion
Bei GW Brauweiler und dem TuS Altenrath beginnt nachhaltiges Handeln bereits auf dem Weg zum Training. Beide Mannschaften haben ein Foto im Waldkicker-Trikot aufgenommen und sind mit dem Fahrrad zum Training gekommen. Beim TuS Altenrath gehören zudem Müllsammelaktionen, Mehrweg-Trinkflaschen, Wege zu Fuß und Fahrgemeinschaften zu den nachhaltigen Ansätzen im Vereinsalltag.
Ballfieber Colonia setzt dagegen auf eine größere Aktion: Am 4. Oktober veranstaltete die U9 auf dem Gertrudenhof ein nachhaltiges Torwandschießen. Für jeden 20. Schuss wird ein Baum gepflanzt. Damit zeigen die Teams auf unterschiedliche Weise, wie sich die Ideen der Waldkicker-Liga in den Fußballalltag integrieren lassen – vom persönlichen Verhalten auf dem Weg zum Training bis hin zu gemeinschaftlichen Aktionen mit vielen Kindern.
Die SpVgg. Lülsdorf-Ranzel 1959 verbindet die verschiedenen Aspekte besonders eng miteinander. Die U8 organisierte eine Sammelaktion für gut erhaltene Fußbälle, Trikots und Fußballschuhe, die Kindern in Afrika zugutekommen sollen. Auch das Thema Fair Play spielte eine wichtige Rolle: Die Kinder entwickelten eigene Regeln für einen respektvollen Umgang im Team und verstanden Nachhaltigkeit damit auch als Frage des verantwortungsvollen Miteinanders. Darüber hinaus kamen sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften zum Training. Zum Auftakt der Waldkicker-Aktivitäten setzte sich die Mannschaft außerdem mit der Frage auseinander, woher unser Wasser kommt und wie verantwortungsvoll damit umgegangen werden kann.
„Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit für die Kinder praktisch erlebbar zu machen. Sie sollen nicht nur hören, dass bestimmte Dinge wichtig sind, sondern selbst erfahren, was sie als Team bewegen können“, erklärt René Buchmüller aus dem Trainerteam der U8 der SpVgg. Lülsdorf-Ranzel.
Auch beim TuS Altenrath steht die aktive Beteiligung der Kinder im Mittelpunkt. „Wir möchten den Kindern zeigen, dass Nachhaltigkeit auch im Fußball ganz einfach funktionieren kann. Viele Dinge lassen sich ohne großen Aufwand in unseren normalen Trainings- und Spielbetrieb integrieren. Wichtig ist uns dabei, dass die Kinder selbst mitmachen und eigene Ideen einbringen“, sagt Carsten Becker, stellvertretender Jugendleiter des TuS Altenrath.
So unterschiedlich die ersten Ideen auch sind, verfolgen die vier FVM-Teams ein gemeinsames Ziel: Umweltbewusstsein und verantwortungsvolles Handeln sollen für die Kinder greifbar und erlebbar werden. Deshalb werden die Waldkicker-Aufgaben eng mit dem Trainings- und Spielbetrieb verknüpft und gemeinsam mit den Kindern umgesetzt. Für die vier Mannschaften beginnt damit eine Saison, in der nicht nur Fußball gespielt wird, sondern auch gelernt, ausprobiert und gemeinsam etwas bewegt werden kann.
