Schaebens-Pokal der Frauen: S.C. Fortuna Köln will sich in Aachen keine Blöße geben

Schaebens-Pokal der Frauen: S.C. Fortuna Köln will sich in Aachen keine Blöße geben

Das Leo-Vermeeren-Stadion am Hasselholzer Weg in Aachen soll am 8. Februar (15 Uhr) zur vorletzten Station auf dem Weg zum Finale im Schaebens-Pokal der Frauen werden. Da lässt Achim Stuhr, Abteilungsleiter Damenfußball beim Regionalligisten S.C. Fortuna Köln, keine Zweifel aufkommen. „Wir wollen unseren Titel verteidigen“, sagt er. Der im Viertelfinale gastgebende Mittelrheinligist Alemannia Aachen sei ein ernstzunehmender Rivale, „aber wenn wir unser Potenzial abrufen, darf Aachen keine unüberwindbare Hürde darstellen. Ein Ausscheiden wäre eine große Enttäuschung“, so Stuhr. Sein Klub darf getrost als das Nonplusultra im Wettbewerb tituliert werden. Sechsmal ging die Trophäe allein in den vergangenen zehn Jahren in die Kölner Südstadt. Zuletzt dank eines 3:1-Finalerfolgs gegen die DJK Südwest Köln.

Seit seiner Rückkehr im Oktober führt mit Marc Gertzen ein Trainer das Kölner Team, der ebenfalls schon den Pokal auf Verbandsebene mit der Fortuna geholt hat. „Er weiß, wie es geht“, sagt Stuhr über den zwischenzeitlich in der Sportlichen Leitung tätigen Gertzen, der bis Sommer wieder auf der Bank sitzen soll. Er kann voraussichtlich auf den gesamten Kader zurückgreifen. Torjägerin Vivienne Schwing, die lange nicht zur Verfügung stand, ist wieder dabei. Fit sind auch die beiden Fortuna-Kapitäninnen Annika Boden und Anna Graßinger sowie Regisseurin Fabienne Meder. Ein besonderes Spiel steht Stürmerin Svenja Streller Stürmerin bevor. „Sie trifft mit Aachen auf ihren alten Verein“, erklärt Stuhr. Zudem wolle Streller ihre letzte Saison nur zu gerne mit einem Titel abschließen.

Mittelrheinligainternes Duell verspricht echten Pokal-Fight 

An das Endspiel am 1. Mai im Troisdorfer Aggerstadion verschwendet man beim Mittelrheinligisten TuS Homburg-Bröltal noch keinen Gedanken. Trainer Mats Bollmann richtet den Fokus auf die anstehende Aufgabe. Und die hat es in sich. Es geht gegen den Ligarivalen SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten. „Das wird ein echter Fight. Die Gegnerinnen werden nicht kommen, um uns weiterkommen zu lassen“, so Bollmann mit Blick auf das Match am Sportplatzweg in Nümbrecht (So., 8. Februar, 15 Uhr). Für diese Einschätzung sorgt nicht zuletzt die Erinnerung an das Meisterschaftshinspiel Anfang November. „Das war ein ruppiges Spiel mit hoher Dynamik“, sagt der TuS-Trainer. Damals traf Ilka Lang doppelt. Sie gehört neben Kapitänin Maxine Herweg in der Innenverteidigung und Kreativspielerin Blerina Asani zu den Säulen im Team des TuS. „Aber bei uns haben alle eine wichtige Rolle, auch die die eher von der Bank kommen“, sagt Bollmann.

In der Liga läuft es bislang für den Kontrahenten besser. Waldenrath/Straeten ist Fünfter des Klassements, der Tus Homburg-Bröltal liegt als Tabellenzehnter sechs Punkte zurück. Zudem war man beim TuS zuletzt in der Vorbereitung zum Improvisieren gezwungen. „Es war kalt bei uns im Oberbergischen. Auf dem Platz konnten wir selten trainieren“, erklärt er. Angesichts begrenzter Hallenzeiten sei man ins Gym und sogar in die Boxschule ausgewichen „und wir sind wie früher laufen gegangen. Am Ball waren wir also bisher kaum“, so Bollmann, „aber wir versuchen, das Beste herauszuholen.“

Viktoria Köln will erstmals in Halbfinale einziehen 

Das Duell der Underdogs steigt am Sonntag, 8. Februar, 15 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz am Kölner Günter-Kuxdorf-Weg 1. Dort treffen die letzten beiden im Wettbewerb verbliebenen Landesligisten aufeinander. Welche Qualitäten die Kontrahenten jedoch verkörpern, zeigen die Leistungen in der Meisterschaft. Gastgeber Viktoria Köln belegt in der Staffel 1 den zweiten Platz, Gegner Bedburger BV ist Spitzenreiter in der Parallelstaffel 2. „Da kommt ein echter Brocken auf uns zu“, sagt BBV-Coach Hendrik Grotjan, der ein Duell zweier ambitionierter Mannschaften erwartet. „Wir kennen den Gegner aus Testspielen und schätzen das Bedburger Team. Das ist eine Begegnung auf Augenhöhe“, gibt Marina Buschinski, Sportliche Leiterin der Viktoria-Frauen, das Kompliment zurück. Zu Hause antreten zu dürfen, sei ein Vorteil, auch wenn der Pokal seine eigenen Gesetze habe. „Die Umgebung und den Rhythmus zu kennen, bringt Stabilität“, sagt sie. 

Angesichts des Wetters habe man Einheiten in die Halle verlegen müssen, aber zuletzt sei es dann wieder raus auf den Platz gegangen. Gravierenden Ausfälle gibt es nicht. „Jetzt freuen wir uns drauf, dass es losgeht“, macht Buschinski klar. Für ihre Mannschaft um die Führungsspielerinnen Julie van Vügt in der Innenverteidigung, die Mittelfeld-Akteurinnen Elisea Brancato und Mirjeta Hoxhaj sowie die torgefährliche Josipa Bokanovic wäre der Gang ins Halbfinale Neuland „und etwas ganz Besonderes“, betont Buschinski. 

Das geht den Bedburgerinnen nicht anders. „Wir sind sehr glücklich, überhaupt so weit gekommen zu sein. Im Halbfinale standen wir noch nie“, erklärt Coach Grotjan. Sein Optimismus erhält Nahrung durch die Rückkehr einiger Spielerinnen mit Offensivpotenzial. Dazu gehören die lange Zeit verletzte Topstürmer Sarah Mlakic, die ebenfalls genesene Linksaußenspielerin Katharina Claßen, Stürmerin Rebecca Reis (nach Babypause) und Spielmacherin Pia Kücking, die zuletzt studienbedingt kürzertreten musste. „Wir haben jetzt wieder größere Alternativen und gelernte Angreiferinnen im Team“, freut sich Grotjan.

Vorwärts Spoho Köln steht als Halbfinalist fest

Weil der eigentliche achte Viertelfinalist SV Eintracht Hohkeppel seine Frauenmannschaft zurückgezogen hat, gab es bei der Auslosung ein Freilos. Dieses erwischte der Regionalligist Vorwärts Spoho Köln, der somit als Halbfinalist feststeht. 

Im Schaebens-Pokal der Frauen sind inklusive Finale nach der Play-Off-Runde noch vier Runden zu spielen. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht.  Das Finale findet am 1. Mai (Tag der Arbeit) im Aggerstadion in Troisdorf statt. Die Siegerinnen qualifizieren sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals der Frauen. 

Schaebens-Pokal der Frauen 2025/26: 

Viertelfinals: 

Vorwärts Spoho Köln (RL) – Freilos 

Viktoria Köln (LL) – Bedburger BV (LL) So., 8. Februar, 15 Uhr. 

TuS Homburg Bröltal (MRL) – SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten (MRL) So., 8. Februar, 15 Uhr. 

TSV Alemannia Aachen (MRL) – S.C. Fortuna Köln (RL) So., 8. Februar, 15 Uhr. 

Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender

  • Viertelfinale: 8. Februar 2026 
  • Halbfinale: 29. März 2026 
  • Finale: 1. Mai 2026 

Weitere Auslosungstermine

Die Halbfinals im Bitburger-Pokal der Herren und im Schaebens-Pokal der Frauen werden voraussichtlich Anfang März 2026 ausgelost. 

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