Schaebens-Pokal der Frauen: 16 Teams wollen Erfolgsstory schreiben

Schaebens-Pokal der Frauen: 16 Teams wollen Erfolgsstory schreiben

Die Play-Offs sind seit wenigen Wochen absolviert, nun werden mit der ersten Hauptrunde im Schaebens-Pokal der Frauen neue Geschichten geschrieben. 16 Teams wollen für eine Erfolgsstory sorgen, eine Runde weiterkommen und den Traum vom Einzug ins Finale am 6. Mai 2027 im Troisdorfer Aggerstadion am Leben erhalten.

Eine der Mannschaften, die unbedingt ins Viertelfinale vorstoßen möchten, ist der Mittelrheinligist SC Alemannia Straß. „Es wird schwierig, aber wir wollen weiterkommen“, sagt Hans-Josef Ohrem, Trainer von Alemannia Straß, mit Blick auf die Partie beim formstarken und bislang ungeschlagenen TuS Chlodwig Zülpich am Donnerstag, 8. Oktober, 19.30 Uhr. Doch es gibt gute Gründe für Optimismus. Straß spielt eine Liga höher als der gastgebende Landesligist und Ohrems Team befindet sich ebenfalls in guter Verfassung. Vier Spiele, vier Siege – so lautet die bislang makellose Meisterschaftsbilanz. Vor Abwehrchefin Leona Erkens machen derzeit insbesondere Janina Breuer und Gina-Maria Gottschalk als Doppelsechs einen guten Job. „Wir machen es im Moment jedem Gegner schwer“, so Ohrem.

Zülpicher Trainer setzt auf Zusammenhalt

Sein Pendant auf der Zülpicher Trainerbank, Robin Metternich, freut sich auf das Match und den Wettbewerb mit den bekannt eigenen Gesetzen. „Ich bin nicht der Erste, der das sagt, aber es ist nur ein Spiel, da kann vieles passieren.“ Seine Elf sei gut drauf und müsse sich nicht verstecken. Die große Stärke sei der Zusammenhalt. „Die Mädels pushen sich gegenseitig immer wieder und freuen sich jetzt darauf, sich gegen einen höherklassigen Kontrahenten beweisen zu können“, betont er.

Dieses Erlebnis und die Chance, wertvolle Erfahrung sammeln zu können, hat für Sascha Wagner, Trainer und Abteilungsleiter beim Bezirksligisten VfL Kommern, sogar den höchsten Stellenwert. „Wir hoffen, dass es ein schönes Event wird, wir wollen den Gegner ein bisschen ärgern, aber vor allem die Partie genießen“, sagt Wagner, dessen Team mit Vorwärts Spoho Köln einen Regionalligisten erwartet (Do., 8. Oktober, 19.30 Uhr). „Nach menschlichem Ermessen werden wir nicht gewinnen können“, so der Coach. Zu seiner Mannschaft um die regionalligaerfahrene Regisseurin Stephanie Möseler gehören viele junge Eigengewächse wie die 17-jährige Jana Opgenorth und die ein Jahr ältere Hanna Frauenkron. „Für diese Spielerinnen bietet die Begegnung die perfekte Chance etwas zu lernen“, macht Wagner klar. 

SV Allner-Bödingen steht vor ligainternem Vergleich

Mittelrheinligist SV Allner-Bödingen hat andere Ansprüche und peilt unter dem Sportlichen Leister und Interimscoach Mike Echternach einen Erfolg an: „Wir sind dabei uns zu stabilisieren“. Nach dem personellen Umbruch im Sommer knüpft der SV inzwischen wieder an alte Erfolge an. Dieser Trend soll sich am Mittwoch (7. Oktober, 20 Uhr) im Schaebens-Pokal gegen den Ligarivalen Burtscheider TV fortsetzen. Ein Garant für Stabilität ist Defensivchefin Bahar Kavas. Laura Marx, die einst in der Nachwuchsbundesliga aufgelaufen ist, verleiht der Offensive von der Achterposition Impulse und vorne kann Echternach auf die etablierte Topstürmerin und Kapitänin Lacona Wickert, die in der jungen Saison bereits drei Treffer in der Meisterschaft erzielt hat und die talentierte Samata Psarros setzen. Der gerade einmal 16-Jährigen musste Echternach eigens eine Entschuldigung schreiben, damit sie etwas früher von einer Klassenfahrt zurückkehrt. Der SV-Trainer sieht seine Mannschaft vor dem Vergleich mit einem „guten Aufsteiger“. Man sei gewarnt, betont Echternach, wolle aber den Heimvorteil nutzen „und dann schauen wir, ob es reicht“.

Der Burtscheider TV hat unter Coach Yassine El Baddioui in den vergangenen rund fünf Jahren den Weg von der Kreisliga über Bezirks- und Landesliga absolviert und ist nun in der Mittelrheinliga angekommen. „Wir sind gut drauf, haben zuletzt bei Vorwärts Spoho II mit 2:0 gewonnen. Nun rechnen wir uns auch im Pokal gute Chancen aus“, erklärt der Trainer. Er setzt auf ein starkes Kollektiv, eine gewachsene Mannschaft um Kapitänin und Abwehrchefin Aruna Kleineberg, die auf ihrem Weg nach oben weitgehend unverändert geblieben ist.  „Jetzt stehen wir vor unserem ersten Pflichtspiel gegen Allner-Bödingen. Es wird auf die Tagesform ankommen. Wir fühlen uns wohl in der Rolle des Underdogs und können ohne Druck aufspielen“, sagt El Baddioui.

DJK Südwest erwartet den S.C. Fortuna Köln

Für den Regionalligisten DJK Südwest Köln steht am Donnerstag (8. Oktober, 19.30 Uhr) das zweite Highlight binnen weniger Tage an. Erst am Sonntag sorgte das Liga-Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten Borussia Dortmund um die langjährige Nationalspielerin Alexandra Popp für eine 750 Zuschauer*innen starke Rekordkulisse und Ausnahmezustand, nun kommt es im Pokal zum Duell mit dem Regionalliga-Kontrahenten S.C. Fortuna Köln. „Es wird darauf ankommen, wer die bessere Tagesform hat und den Sieg mehr will“, ist DJK-Trainer Niklas Schubert überzeugt. Zwar verfolge die Fortuna ambitionierte Ziele, sein Team besteche aber durch Zusammenhalt. Das Erlebnis, gegen den BVB als die „Übermannschaft der Liga“ gespielt zu haben, gebe zusätzliche Motivation. Zumal man beim 0:5 (0:1) eine starke erste Halbzeit gespielt und sogar Topstar Popp ein Kompliment für die gute Abwehrarbeit abgerungen habe.

Inklusive Finale sind im Schaebens-Pokal vier Runden zu spielen. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich zum Halbfinale das Heimrecht. Das Finale findet am 6. Mai (Christi Himmelfahrt) im Aggerstadion (Troisdorf) statt, die Siegerinnen qualifizieren sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals.

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