Bitburger-Pokal: Erste Überraschung am ersten Abend

Im Bitburger-Pokal bezwingt Mittelrheinligist FC Pesch den Regionalligisten Bonner SC. Alemannia Aachen muss derweil in Arnoldsweiler einige Minuten zittern, ehe der Einzug in die zweite Runde fest steht.

Bitburger-Pokal: Erste Überraschung am ersten Abend

Der Bitburger-Pokal 2021/2022 bot schon am ersten Abend des Wettbewerbs die erste große Überraschung: Der Kölner Mittelrheinligist FC Pesch besiegelte in einem Elfmeter-Krimi mit einem 7:6 (0:1, 1:1) das Erstrunden-Aus des favorisierten Regionalligisten Bonner SC. „Das war einfach ein irres Spiel. Ich bin am heutigen Abend mindestens 20 Jahre älter geworden“, so der Pescher Trainer Ali Meybodi. Seine Mannschaft hatte den Favoriten aus der Bundesstadt in einer dramatischen Partie auf dem Kunstrasenplatz der Helmut-Kusserow-Sportanlage im Kölner Norden bezwungen und jenen Teil der Zuschauer, der es mit Pesch hielt, in einen Freudentaumel versetzt.

Dabei hatte die Begegnung aus Kölner Sicht nicht gut begonnen. Serhat Güler traf nach nur sechs Minuten zur Bonner Führung. Diesem Rückstand lief Pesch bis tief in die Nachspielzeit hinterher. „Wir haben so viele gute Chancen vergeben, es war unglaublich“, so Meybodi. Erst nach 97 Minuten durfte er jubeln: Innenverteidiger Joshua Sumbunu schoss an den Innenpfosten, von dort prallte der Ball gegen den Rücken des BSC-Keepers und schließlich zum 1:1 über die Linie. Nach torloser Verlängerung avancierte dann FC-Torhüter Ron Meyer zum Pokalhelden. Er parierte zwei Schüsse und machte so den Coup des FC Pesch perfekt.  

Angesichts einer 2:1-Halbzeitführung durfte Rhein-Sieg-A-Ligist Umutspor Troisdorf beim 3:4 gegen den Mittelrheinligisten Siegburger SV immerhin an einer Überraschung schnuppern und letztlich mit der Leistung zufrieden sein. Auch beim Mittelrheinligisten Viktoria Arnoldsweiler überwog trotz einer Niederlage der Stolz auf einen starken Auftritt. „Wir haben Werbung für unseren Verein gemacht“, fand Viktoria-Trainer Thomas Virnich nach dem 1:2 (0:0) gegen den Regionalliga-Vertreter Alemannia Aachen. Nach torloser erster Halbzeit und einem Doppelpack des Alemannia-Spielers Marco Müller hatten sich die Gastgeber vor 1000 Zuschauern mit beeindruckender Moral um eine Antwort bemüht. Die gab Yunus Kocak mit dem 1:2 nach 89 Minuten. „Das war wohl ein paar Minuten zu spät. Sonst hätten wir es vielleicht noch gepackt“, meinte Virnich. So durfte er Uwe Grauer, der nach der Beurlaubung von Coach Patrick Helmes erstmals auf der Aachener Bank das Sagen hatte, zu einer erfolgreichen Premiere als Interimscoach gratulieren. „Wir mussten die Basics auf den Platz bringen, das ist uns im zweiten Abschnitt deutlich besser gelungen“, sagte Grauer.

Die beiden übrigen Regionalligisten FC Wegberg-Beeck (beim Landesligisten FC Union Schafhausen) und Fortuna Köln (beim Mittelrheinligisten FC Hennef) treten erst am Mittwoch, 3. November (19.30 Uhr) an. Titelverteidiger FC Viktoria Köln startet am Montag (1. November, 19.30 Uhr) mit einem Spiel beim A-Ligisten TuS Untereschbach (Fußballkreis Berg) in den Wettbewerb.

Im Bitburger-Pokal werden sechs Runden inklusive Finale gespielt. Klassentiefere Teams genießen in allen Runden bis einschließlich des Halbfinals Heimrecht. Das Finale am 21. Mai 2022 soll erneut im Rahmen des Finaltags der Amateure ausgetragen werden. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals.
 

Termine:

  • 1. Runde: 27. - 28. Oktober 2021 sowie 1. und 3. November
  • 2. Runde: 20. November 2021
  • Achtelfinale: 7. - 9. Dezember 2021
  • Viertelfinale: 2. März 2022
  • Halbfinale: 16. bzw. 19. - 21. April 2022
  • Finale: 21. Mai 2022

 

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