Vom 4. August bis zum 4. September 2016 präsentiert das Deutsche Sport& Olympia Museum die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“. Mit Hilfe großformatiger skulpturaler Präsentationen macht sie deutlich, welch bedeutenden Anteil jüdische Athletinnen und Athleten an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland haben.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Geschichte 17 herausragender Sportlerinnen und Sportler. Sie feierten großartige Erfolge als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter und zählten zu den umjubelten Idolen ihrer Ära. In der NS-Zeit wurden sie, nur weil sie Juden waren, aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, ihre Titel wurden aberkannt. Einige wurden deportiert und ermordet. Einer von ihnen, Ralph Klein, entkam nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er zunächst israelischer, später deutscher Basketball-Nationaltere rainer. Unter den Protagonisten, die in überlebensgroßen Silhouetten dargestellt werden, sind auch Walter Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes, der Fußballnationalspieler Julius Hirsch und die zehnfache Deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Hennoch.
Mit der Schwimmerin Sarah Poewe stellt die Ausstellung zugleich eine wichtige Verbindung zur Gegenwart her. Poewe gewann 2004 in Athen als erste jüdische Athletin nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine olympische Medaille für Deutschland.
Gefördert wird die Ausstellung, die bis zum 4. September 2016 zu sehen ist, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die DFB-Kulturstiftung und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).
Alle Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Sportmuseums.
Hier finden Sie den Flyer zur Ausstellung.
(Fotos: DSOM)
