Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im FVM

Der FVM betreut seit 2001 Freiwilligendienstleistende. Seit 2014 wurde beim FVM eine eigene FSJ-Bildungsgruppe durch eine pädagogische Fachkraft als Außenstelle der Sportjugend-NRW geleitet. Seit 2016 werden zwei Bildungsgruppen durch zwei Fachkräfte betreut.

 

Mehr als 20 FSJlerinnen und FSJler pro Bildungsgruppe, die ihren Dienst in den drei Landesverbänden des Westdeutschen Fußballverbandes, den Fußballkreisen und in Fußballvereinen ausüben, werden jährlich von zwei FVM-Fachkräften pädagogisch betreut. Im Rahmen vorgeschriebener Bildungsseminare werden die Freiwilligen in fußballspezifischen Aufgabenbereichen geschult, die sie für ihre Einsatzstellen qualifizieren. 

In den ersten beiden Wochen des Freiwilligenjahres absolvieren die FSJler im Einführungsseminar in Hennef die DFB-Trainer-C-Lizenz. In einer weiteren Seminarwoche in den Herbstferien werden Themen wie Haftung und Aufsicht, Kinderschutz, FairPlay, Bambini-Spielfest, Schulfußball, Futsal oder Spielbetrieb behandelt. Es folgen weitere Seminartage in Hennef bzw. an der Sporthochschule Köln zu Themen wie Öffentlichkeitsarbeit, Ehrenamt, Projektarbeit, Berufe im Sport… Das Abschlussseminar mit dem Schwerpunkt „Vorstellung eigener Projekte und Reflektion“ findet am Ende der Dienstzeit in einem Selbstversorgerhaus statt. 

Die aktuellen Stellenausschreibungen für das kommende Bildungsjahr bzw. die kommende Saison findest Du jährlich ab Januar bis Februar hier!

 

  • „Tolle Momente. Spannende Aufgaben. Viel Spaß.“ - das ist FSJ!

    „Tolle Momente. Spannende Aufgaben. Viel Spaß.“ - das ist FSJ!

    Am 1. August starteten 44 junge, fußballbegeisterte Menschen aus dem FVM-Gebiet in ihren „Freiwilligendienst im Sport“. Ein Interview der beiden pädagogischen Referenten Sebastian Rüppel und Ciara Widmann mit den beiden Freiwilligen Alexander Nüsser (Bildungsjahr 2019/20) und Celine Kürten (2020/21) aus dem Fußballkreis Düren gibt Einblicke in die Arbeit und zeigt, wie sehr die jungen Menschen und der Fußball insgesamt von diesem Erfolgsprojekt profitieren.

     

    EINSZUEINS: Warum habt ihr beiden euch für ein FSJ entschieden?
    Celine Kürten: Nach der Schule wollte ich erst etwas Praktisches machen und nicht direkt studieren. Ich wollte schon immer etwas mit Sport machen und neue Erfahrungen sammeln. Da ich bereits seit vielen Jahren Fußball spiele, war sofort klar: Wenn ich ein FSJ mache, dann im Sport. Durch unseren Vereinsvorsitzenden bin ich dann auf den Freiwilligendienst im Sport und die Stelle beim Fußballkreis Düren aufmerksam geworden.

    Alexander Nüsser: Ich habe über Freunde bereits ein paar Jahre vor meinem Abitur vom Freiwilligendienst im Sport erfahren. Ich habe mich dann über das Stellenportal der Sportjugend erkundigt und bin somit auf den Fußballkreis Düren gestoßen. Ich war überzeugt davon, dort wichtige Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln zu dürfen und davon zu profitieren.

     

    Wofür steht das FSJ?
    Nüsser: Freiwilliges Soziales Jahr erklärt es ja bereits: Junge Leute engagieren sich in den Vereinen oder Verbänden, leiten Sport-AGs in Kitas und Schulen oder trainieren Mannschaften in den Vereinen, helfen bei administrativen Aufgaben oder pflegen Social-Media-Kanäle.

     

    Wie sieht der Alltag eines FSJlers im Fußballkreis aus?
    Nüsser: Die AGs stehen sicherlich im Vordergrund. Morgens habe ich mich auf die AGs vorbereitet. Zudem habe ich in den unterschiedlichen Ausschüssen des Kreises Aufgaben übernommen (Kreisvorstand, Kreisjugendausschuss, Kreisschiedsrichterausschuss, Kreissportgericht, Kreisspielausschuss). Montags habe ich dann das Stützpunkttraining unterstützt und auch dort viele Eindrücke in die unterschiedlichen Aufgaben eines Kreises erhalten. In der aktuellen Zeit ist natürlich besonders die Spielbetriebsorganisation eine große Herausforderung. Das war sehr spannend.

     

    Hast du dir die Arbeit im Kreis so vorgestellt?
    Nüsser: Ich hätte nie gedacht, dass es so viel ist. Ich dachte, im Kreis würde alles nebensächlich daher laufen. Jetzt durfte ich feststellen, dass es sehr umfangreich ist und es sehr viele Aufgaben zu erledigen gibt.

     

    Gab es einen Moment, in dem du dachtest, du hast keinen Bock mehr und brichst das FSJ ab?
    Nüsser: Nein, so krass war es nicht. Ich wäre sicherlich manchmal lieber zu Hause gewesen als in bestimmten AGs. Aber bei einer erfolgreichen Folgestunde in der Einrichtung hatte ich auch immer wieder Freude und Motivation, die überwog. Besonders schön waren die Stunden, nach denen Kinder zu mir kamen und sagten: „Es hat Spaß gemacht, ich freue mich auf die nächste Woche.“ Das sind die Momente, für die man das FSJ macht.

     

    Warum engagiert ihr euch im Ehrenamt?
    Nüsser: Ganz einfach. Es bereitet mir Freude. Ich habe mich selbst als Kind sehr über junge Trainer*innen gefreut und daher möchte ich das zurückgeben.

    Kürten: Mir macht es ebenso Spaß, mit Kindern zu arbeiten. In meiner Kindheit hatte ich tolle Momente mit meinen Trainer*innen. Dieses Glück möchte ich weitergeben und auch die Möglichkeiten bei mir im Dorf erweitern. Zudem will ich den Mädchenfußball unterstützen und Mädchen für den Fußball begeistern. Vielleicht kann ich auch während meines FSJ dazu beitragen, mehr Mädchen für die Vereine zu gewinnen.

     

    Wie wichtig ist eine gute Betreuung durch den/die Einsatzstellenleiter*in?
    Nüsser:
    Das ist sehr wichtig. Durch unseren Einsatzstellenleiter Wolfgang Dembsky war ich immer super informiert und betreut. Er ist super organisiert und war eine große Hilfe für mich im FSJ.

    Kürten: ich habe mich auch im Vorfeld schon immer sehr gut betreut gefühlt. Dadurch habe ich von Anfang an ein gutes Gefühl bei der Einsatzstelle erhalten und freue mich auf das FSJ.

     

    Wirst du deinem Kreis nach deinem FSJ treu bleiben? Und wenn ja, in welcher Funktion?
    Nüsser: Durch das FSJ habe ich viele Einblicke in den Kreisjugendausschuss erhalten und bleibe dem Kreis gerne als Beisitzer und Bambini-Staffelleiter treu.

Ansprechpartner

Referent FSJ im Sport Sebastian Rüppel

Sövener Str. 60

53773 Hennef

E-Mail: sebastian.rueppel(at)fvm.de

Tel.: 02242/91875-47

Fax.: 02242/91875-55

Mehr Informationen

Referentin FSJ im Sport Ciara Widmann

Sövener Straße 60

53773 Hennef

E-Mail: ciara.widmann(at)fvm.de

Tel.: 02242/91875-46

Fax.: 02242/91875-55

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