Youngstars am Mittelrhein

Im Verbandsmagazins EINSZUEINS stellen wir in der Rubrik "Youngstars am Mittelrhein" jugendliche Mitarbeiter des FVM vor. Hier können Sie die bisher erschienenden Porträts nachlesen.


  • EINSZUEINS 06/2017: Joshua Schwirten und Nick Herbrig

    Joshua Schwirten (1. FC Köln)

    Joshua Schwirten ist 15 Jahre alt und spielt als Mittelfeldspieler in der U16 des 1. FC Köln. Ruben Graß hat mit Joshua gesprochen.

    Wie und wann bist du zum Fußball gekommen? Bei welchen Vereinen hast du gespielt?
    Ich war schon, als ich ganz klein war, vom Fußball fasziniert und habe dadurch schon mit drei Jahren angefangen, Fußball zu spielen. Bis zu meinem siebten Lebensjahr habe ich beim TuS Immekeppel gespielt und bin dann zum 1. FC Köln gewechselt. Zu alten Mannschaftskollegen habe ich aus Zeitmangel eher weniger Kontakt, bin aber regelmäßig noch bei Veranstaltungen meines alten Vereins.

    Wie sieht dein Alltag aus? Wie oft trainierst du?
    Ich stehe um 6:30 Uhr auf und mache mich für die Schule fertig. Danach fahre ich mit dem Bus zur Schule, die um 8 Uhr beginnt. Anschließend fahre ich nach Hause, habe dann Zeit, um zu essen und um meine Hausaufgaben zu machen. Wenn ich einen „Langtag“ in der Schule habe, fahre ich nach der Schule direkt zum Training. Um 16 Uhr werde ich zum Training abgeholt, das um 17 Uhr beginnt. Gegen 20:30 Uhr komme ich dann abends wieder zu Hause an. Wir haben viermal in der Woche Training und am Wochenende ein Spiel.

    Du spielst zusätzlich noch in der Mittelrheinauswahl. Was gefällt dir daran? Wie ist deine bisherige Erfahrung in den Auswahlmannschaften des DFB?
    An der Mittelrheinauswahl gefällt mir, dass man dort mit anderen und neuen Spielern zusammen spielt und sich zu überregionalen Vergleichsspielen trifft. Meine bisherigen Erfahrungen in den Auswahlmannschaften des DFB sind sehr gut. Es wird sehr professionell trainiert und es macht viel Spaß, mit den Spielern aus ganz Deutschland zusammen zu spielen und sie besser kennen zu lernen.

    Hast du schon Pläne für deine (sportliche) Zukunft?
    Ich möchte natürlich Fußballprofi werden und somit mein Geld mit dem Fußballspielen verdienen. Aber auch andere Berufe, die eine Nähe zum Fußball haben, interessieren mich.

    Wie verbringst du deine Freizeit, wenn du mal keine Fußballschuhe trägst?
    Sehr viel Freizeit habe ich durch die vielen Trainingseinheiten und Lehrgänge der Auswahlmannschaften nicht. Aber diese Zeit verbringe ich dann mit meinen Freunden.

    Nick Herbrig (Kreis Berg, Vertreter der jungen Generation)

    Nick Herbrig ist Schiedsrichter, Trainer und Vertreter der jungen Generation im Kreis Berg. EINSZUEINS-Autor Ruben Graß hat Nick gebeten, sich und sein Engagement im Fußball vorzustellen.

    „Mein Name ist Nick Herbrig, ich bin 18 Jahre alt und besuche zurzeit die 12. Stufe des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Wiehl. Bereits im frühen Kindesalter habe ich angefangen, gegen den Ball zu treten und mich irgendwann dazu entschlossen, im Verein Fußball zu spielen – insgesamt waren das dann elf Jahre, neun davon in Wiehl und zwei in Nümbrecht. Im Jahr 2011 bin ich dann Schiedsrichter geworden.

    Für die Schiedsrichterei habe ich mich entschieden, weil ich meinen Vater (ebenfalls Schiedsrichter) bei einem Spiel begleitet habe. Während des Spiels dachte ich mir, das kann ich auf jeden Fall besser. Außerdem fand ich die Perspektive eines Schiedsrichters deutlich interessanter als die eines Spielers. 2015 wurde ich gefragt, ob ich nicht im Kreisjugendausschuss des Fußballkreises Berg als Vertreter der jungen Generation mitarbeiten möchte. Seitdem bin ich Staffelleiter der E-Jugend und des Kreispokals.

    Nachdem ich mit dem Fußballspielen aufgehört habe, habe ich unter der Woche die Beschäftigung vermisst. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, seit dieser Saison noch eine Mannschaft als Co-Trainer zu übernehmen.

    An der Arbeit im FVM gefällt mir vor allem die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Menschen – seien es Spieler oder Funktionäre: wobei ich immer das Ziel, den Fußball einen Schritt weiter zu bringen, verfolge. Auch mit Freunden hat man den Fußball als Gemeinsamkeit, dadurch macht alles noch mehr Spaß.

    Ich erlebe so viel, alles ist super interessant und ich habe sehr viel Spaß. Vor allem in der Schiedsrichterei erlebe ich an Spieltagen oder auf Seminarfahrten und Lehrgängen viele Dinge, die in schöner Erinnerung bleiben. Das motiviert, mein Hobby weiter auszuführen. Deswegen möchte ich auf jeden Fall möglichst lange dem Fußball erhalten bleiben – sowohl als Kreismitarbeiter als auch als Schiedsrichter. Besonders im Bereich der Schiedsrichterei bin ich ambitioniert und würde gern in die Mittelrheinliga aufsteigen. Aber auch als Kreismitarbeiter möchte ich, dass der Fußball einen Schritt weiter kommt.“

  • EINSZUEINS 05/2017: Jaclyn Schwarz und Michael Kratz

    EINSZUEINS 05/2017: Jaclyn Schwarz und Michael Kratz

    Jaclyn Schwarz (Bayer 04 Leverkusen)

    Jaclyn Schwarz‘ erste sportliche Schritte lagen in der Leichtathletik und auch der Weg ins Tor ist bei ihr erst einige Jahre später erfolgt. EINSZUEINS- Autor Ruben Graß hat Jaclyn gebeten, sich näher vorzustellen.

    „Ich bin 16 Jahre und spiele seit meinem siebten Lebensjahr Fußball. Angefangen hat alles über den Talentförderclub Hilden, in dem ich viele Sportarten kennenlernen durfte und mit der Leichtathletik angefangen habe. Mir hat aber das Spiel mit dem Ball am meisten Spaß gemacht und so habe ich meine Mutter überzeugt, in den Fußballverein von meinem damaligen Schulfreund einzutreten. Der Trainer, bei dem ich dort meinen ersten Probetrainingstag hatte, hat mich sofort gefragt, ob ich Zeit und Lust hätte, bei der Mannschaft mitzuspielen und so war mein Start dort besiegelt. Ich spielte dann in der Juniorenmannschaft der SpVg Hilden von 2008/09 bis 2011/12, hauptsächlich als Feldspielerin, ab und zu auch mal im Tor. In die Förderung des FVN bin ich 2010 gekommen. Nach der E-Jugend wechselte ich für ein Jahr in die D-Jugend des SSV Berghausen, bis mich ein Scout im Tor sah und mich für Bayer 04 Leverkusen sichtete. Durch die Unterstützung meiner Mutter hatte ich in der Torwartschule von Christian Lasch einen sehr guten Trainer, der mich auf der Torwartposition ausgebildet hat.

    Als ich 2013/14 zu Bayer 04 Leverkusen wechselte, bin ich in die Talentförderung des FVM gekommen. Dort lernte ich die ehemalige Verbandssportlehrerin Verena Hagedorn kennen. Dass sie nun bei uns im Verein die Trainertätigkeit der 1. Mannschaft übernommen hat, freut mich umso mehr.

    Aktuell spiele ich mit der U17 meine erste Bundesligasaison. Zusätzlich habe ich seit 2014/15 ein Zweitspielrecht für die B-Jugend des SC Germania Reusrath in der Jungenmannschaft, wo ich mich sehr wohl fühle und voll akzeptiert werde. Dort spiele ich mal auf dem Feld oder im Tor. Im Nationalteam bin ich seit der U16 und hoffe auch in der U17 nochmals Einsätze zu bekommen.

    Ein ganz normaler Tagesablauf sieht zurzeit so aus, dass ich morgens zur Schule nach Düsseldorf fahre und meistens gegen 15.30 Uhr wieder zu Hause bin. Dann erledige ich meine Aufgaben und werde um ca. 18.00 Uhr zum Training gebracht. Mein Abend endet meistens so gegen 22.00 Uhr. In meiner knappen Zeit ohne Fußball lerne ich für die Schule und treffe mich mit Freunden, spiele an der Playstation und lese gerne.“ 

    Michael Kratz (Verbandsspielausschuss)

    Michael Kratz ist bereits viel rumgekommen, doch gab es eine Konstante in seinem Leben: Der FVM und die Arbeit im Ehrenamt haben den Vertreter der jungen Generation des Verbandsspielausschusses stets begleitet.

    „Das Ehrenamt bietet mir die Möglichkeit, mich vielseitig zu engagieren. Und das jetzt schon seit 13 Jahren“, meint Michael. 2004 machte er seinen Schiedsrichterschein. Angesprochen auf diese Tätigkeit, die er bis heute ausführt, wurde er vom damaligen Kreisjugendwart gefragt, ob er nicht Lust hätte sich ehrenamtlich zu engagieren. Das hatte er und so begann er zunächst als Vertreter der jungen Generation im Kreisjugendausschuss Euskirchen und wurde 2010 zum Kreisjugendwart (später Jugendbildungsbeauftragten) gewählt.

    Gerade die Gewinnung und Erhaltung von jugendlichen Mitarbeitern waren ein Fokus seiner Arbeit. Trotz beruflicher Stationen in Frankfurt, in der Schweiz und in Dortmund blieb er dem FVM stets treu. Nach neun Jahren im Jugendbereich entschied er sich, eine neue Herausforderung anzunehmen. „Der Senioren-Spielbetrieb gehört zum Kerngeschäft des Verbandes und genießt einen entsprechend hohen Stellenwert. Die Möglichkeit, sich hier einzubringen, war für mich auch ein positives Feedback meiner Arbeit.“

    Als Vertreter der jungen Generation (VdjG) kümmert er sich hauptsächlich um die Öffentlichkeitsarbeit. Inzwischen hat Michael in Düren ein neues Zuhause gefunden und möchte von dort weiter ein Teil der FVM-Familie sein. „Aus meiner Sicht hat der FVM Vorbildcharakter bei der Einbindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das vielseitige Angebot wie Lehrgänge, der Verbandsjugendtreff u.v.m. sollten ein Ansporn sein, sich im Fußball ehrenamtlich zu engagieren.“

  • EINSZUEINS 04/2017: Sven Landgraf und Luis Müller

    Sven Landgraf (SV Weiden)

    Sven Landgraf ist Schiedsrichter im Fußball-Verband Mittelrhein und Mitglied des Verbandslehrstabes. EINSZUEINS-Autor Ruben Graß hat Sven gebeten, sich und sein Engagement im Fußball vorzustellen. 

    „Mein Name ist Sven Landgraf, ich bin 21 Jahre alt, studiere Jura in meiner Heimatstadt Köln und leite als Schiedsrichter derzeit Spiele in der höchsten Verbandsklasse, der Mittelrheinliga. Zudem bin ich als Schiedsrichter auf DFB-Ebene in der A-Junioren-Bundesliga unterwegs und darüber hinaus noch Assistent in der Herren-Regionalliga West.

    Ich habe von klein auf im Verein Fußball gespielt, Fußball war für mich immer das Größte. Mit ungefähr zwölf Jahren haben sich meine Interessen jedoch etwas verschoben, weil ich den Job des Unparteiischen und die damit verbundenen Aufgaben interessanter fand als selbst zu spielen. Mit 14 Jahren konnte ich endlich den Anwärterlehrgang absolvieren und mich von da an Schiedsrichter nennen. Danach ging alles sehr schnell: Mit 16 Jahren wurde ich Mitglied im Verbandsförderkader und drei Jahre später gar Teil des Perspektivkaders.

    Auch zwischendurch waren einige sportliche Highlights dabei – beispielsweise das diesjährige Pokalfinale, das ich als Assistent begleitet habe oder das Revierderby in der Junioren-Bundesliga – und auch Lukas Podolski stand bei mir schon im Abseits. Ebenso durfte ich 2017 an einem DFB-Sichtungsturnier in Duisburg teilnehmen.

    Mein Hobby verbinde ich auch mit meiner Tätigkeit im Verbandslehrstab. Mit 17 Jahren habe ich begonnen, in meinem Heimatkreis Rhein-Erft im Lehrstab mitzuarbeiten und beispielsweise Weiterbildungen für Schiedsrichter durchzuführen. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als ich zu Beginn des Jahres gefragt wurde, ob ich diese Arbeit auch auf Verbandsebene weiterführen möchte. Meine Aufgaben dort sind sehr vielfältig: Die Abnahme von Prüfungen bei Anwärterlehrgängen oder das Mitwirken bei den Leistungsprüfungen sind nur einige davon. Im nächsten Jahr möchte ich erfolgreich mein Studium beenden. Natürlich bin ich auch als Sportler ehrgeizig und würde gerne als Schiedsrichter weiterkommen und mich für höhere Klassen qualifizieren. Vor allen Dingen will ich mir aber den Spaß am Hobby erhalten.

    Luis Müller (1. FC Köln)

    Luis ist 16 Jahre alt und in Cottbus geboren. Seit einem Jahr spielt er in der U17 des 1. FC Köln. Ruben Graß hat dem Nachwuchstalent einige Fragen gestellt.

    Luis, wie und wann bist du zum Fußball gekommen?
    Ich spiele seit meinem 5. Lebensjahr Fußball und meine Eltern haben mich darauf gebracht. Bis zur U15 habe ich beim FC Energie Cottbus gespielt. Zu einigen Mannschaftskollegen habe ich noch regelmäßigen Kontakt. Nun spiele ich beim 1. FC Köln und wohne in Köln im Sportinternat.

    Wie sieht dein Alltag aus? Wie oft trainierst du? Bleibt neben Fußball und Schule noch genügend Zeit für Privates?
    Um 7 Uhr stehe ich auf und gehe zum Frühstück. Danach fahre ich zur Schule, die um 8 Uhr beginnt. Nach der Schule gehe ich zur Geißbockakademie, dort bekomme ich Essen und mache mit Lehrern meine Hausaufgaben bzw. lerne für die Schule. Um 16 Uhr gehe ich dann zum Geißbockheim, wo um 17 Uhr das Training beginnt. Nach dem Training werde ich ins Internat gefahren, dort komme ich gegen 20 Uhr an. Dann esse ich was und gehe auf mein Zimmer. Wir haben sechs Mal in der Woche Training und am Wochenende ein Spiel. Viel Zeit für Privates bleibt nicht.

    Wie verbringst du deine Freizeit, wenn du mal keine Fußballschuhe trägst?
    In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit meinen Freunden und auch mal gerne Tischtennis oder Basketball.

    Obwohl du noch sehr jung bist:  Hast du schon Pläne für deine (sportliche) Zukunft?
     
    Ich möchte später mal mit Fußball mein Geld verdienen.

  • EINSZUEINS 03/2017: Denise Braun und Jan Griskewitz

    Denise Braun (SV Gremberg-Humboldt)

    Wer in Schulen mehrere Fußball-AGs alleinverantwortlich betreut, im Verein als Trainerin arbeitet, sich dort darüber hinaus für die Förderung des Mädchenfußballs einsetzt und das alles zusätzlich zur Ausbildung zur Erzieherin leistet, hat sich eine Auszeichnung mehr als verdient. Die junge Frau, die all diese Aufgaben meistert, heißt Denise Braun und wurde am 27. Mai mit der Marko-Tillmann-Plakette des FVM ausgezeichnet.

    Einen schönen Rahmen für die Ehrung fanden die Verantwortlichen im DFB-Pokalfinale der Frauen, wo der VJA-Vorsitzende Rudi Rheinstädtler der 22-Jährigen auf der Bühne neben Plakette und Urkunde auch einen Gutschein im Wert von 200 Euro für einen Fortbildungslehrgang in ihrem Ehrenamtsbereich überreichte.

    Denises Engagement vor allem für den Mädchenfußball in ihrem Verein SV Gremberg-Humboldt ist beeindruckend. Im September 2012 begann sie dort als Fußballerin, schon bald darauf erfolgte auch der Anstoß zu ihrem Engagement abseits des Platzes: Beim Vereinsprojekt „Mädchen mittendrin“ für Mädchen mit Migrationshintergrund wurde sie Co-Trainerin, bevor sie zum Schuljahr 2014/15 begann, im Zuge desselben Projekts in eigener Verantwortung drei Schulfußball-AGs zu betreuen. Durch ihre Arbeit sowohl im schulischen als auch im Vereinsbereich hat sie bereits viele Mädchen dazu bewegen können, ihrer Leidenschaft Fußball im Verein noch intensiver nachzugehen.

    Brauns eigene fußballerische Zukunft ist nach zwei Kreuzbandrissen zwar ungewiss, von diesem Rückschlag lässt sie sich allerdings nicht aufhalten: Vor zwei Jahren erwarb sie die Trainer-C-Lizenz und übernahm in der vergangenen Saison die Leitung der C-Juniorinnen des SV Gremberg-Humboldt. Klar ist: Diese Frau richtet den Blick nur nach vorn. Die Marko-Tillmann-Plakette vom FVM ist Dank, Anerkennung und Ansporn des FVM zugleich. Denn mit dieser besonderen Ehrung, die benannt ist nach dem 2014 verstorbenen Vorsitzenden des FVM-Jugendausschusses Marko Tillmann, werden seit 2015 jährlich engagierte Nachwuchskräfte im Fußball-Verband Mittelrhein ausgezeichnet.




    Jan Griskewitz (SG Oleftal)

    Jan Griskewitz liebt den Fußball – auch wenn er sich selbst nicht das größte Talent bescheinigt. Wie man sich auch tatkräftig im Fußball engagieren kann, ohne sportlich Cristiano Ronaldo Konkurrenz zu machen, beschreibt er im nachfolgenden Beitrag.

    Ich heiße Jan Griskewitz, bin 19 Jahre alt und studiere Medien-Design in meiner Geburtsstadt Köln. Aufgewachsen bin ich aber in der wunderschönen Eifel. Dort habe ich mit fünf Jahren bei meinem Heimatverein, der SG Oleftal, dem ich bis heute treu bin, angefangen Fußball zu spielen. Auch wenn ich den Fußball liebe, konnte ich aber selbst nie gut Fußball spielen. In der B-Jugend entschied ich mich dann dafür, mit dem aktiven Fußball aufzuhören. Dem Fußball ganz den Rücken kehren, wollte ich aber nicht. So nahm ich anderweitige Aufgaben an und bin bis heute Teil des Jugendleiterteams im Verein. Außerdem habe ich erst den DFB-Vereinsassistentenlehrgang und später die Ausbildung zum FVM-Jungmanager absolviert. Im März 2016 wurde ich dann in den Kreisjugendausschuss im Fußballkreis Euskirchen als Jugendbildungsbeauftragter gewählt und leite u. a. Kurzschulungen, führe das Führungsspielertreffen durch und bin Leiter des JuMi-Teams des Kreises. Die Arbeit für, mit und im Verband macht mir Spaß, weil ich mich auch als junger Mensch ernst genommen fühle und mitentscheiden kann. Auch der Anspruch des Verbandes, immer besser zu werden und so jährlich neue Maßnahmen umzusetzen, gefällt mir.

    Mein Ziel als Jugendbildungsbeauftragter ist es, sinnvolle Maßnahmen wie die Fairplayliga im Kreis zu etablieren. Meine persönliche Zukunft in Beruf und Fußball ist noch ungewiss. So werde ich mit meinem Studium später sicherlich im kreativen Bereich landen – ob in einer Werbeagentur oder einem selbstgegründeten Unternehmen, wird sich herausstellen. Im Fußball werde ich zunächst meine Legislaturperiode als Jugendbildungsbeauftragter so gut möglich gestalten. Ob ich diese Aufgabe dann weiterführe oder etwas anderes mache, hängt dann natürlich auch von meiner Zeit und dem Wohnort nach meinem Studium ab. Eins ist aber sicher: Dem Fußball an sich und sehr wahrscheinlich auch dem FVM werde ich aber treu bleiben. Vielleicht lassen sich meine Berufungen “Kreativität” und “Fußball” im FVM ja verbinden.

  • EINSZUEINS 02/2017: Maike Klemmer und Farid Bacevac

    Maike Klemmer (DFB-Vereinsassistentin)

    Als lehrgangsbeste Teilnehmerin schloss Maike Klemmer den DFB-Vereinsassistenten-Lehrgang im Herbst 2016 ab und hat seitdem „Blut geleckt“. Als Teilnehmerin des FVM-Jungmanager-Lehrgangs und kommende FSJlerin des SV Menden versucht Maike weiter wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Im EINSZUEINS berichtet Maike von den Lehrgängen und dem anstehenden FSJ.

    DFB-Vereinsassistent

    Für den DFB-Vereinsassistenten haben sich neben mir noch zwei Freundinnen angemeldet. Definitiv mit dem Ziel, eine schöne Woche zu erleben und viele neue Leute kennenzulernen. Wir hatten eine Vielzahl an Themen wie das Bambini-, F- und E-Jugendtraining. Aber auch außersportliche Angebote wie alternative Spiele, Abenteuersport oder Kinderschutzthemen standen auf dem Programm. Dass ich am letzten Abend als Lehrgangsbeste ausgezeichnet wurde, hat mich riesig gefreut. Aber während dieser Woche ging es niemandem darum zu zeigen, wer denn die oder der vermeintliche Lehrgangsbeste sei. Wir wollten einfach die gegebenen Chancen nutzen, etwas lernen, uns voll reinhängen und natürlich eine Menge Spaß haben.

    FVM-Jungmanager

    Der Lehrgang ist in zwei Wochenenden aufgeteilt. Den ersten Teil haben wir bereits Mitte Januar in der Sportschule Hennef absolviert. Der zweite folgt Mitte Juni in einem Selbstversorgerhaus in Schleiden. In Hennef standen die Themen „Kinderfußball“ und „Rhetorik“ im Mittelpunkt. Zudem ging es an die Vorbereitungen für das zweite Wochenende im Juni. Unsere Aufgabe hier ist die gesamte Organisation des Lehrgangsabschnittes. Wir haben uns gemeinsam überlegt, welche Aufgaben bei der Organisation eines längeren Projektes anfallen und wie man diese kategorisieren kann.

    FSJ beim SV Menden

    Nach dem Abitur wusste ich noch gar nicht, was ich machen will. Mittlerweile steht fest: Zum 1. September 2017 beginne ich mein FSJ beim SV Menden. Ich habe schon einen genauen Überblick darüber, was mich erwarten wird. Es geht um ein Konzept für die Jugendabteilung, Fußballcamps, Fußballmädchentage, AGs und Angebote für Grund- sowie weiterführende Schulen und Kindergärten. Am meisten freue ich mich auf zwei Dinge: Zum einen auf die größeren Projekte wie Turniere und Fußballcamps. Des Weiteren halte ich die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Spieler für einen der bedeutendsten Aspekte auf dem Fußballplatz. Es ist mir ein großes Anliegen, den Kindern den respektvollen Umgang miteinander zu zeigen und die Persönlichkeitsentwicklung der Spieler zu fördern.





    Farid Bacevac (FC Hennef 05)

    Farid Bacevac ist Spieler des FC Hennef 05 und hat sich mit starken Leistungen bei FVM-Auswahltrainer Markus Reiter für die U16-Mittelrheinauswahl empfohlen. EINSZUEINS-Redakteur Ruben Graß hat mit Farid gesprochen, der auch in der Freizeit nichts anderes als Fußball im Kopf hat.

    Farid, wie und wann bist Du zum Fußball gekommen?

    Ich bin schon als kleiner Junge über meinen fußballbegeisterten Vater und meinen Patenonkel, der Fußballprofi in der 2. Bundesliga war, mit Fußball in Kontakt gekommen. Die Liebe zum Sport und dem Fußballspiel ist schnell entstanden.

    Bei welchem Verein hast du begonnen?
    Meine Fußball-Laufbahn hat beim SV Weiden im Kölner Westen begonnen. Auch wenn der Kontakt zu meiner alten Wirkungsstätte nicht sonderlich groß ist, habe ich noch ein paar Freunde und Bekannte, mit denen man sich noch über alte Zeiten austauscht.

    Wie sieht dein Alltag aus? Wie oft trainierst du? Bleibt neben Fußball und Schule noch genügend Zeit für Privates?

    Mein Alltag ist meistens gleich: Morgens in die Schule und am Nachmittag steht dann die Trainingseinheit an. Ich trainiere viermal pro Woche, da bleibt oftmals nicht so viel Zeit für Privates, aber es lässt sich gut einrichten. Meine Freunde und Familie kommen nicht zu kurz.

    Wie verbringst du deine Freizeit, wenn du mal keine Fußballschuhe trägst?
    Meine Freizeit verbringe ich meistens immer mit Freunden, indem wir Playstation oder auch Fußball spielen. Ohne den Fußball geht es halt auch in der Freizeit nicht.

    Du spielst auch in der Mittelrhein-Auswahl …

    Für die Mittelrhein-Auswahl zu spielen, bereitet mir große Freude und es ist eine Motivation, in jedem Training weiter Gas zu geben, um dann für gute Leistungen belohnt zu werden. Es ist ein Vergleich mit den besten Spielern aus dem Verband und man steht vor einer neuen Herausforderung.

    Hast du schon Pläne für deine Zukunft?

    In naher Zukunft möchte ich mein Abitur absolvieren und später studieren. Natürlich möchte ich auch auf hoher Ebene Fußball spielen und vielleicht auch mal den Weg als Trainer einschlagen.

  • EINSZUEINS 01/2017: Vanessa Strupp und Timo Ruiu

    Vanessa Strupp (TSV Wolsdorf)

    Vanessa Strupp ist 20 Jahre alt, studiert in Wuppertal Lehramt für die Sekundarstufe II und spielt beim TSV Wolsdorf in der Frauen-Bezirksliga.
    Doch nicht nur sportlich ist Vanessa aktiv, auch neben dem Platz engagiert sich die Lehramtsstudentin für den Fußball. Im Interview mit EINSZUEINS-Redakteur Ruben Graß gibt Vanessa einige Einblicke in ihr ehrenamtliches Engagement

    Vanessa, welche Ehrenämter übst du aus und wie ist es dazu gekommen?
    Mit dem Fußballspielen habe ich 2006 in einer Jungenmannschaft begonnen, bis ich in der D-Jugend zu den Mädchen wechselte. 2011 habe ich zusammen mit meinem Vater eine D-Juniorinnen-Mannschaft trainiert. Im gleichen Jahr fragte mich die frühere Verbandssportlehrerin Verena Hagedorn, ob ich ein FVM-Mädchenfußballcamp in Troisdorf-Bergheim leiten wolle. Durch die langjährige Teilnahme am Lehrgang „Training mit Juniorinnen“ wurde ich 2013 gefragt, ob ich die U13-Juniorinnen von Bayer 04 Leverkusen mitbetreuen möchte. Drei Jahre lang konnte ich dort viele Erfahrungen sammeln. Über meinen Vater kam ich im gleichen Jahr zum Kreisjugendausschuss Sieg und bin dort als Vertreterin der jungen Generation tätig. Zudem leite ich seit drei Jahren an der Lise-Meitner-Gesamtschule eine Mädchenfußball-AG und seit diesem Schuljahr eine Fußball-AG mit geflohenen Kindern und Jugendlichen und versuche, ihnen durch Fußball die Integration in Deutschland zu erleichtern.

    Was war dabei das schönste Erlebnis, das du bisher im FVM erlebt hast?

    Das eigene Mädchenfußball-Camp, das ich 2011 in Troisdorf-Bergheim leiten durfte, und das FVM-Turnier vor dem DFB-Pokalfinale der Frauen.

    Gibt es Ziele, die du im Ehrenamt erreichen möchtest?
    Ich möchte den Mädchenfußball besonders an Schulen weiter voranbringen, möglichst viele Mädchenmannschaften in verschiedenen Jahrgängen auf Turnieren begleiten. Außerdem möchte ich eine Vereinskooperation auf die Beine stellen, damit die Mädels am Ball bleiben.

    Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
    Ich möchte in erster Linie mein Studium erfolgreich beenden, um mich dann an den Schulen weiterhin im Bereich des Mädchenfußballs engagieren zu können. Es liegt mir sehr am Herzen, den Mädchenfußball vor allem in Schulen voran zu treiben und Kooperationen mit Vereinen herzustellen.




    Timo Ruiu (1. FC Köln)

    Das Thema „Zeitmanagement“ kennt Timo Ruiu nur zu gut. Der 14-Jährige spielt seit der Saison 2016/17 beim 1. FC Köln und muss versuchen Schule, Familie, Freunde und den Fußball unter einen Hut zu bekommen – kein einfaches Unterfangen. Im EINSZUEINS stellt Timo seinen Tagesablauf vor.

    „Ich wohne mit meinen Eltern und meinem 16-jährigen Bruder in Aldenhoven- Neu Pattern. In Jülich besuche ich die 8. Klasse des Gymnasiums Zitadelle. Mit fünf Jahren habe ich in unserem Dorfverein Aldenhoven-Neu Pattern angefangen, Fußball zu spielen. Mit zehn Jahren bin ich dann zum FC Germania Dürwiß gewechselt. In dieser Zeit habe ich zusätzlich einmal pro Woche die Fußballschule „Talentexperte“ in Aachen besucht, um mich vor allem im technischen Bereich weiter zu verbessern. Außerdem habe ich am DFB-Stützpunkt trainiert und dort weitere wichtige Erfahrungen gesammelt. Seit 2016 bin ich nun beim 1 .FC Köln aktiv.

    Seitdem bestimmt folgender Tagesablauf mein Leben. Ich stehe um 6 Uhr auf, frühstücke und fahre um 7 Uhr mit dem Bus zur Schule nach Jülich. An vier Tagen bin ich um 14 Uhr zu Hause, montags um 15.45 Uhr. Dann esse ich, mache meine Hausaufgaben und falls noch etwas Zeit ist, ruhe ich mich aus. Täglich um 16 Uhr fahre ich mit meinem Vater dann zum Training. Die Strecke von Aldenhoven nach Köln beträgt knapp 45 Minuten, so dass ich nach dem Training gegen 20.30 Uhr wieder zu Hause bin.
    An einem fußballfreien Tag lerne ich für die Schule und hole das, was liegen geblieben ist, nach. Wenn dann noch Zeit ist, versuche ich, mich mit Freunden zu verabreden oder mache einfach auch mal gar nichts.

    Neben dem Vereinstraining spiele bin ich auch in der FVM-Auswahl. Meine bisherigen Erfahrungen dort und im DFB-Stützpunkt sind sehr positiv. Das Trainerteam ist immer für einen da bei Fragen oder Anregungen. Das Training ist sehr intensiv und macht Spaß.

    An erster Stelle steht für mich aber die Schule, die ich erfolgreich beenden möchte. Ich möchte mein Abitur machen und dann Sport studieren oder eine entsprechende Ausbildung machen. Natürlich habe ich auch sportliche Ziele: Ich möchte mich immer weiter entwickeln und versuchen, hochklassig zu spielen. Sollte die Zeit es zulassen, würde ich gerne einen Trainerschein machen.“

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