Unser Fußball: Kein Platz für Homophobie
Durch seine Kommission für gesellschaftspolitische Aufgabenstellungen beschäftigt sich der FVM auch seit Jahren aktiv mit dem Kampf gegen Homophobie im Fußball. Neben allen Bemühungen des Verbandes um Integration und gegen jede Form von Diskriminierung, aus welchen Gründen auch immer, bekräftigen wir die Auffassung, dass die sexuelle Orientierung eines Spielers, Schiedsrichters, Trainers oder Funktionärs in unserem Sport kein Anlass sein darf, anders mit ihm umzugehen. Der Fußball-Verband Mittelrhein will sein Engagement gegen Homophobie im Amateurfußball fortsetzen und weiterhin gewichtige Beiträge zu einem unverkrampften Umgang mit dem Thema Homosexualität im Fußball leisten.
Zu den Themen:
- „Einer von 11 ist schwul!“
- Position des FVM
- Schwuler Spieler gesucht
- WDR-Bericht über Schiedsrichter
- Fragen, Probleme, Kontakt
„Einer von 11 ist schwul!“
Der vorläufige Höhepunkt unserer Bemühungen war am 18.03.2010 eine Podiumsdiskussion im Kölner Sport- und Olympiamuseum mit dem Titel „Einer von 11 ist schwul!“, bei der sich vor prominenten Gästen aus Sport und Politik ein Bezirksligaspieler, ein Bezirksligaschiedsrichter und eine ehemalige Bundesligaspielerin outeten. Weiterhin war auf dem Podium Andreas Stiene, Begründer und Organisator des bekannten Come-Together-Cups, und selbst ehemaliger Landesligaspieler, anwesend.
Dieser Abend war der Anstoß für weitere Verbesserungen im generell schon liberalen Fußballklima am Mittelrhein, damit in Zukunft noch mehr schwule Fußballer oder lesbische Fußballerinnen offen und frei von Vorbehalten mit ihrer Sexualität umgehen können und ebenso offen wie unbefangen – also eben ganz normal – von allen anderen Beteiligten im Fußball akzeptiert werden.
Position des FVM
Die Position des Fußball-Verbandes Mittelrhein zum Thema Homophobie im Fußball hat FVM-Präsidiumsmitglied Dr. Jan F. Orth dem Kölner Stadtanzeiger gegenüber in einem Interview zusammengefasst.
Schwuler Spieler gesucht
Im Rahmen der eingegangenen Kooperation wollen wir die Erstellung einer 30-minütigen filmischen Dokumentation hierzu unterstützen, die für den WDR produziert werden soll. Nachdem sich das WDR-Fernsehen am 18.06.2010 in Rahmen der Sendung „hier und heute“ mit einem schwulen Schiedsrichter aus unserem Verband beschäftigte (siehe unten), soll im Folgenden ein Schwerpunkt auf die Fußballspieler gelegt werden.
Zu diesem Zweck sucht der FVM einen schwulen Amateurfußballspieler aus seinem Verbandsgebiet, der bereit ist, über sich und seine Erfahrungen vor der Kamera zu berichten. Selbstverständlich ist es auf Wunsch möglich, Stimme und Bild zu verfremden, so dass auch bei einer Ausstrahlung im Fernsehen die Anonymität des Betreffenden in jedem Fall gewahrt bleibt.
Interessenten, die mit einer entsprechenden Beteiligung einen sehr wichtigen Beitrag leisten können, wenden sich bitte an den FVM über die e-Mail-Adresse 1von11(at)fvm.de. Natürlich ist eine Kontaktaufnahme auch anonym oder unter Pseudonym möglich. Wir garantieren in jeder Phase absolute Diskretion und die Wahrung aller Persönlichkeitsrechte.
WDR-Bericht über Schiedsrichter
Der Bericht über unseren Bezirksliga-Schiedsrichter Hilko Paulsen hat noch einmal positive Reaktionen hervorgerufen. Die WDR-Dokumentation über Hilko Paulsen ist in Kooperation und enger Zusammenarbeit mit dem FVM entstanden. Er ist im Internet abrufbar.
Fragen, Probleme, Kontakt
Bei allen Fragen rund um das Thema Homophobie im Fußball, den FVM betreffend, bei Fragen, Problemen oder Diskriminierungen im Zusammenhang mit einem Coming-out im Fußball oder bei Beratungsbedarf rund um die eigene Person steht seitens des FVM ein kompetenter und sachnaher Ansprechpartner unter der E-Mail-Adresse 1von11(at)fvm.de zur Verfügung. Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt















