Fair Play des Jahres - präsentiert von der HUK-COBURG

Fair Play des Jahres 2014/2015

Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) hat im Rahmen der „Fair Play des Jahres“-Aktion die vorbildlichsten Gesten der Spielzeit 2014/15 ausgezeichnet.

Bei einer Feierstunde in den MMC-Studios in Köln-Ossendorf überreichten der im FVM für Fair Play zuständige Vizepräsident Hans-Christian Olpen sowie Jörg Neugebauer und Patrick Weinandy vom „FVM-Fair Play des Jahres“-Partner HUK-COBURG den Siegern Pokale, Urkunden und Sachpreise. Zur Wahl hatten im Sommer 2015 auf der FVM-Internetseite die „Fair Play des Monats“-Gewinner gestanden.

Zum Sieger wählten die fvm.de-User René Rose von TuRa Oberdrees. Der Kapitän der Herren-Mannschaft begeisterte 39,2 Prozent der Abstimmenden mit seiner Geste in einem Spiel gegen den SV Lohmar: Rose hatte, nachdem sich ein gegnerischer Spieler verletzt hatte und sein Mitspieler dennoch das 1:0 erzielte, seiner Mannschaft ein Zeichen gegeben, Lohmar ungehindert den Ausgleich erzielen zu lassen.

Das Verhalten von Armel Kouassi (TuS Rheindorf) überzeugte 27,3 Prozent der User. Der E-Junior hatte den Schiedsrichter darauf hingewiesen, dass er bei einem Turnier-Endspiel gegen die SF Troisdorf 05 bei seinem erzielten Tor im Kampf um den Ball versehentlich dem gegnerischen Torhüter auf den Arm getreten sei. Der Schiedsrichter nahm den Treffer daraufhin zurück.

Platz 3 belegte Can-Miguel Mertens vom SC Amicitia Schleiden mit 14,6 Prozent der Stimmen. Er hatte bei einem E-Jugendspiel gegen Alemannia Mariadorf dem Schiedsrichter mitgeteilt, dass er bei einem Angriff zwar zu Fall gekommen war, aber keine Berührung stattgefunden habe und die Strafstoßentscheidung daher nicht richtig sei.

Dass auch bei den Frauen und auch in höheren Spielklassen Fair Play Vorfahrt hat, zeigt die Geste von Susanne Kasperczyk. Die Spielführerin vom Frauen-Zweitligisten Alemannia Aachen verzichtete auf eine Wiederholung des Entscheidungsschießens im Hallen-Kreispokal 2015, nachdem die Alemannia dieses zwar gegen den Kohlscheider BC verloren hatte, bei diesem aber eine Spielerin am Entscheidungsschießen teilgenommen hatte, die beim Schlusspfiff eine Zeitstrafe noch nicht vollständig abgesessen hatte. Alemannia verzichtete somit auf die Chance des Turniersiegs. Diese faire Geste überzeugte 12,3 Prozent der fvm.de-User.

Auf Platz 5 landete Michael Scheider vom SV Frielingsdorf mit 6,5 Prozent der Stimmen, der sich dafür einsetzte, dass sein Gegner von der SG Agathaberg keine rote Karte sah.

Als Gewinner dürfen sich letztlich alle fühlen: zum einen aufgrund ihres fairen Verhaltens, zum anderen wurden sie nun vom FVM eingeladen und im Rahmen einer Feierstunde in den MMC-Studios Ossendorf geehrt.

Holger Franke, früherer Schauspieler der RTL-Serie „Unter Uns“, gab in einer exklusiven Führung spannende Einblicke hinter die Kulissen verschiedener Fernsehproduktionen, ehe die Preisträger geehrt und mit attraktiven Preisen der HUK-COBURG ausgestattet wurden, die seit Anfang 2015 das „FVM-Fair Play des Monats“ und das „FVM-Fair Play des Jahres“ als Partner begleitet.

„Fair Play ist nicht nur im Sport ein wichtiges Thema, sondern auch für uns als Versicherer. Mit unserem Engagement beim ‚Fair Play des Monats‘ und ‚Fair Play des Jahres‘ möchten wir unterstützen, dass bei allem sportlichem Ehrgeiz vor allem die Fairness im Vordergrund steht. Das haben alle Preisträger eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, so Jörg Neugebauer, Leiter der HUK-COBURG-Geschäftsstelle Bonn.

„Ein faires und tolerantes Miteinander auf und neben dem Fußballplatz ist mehr denn je die Grundvoraussetzung dafür, dass alle Beteiligten – Spieler, Schiedsrichter, Zuschauer und ehrenamtlich Aktive – lange Spaß an ihrem Hobby haben. Deswegen dürfen sich die Preisträger als echte Vorbilder fühlen“, ergänzte Hans-Christian Olpen.

Auch in dieser Saison zeichnet der FVM wieder faires Verhalten aus: Faire Aktionen können per E-Mail gemeldet werden an fairplay(at)fvm.de.


Ergebnisse der Wahl "FairPlay des Jahres 2015"


Fair Play des Monats Mai 2015

Eine Frage des Anstands

Im Meisterschaftsspiel der Herren-Bezirksliga 2 zwischen dem SV Lohmar und TuRa Oberdrees lag in der zweiten Halbzeit der Lohmarer Kapitän Jonas Timmer nach einem Zweikampf verletzt in Höhe der Mittellinie. Die Mannschaft von Oberdrees war in Ballbesitz und ein Angreifer lief in Richtung des Tores. Spieler beider Mannschaften riefen mehrfach dem ballführenden Spieler zu, er solle den Ball ins Seitenaus schießen. Doch dieser überhörte entweder die Zurufe der eigenen Mitspieler schlicht oder war in diesem Moment ganz auf die sich ihm bietende Chance fixiert. Er setzte daher den Angriff fort und schoss den Ball zum 1:0 Führungstreffer in das Lohmarer Tor.

Doch statt ausgiebigen Jubels erntete er betretenes Schweigen. Beide Mannschaften diskutierten kurz unter- und miteinander. Dann gab Kapitän René Rose von Tura Oberdrees seinen Mitspielern ein Zeichen, und diese ließen Lohmars Stürmer Philipp Menzler vom Anstoßpunkt ungehindert auf ihr Tor zulaufen und zum 1:1 Ausgleich einschießen. Sowohl die Lohmarer Spieler, als auch die Zuschauer beider Mannschaften applaudierten der Mannschaft für ihre faire Geste.

Da dem SV Lohmar kurz vor Spielende noch ein weiterer Treffer gelang, trat Tura Oberdrees den Heimweg ohne die erhoffte Punktausbeute an. Mitnehmen konnten René Rose und seine Mannschaftskameraden aber den dankbaren Respekt aller Anwesenden. Lohmars Sportobmann Ralf Winiarz informierte den Fußball-Verband Mittelrhein über diese ungewöhnlich faire Aktion. Dieser hat René Rose nun für sein vorbildliches Handeln mit dem FVM-Preis „Fair Play des Monats“ ausgezeichnet. Für die beispielhafte Aktion durfte sich der Spielführer neben der Fair-Play-des-Monats-Urkunde über ein Teambag der HUK-COBURG, ein Fair-Play-Shirt und einen Fußball freuen.

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