Egidius-Braun-Preis

Der Fußball-Verband Mittelrhein hat im Jahr 2010 den Egidius-Braun-Preis ins Leben gerufen. Die Auszeichnung wird seither alle drei Jahre beim FVM-Verbandstag in Würdigung für besonderes soziales Engagement an eine herausragende Persönlichkeit verliehen, die sich im Sinne von Egidius Brauns Philosophie ‚Fußball ist mehr als ein 1:0’ in besonderer Weise verdient gemacht hat.

"Damit möchten wir das außerordentliche Wirken unseres früheren Präsidenten Egidius Braun würdigen und zudem ein wichtiges Zeichen setzen: Denn der Fußballsport hat eine ungeheuer positive Kraft und eine ebenso große gesellschaftspolitische Verantwortung weit über das Fußballspiel hinaus", erklärt FVM-Präsident Alfred Vianden. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert.


Preisträger 2016: Prälat Arnold Poll

Als Preisträger des Jahres 2016 wurde posthum der im April 2016 verstorbenen Prälat Arnold Poll, Präsident des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“, geehrt.

„Mit seinem außergewöhnlichem Engagement hat Prälat Poll die Sternsinger-Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder gemacht“, erklärte Geschäftsführer der DFB-Stiftung Egidius Braun Wolfgang Watzke in seiner Laudatio.

Seit den 1990er-Jahren setzt sich das Kindermissionswerk gemeinsam mit dem DFB für internationale soziale Hilfsprojekte wie die Mexico-Hilfe der DFB-Stiftung Egidius Braun ein.

Den Preis nahm der Präsident des Kindermissionswerkes, Prälat Dr. Klaus Krämer, entgegen, der die mit dem Preis verbundene Geldzuweisung von 5.000 Euro einer Fußballschule in Bolivien zukommen lassen wird. „Das Kindermissionswerk wird die Spende zudem um weitere 5.000 Euro erhöhen. Das ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Fußballer und Sternsinger gemeinsam viel bewegen für Kinder in Not“, so Krämer.

Preisträger 2013: Wolfgang Overath

„Wolfgang Overath ist da, wenn man ihn braucht. Er ist ein Glücksfall für den deutschen Fußball“, fasste der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in seiner Laudatio die große Sozialkompetenz des Weltmeisters zusammen.

„Ich wollte früher immer der beste Fußballer werden und viel Geld verdienen. Mit Mitte 40 kam die Überlegung, dass es auch noch etwas anderes geben muss“, begründete Overath sein soziales Engagement. „Ich selbst habe in meinem Leben sehr viel Glück gehabt. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht, die Not leiden. Diesen Menschen möchte ich helfen.“

So hat er einen eigenen Fonds ins Leben gerufen, der Menschen in Notlagen unterstützt. Er setzt sich für Obdachlose und Strafgefangene in Köln und seiner Heimatstadt Siegburg ein. Seit 2002 ist er zudem Schirmherr des E-Jugend-Cups des Fußball-Verbandes Mittelrhein, bei dem jedes Jahr alle E-Jugendlichen aus dem gesamten Verbandsgebiet zugunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe spielen. Für diesen guten Zweck und bei inzwischen ungezählten weiteren Benefizveranstaltungen schnürt er regelmäßig mit den „Alt-Internationalen“ des 1. FC Köln selbst die Stiefel.


Preisträger 2010: Rudi Völler

Erster Preisträger war Rudi Völler. „Rudi Völler hat trotz aller Erfolge und seiner großen Popularität die Bodenhaftung nie verloren“, lobt Vianden. „Vielmehr nutzt er seine Bekanntheit als Türöffner für soziale Zwecke.“ Dazu gehört insbesondere sein Engagement für die Mexico-Hilfe, für die er Spenden sammelt und seinen Namen als Repräsentant und Pate in den Dienst der guten Sache stellt. „Es ist eine große Ehre, der erste Preisträger zu sein, da mich eine besondere Freundschaft mit Egidius Braun verbindet“, bedankte sich Völler, der den ausgelobten Geldpreis von 5000 Euro der Egidius-Braun-Stiftung spendete.

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