Präventionsmöglichkeiten im Verein
Prävention im Verein beginnt mit Information. Gehen Sie, als Vereinsführung, mit gutem Beispiel voran und richten Sie Ihre Handlungen danach aus. Informieren Sie sich selber über das Thema und stellen nach Möglichkeit solche Informationen auch für Eltern und Kinder bereit.
Als konkrete Maßnahmen innerhalb Ihres Vereins, die Sie in enger Abstimmung mit Ihrem Vorstand umsetzen können, kommen beispielsweise in Betracht:
- Veranstaltung eines allgemeinen Informationsabends für Eltern, sinnvollerweise unter Hinzuziehung eines externen Referenten.
- Bereitstellung von Informationen für Kinder, z. B. durch Einsatz der Broschüren „Platzverweis – Tipps für Jungen“ und „Platzverweis – Tipps für Mädchen“.
- Formulierung gemeinsamer Grundwerte innerhalb des Vereins und Aushang an geeigneter Stelle, ggf. auch Diskussion auf der Mitgliederversammlung.
- Abgabe von Selbstverpflichtungserklärungen aller Trainer/Betreuer auf einen entsprechenden Ehrenkodex.
- Verpflichtung aller Trainer/Betreuer auf eine gegenseitige Wachsamkeit. Kameradschaft und Kollegialität im Trainer-/Betreuerkreis hört dort auf, wo Grenzverletzungen und Missbrauch anfangen!
- Freiwillige Abgabe eines aktuellen Führungszeugnisses und Verpflichtung darauf, dieses regelmäßig (längstens alle 36 Monate) zu aktualisieren. Geht der Vorstand mit gutem Beispiel voraus, dann folgen Ihnen die Trainer und Betreuer in der Regel sehr gerne.
- Einrichtung einer Anlaufstelle innerhalb des Vereins, an die sich Betroffene wenden können. Aber: Es sollte sich hierbei um einen Externen handeln, z. B. einen Rechtsanwalt, der diese Dienstleistung für die Vereine übernimmt. Und: Die Anlaufstelle sollte nicht zum vereinsintern Inquisitionsplenum werden, sondern vor allem Hilfen durch professionelle Hilfestellen vermitteln.










