Fair Play des Monats April: Daphne Seipelt (JFC 09 Mondorf-Rheidt)
Ehrlichkeit vor Punktgewinn
Für Daphne Seipelt, erfolgreiche Stürmerin der D-Juniorinnen des JFC 09 Mondorf-Rheidt, stellte sich beim Meisterschaftsspiel beim FSV Neunkirchen-Seelscheid die Frage, ehrlich zu sein oder die Chance auf einen Punktgewinn zu erhalten. Denn kurz vor Spielschluss verhängte ihr Trainer Ingo Albers, der auch als Schiedsrichter fungierte, beim Stand von 1:2 aus JFC-Sicht einen Strafstoß für ihr Team, weil er bei einem Sturz der Stürmerin ein Foulspiel gesehen hatte. Als jedoch die Neunkirchen-Seelscheider protestierten, kamen den Unparteiischen Zweifel und er befragte Daphne Seipelt. Die gab unumwunden zu, nur über den Ball gestolpert und nicht gefoult worden zu sein. Daraufhin korrigierte Ingo Albers seine Entscheidung und nahm den Strafstoß zurück. Durch ihre ehrliche Antwort vergab Daphne für ihre Mannschaft die Chance auf einen möglichen Ausgleich und damit einen Punktgewinn. Doch ihr war es wichtiger, ehrlich zu bleiben. „Darauf kann Daphne stolz sein“, meinte der im FVM zuständige Vizepräsident Karl-Heinz Witt und zog den Vergleich zu Gerald Asamoah, Profi beim FC St. Pauli, der in einem Bundesligaspiel eine Eckball-Entscheidung auf Befragen zu Ungunsten seiner Mannschaft korrigiert hatte: „Die Ehrlichkeit des früheren Nationalspielers in einer für seinen Verein schwierigen Situation wurde zu Recht als Zeichen von großer Fairness herausgestellt. Das Verhalten von Daphne Seipelt ist ebenso anerkennenswert.“
Neben einer Urkunde und einem Ball für ihre Mannschaft können sich Daphne und ihr Trainer nun auch über Freikarten für ein Spiel bei Bayer 04 Leverkusen freuen.
Foto: Bernd Komanns













